"Schwimmkurs - ich bin genervt"

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Anonym schrieb am 14.12.2018 20:39

Schwimmkurs - ich bin genervt

Hallo,
mein Sohn, 5,5 Jahre macht gerade Schwimmkurs fürs Seepferdchen. Weil er beim ersten soviel krank war, ist er gleich in den nächsten gerutscht.
Eigentlich hat er Spass im Wasser u. will auch unbedingt schwimmen lernen. Aber irgendwie klappt es nicht gut.
Wir gehen ausserhalb vom Schwimmkurs auch noch ein-/ zweimal die Woche mit ihm schwimmen, damit er noch üben kann. Letzte Woche mit meinem Mann ist er ganz gut geschwommen, heute mit mir wars eine Katastrophe. Eigentlich wollte er ohne Schwimmgürtel, aber da konnte er sich kaum über Wasser halten, dass er sich dann doch einen geholt hat. Der Bademeister hat auch ein bisschen mitgeguckt u. ihm auch Tipps gegeben, aber er hört nicht mal zu, ist immer mit den Gedanken woanders u. ärgert sich dann aber, wenn es nicht so läuft, wie er sich das vorstellt.
Am Ende vom letzten Kurs, sagte der Schwimmlehrer, dass er es gepackt hätte, wenn er nicht krank gewesen wäre. Jetzt sagte er zu meinem Mann, dass er doch noch recht verspielt wäre u. kaum das macht, was man sagt.
Ich weiss gar nicht, ob ich noch nen Kurs dranhängen soll, wenn er es diesmal auch nicht schafft, oder ob wir abwarten. Aber hier wartet man auch ewig auf nen Platz im Schwimmkurs.

Viele Grüße

Antworten

Inge (Profil) schrieb am 14.12.2018 21:21

Ich würde ihm und dir da keinen Streß machen. In dem Alter ist der Kopf im Vergleich zum Körper noch recht groß und die Nackenmuskulatur nicht sehr kräftig.
Die Kinder können dann auf Dauer ihren Kopf nicht über Wasser halten, also legen sie ihn in den Nacken um die Muskulatur zu entspannen. Dadurch sinkt der Körper ab und die Kinder kommen kaum noch vorwärts.

Gebt ihm ne kleine Hilfe mit dem Schwimmgürtel und übt das spielerisch mit ihm, mit viel planschen, wo hin schwimmen um was zu holen, um die Wette schwimmen....

Die Nackenmuskulatur wird kräftiger und im Grundschulalter ändern sich auch die Körperproportionen. Spätestens dann hat sich das Problem von ganz alleine erledigt.

Ihr könnt mit ihm auch "Atmen" üben: Ins schultertiefe Wasser stellen, Gesicht ins Wasser legen und ausatmen ("blubbern"), Kopf anheben und einatmen. Bis er das ins Schwimmen übernehmen kann, wird aber noch ne Weile dauern, dafür ist er noch zu jung. Ist aber ein lustiges Spiel und ne nette Vorübung :o)

LG Inge

Möwe (Profil) schrieb am 14.12.2018 22:21

Gar nicht so einfach. Aber du solltest dir und dem Kind keinen Stress machen. Die Kinder brauchen teilweise recht lange, diese Bewegungen zu verinnerlichen.
Ist es denn wichtig, dass er so schnell wie möglich schwimmen lernt?
Wenn nicht, würde ich eine Pause einlegen. Vermutlich kommt er nächstes Jahr in die Schule. Hat er da vielleicht in der ersten Klasse schon Schwimmunterricht? Ich war bei meiner Großen erstaunt, dass kaum jemand das Seepferdchen in der ersten Klasse hatte.
Sonst kannst du ihn ja für einen Kurs am Ende des Schuljahres oder einen Ferienkurs anmelden. Wenn er bis dahin schwimmen kann, kannst du ihn doch einfach wieder abmelden.
In den Kursen, die meine Kinder hier gemacht haben, haben eigentlich alle immer gut mitgemacht. Vielleicht liegt es auch am Lehrer, dass dein Sohn nicht bei der Sache ist?
Oder gibt es vielleicht die Möglichkeit, Privatunterricht zu nehmen? Manch einer schwört drauf. Vielleicht ist ihm der Trubel mit den anderen Kindern im Kurs zu viel.
Hier gibt es auch Vereine, die Seepferdchentraining mit den Kindern machen. Da er Spaß dran hat, wäre das vielleicht eine Möglichkeit, damit er weiterhin regelmäßig übt?
Früher oder später wird er das schon schaffen!

Erika (Profil) schrieb am 14.12.2018 22:28

Mein Sohn hat auch dieses Jahr das Seepferdchen gemacht. Er war 6,5 Jahre als der Kurs begann und ich konnte in dem Kurs beobachten, mit welcher Leichtigkeit die über 6-7-Jährigen das schwimmen lernten und wie schwer es die Jüngeren hatten. Ich würde nichts übers Knie brechen.

