"Wunschultraschall und CTG/Dopton ab 2021 verboten "

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solskinn (Profil) schrieb am 22.01.2019 22:37

Wunschultraschall und CTG/Dopton ab 2021 verboten

Hallo,

ich habe eine Mail von greenbirth bekommen. Ab 2021 wird Wunschultraschall und CTG und Dopton ohne medizinische Indikaton verboten und darf nicht mehr als IGel-Leistung angeboten werden.

Eine gute Entwicklung, wie ich finde.

http://www.greenbirth.de/neuigkeiten/739-ultraschall-auf-wunsch-gesetz.html

Antworten

Inge (Profil) schrieb am 23.01.2019 07:43

An sich ein schöner Ansatz. Nur wenn die Hebamme/ Frauenarzt die kindlichen Herztöne nicht mit dem Stethoskop abhört sondern mit dem Gerät, ist das auch Ultraschall. Nur ohne Bildschirm. Und weil man keinen Bildschirm hat und nichts sieht um sich zu orientieren, dauert die Suche nach den Herztönen meist etwas länger, als wenn der Schallkopf von einem Gerät mit Bildschirm drauf gehalten wird.
Die neue Regelung wird also gar nichts bringen, außer dass der Arzt das nicht mehr privat in Rechnung stellen darf. Die Ultraschallbelastung wird sich dadurch nicht verringern.

LG Inge

solskinn (Profil) schrieb am 23.01.2019 14:56

Deinen Einwand verstehe ich nicht, Inge.
Auch Dopton ("Angelsound" oder wie auch immer es genannt wird) fällt ja darunter. Ergo keine größere Belastung, weil ja beides ohne medizinische Indikation verboten wird.
In den meisten Ländern gibt es nur diese drei US oder gar weniger. Im Normalfall muss man ja auch nicht großartig vor der 12. SSW zum Arzt.
Meine Hebamme hat das - selbst unter der Geburt!- mit einem Hörrohr gemacht. Vielleicht sollte man dahin zurückfinden. Es geht ganz ohne Belastung. Die Herztöne hören zu wollen dient ja mehr der Beruhigung der Eltern als der Sicherheit des Kindes - zumindest während der Schwangerschaft.

Inge (Profil) schrieb am 23.01.2019 18:49

Die Kontrolle der Herztöne des Kindes zählt zur ganz normalen, durch die KK bezahlten Schwangerenvorsorge. Der Arzt/ die Hebamme muss diese Untersuchung also durchführen und dokumentieren. Das ist keine IGEL-Leistung.

Was fällt dann weg?

LG Inge

solskinn (Profil) schrieb am 23.01.2019 21:38

Wo steht das?
Laut Mutterschaftsrichtlinie gibt es drei Mal Ultraschall und CTG nur unter bestimmten Bedingungen am Ende der Schwangerschaft.
Meine Realität war: US alle vier, ab der 32. SSW alle zwei Wochen, CTG ab der 32. SSW und am Ende täglich!
War mein erstes Kind.
Danach nur noch Hebamme und Hörrohr.

Habe für Schwangere den falschen Versichertenstatus. Aber aktuell muss man sich definitiv wehren. Das kann nur besser werden.

Inge (Profil) schrieb am 23.01.2019 22:59

Ich habe eher den Eindruck, dass die Interpretation den Wunsch der Seite wiedergibt (wenn in der tatsächlichen Verordnung nicht noch mehr steht als im Protokoll).

Den entsprechenden Abschnitt in der Verordnung des BMU habe ich leider nicht gefunden, weil es "Seite 154" in dem verlinkten Text nicht gibt. Und sowohl Seite 1154 und §154 behandeln andere Themen.

Ich habe aber das Protokoll gelesen.
Hier wird aufgeteilt in medizinische Anwendungen und nicht medizinische Anwendungen.

Hier wird sich ganz klar gegen "Baby-TV" ausgesprochen. Das wäre der Wunsch-Ultraschall um das Baby zu sehen.

Dipton-Geräte fallen aber unter medizinische Anwendung, auch wenn es eine andere Methode gibt um die gewünschte Information "Herzschlag des Kindes" auch anders zu bekommen. Und sie fallen auch nicht unter HIFU-Geräte, wie sie medizinisch zu Hyperthermiebehandlungen bei Krebs und nichtmedizinisch zur Lipolyse für "Bodyshaping" verwendet werden. Aber nur die HIFU-Anwendungen wären während der Schwangerschaft kontraindiziert.
Es würde mich also wundern, wenn die Dopton-Anwendung darunter fallen würden, ebenso wie das CTG in der späten Schwangerschaft.

Neu ist die Forderung, dass nur medizinisch geschultes Personal ein Ultraschallgerät einsetzen darf. In der Geburtshilfe also Arzt, Hebamme und entsprechend ausgebildete Schwestern oder medizinische Assistentinnen. Dann könnte sich wenigstens nicht "Jederfrau" so ein Gerät für zu Hause kaufen und ein bisschen Baby lauschen.

Insgesamt ein erster Schritt, aber meiner Einschätzung nach von der Erwartung der Vertreter für natürliche Schwangerschafts- und Geburtsbegleitung noch meilenweit entfernt.

LG Inge