"Gebärmutter raus?"

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Anonym schrieb am 02.10.2018 20:00

Gebärmutter raus?

Sorry, lang:
Ich hatte ja schon immer eine starke Regelblutung (dachte ich), auch mit Pille. Nun bin ich fast 51, meine Gebärmutter ist stark vergrößert und sieht aus wie eine total knollige Kartoffel, mit unzähligen großen Myomen. Wäre ja an sich nicht schlimm, nur habe ich seit einem Jahr, Tendenz zunehmend, abartige Blutungen. Da war das früher ein Witz dagegen.

Brauche ca. jede Stunde 1 dicke Binde und 1 Super-plus-Tampon, nachts trage ich diese Inkontinenzwindeln und stelle mir alle 80 min den Wecker, um ggf. Tampon zu wechseln. Laufe trotzdem häufig aus. Zyklus nur noch 24/25 Tage, Blutung 8 - 10 Tage (davon ca. 50 Std. so extrem, aber nicht kalkulierbar, wann), Zwischenblutungen auch "gern" mal, kurz und heftig.
Sprich: Lebensqualität so ziemlich im Eimer, Eisenwert trotz Eisentabletten niedrig, Verdauung wg Eisen ebenfalls im A..., kann nix planen, teilweise die Wohnung nicht verlassen usw.

Nun war ich schon bei zwei Frauenärztinnen, meinten beide, das kann morgen zu Ende sein (unwahrscheinlich), kann aber auch noch Jahre so weiter gehen oder noch schlimmer werden. Meine Mutter kann ich nicht zur Orientierung heran ziehen, da bei ihr schon mit 42 die Gebärmutter raus kam.

Ausschabung würde nichts oder nur kurz was bringen, Hormone das Problem nur zeitlich verschieben oder auch nicht so viel bringen, von Risiken in meinem Alter mal abgesehen.
Nur die Myome wegoperieren wäre schwierig, da großflächig, also Riesenwunde. Habe ich außerdem vor 4 Jahren schon mal machen lassen, hat blutungstechnisch nix gebracht.

Mit Homöopathie habe ich es vor Längerem versucht, und auch mit zwei systemischen Aufstellungen (vor 5 Jahren und vor 6 mon), mit Progesteron, um einem Östrogenüberschuss entgegen zu stehen, ohne Erfolg.

Ach ja, die meisten von euch sind da ja noch sehr weit fern von (hoffentlich), aber vielleicht habt ihr Mütter, Tanten, die das haben machen lassen, oder eben nicht.
Und könnt berichten?

Ich tue mich ja schwer, wollte sie ja gern behalten, und so 'ne OP ist ja auch nicht ohne (die vor 4 Jahren war jedenfalls schon sehr heftig). Aber gibt's überhaupt noch eine Alternativ?

Seufz. Und danke für's Lesen.

B. alias Mo.

Antworten

Anonym schrieb am 02.10.2018 21:10

Ich hab selbst auf der Gynäkologie gearbeitet und eine vaginale OP ohne Bauchschnitt ist gar keine soo große OP. Die Frauen waren danach recht schnell wieder fit. Der Bauchschnitt macht einen Großteil der Beschwerden aus.
Du behältst ja die Eierstöcke, es geht nur um die Gebärmutter. Ich glaube bei einer derartigen Stärke der Blutung und daß du nicht mehr das Haus verlassen kannst deswegen, würde ich mich mit dem Gedanken der OP wirklich anfreunden.

munkes (Profil) schrieb am 02.10.2018 21:14

Meine Nachbarin hat ziemlich genau das gleiche, also eigentlich echt selbe Beschwerden und hatte jetzt guten Erfolg mit einer "Heilpraktikerin". Die gute Frau arbeitet aber nicht mit Homöopathie, sondern Ernährung und Nahrungsergänzungs (zeitlich begrenzt). Nachbarin musste 28 Tage Ernährung heftig einschränken, eigentlich war es Fasten und Entgiften. So grob gesagt vegane Rohkost ohne Eiweiß. Erster Zyklus waren gleich 30 Tage (vorher 14) und normale Blutungsstärke. Jetzt darf sie wieder sehr viele Dinge essen, Einschränken muss sie sich schon. Aber gesund normal wie ich finde.
Ich selbst blute auch schon seit Anbeginn (11 Jahre) übelst.
Bei mir war es während meiner Hildmann Challenge voll viel besser und überhaupt während meiner folgenden drei Jahre als "Fischveganer" hihi.
Was bei meiner Hormonstörung den größten Einfluss hat ist Zucker. Hab wohl eine Insulinresistenz. Diese konnte ich mit Inositol vollkommen ausgleichen.
Wenn du magst schreib mir Mail. Vielleicht magst ja Näheres wissen.
Aber egal wie: ganz klar wäre für mich, dass das so nicht geht. Das ist ja furchtbar und nicht gesund! Im Zweifel wäre bei mir die Mutter auch raus. Nur isses halt ein fetter und langwieriger Eingriff...
Dass Homöopathie nicht hilft glaub ich gleich. Ich geb da gar nix mehr drauf )-:

Anonym schrieb am 02.10.2018 21:28

Hallo,
meine Mutter hatte die gleichen Beschwerden und hat sich de Gebärmutter vor ca. 7 Jahren mit Anfang 50 entfernen lassen. Die OP war keine große Sache sie war schnell wieder fit und es geht ihr auch heute noch gut damit.

Liebe Grüße

Anonym schrieb am 02.10.2018 22:05

Danke euch schon mal.

Munkes, das mit der Ernährung interessiert mich, aber ich sehe deine E-Mail-Adresse im Profil nicht :-)
Meine: jojawer et arcor pkt de

Ich esse definitiv viel zu viel Zucker, und auch andere Kohlenhydrate und Fett. Während der Schwangerschaft hatte ich auch eine leichte Schwangerschaftsdiabetes. Da ich aber nicht ernsthaft zunehme, konnte ich meinen inneren Schweinehund bisher nicht davon überzeugen, mich gesünder zu ernähren ;-)

Auf Dauer wollte ich mich nicht so extrem einschränken, zumal ich ja für's Hungerhaken-Kind dann anders kochen, einkaufen, ... muss und eh schon einige gesunde Sachen nicht vertrage (Linsen, Soja, Apfel), aber für eine bestimmte Zeit geht das bestimmt.

Hildmann Challenge musste ich erst mal gockeln.

Ano-Ts B./ Mo.

