"Denkanstöße gesucht: wie wird ein Teenie "gechillter"? Umgang mit Triggern"

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Anonym schrieb am 26.01.2019 13:35

Denkanstöße gesucht: wie wird ein Teenie "gechillter"? Umgang mit Triggern

Hallo liebes Forum,

ich hab keine bessere Überschrift gefunden...ich brauche aber mal eure Denkanstöße. Sorry für die Länge des Textes! Vielleicht hat ja jemand Lust, das zu lesen und zu antworten...danke!

Mein Thema:
Tochter, 12, reibt sich immer und immer wieder an einem Jungen aus ihrer Klasse auf. Der Junge ist ~1 Jahr älter, (sie hat 1 Klasse übersprungen), er war (ist?) wohl schwer verliebt in sie (gewesen), hat sonst wenig Kontakt in der Klasse. Im letzten Schuljahr waren sie locker befreundet, dieses Schuljahr hat sie eine enge Freundschaft zu 2 Mädels aufgebaut und ist zusehends genervt von dem Jungen.

Seit Anfang des Schuljahres eskalierte das Ganze. Sie hat ihm mehr als einmal deutlichst zu verstehen gegeben, dass sie nichts von ihm will, er sie bitteschön in Ruhe lässt. Es kam auch schon zu körperlichen Übergriffen auf beiden Seiten (Gerangel mit umgeknickten Fingern und Bissen auf beiden Seiten).
Anfangs war mir nicht so klar, wer der Aggressor ist; Tochter kann eigentlich (zumindest hier zu Hause ;o) auch gut austeilen, daher hab ich das nicht so hinterfragt.
Als es dann körperlich wurde, habe ich Gespräche mit der Klassenlehrerin und der Mutter des Jungen geführt. Schien auch gut geregelt, wir sind übereingekommen, dass die 2 keinerlei Kontakt haben sollten - im Unterricht und in den Pausen. Tochter war froh, Ruhe zu haben.
Körperliche Angriffe gab es seitdem nicht mehr, in Ruhe lässt er sie jedoch trotzdem nicht...am Freitag war es mal wieder soweit, sie ist vollkommen genervt, der Typ kaspert vor ihr ständig herum in den Pausen. Ich hab das Gefühl, je mehr sie sich darüber aufregt und darauf eingeht, desto mehr triggert er sie; er hat ja sonst keinen/kaum Kontakt.
Ich sage ihr ständig, dass sie sich umdrehen soll, den Jungen ins Leere laufen lassen soll, dann hat er keine Angriffsfläche mehr. Wenn er sie verfolgt (war auch eine Zeit lang in den Pausen) soll sie sich an eine Lehrkraft wenden, das ist Stalking, muss sie sich nicht gefallen lassen.
Den Typen zu ignorieren, schafft sie nicht "der darf mich ärgern, aber ich soll mir das gefallen lassen und alles schlucken?!" Nein, natürlich nicht. Aber so kommst du ja auch nicht weiter.

Aber das ist jetzt genau der Punkt: wie kann ich ihr helfen, da weiter zu kommen? Wie kann sie Gelassenheit zu entwickeln? Ich würde gerne einen Weg finden, der ihr hilft, alleine damit klarzukommen. Oder sollte ich mich da doch reinhängen und nochmal mit den Eltern reden? Die sind sehr auf ihren Einzelkind-Sohn fixiert. Beim letzten Gespräch kam da nicht wirklich an, dass ihr Sohn auch kein Goldkind ist.

Danke fürs Zu-Lesen!
Heute mal Halb-Ano CoH

Antworten

Anonym schrieb am 26.01.2019 13:59

Hallo TS,

zuerst, meine Kinder sind noch nicht im Teeniealter, deswegen jetzt nur meine spontanen Ideen.

Ja, scheint als suche er Aufmerksamkeit, eben auch negative, so wie bei kleinen Kindern ja manchmal auch. Ist sie in den Pausen mit ihren Freundinnen zusammen?
Tatsächlich glaube ich auch, dass es am besten wäre, sich nicht nerven zu lassen. Vielleicht hilft es, wenn sie ihn direkt fragt: Was möchtest du eigentlich von mir? statt zu sagen, dass es sie ärgert. Oder etwas anderes passendes?

Ich spiele das mit meinen Kindern manchmal in Rollen durch, also du wärst deine Tochter und deine Tochter ist der Junge. Vielleicht kommen euch da noch Ideen, was sie sagen/tun kann.

Vom richtigen Verhalten bei Mobbing, falls er sie beleidigt, könnte ja auch was helfen. Wenn er also sagt: Du bist hässlich, dann sollte der andere antworten: Danke für die Info und du bist voll hübsch. Das nimmt dem "Angreifer" den Wind aus den Segeln. Die Worte des anderen also nicht an sich rankommen lassen.

Sollte es deine Tochter sehr beeinträchtigen würde ich tatsächlich nochmal das Gespräch mit den Eltern suchen, ohne Angriff nur sachliche Informationen.

Alles Gute für euch!

Anonym schrieb am 26.01.2019 15:46

Klingt allerdings auch so, als könnte der Junge einem ganz schön leid tun, wenn er keine Freunde hat. Kann man da irgendwie ansetzen? Ihn mit anderen "verkuppeln", evtl. über die Lehrer?