Das beste Schwimmtraining war übrigens für unsere Wasserratte das Springen vom Beckenrand bzw. Startblock und dann zur Leiter schwimmen. Macht Spaß und man übt nebenbei. Richtige Technik ist natürlich gut im Kurs, aber fürs elterliche Üben fand ich die Kombination mit Springen ideal. Meine Kinder hatten jedenfalls keinen Bock auf elterliche Tipps, aber wer gerne reinspringt, muss eben auch zur Leiter kommen....

Anonym schrieb am 14.12.2018 23:10

Hallo,

jetzt bin ich schonmal weniger genervt ;)

Vielen Dank für die Tipps, Erika u.Inge. Springen tut er auch gerne u. auch untertauchen ist kein Problem.

Es tut mir halt auch Leid, wenn er zwar gerne geht, aber dann halt total frustriert ist u. weint, weil er es nicht schafft.

Schwimmen können, find ich schon wichtig, aber ja er wird's schon irgendwann lernen. Ihm ist es schon sehr wichtig, weil sein Cousin (halbes Jahr jünger) das Seepferdchen hat u. auch viele aus seiner Kindergartengruppe.
In der Schule gehen sie nicht so oft schwimmen. Die zweite Hälfte der Klasse geht ins Freibad, wenn das Wetter gut ist, u. wir gehören wohl eher zu der Hälfte.

Der Schwimmlehrer ist eigentlich ganz gut, und es schaffen auch die meisten das Seepferdchen nach 10 mal.

Viele Grüße

Inge (Profil) schrieb am 15.12.2018 05:19

Dann lass ihn auch viel ohne Schwimmgürtel springen und tauchen. Meine Kinder haben alle erst tauchen, dann schwimmen gelernt. Oft auch Streckentauchen, auftauchen zum Luft holen, weiter tauchen. (Tauchspielzeug ist da sehr hilfreich und macht Spaß)

Böse Zungen behaupten ohnehin, dass das Seepferdchen der Freischein zum ersaufen ist. Weil die Kinder das Abzeichen meist in einem Alter bekommen, wo sie auch dann noch lückenlos beaufsichtigt werden müssen, wenn sie schon sehr ausdauernd schwimmen können. Weil sich die Kinder in dem Alter einfach nicht einschätzen können.

LG Inge

Anonym schrieb am 15.12.2018 10:41

Hier noch eine Stimme fürs Warten. Meiner hat es auch erst in der Schule gemacht. Zartes Kerlchen und immer schnell krank nach dem Schwimmbadbesuch....Es eilt doch nicht , oder? Falls Ihr direkt am Wasser wohnt würde ich ihn einfach immer beim Spielen mit ner Rettungsweste rumlaufen lassen.

Ich sollte ganz früh schwimmen lernen , hat geklappt , mit drei Jahren Seepferdchen und gleich noch ne ordentliche Lungenentzündung.

Beste Grüße und viel Freude beim Spielen im Wasser!

Lola (Profil) schrieb am 15.12.2018 11:06

Warten. Meine Jungs haben beide ewig gebraucht und besser wurde es nach einer kleinen Pause zwischendrin. Melde ihn doch für eine späteren Kurs an...

Gemina (Profil) schrieb am 15.12.2018 12:49

Ich bin auch für warten....
Meine großen waren beim schwim Kurs, drei mal und wir haben ohne seepferdchen abgebrochen.
Da waren sie 5 Jahre alt. Letztes Ostern hat die kleinere der zwillinge das seepferdchen nebenher beim normalen schwimmbadbesuch gemacht und die größere hat's dann vor lauter Wut nicht geschafft. Jetzt hat sie über den Sommer so geübt dass es nur noch ein formaler Besuch des schwimmbades ist um die Prüfung abzulegen. Im August si d sie 10 geworden. Die beiden sind sehr zierlich und konnten anfangs einfach nicht genug Wasser verdrängen mit den dünnen ärmsten.
Ausserdem haben wir das Schwimmbad gewechselt, im "neuen" finden wir's viel ge ütlicher, da fahren wir dann auch 20 min länger.
LG

Evi (Profil) schrieb am 15.12.2018 16:19

ich habe aus genau diesen Gründen meine Mädels beim DLRG angemeldet. Da lernen sie auch schwimmen, spielen aber sehr viel und es gibt kein Zeitdruck. Jeder bleibt so lange in der kleinsten Gruppe bis er das Seepferdchen schafft, dann kann man in die nächste Gruppe. Meine beiden Mädels waren 1 Jahr im Schwimmen bis sie es konnten. Wir sind außerhalb der Stunden aber auch nur im Sommer schwimmen gegangen. Vielleicht gibt es so etwas bei euch auch, für uns war es perfekt.

lg und lass dich und dein Kind nicht stressen.

Anonym schrieb am 16.12.2018 14:54

Wir machen jetzt den Kurs zu Ende u. dann gibts erstmal keinen neuen, sondern nur schwimmen mit uns. Und irgendwann wird's schon werden.
Im Nachbarort gibts nen Schwimmverein, eine Gruppe betreut die Mutter seines besten Freundes, da könnte er mit, allerdings halt nicht ohne Seepferdchen.

Und vielen Dank für die Antworten