Anonym schrieb am 03.10.2018 10:12

liebe ts,

ich würde mich ganz, ganz gut informieren, was das hormonell bedeutet, wenn du nicht mehr blutest.
meine mutter hat mit dem letzten kind, 3. kaiserschnitt, eine total-op gehabt, allerdings schon mi 36. ein leben lang hat sie sich viel bewegt (tänzerin, eigene gymnastikschule), gesund gegessen - und hat nun doch ostheoporose, nicht wenig. das habe auch mit der viel zu früh endenden menstruation zu tun, sagen die ärzte.
die wechseljahresbeschwerden ist sie trotzdem nicht los gewesen, hitzewallungen, stimmungsschwankungen, all das war voll da.

gut, du bist älter, trotzdem, ich würde dem nachgehen.

ich würde auch bei der ernährung ansetzen, habe auf dem schönen blog mariengold.net ein spannendes kochbuch entdeckt - vegan.

vielleicht mildert das die blutungen? mit 51 sind wir körperlich ja längst nicht mehr im aufbau, müssen auch kein kind mehr ernähren.
ich spüre schon jetzt, mit 43, dass ich anders essen muss.
zucker ist bei mir ein ersatz für seelische leere an anderen orten. vielleicht da einmal hinspüren...?

alles liebe!

s

https://www.brandstaetterverlag.com/buch/eat-woman

Anonym schrieb am 03.10.2018 18:40

Hallo!

Ich bekam bereits vor einigen Jahren genau diesselbe Diagnose und hatte auch so ziemlich die gleichen Beschwerden - ich werde bald 50, also mitten in den Wechseljahren, habe 4 vaginale Geburten hinter mir. Blutungsstärke in der letzten Zeit auch abartig stark, die große und schwere Gebärmutter drückt natürlich auch auf die Blase wie blöd, aber ich bin zum Glück nicht berufstätig, da ich noch kleinere Kinder habe, die mich brauchen und einen Sohn mit Schwerbehinderung dabei.
Ich hatte bereits die OP Einweisung in der Tasche und war mir meiner Sache auch richtig sicher, aber je länger ich darüber nachgedacht hatte, umso weniger wollte ich diesen Eingriff durchführen lassen. Habe den Termin dann schlussendlich einfach abgesagt und war danach der glücklichste Mensch, richtig befreit!!!!
Die Hormone werden in den Eierstöcken produziert und die bleiben ja im Körper, außer bei einer Totaloperation, da kommt alles rauß.
Zur Abschwächung der Blutung riet mir eine Naturheilkundeärztin die Einnahme von Schafgarbe in der Urtinkturform, nicht als Tee, der ist zu wenig hoch dosiert. Ich habe das aber nicht ausprobiert, ich weiß gar nicht warum.
Ich weiß nicht was richtig oder falsch ist, mit einer OP kann ich mich bis heute nicht so recht anfreunden und werde einfach mal der Natur ihren Lauf lassen.
LG
Ano A.

Anonym schrieb am 03.10.2018 19:48

Ich hatte auch sehr starke Blutungen und habe mir die Gebärmutterschleimhaut veröden lassen- mittels Goldnetzmethode- ist das mordernste Verfahren zahlt aber nicht jede Kasse.

Und mir geht es so viel besser. Ich habe noch eine Blutung, aber im Vergleich zu vorher ist das echt ein Spaziergang.
Mir hat die FA aktiv auch nur Pille oder "raus" angeboten. Über eine Bekannte habe ich dann vom Veröden gehört und mich selber gekümmert :-)

Ich war in HH in einer Tagesklinik und konnte nach wenigen Stunden wieder nach Hause gehen. Die Klinik hat einen sehr guten Ruf, als ich dort war, habe ich eine Frau kennengelernt, die extra aus Köln angereist ist.

Ein großes Myom habe ich auch, man hat mir gesagt, dass das Ergebnis dadurch schlechter ausfallen könnte, weil sich das Netz halt nicht so gleichmäßig anlegen kann. Wie das mit mehreren Myomen ist, kann ich natürlich nicht beurteilen.

Alles Gute!
AnoHH

dorle (Profil) schrieb am 04.10.2018 08:35

ich drück dich mal anonym - an deiner stelle würde ich der ernährungsumstellung noch eine chance geben und mich in der zeit mit dem für und wider einer op auseinandersetzen weil man ja durch den hohen blutverlust ständig ausgelaugt wird.
andererseits wird durch eine op eben nur der "spiegelnde teil des körpers" - sag ich jetzt mal so ganz unwissenschaftlich laienhaft - herausgeschnitten und das "syspthomauslösende Etwas" in deinem Körper ist garantiert noch da und sucht sich womöglich andere Wege.

da würde ich mich auch erkundigen bei ehemaligen OP-Patientinnen. Ob die jetzt wirklich total gesund sind oder eben andere beschwerden haben, die sie aber nicht nennen oder nicht damit in zusammenhang bringen.

informiere dich gründlich. und denk dran: grade halten und keep smiling ! ;oD

Anonym schrieb am 04.10.2018 19:58

Hallo B.,

wie groß ist deine GM denn? Es gibt auch eine Variante bei der der Muttermund erhalten bleibt. Das soll große Vorteile zwecks Beckenboden bringen.

LG Doro

Anonym schrieb am 04.10.2018 20:56

Eine Freundin von mir hat sich erfolgreich beim Ostheopaten wegen unmenschlich starken Blutungen tapen lassen und es ist nachhaltig viel besser geworden.

Anonym schrieb am 04.10.2018 21:55

Hier die TS
Danke euch für euren Zuspruch.

Bei Osteopathen war ich auch schon, genauer sogar bei zweien in den letzten anderthalb Jahren. Gerade nach dem letzten, wo ich viermal war, zuletzt im Mai, ist es noch schlimmer geworden(bestimmt nicht der Grund, geholfen hat es aber leider nicht).

Ja, wenn überhaupt, OP nur so, dass Gebärmutterhals stehen bleibt und minimalinvasiv durch die Bauchdecke. Die Gebärmutter ist schon sehr groß, Maße weiß ich nicht mehr, ich kann sie selber gut tasten, die Myome springen einem in die Hand.

Und eigentlich will ich keine OP, aber da es soo wie jetzt nicht weiter geht, weil ich echt auf dem Zahnfleisch krieche, frage ich euch ja :-)

Tja, dem "symptomauslösenden Etwas" hatte ich ja versucht mit den Aufstellungen auf den Grund zu kommen. Es kamen auch sehr schlüssige 'Dinge' heraus, und ich versuche auch, das zu ändern bzw. zu leben, aber meinen Symptomen scheint das egal zu sein oder ich schaffe es nicht allein :-(
Ich weiß nicht, wie viele Jahre Therapie ich wohl bräuchte ... (ist ja nicht so, dass das meine einzige Baustelle ist, seelisch und körperlich).