Anonym schrieb am 26.01.2019 18:35

;oD

Ich habe gerade mal meinen 13 jährigen Sohn dazubefragt und gebe seine Antwort so gut es geht Originalton hier wieder:

Als erstes meinte er grinsend, sie soll sich Pfefferspray mitnehmen und ihn danach noch taisern. (Ichh schätze da hätte deine Tochter manchmal echt Bock drauf in der ersten Wut, aber es ist eben unrealistisch und verboten.)

Hier seine Realitätsantwort:

"Also ich würde sagen der Junge muss sich weiter entwickeln, denn wenn er so bleibt dann ist er später mal ein Creep.
Das Mädchen soll sich mal immer mit Freunden zusammen aufhalten und so Sachen sagen wie: "Lass mich bitte mal in Ruhe"! oder "Was willstn eigentlich von mir?" - also ich würde da voll logisch durchgehen.
Im Notfall soll sie sich halt an die Lehrer wenden."


Jetzt wieder ich:
Ich denke halt deiner Tochter stellt sich da schon die erste Aufgabe im Leben.
Sie muss quasi an der Erziehung/Veränderung/Verbesserung eines Mitmenschen/Klassenkameraden mitarbeiten.
Da kann ich mich auch noch erinnern das das einfach irgendwann anfing das wir in der Klasse untereinander das Verhalten von Einzelnen diskutiert haben und Tips gaben wie man dies und jenes händelt.
Ein Einzelkind hat eben wenig Erfahrung wann man aneckt, aufdringlich wirkt und wurde wenig in die Grenzen gewiesen.
Das machen meine Kinder von Anfang an beieinander und haben da weniger Probleme in der Klasse.

Ich würde schon nochmal das Gespräch suchhen. Allerdings sollten die beiden Teenies ruhig dabei sein und die Eltern auch.

Nicht das der Junge später als "Creep" endet und getasert wird! ;o)))

d*rl*

Anonym schrieb am 26.01.2019 18:41

Hallo Ano,

ich würde nochmal in der Schule bescheid sagen, dass die Vereinbarung nicht eingehalten wird bzw. meiner Tochter helfen, sich schriftlich zu beschweren.

Sie hat Recht, warum soll sie sich ärgern lassen?

Wie wurde das denn geregelt, dass sie keinen Kontakt haben sollen?

Kenne das nur von der Grundschule, dass zwei Jungen zwei unterschiedliche "Reviere" zugewiesen wurden...

Schöne Grüße
Ano

Anonym schrieb am 26.01.2019 18:55

Hmmm, warum regt er sie denn so SEHR auf? So ganz egal scheint er ihr ja auch nicht zu sein... Sonst würde es sie vielleicht kalt lassen, was er sagt bzw tut?
Liebe Grüße!

Anonym schrieb am 27.01.2019 12:40


Ein Einzelkind hat eben wenig Erfahrung wann man aneckt, aufdringlich wirkt und wurde wenig in die Grenzen gewiesen.


Sorry dorle, aber das ist doch ne ober pauschale Aussage. Du kennst doch weder das Kind noch die Eltern.

@ Conny - ich würde versuchen herauszufinden, was genau an seinem Verhalten sie so antriggert. Er scheint ja einen Punkt gefunden zu haben, über den er immer wieder ihre Aufmerksamkeit bekommt. Wenn sie diesen Punkt genau kennt, kann sie sich vielleicht leichter abwenden bzw. sich besser vor seinen verbalen "Angriffen" schützen.

Allerdings finde ich das Verhalten unter Teenies jetzt nicht so außergewöhnlich. Leidet sie richtig darunter (dann wäre es besonders wichtig mit vielen kleinschrittigen Fragen den Triggerpunkt zu lokalisieren) oder ist sie eher genervt?

Gibt es an der Schule Schlichter? Dann könnte sie sich an die wenden und mit einem Mediator das Dreiergespräch führen. Ich als Mutter würde mich wahrscheinlich raus halten und eher zu Hause das Gespräch mit ihr suchen. Eigentlich ist sie ja in einem Alter, wo sie solch eine Situation selber lösen kann. Erst recht als Nicht-Einzelkind ;o) (kleine Spitze einer Einzelkind-Mutter ;o))
Aber du kennst deine Tochter am besten und weißt ob sie leidet oder vor einer Aufgabe steht an der sie wachsen kann, wenn sie es alleine lösen darf.

LG Doro

Anonym schrieb am 27.01.2019 12:49

Hallo Ano,

ich würde nochmal in der Schule bescheid sagen, dass die Vereinbarung nicht eingehalten wird bzw. meiner Tochter helfen, sich schriftlich zu beschweren.

Sie hat Recht, warum soll sie sich ärgern lassen?

Wie wurde das denn geregelt, dass sie keinen Kontakt haben sollen?

Kenne das nur von der Grundschule, dass zwei Jungen zwei unterschiedliche "Reviere" zugewiesen wurden...

Schöne Grüße
Ano


Ich möchte dir nicht zu nahe treten, aber genau dieses Verhalten von Erwachsenen trägt (aus meiner Sicht) dazu bei, dass Kinder und Jugendliche häufig nicht dazu ermutigt werden, ihre Probleme selbstständig zu lösen. Und irgendwann können sie ihre Probleme auch nicht mehr selbst lösen, es wird aber dann von ihnen erwartet. Wir übernehmen die Verantwortung, die in den meisten Fällen Kinder selbst übernehmen können und auch wollen. Wenn wir uns ihnen nicht in den Weg stellen und immer alles auf Erwachsenenart klären wollen.