Aber ich bin gerade auch im Kontakt mit der Therapeutin, die diese Aufstellungen macht, sie hat immer so ein großes Herz und gute Tipps, was man so tun kann (ich brauche ja immer was konkretes zu tun).

Vielleicht wäre Gebärmutterschleimhaut veröden lassen- mittels dieser Goldnetzmethode auch noch etwas. Hamburg ist von hier nicht weit. Werde ich mal erfragen. An 'ner normalen OP verdienen die Kliniken einfach zu gut, deswegen werden Alternativen nicht so offeriert.
Wenn man dann aber die 5 oder 6 Wochen Krankschreibung sieht... was ja aber idR nicht die Kassen zahlen müssen.

Andere Frauen mit OP habe ich schon interviewt. Die einen sind super oder gut klar gekommen, die anderen nicht oder haben dann halt andere Malaisen sowieso. Das hat mich nicht so viel weiter gebracht, weil ich persönlich noch keine getroffen habe, die sich nicht operieren hat lassen und gut gefahren ist damit.
Aber hier gibt's ja zumindest welche, die so jemanden kennen :-)

B.Mo

Anonym schrieb am 05.10.2018 08:00

Ich habe jetzt mal bisschen wegen der Gold*netz*methode rumgelesen und Myome scheinen ein Ausschlußkriterium zu sein.

LG Doro

Anonym schrieb am 05.10.2018 08:10






Nur die Myome wegoperieren wäre schwierig, da großflächig, also Riesenwunde. Habe ich außerdem vor 4 Jahren schon mal machen lassen, hat blutungstechnisch nix gebracht.

B. alias Mo.


Wie wurde das damals gemacht? Neben N_o_v_a Sure (Gold+Netz) gibt es auch M_y_o Sure. Das ist wohl relativ neu in D.

http://www.rettet-die-gebaermutter.de/ kennst du wahrscheinlich schon oder?

LG Doro

https://www.starke-regelblutung.com/de-de/starke-regelblutung/behandlung/myosure

Anonym schrieb am 05.10.2018 09:29



Tja, dem "symptomauslösenden Etwas" hatte ich ja versucht mit den Aufstellungen auf den Grund zu kommen. Es kamen auch sehr schlüssige 'Dinge' heraus, und ich versuche auch, das zu ändern bzw. zu leben, aber meinen Symptomen scheint das egal zu sein oder ich schaffe es nicht allein :-(


Ich bin ja auch Fan einer ganzheitlichen Sicht. Das schließt für mich aber nicht ein, sich über Jahre zu kasteien, indem man den Grund nur bei sich sucht. (Myome stehen aus dieser Sicht (können stehen!) für einen verdeckten Kinderwunsch und Nichtloslassenkönnen.)
Natürlich sind Körper, Geist und Seele eine Einheit, aber wenn alle Versuche, evtl. seelische Blockaden aufzulösen, nicht fruchten, dann ist das eben so. Deswegen sollte man sich nicht schlecht fühlen müssen ("ich schaffe es nicht allein").
Deine Mutter hatte sicher auch Myome, wenn die GM so zeitig entfernt wurde. Bei mir ist es die ganze weibliche Linie. Ich kann mir jetzt aussuchen, ob es genetisch bedingt ist (schulmed. Meinung) oder ob es jetzt meine Aufgabe sein soll, die transgenerationalen Traumata meine weiblichen Ahnen aufzuarbeiten :o)

Für mich stellt sich eher die Frage: weshalb hältst du so an deiner GM fest? Hat es physisch gesundheitliche Gründe, wegen der evtl. Nebenwirkungen und Folgen oder gibt es andere Gründe?
Dort würde ich therapeutisch ansetzen.

LG D. mit Myom

Henni (Profil) schrieb am 05.10.2018 11:36

.
Was bei meiner Hormonstörung den größten Einfluss hat ist Zucker. Hab wohl eine Insulinresistenz. Diese konnte ich mit Inositol vollkommen ausgleichen.


Munkes,
was war bei Dir denn genau die Indikation für die Einnahme von Inositol?
Das PCO allgemein oder speziell die Insulinresistenz?
Und was genau bewirkt das? Es scheint ja ein breites Wirk-Spektrum zu haben, bishin zur Besserung bei Depressionen.
Nimmst Du das ärztlich verordnet ein?
Sorry fürs Nachbohren, mich interessieren die persönölichen Erfahrungen damit, bevor ich mal den Endokrinologen nach seiner Meinung frage.

LG Henni

Anonym schrieb am 06.10.2018 05:49

Ich habe jetzt mal bisschen wegen der Gold*netz*methode rumgelesen und Myome scheinen ein Ausschlußkriterium zu sein.

LG Doro


Das ist so pauschal nicht korrekt.
Myome verhindern, dass sich das Netz nicht richtig anschmiegt und es können dadurch hält Reste bleiben. Da kann aber auch per Hand noch nachgearbeitet werden.Myome sind kein KO-Kriterium f. die Netz-Methode.

LG

munkes (Profil) schrieb am 06.10.2018 07:29

Hallo Henni!
War letztes Jahr zur Beratung in einem Kinderwunsch Zentrum. Die Ärztin hat mir geraten Clavella zu probieren und Vitamin D.
Hab ich gemacht und als der Zyklus tatsächlich positiv reagierte nach günstigen Alternativen gesucht und bin bei Bulk fündig geworden.
Ich habe keine diagnostizierte Insulinresistenz aber bei diesem Glucose Test war der Wert schon auffällig. In meiner Familie haben viele Typ 2 und ich denk schon ich hab sone Vorstufe.
Hab mich mit der genauen Wirkweise nicht beschäftigt sondern halt Studien und Erfahrungen gegockelt.

Anonym schrieb am 06.10.2018 10:16

Ich habe jetzt mal bisschen wegen der Gold*netz*methode rumgelesen und Myome scheinen ein Ausschlußkriterium zu sein.

LG Doro


Das ist so pauschal nicht korrekt.
Myome verhindern, dass sich das Netz nicht richtig anschmiegt und es können dadurch hält Reste bleiben. Da kann aber auch per Hand noch nachgearbeitet werden.Myome sind kein KO-Kriterium f. die Netz-Methode.

LG


Ich hatte es so verstanden, dass wenn die Blutung wegen der Myome so stark ist, macht die OP keinen Sinn, da das Netz nur die Blutung aus der Gebärmutterschleimhaut reduzieren kann. Die Ärzte die ich gefunden hatte, bieten wie gesagt beides an. Wenn man mit dem Gold*netz jegliche Blutung stoppen könnte, bräuchte es ja eigentlich keine zweite Methode der gleichen Firma oder?
Aber ich denke B. wird sich ausführlich beraten lassen. Es gibt ja etliche Kliniken, die beide Varianten anbieten.

LG Doro

Anonym schrieb am 06.10.2018 10:27

An die TS:

Trinkst du während der Blutung einen blutstillenden Tee? Dagegen sind ja einige Kräuter gewachsen. Vielleicht wäre das eine Möglichkeit, die Situation für den Moment erträglicher zu machen.
Es gibt vom Kräuterhaus Lindig auch einen Myomtee und H. von Bingen hat auch ne Mischung erdacht.

Oder mal aus der synthetisch hormonellen Ecke: würde die Dreimonatsspritze Sinn machen? Da hat frau glaube gar keine Blutung mehr. Oder ist das Risiko zwecks Osteoporose zu groß?

LG Doro

Anonym schrieb am 06.10.2018 17:33

... (Myome stehen aus dieser Sicht (können stehen!) für einen verdeckten Kinderwunsch und Nichtloslassenkönnen.)
Natürlich sind Körper, Geist und Seele eine Einheit, aber wenn alle Versuche, evtl. seelische Blockaden aufzulösen, nicht fruchten, dann ist das eben so. Deswegen sollte man sich nicht schlecht fühlen müssen ("ich schaffe es nicht allein").
Deine Mutter hatte sicher auch Myome, wenn die GM so zeitig entfernt wurde. Bei mir ist es die ganze weibliche Linie. Ich kann mir jetzt aussuchen, ob es genetisch bedingt ist (schulmed. Meinung) oder ob es jetzt meine Aufgabe sein soll, die transgenerationalen Traumata meine weiblichen Ahnen aufzuarbeiten :o)

Für mich stellt sich eher die Frage: weshalb hältst du so an deiner GM fest? Hat es physisch gesundheitliche Gründe, wegen der evtl. Nebenwirkungen und Folgen oder gibt es andere Gründe?
Dort würde ich therapeutisch ansetzen.

LG D. mit Myom


Das war es oder soll bei mir interessanterweise nicht sein, der nicht zu- oder losgelassene Kinderwunsch. Sondern geballte Energie, die ich nicht zulasse, nicht auslebe, mich statt dessen zurück nehme und anpasse. Daran arbeite ich seit über 5 Jahren - zum allgemeinen Erstaunen meiner Umwelt über meine Veränderung ;-)

Körperlich hat sich aber nichts geändert.

Die zweite Aufstellung Thema "Ausbluten" lief dann in Richtung meines früh verstorbenen kleinen Bruders (er ist schon über 40 Jahre tot), obwohl ich immer dachte, daran hätte ich wirklich viel gearbeitet, seit 20 Jahren bin ich dabei ...

Damit, die Traumata meiner weiblichen Ahnen aufzuarbeiten, würde ich wohl in diesem Leben nicht mehr fertig, selbst nur die von Mutter und Oma reichen für mehrere Leben.

Genetische Anlage in der mütterlichen Familie für Myome besteht meines Wissens nicht. Bei meiner Mutter war's "nur" eine Zyste, und in der 1980ern waren sie ja bei ü40-Frauen schneller mit Skalpell als man "Moment mal" sagen konnte. Meine Schwester und sämtliche Schwestern meiner Mutter sowie meine Cousinen haben keine solchen Probleme. Zitat damalige Frauenärztin: "Was weg ist, kann keinen Krebs mehr bekommen".

Heißt aber auch nichts, kann ja aus der väterlichen Familie kommen (da nur Männer außer einer jung verstorbenen Schwester), und allgemein habe ja sehr viele Frauen Myome und wissen nichts davon.

An meiner GM möchte ich aber zum einen festhalten, weil ich die OP meiden möchte. Nach der Myom-OP vor 4 Jahren ging es mir echt richtig lange besch... Ich habe ja auch noch andere Zipperlein, die das nicht besser machen, zB. Neigung zum Nachbluten. Jede OP ist ein Risiko. Außerdem bin ich allein mit meiner Tochter. Jetzt ist sie zwar elf, sie aber für 2 oder 3 Wochen (so lange konnte ich damals nicht krauchen) zu versorgen (von mir mal ganz zu schweigen), ist nicht so einfach. Es ist ja dauernd was: Kieferorthopäde, Zahnarzt, Krankengymnastik, Sport, Kindergeburtstage, .... Ist ja hier 'ne große Stadt, alles schön verstreut, und ÖPNV unterirdisch.

Klar, lässt sich alles "irgendwie" organisieren, vor allem gegen Geld, aber wenn's nicht sein müsste, wäre es besser.

Im Büro habe ich es zwar relativ gut, aber keine Vertretung. Das heißt, wenn ich ausfalle, bleibt die Arbeit von 5 oder 6 Wochen stumpf liegen. Wäre nicht schlimm, nur über einen langen Zeitraum hinweg lästig, weil ich hinterherhinke (ich hasse das).

Und dann die mentale Seite: ich möchte nicht kampflos die GM aufgeben. Irgendwie gehört sie ja zu mir.

Manche Frauen bekommen nach einer GM-Entfernung ja auch hormonelle Probleme. Ohne Not möchte ich das Risiko nicht eingehen.

Ano-TS


Anonym schrieb am 06.10.2018 17:50

Hallo B.,

Danke für deine offenen Worte! Ich bin gerade frappiert, wie viele Parallelen und Ähnlichkeiten es zwischen uns gibt. Ich bin mir zwar nicht ganz sicher wegen deines Nicks, aber wenn ich richtig liege, sind wir im Forum schon ab und zu "angeeckt". Das ergibt für mich jetzt mehr Sinn ;o)

Ich bin sehr gespannt, wie deine GM-Geschichte weiter geht!

LG D. mit Myom

Anonym schrieb am 06.10.2018 18:00

Re: An die TS:

Liebe Doro, danke für die Links weiter oben und den Tee-Tipp... Links kannte ich noch nicht. Myosure oder die Goldnetzmetode wären ja vielleicht was, wobei da auch was von Myomen als Ausschluss steht. Hängt sicher davon ab, wie viele, wo und wie groß. Nur weiß ich gar nicht, wie meine GM von INNEN aussieht :-(

Es wurde noch keine Hysteroskopie (Scheidenspiegelung) gemacht. Es hieß bisher immer, die Myome wären nur von außen bzw. in der GM-Wand (intramural), was nicht unbedingt zu stärkeren Blutungen führen muss, zumal ich ja keine Schmerzen habe (spräche eher gegen Myome innen).