LG Doro

dorle (Profil) schrieb am 27.01.2019 19:06

an doro:

sag mal hast du irgendein Problem mit mir?
ich habe das Gefühl ständig verbessert zu werden und zwar unschön und von oben herab.
Was habe ich dir denn getan? Weil cih mich nicht von dem Mann meiner Kinder trenne? Weil ich meine Kinder hab impfen lassen und nicht an die ganzen Anti-Impftheorien glaube...ja wir haben viele Dinge die uns trennen aber ich dachte immer doch auch so einiges was uns verbindet.

Die TS schrieb doch: irgendwas mit Goldjunge...klar darf ich mal kurz zusammenfassend sagen das Einzelkinder anders aufwachsen als Kinder mit vielen Geschwister und ein Thema kann das der Auseinandersetzung sein.

Ansonsten empfiehlst du in deinem Text quasi dasselbe wie ich nur mit anderen Worten.

Und das du hier nur noch anonym postest, dein eigenes Kind komplett aus allem heraushältst so das man den Eindruck bekommt es ist das einzige Kind ohne Probleme nervt mich auch leicht.


Dorle vom brandenburger Land, mit langzeitkrankem, depressivem, hochverschuldetem Mann mit Kaufsucht den sie sofort verlassen würde wenn sie keine Kinder hätte, aber wenn man die Probleme sieht nach dem Verlassen und die jetzigen dann ist die Entscheidung zu bleiben die richtige (alles schon besprochen und so flennen keine Kinder die es nicht so meinen wenn sie sagen: Nein Mama lass uns nicht nach Berlin ziehen, Papa braucht uns doch!), ohne Job bzw noch schlimmer: putzen und an der Kasse bei netto immer auf Abruf und mit Aufstockungsgeld vom Amt und das alles trotz Studium, Kind mit ADS und Autismusspektrum, immerhin anfallsfrei und generell mit vielen Problemen zum hier posten aber auch immer mit Hoffnung denn ohne Glaube Liebe Hoffnung gehts gar nicht

Auf jeden Fall kannst du dir das angemaule sparen! meine email haste ja wenns was zu sagen gibt!

Rita (Profil) schrieb am 27.01.2019 21:50

wow - was für ein ausbruch, dorle.

Doro hat es bestimmt nicht so von oben herab gemeint.... auch wenn es sich so anhört.

also, ich versteh deine anmerkungen zur threadfrage ganz gut - ja, man kann eben bei so einer Nachfrage auch mal pauschal schreiben - "so könnte es sein".

heißt ja noch lange nicht, dass _alle_ Einzelkinder auf diesem Feld ein Problem hätten, aber eben es kann sein.

Doch, Doro, jeder von uns kennt so ein paar spezielle Einzelkinder ;-)
und natürlich auch ein paar, die keine Probleme mit Nähe, Konflikten, Freundschaften etc. haben kenn ich auch.

Und den Ausbruch von dorle versteh ich natürlich auch. Is ja voll kompliziert, alles so detailgenau schreiben zu müssen...alles abwägen zu müssen - wie soll denn das gehen...

Doro, du reagierst halt speziell bei diesen Themen:
-auch Mutter und Kind sind eine Familie, nicht nur Mutter,Vater,Kind(er)

-Einzelkinder

-Impfen natürlich....

fühlst dich meist speziell angesprochen.
Allerdings find ich, du hast meist auch einen offenen Blick auf die Sache; nochmal von einer anderen Seite eine Sache anzusehen.
Kommt halt oft etwas ..."rechthaberisch, belehrend" rüber.

den Apekt, dass du zum eigenen Kind nie Fragen stellst, hab ich noch gar nicht so auf dem Schirm gehabt.
Interessant...

Ach so, und dorle - die Sache mit der Trennung hast du absolut richtig im Blick!
Es ist bestimmt alles andere als leicht.
Aber mit unter Trennung leidenden Kindern hab ich hier (indirekt) viel zu tun und es ist wirklich eine echte Wunde!

Klar, jede Situation ist anders.

Es wäre schön, wenn du nicht so ganz gingest....es wär einfach ein Verlust!!!

Ich selbst les ja nur meist einmal am Tag, abends und schreib ganz wenig.
(Fastenthread wär mal wieder ein Thema und diese Konsum-Teenie-Markensache, die einfach nicht endet, klar, dauert noch, Knabe ist 14)

aber ich les gern von dir und kann da viel mitnehmen - voll eigennützig...sorry.
und ich versteh es total, "andere Horizonte" anzustreben -hej - wir sind so lang hier unterwegs, weit über 40 uahhh und die Wickelzeit ist lang schon Geschichte...

Für heut erstmal gute Nacht allerseits und .... Frieden.... ;-)

LG
Rita

Anonym schrieb am 27.01.2019 22:16

Ihr Lieben,

erstmal vielen Dank für die vielen, verschiedenen Antworten. Ich versuche mal, einzeln darauf einzugehen. Wird ein bisken länger:

@Ano1: mit der Aufmerksamkeit trifft es denke ich ganz gut. In den Pausen ist sie mit ihren Freundinnen zusammen, der Junge kommt dann immer wieder an und hampelt vor ihr herum. Oder drückt ihr einen doofen Spruch. Ob sie ihn mal ruhig ansprechen kann, was das Getue denn soll, muss ich sie mal fragen. Sie geht da wohl immer ab wie ein HB-Männchen.