Die OP 2014 wurde labraskopisch gemacht, wobei ein kindkopfgroßes Myom und 3 oder 4 "kleinere" außen an der GM entfernt wurden. Das große war mal ein kleines gestieltes, bis dahin aber großflächig an der GM verwachsen. Dadurch dann auch große offene Wunde an der Außenseite der GM. Die intramuralen Myome hat man belassen, weil sonst alles eine einzige Wunde gewesen wäre.

Meine damals schon starken Blutung (nix gegen jetzt) haben sich nach der OP überhaupt nicht verändert, noch nicht mal im 1. Zyklus.

Mit dem Tee ist auch noch eine Idee, wir haben hier ja eine "Hexenapotheke" mit ganz viel Kräutern, also eigentlich NUR Kräutern.

Hormone als Pille oder Spritze wollte mir keine der beiden Ärztinnen geben, von wegen Thrombose-, Restless Legs- und/oder Osteoporose-Risiko (Alter, familiäre Häufung). Beide meinten ja, das könnte ja noch Jahre so weiter gehen, und dementspr. jahrelange Hormongabe.

TS-ano B.Mo.

Anonym schrieb am 06.10.2018 18:07

Hallo B.,

Danke für deine offenen Worte! Ich bin gerade frappiert, wie viele Parallelen und Ähnlichkeiten es zwischen uns gibt. Ich bin mir zwar nicht ganz sicher wegen deines Nicks, aber wenn ich richtig liege, sind wir im Forum schon ab und zu "angeeckt". Das ergibt für mich jetzt mehr Sinn ;o)

Ich bin sehr gespannt, wie deine GM-Geschichte weiter geht!

LG D. mit Myom



OK... jetzt bin ich aber am Grübeln, wer du bist.

Anecken, ICH? Kann gar nicht sein ;-)

Ja, ja manchmal schieße ich beim Energie rauslassen etwas über, ich übe noch nach 45 Jahren Nachgeben, Zurücknehmen, ach so bescheiden in der Ecke stehen.
Ano-TS

Sanne74 (Profil) schrieb am 08.10.2018 08:18

Zur Goldnetz-Methode gab es mal einen erhellenden Beitrag im Blog von Frau Mutti (www.frau-mutti.de). Musst du mal suchen, finde ich gerade nicht. Was die Myome angeht, muss man natürlich vorher klären, was für einen Einfluss das hat oder auch nicht.

Anonym schrieb am 08.10.2018 11:56

Hi,

ich kann zwar nicht mit eigenen Erfahrungen dienen, da ich wohl die einzige in der Familie ohne Myome zu sein scheine, aber Oma und Mama wurden beide hysterektomiert (mit Ende 40 jeweils). Oma hatte zusätzlich noch Migräne, die war dann komischerweise auch sofort weg (wobei ich mir nicht sicher bin ob da nicht auch die Eierstöcke mit rausgeflogen sind und es daran lag). Ich kann mich jedenfalls daran erinnern als ich Kind war, dass meine Ma ständig blutarm und übellaunig war und unter Schmerzmitteln stand, von den riesigen Bergen an Hygieneartikeln die sie verbrauchte, ganz zu schweigen. Nach der OP war sie wie ausgewechselt :-)
Bei Oma war das noch mit Bauchschnitt (und sie musste darum "betteln" dass die OP doch endlich gemacht wird weil ihr Gyn der Meinung war es sei doch alles ok bzw nicht schlimm genug), ich war zu der Zeit noch nicht geboren, aber sie hat so oft danach davon erzählt wie froh sie doch war etc pp das hat sich doch eingeprägt
Du hast ja schon einiges versucht um die OP zu vermeiden, also ich denke da hast Du dir nichts vorzuwerfen...
wenn die Eierstöcke drinbleiben, gibt es auch kein hormonelles Chaos
und wenn die gm zu lange auf Blase etc drückt kann man sich auch hübsch ne Inkontinenz einhandeln, die man wiederum auch nicht so leicht wieder loswird, selbst wenn der Druck weg ist, können die Strukturen im Beckenboden geschädigt sein. Das wäre für mich persönlich ein wichtiges Kriterium.
Ansonsten plädiere ich dafür die GM nicht so emotional zu verklären. Sie ist ein Körperteil wie jedes andere, sie hat zwar Deine Tochter beherbergt, aber jetzt macht sie mehr Ärger als Freude, also weg damit. Basta. Wenn Dein Blinddarm entzündet wäre, würdest Du ja auch nicht überlegen ob Du ihn wirklich raus haben möchtest ;-)
Ich hab ne künstliche Hüfte bekommen als meine Tochter 2 und die Jungs 7 waren, da haben alle incl. Operateur mit mir diskutiert ob und wie man das anders machen könnte weil ich ja noch so jung sei bis ich irgendwann gesagt hab schluss jetzt, ich hab Schmerzen und ausserdem steht ja fest dass es nicht mehr besser wird. Nach der OP wurde klar, dass es höchste Zeit war weil Hüftkopfnekrose und Zysten in der Pfanne - etwas später angefangen, hätte man das Pfannenimplantat nicht mehr sicher und fest verankern können ausser mit Zement und der Physiotherapeut sagte je länger man die Muskeln ungleich benutzt, desto unwahrscheinlicher ist es, sie jemals wieder symmetrisch zu bekommen egal wieviel man trainiert.
LG und gute Besserung
Cathrin

Anonym schrieb am 10.10.2018 12:26

Zur Goldnetz-Methode gab es mal einen erhellenden Beitrag im Blog von Frau Mutti (www.frau-mutti.de)...
Danke, Sanne!
Hab das Blog gefunden, allerdings dort nix zur Goldnetz-Methode, nur was, wo sie 2009 Leserinnen nach einer Verödung fragt (http://www.frau-mutti.de/eintrag/153.html).
Und 2017 der Bericht dazu: http://www.frau-mutti.de/page/3 - Schleimhautverätzung ein paar Jahre zuvor war nicht nachhaltig.

Aber im neuen Blog auch was zur Goldnetzmethode:
http://schnickeldi.de/: Dort schreibt sie am 25.1.18 von dieser Schleimhautverödung mit Goldnetz (http://schnickeldi.de/?p=142)

Nur, falls dass noch jemand nachlesen möchte ;-)

B./Mo.

Anonym schrieb am 10.10.2018 12:34

Cathrin, danke dir für den Beitrag. Du hast sicher recht, vor allem mit dem Beckenboden .. aber ich habe echt Schiss vor einer OP und der Zeit danach und den hormonellen Folgen, die es eben manchmal doch gibt. Es gibt ja ein hormonelles Wechselspiel zwischen GM und Eierstöcken. Zwar bin ich nun alt genug für die richtigen Wechseljahre, aber trotzdem.