@Ano 2: eigentlich ist er auf verlorenem Posten, aber das ist nicht die Baustelle meiner Tochter *find*. Sie hat genug damit zu tun, ihren Platz in der Klasse zu finden/ zu halten; es gab da in der Vergangenheit genug Baustellen für sie wegen einer Übergriffserfahrung (der andere Junge ist nicht mehr auf der Schule).

@Ano D*rl*: wenn ich ihr den Vorschlag mit dem Pfefferspray mache, ist sie bestimmt Feuer & Flamme! :oP Sie will demnächst mal in eine Kampfsportart reinschnuppern. Soll sie tun, ist fürs Selbstbild + Auftreten bestimmt nicht schlecht (sie ist auch die Kleinste + Jüngste in der Klasse)
Ist 'n Creep nicht so ein Viech aus Minecraft?? So will doch keiner werden ;o)
Noch kann sie da nicht drüber stehen und sich Gedanken über das Verhalten des anderen machen, ist zu sehr betroffen. Kommt vielleicht noch.

@Ano 3 und 4: die beiden wurden im Unterricht möglichst weit auseinandergesetzt. In den Pausen klappt das halt nicht immer so in der 7.Klasse, da müssen die schon irgendwie selber klarkommen. Bzw. sich eben an eine Aufsicht wenden, wenn es zu viel wird.
Aber wie Doro auch schreibt: ich denke, das müssen die selber lösen lernen. Ich würde meiner Großen nur gerne helfen, herauszufinden, was sie denn so genau abgehen lässt ; ist mir irgendwie noch nicht so ganz klar, wenn ich das hier so schreibe. Der Junge turnt wohl vor ihr rum, macht irgendwelche affenartigen Gesten ("voll der Primat!"). Sie ist in vielen Dingen ein Mach-ich-mit-mir-selbst-aus-Typ. Ist auch völlig in Ordnung, nur stößt sie da halt an ihre Grenzen und holt sich keine Hilfe. Ich muss da bei ihr seeehr wachsam sein, sie spricht eher in Zwischentönen, das geht hier im Alltagsgetöse mit den beiden Jüngeren dann (zu oft) unter.

@Doro: ja, genau, der Triggerpunkt...ich denke, den kann sie (noch) nicht benennen. Kennst du irgendwelche Techniken dazu? Keine Ahnung, vielleicht sich den Jungen in der Situation vorstellen und als Karikatur oder so...sie ist eigentlich 'ne Kreative, vielleicht kommt sie darüber daran.

Mein Mann und ich versuchen ihr das Ignorieren nahe zu legen. Dem Jungen keine Aufmerksamkeit zu schenken. Der Typ fühlt sich sonst eben bestätigt und hat in ihr ein Forum. Die Sprüche, die er drückt, sind wohl auch nicht ohne, ich hab sie vorhin nochmal gefragt...da kommt dann so was wie "wer größer ist (er ist so 1-3 Köpfe größer) hat auch ein entsprechend geistiges Niveau" - da geht sie schon seeehr drauf ab. Solche Sprüche bringt er wohl auch bei den anderen, daher wohl auch die Außenseiterrolle in der Klasse.

Und ich unterschreib auch bei Rita! Dorle, fänd ich superschade, wenn du ganz gehst...ich lese dich total gerne.
Aber passt ja vielleicht gerade auch gut in diesen Thread: wenn man sich nicht gut riechen kann/lesen kann, besser Abstand halten...

Danke euch allen! Wir hatten eben noch ein gutes Gespräch mit der Großen. Sie füht sich von uns verstanden & unterstützt, das ist schon die halbe Miete.

Schlaft mal gut und LG
ConnyH

Flaps (Profil) schrieb am 27.01.2019 22:24

Liebe Rita,

danke dass du hier so umfassend und wertschätzend, wohlüberlegt und liebvoll reagiert hast.
Hab jetzt gerade erst gesehen, dass Dorle neben ihrem Austritt-Thread auch hier was gepostet hatte.

Danke.

Deine Worte sprechen mir zumindest im Bezug auf Dorle aus der Seele.

Doro, dein virtuelles Wesen kann ich schwer einschätzen, da habe ich ehrlich geasagt auch noch nie drauf geachtet, wie du etwas formulierst.
Aber ich denke dass liegt bestimmt auch daran, dass es mich einfach in diesen Momenten nicht getriggert hat. Was aber nicht bedeutet, dass es unpassende Gedanken zum Thema gab.

Schade, dass sich hier so gekabbelt wird. Ich mag das Forum sehr, weil hier nicht alles immer nur in eine Sichtweise abtriftet, sondern meist eine sehr große Bandbreite an Meinungen aufgefächert wird, so dass man für seine Anliegen oftmals auch Anstöße zum weiterarbeiten bekommt.

Dafür danke ich euch allen, die ihr bereit seid hier in dieser künstlichen Gesprächsform so offen zu sein um Stücke von euch persönlich preis zu geben. Denn das macht natürlich auch wieder verletzlicher, davor ist man dann nicht mehr gefeiht.

Bleibt bitte alle ihr selbst. Das tut (mir , da bin ich ganz eigennützig - entschuldigt bitte!) gut.

Liebe Grüße und ich hoffe ihr alle könnt heute gut schlafen und Kraft für den morgigen Tag sammeln,

Flaps

Anonym schrieb am 28.01.2019 07:48

Dorle, ich versuche kurz zu schreiben was ich denke.

Ich glaube in deinem Post arbeitest du etwas an mir ab, was eigentlich nichts mit mir zu tun hat!

Ich schreibe seit einem Jahr hier nur noch sehr selten und vor allem wenig auf Lebens- und Erziehungsfragen. Eigentlich nur, wenn ich das Gefühl habe, dass meine Meinung der TS etwas bringen würde.
Keine Ahnung, wo du dich da scheinbar regelmäßig angegriffen fühlst. Zum Thema Impfen äußere ich mich schon seit Jahren nicht mehr im Forum. Zu dem Fred über deinen Mann, wo dir einige zur Trennung geraten haben, habe ich gar nichts geschrieben, obwohl mich der Satz, den du dort extra noch mit meinem Namen geschrieben hast, natürlich getroffen hat. Aber wenn die "Forumstante" das macht, ist das scheinbar nicht so wild. Gab ja schon mal beim Wichteln so ne Aktion, aber darum geht's hier nicht.

Ja, ich finde, dass du hier öfter pauschal was raus haust. Aber wenn ich dazu schreibe, dass ich deine Aussage pauschal finde, dann ist das für mich weder belehrend, noch von oben herab. Du urteilst pauschal über andere, da kann es schon passieren, dass da mal jemand was zurück schreibt.

Zum Schluß: ich schreibe hier niemals nicht ano! Wenn ich etwas nicht mit meinem Namen unterzeichnen kann, schreibe ich es nicht! Punkt! Und wenn ich hier nicht mehr die Probleme mit meiner Tochter veröffentliche, hat es etwas mit Respekt ihr gegenüber zu tun und in erster Linie bespreche ich solche Dinge im echten Leben.
Du machst das anders und das ist absolut in Ordnung. Da ich dich im echten Leben schon kennenlernen durfte und verwundert war, dass du live so ganz anders rüber gekommen bist, als hier im Forum, macht das für mich auch Sinn, dass du diese Art der Problembewältigung nutzt.

Und wenn du jetzt das Forum hier verlässt, mach das nicht an mir fest. Ich bin so selten hier und dass du so alte Themen wie das Impfen über Jahre mitschleppst, zeigt mir, dass da was nicht stimmt. Und das kann im Kern nichts mit mir zu tun haben.

Mach's gut und lebe deine Leben.
Doro

Anonym schrieb am 28.01.2019 08:15

Hallo Conny,

schau mal im Netz nach "Externalisieren", da findest du vielleicht Anleitungen und spezielle Fragestellungen. Ich kenne es aus der Systemischen Therapie.
Dabei wird in kleinschrittigen Fragen "rausgekitzelt" wo das Gefühl/Problem sitzt und dann versucht es nach außen sichtbar darzustellen. Ich finde mit Kindern/Jugendlichen geht das sehr gut.

Und generell zum Thema Gefühle zeigen, will ich mir gerade die Meditations CD für Kinder von Robert Betz zulegen. Kann ich aber noch nix dazu sagen.

LG Doro

Anonym schrieb am 28.01.2019 08:16



Mach's gut und lebe deine Leben.



Es soll dein heißen nicht deine! Sorry!

LG Doro

Anonym schrieb am 28.01.2019 16:52

zu dem einzelkind-ding: würde das umgekehrt bedeuten, das kinder aus einer geschwisterreichen familie 'automatisch' sozial kompetent sind? ich zweifle.

wir haben vier kinder.

und,
nein,
sie sind nicht alle sozial kompetent, obwohl ich mir das sehr, sehr wünschen würde. sie bringen schlicht ein eigenes wesen mit. ein kind ist begabter in dieser hinsicht, ein anderes nicht. eines ergreift die aufgabe, in einer gruppe sozial zu agieren, ein anderes weniger.

das zeigt sich sehr in unserer situation mit einem frisch chronisch kranken geschwisterkind.
ich bin gespannt, wo wir als familiengefüge in einem halben jahr stehen werden, in einem jahr. wie dieser neue umstand, der von allen rücksichtnahme und disziplin erfordert, sich auf unser aller verhalten auswirken wird.

letztlich sind es prozesse, die unser leben prägen, denke ich, fast nie sind wir in einem lange andauernden ist-zustand.

auch wenn das ab und an sehr gemütlich wäre...

ein herzlicher gruss in die runde,
sünneli

Anonym schrieb am 28.01.2019 18:16

@Doro

Hallo Doro,

du bist mir nicht zu nahe getreten.

Wenn ich das richtig verstehe, hältst du meinen Vorschlag für die "die erwachsene Art" damit umzugehen.

Aber warum soll die Mutter der Tochter (die ja auch bald erwachsen sein wird, dahin ist sie ja grad auf dem Weg) denn dann nicht helfen, ihr Problem auf diese Weise zu lösen?

Ich finde die anderen Wege (ignorieren usw.) auch ok, aber das will die Tochter ja offenbar nicht.

Man muss sicher nicht bei jedem "F*rz und Feuerstein" den offiziellen Weg bemühen, aber das zu lernen und zu üben schadet überhaupt nicht.

Schöne Grüße
Ano (-Anja) von 12.49

ConnyH (Profil) schrieb am 29.01.2019 11:40


schau mal im Netz nach "Externalisieren", da findest du vielleicht Anleitungen und spezielle Fragestellungen. Ich kenne es aus der Systemischen Therapie.
Dabei wird in kleinschrittigen Fragen "rausgekitzelt" wo das Gefühl/Problem sitzt und dann versucht es nach außen sichtbar darzustellen. Ich finde mit Kindern/Jugendlichen geht das sehr gut.