Ansonsten ist die Sache noch steigerungsfähig, wie ich seit gestern feststellen kann:
Hustenanfälle plus Mens, es geht gar nichts mehr. Eigentlich könnte ich mich auf den Toilette häuslich einrichten (wozu habe ich ein Laptop?).

B./Mo.

Anonym schrieb am 12.10.2018 20:19

@Cathrin

Wieder mal zeigt sich, dass die empirisch gefestigte Regel, weibliche Ärzte seien besser für weibliche Patientinnen, für Deutschland nicht zutrifft. Dass du hier eine GM-Entfernung grenzenlos verharmlost und sie mit einem entzündeten Blinddarm vergleichst - da fällt mir nur noch das Wort "kriminell" ein.

Zunächst mal bedeutet "minimalinvasiv" ja nicht, dass es harmlos ist, im Gegenteil stellt es ja besonders hohe Ansprüche an das Können des Operateurs.... Was ist mit Verwachsungen und anderen Nebenwirkungen...?
Frauen, denen die GM entfernt wurde, haben ein höheres Risiko, einen SCHLAGANFALL zu erleiden, auch wenn die Eierstöcke erhalten bleiben, werden diese ja dann schlechter durchblutet....

@TS:
Vielleicht geht es ja am Ende nicht anders, aber du machst es ja ganz richtig, dass du die Alternativen sorgfältig prüfst. Auch Myome kann man veröden, hast du da schon recherchiert? Es gibt viel Selbsthilfe im Netz, ich hoffe und drücke dir die Daumen, dass du die OP noch vermeiden kannst. Wenn du in der Nähe von Holland oder Dänemark wohnst, schau mal, ob deine Kasse eine Beratung dort übernimmt, deren Medizin ist mindestens 10 x besser und schonender als unsere.

LG ano




Anonym schrieb am 12.10.2018 20:53


"Und bei starken Blutungen kann man häufig erst einmal eine lokal wirkende Hormonspirale einsetzen", sagt Sohn.

Vielleicht hilft das bei der Entscheidung, mit weiterführenden Links:

http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/hysterektomie-jeder-sechsten-frau-wird-gebaermutter-entfernt-a-953374.html

https://www.brigitte.de/gesund/gesundheit/gebaermutterentfernung--oft-ueberfluessig-und-folgenschwer-10222352.html

Anonym schrieb am 14.10.2018 20:59

Myome veröden geht nicht, da nicht gestielt, sehr groß und breit verwachsen. Außerdem ist es fraglich, dass sie die Hauptursache für die starken Blutungen sind. Es sei denn, ich habe auch Myome innen in der Gebärmutter. Da ich aber keine Schmerzen habe, spricht viel für übermäßigen Schleimhautaufbau.

Hormonspirale - da käme nur eine mit höher dosierten Hormonen in Frage. Und dann hat man wieder das erhöhte Tromboserisiko, wenn ich das richtig verstanden habe (und ich bin schon 50). Außerdem verstärkt doch das Gestagen noch die Östrogendominanz und kann bei Schilddrüsenunterfunktion (hab ich) noch stärker wirken, oder nicht. Von den sonstigen Nebenwirkungen mal abgesehen. Bei der Pille hatte ich jedenfalls genug davon.

Einen sehr guten Operateur habe ich (hoffentlich).
Trotzdem habe ich Schiss.

Da muss man definitiv aufpassen. Meine Mutter liegt gerade im KKH, Gynäkologie, wegen OP (nach einem Sturz musste da was gerichtet werden). Da habe ich eigentlich schon wieder zu viel gesehen, was schief gehen kann. Bei meiner Mutter zum Glück nicht.

B./Mo.

Anonym schrieb am 15.10.2018 07:56

@ ano

Liebe Ano,
die TS wurde bereits einmal operiert, was sie in schlechter Erinnerung hat, unter anderem weil es ihr Problem nicht gelöst hast, sondern sie hat weiter starke Blutungen - ich habe Frauen gesehen, die an der Anämie und ihren Folgen verstorben sind und einige, die Transfusionen brauchten. Das halte ich jetzt nicht wirklich für eine gute Alternative. Ich habe von meiner Familie berichtet, wo sowohl Oma als auch Mama gut mit der OP zurechtgekommen sind, sicher gibt es auch Gegenbeispiele.
Die Alternativen zur OP haben wir hier schon diskutiert und festgestellt, dass zB Hormone in Form einer Spirale nicht sinnvoll wären für die TS bzw bei äusseren Myomen nicht wirksam. Andere Dinge (Homöopathie etc) hat sie selbst schon ausprobiert, leider ohne Erfolg.
Ich stimme Dir zu, dass zu vielen Frauen unnötig die GM entfernt wird. Das ändert aber nichts daran, dass die Indikation in diesem Fall gegeben ist und da ist nichts kriminell daran.
Wenn sie sich so ein Goldnetz einsetzen lässt ist das übrigens auch eine OP und wenn das wieder nichts hilft hat sie noch eine OP hinter sich für nix und das Leiden geht weiter.
LG
Cathrin (und nein ich bin weder selbst Gynäkologin noch kriege ich Prozente ;-)

Anonym schrieb am 16.10.2018 21:12

Re: @ ano

Liebe Ano,
die TS wurde bereits einmal operiert, was sie in schlechter Erinnerung hat, unter anderem weil es ihr Problem nicht gelöst hast, sondern sie hat weiter starke Blutungen - ich habe Frauen gesehen, die an der Anämie und ihren Folgen verstorben sind und einige, die Transfusionen brauchten. Das halte ich jetzt nicht wirklich für eine gute Alternative. Ich habe von meiner Familie berichtet, wo sowohl Oma als auch Mama gut mit der OP zurechtgekommen sind, sicher gibt es auch Gegenbeispiele.
Die Alternativen zur OP haben wir hier schon diskutiert und festgestellt, dass zB Hormone in Form einer Spirale nicht sinnvoll wären für die TS bzw bei äusseren Myomen nicht wirksam. Andere Dinge (Homöopathie etc) hat sie selbst schon ausprobiert, leider ohne Erfolg.
Ich stimme Dir zu, dass zu vielen Frauen unnötig die GM entfernt wird. Das ändert aber nichts daran, dass die Indikation in diesem Fall gegeben ist und da ist nichts kriminell daran.
Wenn sie sich so ein Goldnetz einsetzen lässt ist das übrigens auch eine OP und wenn das wieder nichts hilft hat sie noch eine OP hinter sich für nix und das Leiden geht weiter.
LG
Cathrin (und nein ich bin weder selbst Gynäkologin noch kriege ich Prozente ;-)


Und genAu deswegen ist es so gefährlich mit Halbwissen Ratschläge zu geben.