Und generell zum Thema Gefühle zeigen, will ich mir gerade die Meditations CD für Kinder von Robert Betz zulegen. Kann ich aber noch nix dazu sagen.

LG Doro


Danke Doro für die Tipps! Zum Externalisieren hab ich ein bisschen was gefunden, klingt sehr interessant. Da bin ich mir aber nicht sicher, ob ich das selber mit ihr machen könnte...sollte vermutlich jemand mit systemischer Ausbildung machen, oder? Vielleicht finde ich da noch ein Buch, muss ich mal weitersuchen.
Die Betz-CD klingt auch interessant, du hattest ja auch schon mal nach Erfahrungen gefragt...wäre mal interessant zu erfahren. Er ist ja auch nicht ganz unumstritten, driftet wohl auch schon mal ins Esoterische ab...das kann ich bei einer Kinder-CD nicht gut vorstellen. Aber vielleicht finde ich die ja irgendwo gebraucht. Danke dir auf jeden Fall!


Aber warum soll die Mutter der Tochter (die ja auch bald erwachsen sein wird, dahin ist sie ja grad auf dem Weg) denn dann nicht helfen, ihr Problem auf diese Weise zu lösen?

Ich finde die anderen Wege (ignorieren usw.) auch ok, aber das will die Tochter ja offenbar nicht.

Man muss sicher nicht bei jedem "F*rz und Feuerstein" den offiziellen Weg bemühen, aber das zu lernen und zu üben schadet überhaupt nicht.

Schöne Grüße
Ano (-Anja) von 12.49


Danke auch dir, Anja! Ich bin da zwiegespalten - einerseits kommt sie nicht weiter, andererseits muss sie da auch ihren Weg finden. Sie hat die Möglichkeit, sich an die Lehrkräfte zu wenden, die Klassenlehrerinnen sind auch im Thema und wohlwollend. Nur will sie das nicht in Anspruch nehmen...aus Scham (dann bin ich ja die Petze, die Kleine, die zu den Lehrern rennen muss...). Einen Streitschlichter gibts nicht an der Schule; ich hab mir gerade mal eine Anti-Mobbing-Fibel heruntergeladen, vielleicht finde ich da noch was Passendes.
Ich denke, ihr zu helfen, was sie antriggert, hilft vielleicht mehr. Nur da ist schwierig, hinzukommen ;o)

Und nur kurz nochmal zum Thema Einzelkind: dass ich "Einzelkindsohn" und "Goldkind" geschrieben habe, soll eigentlich verdeutlichen, dass seine Eltern mE ihren Sohn zu wenig reflektieren. Der Junge hat sicher seine Baustellen, wo es sich lohnt, mal hinzugucken. Aber eben nicht von uns/meiner Tochter.

Ich will mich auch gar nicht in den "Nebenthread" , der hier aufkam, reinhängen, aber einen Satz muss ich doch noch loswerden:
Dorle, deinen Satz zu Doros Tochter finde ich schräg. Wenn Doro nichts dazu postet, dann hat sie hier wohl auch keinen "Beratungsbedarf". Das kannst du doch nicht anführen.

LG an alle
ConnyH

...die -vielleicht durchs Aufraffen zum Schreiben hier?- auch einen anderen Schritt gewagt hat und nach langer Zeit der Zahnarztangst heute in Herrgottsfrühe ihrer Zahnärztin hinterhergereist ist, um eine andere Baustelle in Angriff zu nehmen. Auch bei mir passt es noch: wackeln die Zähne, wackelt die Seele ;o)

ConnyH (Profil) schrieb am 29.01.2019 12:24


Ich denke, ihr zu helfen, was sie antriggert, hilft vielleicht mehr.

Äh, ich liefere nach: ihr zu helfen _herauszufinden_ was sie antriggert.

LG ConnyH

Anonym schrieb am 30.01.2019 08:18


Danke Doro für die Tipps! Zum Externalisieren hab ich ein bisschen was gefunden, klingt sehr interessant. Da bin ich mir aber nicht sicher, ob ich das selber mit ihr machen könnte...sollte vermutlich jemand mit systemischer Ausbildung machen, oder? Vielleicht finde ich da noch ein Buch, muss ich mal weitersuchen.
Die Betz-CD klingt auch interessant, du hattest ja auch schon mal nach Erfahrungen gefragt...wäre mal interessant zu erfahren. Er ist ja auch nicht ganz unumstritten, driftet wohl auch schon mal ins Esoterische ab...das kann ich bei einer Kinder-CD nicht gut vorstellen. Aber vielleicht finde ich die ja irgendwo gebraucht. Danke dir auf jeden Fall!



Hallo Conny,

schau mal im Link, da sind Beispiele. Habe ich jetzt aber nicht auf fachliche Qualität geprüft ;o)

Da man beim Externalisieren nicht so viel falsch machen kann, finde ich, es braucht nicht unbedingt einen Therapeuten. Fraglich ist eher, wer die geeigneteste Person aus ihrem Umfeld ist. Ich kann es bei meiner Tochter nicht so gut, weil ich einfach zu nah dran bin. Da brauche ich auch Hilfe von außen. Aber ich versuche es trotzdem immer wieder ;o)

Du weißt ja am besten was zu deiner Tochter passt. Hat sie eine phantasievolle, blumige Sprache, ist es vielleicht das gesprochene Wort. Zeichnet sie gerne, wird sie es vielleicht bildhaft am besten umsetzen können. Liest und schreibt sie gerne, wird sie sich vielleicht schreibenderweise am besten öffnen können. Einen Versuch ist es immer wert!
Das Wichtigste aus meiner Sicht ist, dass sie spürt, sie kann aus eigener Kraft zur Lösung beitragen. Sie trägt alles Wichtige dafür bereits in sich. Wenn sie es schafft, dieses Problem aus maximal eigener Kraft und nur minimal Erwachsenen Hilfe zu lösen, wird sie ungemein gestärkt daraus hervorgehen.

Was sagt sie denn eigentlich selbst? Möchte sie am liebsten, dass die Erwachsenen dieses Problem klären oder möchte sie nur deren Hilfe/Unterstützung? Das macht für mich einen Unterschied.

LG Doro

https://www.youtube.com/results?search_query=externalisieren+beispiel

ConnyH (Profil) schrieb am 30.01.2019 12:07

Hallo Doro,

danke dir für die Links. Alles hab ich da nicht verstanden und so rein praktisch erschließt es sich mir auch noch nicht (ich bin im therapeutischen/pädagogischen Bereich nicht zu Hause), aber ich forsche weiter. Vielleicht hat eine Freundin da einen Tipp, die macht gerade eine Fortbildung zur system. Beraterin.
Jaa, gute Frage, ob sie (erwachsene) Hilfe haben möchte oder selbst klären...werde ich bei nächster Gelegenheit nachfragen. Oder war das Ganze doch _nur_ eine teenie-hyper Aufregung? Ist ja immer wieder spannend: sobald ich mit ihr da in gutem Kontakt bin und wir über ein Sache reden können, scheint es erstmal wieder für sie zu laufen. Also, eigentlich gerade alles gut :o)
Das Thema mit dem Jungen bzw. angetriggert werden/ gelassen bleiben kommt aber immer wieder hoch- auch zu Hause ein Dauerthema mit den Geschwistern- daher ist das auf alle Fälle interessant.
Ich werde weiter berichten.

LG ConnyH

Anonym schrieb am 30.01.2019 13:36

Hallo Conny,

meine zweite Antwort war für Doro, das ist also schief gegangen.

Schöne Grüße
Ano-Anja

Anonym schrieb am 30.01.2019 21:58



@Ano 2: eigentlich ist er auf verlorenem Posten, aber das ist nicht die Baustelle meiner Tochter *find*. Sie hat genug damit zu tun, ihren Platz in der Klasse zu finden/ zu halten; es gab da in der Vergangenheit genug Baustellen für sie wegen einer Übergriffserfahrung (der andere Junge ist nicht mehr auf der Schule).



Hier Ano 2: Stimme Dir völlig zu, dass das nicht Baustelle Deiner Tochter ist. Aber vielleicht sollte sich mal jemand dessen annehmen, der sehr wohl da zuzuordnen ist. Die Eltern müssten doch auch furchtbar finden, dass ihr Sohn keine richtigen Freunde hat. Und falls sie das nicht wissen, wäre es am Klassenlehrer, das mal deutlich zu machen. Aber liegt natürlich trotzdem nicht bei Euch.

ConnyH (Profil) schrieb am 31.01.2019 11:30


Hier Ano 2: Stimme Dir völlig zu, dass das nicht Baustelle Deiner Tochter ist. Aber vielleicht sollte sich mal jemand dessen annehmen, der sehr wohl da zuzuordnen ist. Die Eltern müssten doch auch furchtbar finden, dass ihr Sohn keine richtigen Freunde hat. Und falls sie das nicht wissen, wäre es am Klassenlehrer, das mal deutlich zu machen. Aber liegt natürlich trotzdem nicht bei Euch.


Hallo Ano2,

da hast du recht, sehe ich genauso. Die Klassenleitung ist wohl auch im Gespräch mit den Eltern. Ich halte mich recht fern von denen, da die wie gesagt sehr fixiert auf ihren Sohn sind. Da kamen schon mal Sprüche , dass es ja die anderen sind, die ihren Sohn oft mobben/links liegen lassen usw. Dass ihr Sohn seine Mitschüler durch sein Sozialverhalten vergrault durch Beleidigen, Verpetzen, Blöde-Sprüche-Drücken kommt da eher nicht so an.
Ich bin eigentlich ganz froh, dass meine Große da jetzt sehr auf Abstand geht; diese (lockere) Freundschaft hab ich nie so ganz durchblickt. Was aber ihre Sache ist, die Erfahrung soll sie selber machen; da halte ich mich weitestgehend raus.

LG ConnyH

Anonym schrieb am 31.01.2019 21:09

Hallo,

hier nochmal die erste Ano. Zum Thema Petzen. Ich habe meinen Kindern mitgeben, dass sie es erst alleine versuchen, auch mit deutlichen, evtl auch lauteren Ansagen. Und falls dies beim Gegenüber nicht fruchtet, sollen sie sich Hilfe holen. Das ist für mich nicht das gleiche wie Petzen.

Petzen ist für mich: Ich sehe/höre etwas, was ein anderer tut und es ist nicht in Ordnung, tut aber jetzt keinen wirklich schlimm weh (z.B. ein Kind rupft ein paar Tulpen aus einem Vorgarten) . Und dann gehe ich, in dem Fall zur Lehrkraft und petze: Die/Der hat da Tulpen rausgerupft.

Ich vermitteln meinen Kindern also den Unterschied zwischen Petzen und Hilfe holen, wenn ich es nicht alleine klären kann. Besonders wenn als nächstes käme, dass sie sind handgreiflich werden.