Das Goldnetz wird nicht eingesetzt- es ist quasi ein Einmal-Instrument, welches als Stromleiter dient. Natürlich ist das eine Op, aber was ganz anderes als eine Gebärmutter-Entfernung!
Sorry, aber das musste jetzt mal raus....

Anonym schrieb am 17.10.2018 09:29

Ich verfolge das hier schon ein bisschen länger und konnte mich nicht zurückhalten. Ich schätze den Ton hier im Forum und man muss hier niemand beschuldigen kriminell zu sein ....
Ich denke allgemein sollte man Tips aus Foren kritisch hinterfragen und es sollte jedem klar sein, dass die meisten Leute in den Foren keine "Fachleute" sind. Jeder meint es gut hier würde ich mal denken. Man kann und soll ja auch gerne sagen wenn man etwas für falsch erachtet aber niemanden der es gut meint niedermachen. Sonst getraut sich bald keiner mehr zu schreiben und vielleicht bleiben viele gute Ideen dann ungeschrieben.

Anonym schrieb am 17.10.2018 11:40

Das sehe ich auch so. Es ist ein Meinungsaustausch und ne Art Tipp unter "Bekannten". Wer Expertenwissen braucht, geht zum Experten. Hier in dem Fall gibt es ja auch den Gyn.
Hier sind alles kritische Denker - und es tut gut mal Meinungen in alle Richtungen zu hören...

Anonym schrieb am 24.10.2018 13:53

Dann gebe ich noch fix meinen Senf dazu...

Vor fast genau 2 Jahren hatte ich das große Glück nicht verblutet zu sein. Die ganze Bluterei war eh schon kaum noch zu ertragen, aber eines Tages lief es im Schwall heraus, ich war zum Glück zu Hause, es lief nicht nur 1x sondern mehrfach und immer wieder, gefühlt waren es Liter.
Zum Glück konnte ich noch in die Gyn, es war Horror, dann musste ich zur Notausschabung, sofort.
Dort sagts man mir, dass es so weitergehen würde, es ist nur eine vorrübergehende Lösung und nur 4 Wochen später habe ich mir die Gebärmutter entfernen lassen, die Zeit danach war echt anstrengend, ich war sehr schwach und habe 4 Monate gebraucht um mich richtig zu erholen, aber dann gings bergauf und ich habe es nicht bereut. Ich wuerde es immer wieder so machen. Es ist einfach nur angenehm, es fehlt mir nichts, im Gegenteil, die Lebensqualität ist eine ganz andere.
lg d.

Anonym schrieb am 25.10.2018 18:41

Soooo. Heute war ich bei einer Fachpraxis und habe mich wegen der Goldnetz-Methode beraten lassen. Diese kommt bei mir nicht in Frage, weil meine Myome quasi die gesamte Gebärmuttermuskulatur durchdrungen haben und sie auch nach innen wölben. :-(
Der Arzt bemühte, unabhängig von der Frauenärztin, wo ich zuvor war, das Bild des Kartoffelsackes.
Dadurch könne das Netz eigentlich nirgendwo richtig anliegen, das geht bis zum GM-Hals.

Er hat mir auch erklärt, dass die Myome in diesem Fall doch mit die starke Blutung verursachen, weil die GM sich wegen dieser massiven intramuralen Myome nicht mehr zusammenzieht, dadurch sei allein die Fläche der Schleimhaut schon deutlich größer (plus die extra Hubbel der Myome).

Von Hormonen einschl. Spirale hat er mir ebenfalls abgeraten.

Ich werde einen Termin Mitte Januar anpeilen für die GM-Entfernung. Den Termin kann ich kurzfristig wieder absagen. Ab morgen bin ich dann in Fern-Behandlung bei einer Heilpratikerin (Empfehlung hier aus dem Forum, nech, m?) per Skype, vielleicht springe ich dem OP-Skalpell noch mal von der Schneide.

Eine Aufstellung mache ich auch noch mal am kommenden Montag, sofern ein paar Leute zusammen kommen.

Schnauf.

B/Mo

munkes (Profil) schrieb am 25.10.2018 19:42

Hey B/Mo!
Das hört sich doch nach einem guten Plan an.
Bin sehr gespannt! Bei meiner Mutter und Tante ging das selbe Spektakel ab Ende 30 ab und ich denke, mir blüht ähnliches...
Alles Gute!

Anonym schrieb am 25.10.2018 20:06

Ja, Munkes, genau, zumindest ein Plan, weg von einer gewissen Hilflosigkeit und dem Gefühl des ausgeliefert Sein.

Bei dir muss es nicht so kommen wie bei deinen Vorfahrinnen, da bin ich von überzeugt. Und - wie man sieht - gibt es zumindest Möglichkeiten, die Lebensqualität zu halten.

Hatte mich heute noch mit einer Assistentin in der Praxis (bzw. eigtl. ist das so eine Vorstufe zu einer kleinen Klinik) unterhalten darüber, wie die Frauen das wohl früher so hatten und geschafft haben, wenn sie so Mörderblutungen hatten. Ohne moderne Medizin der verschiedenen Ausrichtungen einschl. Alternativmedizin, Hormone, Eisentabletten, saugfähige Binden, Tampons/Menstassen usw.
Da gab's dann vielleicht die Kräuterhexe, oder die Hebamme wusste Rat. Oder die Frauen sind dann irgendwann an "Schwäche" oder irgendeinem Infekt dahin gestorben oder vegetierten vor sich hin.

Danke an euch alle für die Ideen und Tipps. Ich weiß das einzuordnen, wenn auch gegensätzliche Meinungen geäußert werden. Es sind eben Meinungen, jede empfindet das anders.

B/Mo

Anonym schrieb am 26.10.2018 07:39

Hallo B/MO,

das klingt für mich nach einem sehr guten Plan und sollte es wirklich zur GM Entfernung kommen, gibt es ja auch Möglichkeiten, sich auf allen Ebenen gut von ihr zu verabschieden. Aber du scheinst da ohnehin gut aufgestellt zu sein.

Das Problem ist aus meiner Sicht (und der meiner FÄ) wirklich, dass es kaum Vergleichsmöglichkeiten gibt, da kaum eine Frau solche Strapazen aushält, bis es endlich zum hormonellen Rückgang kommt. Und wie wir im anderen Fred sehen, der kann mit 45 aber auch mit 55 kommen.