Vielleicht will deine Tochter in der Pause einfach ihre Ruhe/eine Pause und ist deshalb schnell gereizt. Oder es ist ihr peinlich vor ihren Freundinnen?

Klar, wenn der Junge Freunde hätte, würde er sie vermutlich in Ruhe lassen.

ConnyH (Profil) schrieb am 31.01.2019 23:46

Hallo,

hier nochmal die erste Ano. Zum Thema Petzen. Ich habe meinen Kindern mitgeben, dass sie es erst alleine versuchen, auch mit deutlichen, evtl auch lauteren Ansagen. Und falls dies beim Gegenüber nicht fruchtet, sollen sie sich Hilfe holen. Das ist für mich nicht das gleiche wie Petzen.

Petzen ist für mich: Ich sehe/höre etwas, was ein anderer tut und es ist nicht in Ordnung, tut aber jetzt keinen wirklich schlimm weh (z.B. ein Kind rupft ein paar Tulpen aus einem Vorgarten) . Und dann gehe ich, in dem Fall zur Lehrkraft und petze: Die/Der hat da Tulpen rausgerupft.

Ich vermitteln meinen Kindern also den Unterschied zwischen Petzen und Hilfe holen, wenn ich es nicht alleine klären kann. Besonders wenn als nächstes käme, dass sie sind handgreiflich werden.


Meinst du jetzt das (vermeintliche) Petzen meiner Tochter bei den Lehrern? Oder dass der Junge andere verpetzt?

Deine Definition kann ich so unterschreiben. Dennoch gab/gibt es da bei meiner Tochter da eine Hemmschwelle, sich im "berechtigten" Fall Hilfe zu holen. Sie will in allem sehr autark sein.

Vielleicht will deine Tochter in der Pause einfach ihre Ruhe/eine Pause und ist deshalb schnell gereizt. Oder es ist ihr peinlich vor ihren Freundinnen?

Klar, wenn der Junge Freunde hätte, würde er sie vermutlich in Ruhe lassen.


Klar ist sie genervt. Sehr sogar. Peinlich ist es ihr weniger, die anderen Mädels sind auch schon von dem Jungen genervt. Das wäre super, wenn er mehr Kontakt zu anderen hätte :o) Dann würde sich das Problem vermutlich auch nicht so stellen.

Die letzten Tage war wohl Ruhe, morgen gehts übers Wochenende erstmal in den Schnee - Entspannung für alle :o)

Schönes Wochenende euch allen!

LG
ConnyH

Anonym schrieb am 01.02.2019 07:32

Guten Morgen,

mit Petzen und Hilfe holen sehe ich es genau so wie ihr.
Allerdings ist es _völlig_ egal wie _wir_ es sehen, wenn unsere Kinder es als Petzen empfinden. Da kann ich pädagogisch wertvoll reden wie ich will ;o)
Und fast noch wichtiger ist, ob es die anderen Kinder als petzen empfinden.
Es gibt wohl keine andere Zeit im Leben, wo so viele Dinge peinlich sind, wie in der Pubertät. Das ist die zerbrechlichste Zeit.

Und wie Connys Beispiel zeigt, ist das Wichtigste vielleicht, dass sie mit ihrer Tochter die Optionen durchspricht, ohne selbst aktiv zu werden. Das schafft Vertrauen in die eigene Kraft und das brauchen -glaube ich- ganz besonders unsere Mädchen.

Viel Spaß im Schnee :o)
LG Doro

ConnyH (Profil) schrieb am 01.02.2019 09:58


Und wie Connys Beispiel zeigt, ist das Wichtigste vielleicht, dass sie mit ihrer Tochter die Optionen durchspricht, ohne selbst aktiv zu werden. Das schafft Vertrauen in die eigene Kraft und das brauchen -glaube ich- ganz besonders unsere Mädchen.


Ja, ich denke, das ist schon sehr wichtig bei den Teenies. Helga (kennt sie noch jemand?) hat da immer schön geschrieben, dass es echt das Wichtigste ist, in der Pubertät in gutem Kontakt zum Kind zu sein. Ist mir irgendwie hängengeblieben.

Viel Spaß im Schnee :o)
LG Doro


Danke :o) Hoffentlich kann ich nach 10 Jahren der Ski-Enthaltsamkeit endlich mal auf die Bretter steigen, 1 Lift gibts ja :D

LG ConnyH

Anonym schrieb am 01.02.2019 10:44

Hallo Doro,


vielen Danke für Deine Worte ! ....den Tipp mit den Alternativen aufzeigen hab ich aktuell bei meiner Tochter auch verwendet ...ich bin gespannt, wie meine Tochter sich entscheidet.....

Kathrin

Anonym schrieb am 01.02.2019 22:56

Hallo Conny,

Ich meinte das Petzen/Hilfe holen in Bezug auf deine Tochter, die sich dann schämt, weil sie denkt, es wäre petzen. In ihrem Fall empfinde ich es als Hilfe holen. Was sie dann mit dieser Erklärung macht, ist natürlich ihr überlassen. Wenn sie sich dann lieber fürs Nerven lassen entscheidet, weil ihre Bemühungen nicht fruchten, ist das ja ihre Entscheidung.

Meine Kinder (aber eben erst 10 und 8 und noch nicht pubertär) haben auch anderen Kindern schon gesagt, dass das kein Petzen, sondern Hilfe holen ist. Manche Kinder scheinen den Unterschied einfach nicht zu kennen.

Ano1