Und früher, denke ich, haben die Frauen durch den starken Eisenmangel Anämien bekommen und waren dann für jeden Infekt gefährdet.

Ich wünsche dir alles Gute bis zum Januar und würde mich sehr freuen, wenn du hier weiter berichtest.

LG Doro (mit dem großen My.)
SD Unterfunktion ist übrigens noch eine Paralle ;o)

Anonym schrieb am 10.11.2018 19:07

Sooo ... kleiner Zwischenbericht. Die Aufstellung war mal wieder ziemlich "wild" und lief in mehrere Richtungen, die mühsam entwirrt werden mussten. Auf jeden Fall sehr aufschlussreich: wieder die geballte Energie, nur diesmal die Wut meines Vaters (darüber, dass ihm 70 Jahre lang vorenthalten wurde, wer sein Vater ist, und damit seine Identität), und die Belastungen / mangelnde Selbstbestimmtheit meiner Mutter (rund um Gebärmutter und Kinder).

Der Tenor war die Akzeptanz und nicht unbedingt eine Heilung, aber den Willen/das Versprechen, dass ich mich gut um mich und meinen Körper kümmere.

Heilpraktische Behandlung läuft ja jetzt, aber den Plan für Ernährung bekomme ich erst noch. Meine fünf Wochen ohne Zucker, Weißmehl und Alkohol sowie mit sehr wenig Fleisch und Milchprodukten haben blutungstechnisch nichts gebracht, was aber auch nicht so verwunderlich ist. Habe aber 3 kg abgenommen, die ich nach 25 Jahren konstantem Gewicht vor einiger Zeit zugenommen hatte und nicht wieder los wurde.

@Doro: Ah! und danke. Ja, man wundert sich manchmal, was man so für ungeahnte Gemeinsamkeiten hat.

Be/Mo

Anonym schrieb am 03.12.2018 15:55

Nächster Zwischenbericht: Bluttest auf Hormone, u.a. die weiblichen, hat ergeben, dass ich keine Östrogendominanz habe, alles ist im Lot. Die Werte deuten auch darauf hin, dass die Wechseljahre (evtl. noch lange) auf sich warten lassen werden.
Schilddrüse ist auch nach diesem Bluttest gut eingestellt (so auch der Test bei der Hausärztin).

Kurz: Heilpraktikerin rät mir grundsätzlich zur OP, je nach Leidensdruck, weil es zu den Blutungen keinen Ansatzpunkt bei den Hormonen und auch anderen Laborwerten gibt.

Grundsätzlich wäre meine andere Baustelle (Erschöpfung und Darm) wichtiger, wo sie ein großes Potential sieht zur Verbesserung (ich auch!). Mit Glück beeinflusst die Therapie (Ernährungsumstellung und Aufbaumittel) vielleicht noch die Blutungsstärke oder reduziert meinen Leidensdruck, aber das würde ich dann noch diesen Monat sehen oder eben nicht.

Das nimmt doch einen gewissen Druck von mir (den ich mir selber mache), und ich kann mich damit "anfreunden".

b/Mo

Anonym schrieb am 02.01.2019 17:35

Liebe Be....,

wie geht es dir? Hast du dir einen OP Termin für Januar geben lassen?

LG Doro

Anonym schrieb am 02.01.2019 19:56

Danke die für die Nachfrage!
Ja, habe einen Termin für den 21. Januar. Ernährungsumstellung ist zwar echt radikal, hat aber blutungstechnisch nichts gebracht (die Hoffnung hatte mir die HP ja auch nicht gemacht).
Aktuelle Blutung ist sogar noch stärker ausgefallen, dafür war der Zyklus, der sonst stabil bei 24/25 Tagen lang, diesmal 28 Tage. Immerhin, so ist das jetzt das letzte Mal. Ich kann mich jetzt wirklich mit der OP anfreunden, da ich diesmal sehr gelitten habe. Zwei Nächte mit stündlichem Aufstehen, danach dann die Silvesternacht, wo ich wegen Dauerböllerei auch nicht schlafen konnte, tagsüber auch nicht, und ein Berg Wäsche und Müll usw. :-(

Gruß,
Be...

Anonym schrieb am 03.01.2019 13:49

Ach Mensch du Arme. Aber ich freue mich für dich, dass du die Dinge jetzt so annehmen kannst wie sie kommen.
Ich bin gerade mal wieder beim Dahlke gelandet und werde nächste Woche mein Myom aufstellen lassen. Mal schauen...

LG Do.

Anonym schrieb am 23.01.2019 15:07

Jetzt ist sie raus

Montag war die OP, und heute geht es schon einigermaßen. Ich bin total froh, dass ich das Schlimmste hinter mir habe. Obwohl man ja im Krankenhaus nicht so sonderlich gut schläft, musste ich bisher nicht nachts raus wegen Harndrang. Also drei Kreuze!
LG und danke an alle, die mitgeführt und gedacht haben
B/Mo

munkes (Profil) schrieb am 23.01.2019 15:50

Oh das ist gut! Wünsche dir gute Besserung! Lass dich verwöhnen und gib dir Zeit. Liebe Grüße

natascha (Profil) schrieb am 23.01.2019 18:22

Gute Besserung.
Das hört sich doch gut an mit der Blase.


Lass es dir gut gehn und verwöhnen


Lg natascha

Anonym schrieb am 24.01.2019 17:47

Schön, dass es dir so gut geht. Genau so soll es weitergehen *daumendrück* :o)

LG Doro

Anonym schrieb am 24.01.2019 17:57

Ich hatte übrigens am WE eine Aufstrellung, bei der glasklar raus kam, was und für wen ich da in meiner GM ausbrüte. Super spannend. Ich hoffe es ist nun aufgelöst und muss nicht mehr wachsen.

LG Do.

Anonym schrieb am 26.01.2019 18:58

Seit gestern Mittag bin ich zuhause und es geht mir schon richtig gut. Kann alles machen - langsam und in Maßen, aber es geht. Außer Heben natürlich. Schmerzen habe ich so gut wie keine mehr, schlafe wie ein Murmeltier (letzte Nacht zwölf Stunden).
Die vier "Löcher" im Bauch sehen auch schon gut aus, nur noch kleine Pflasterstreifen drüber.

Do., interessant. Mit meiner Bauch-/Beckenregion bin ich von der Seite her bestimmt auch noch nicht durch, und ich werde da auch weiter dran bleiben. Der Tod eines nahestehenden Menschens vor kurzem hat mir da auch noch wieder einiges "aufgeworfen".

Liebe Grüße!
B/Mo