"Minimalismus mit Kindern?"

StartseiteForum › "Minimalismus mit Kindern?"
Startseite Navigation
EinloggenRegistrieren

Nachtkatze (Profil) schrieb am 14.03.2019 17:20

Minimalismus mit Kindern?

Ich bin grade über das neue Buch von Frau Mireau gestolpert "Familie einfach leben" und jede Menge super schöne Bilder von einer super-aufgeräumten Wohnung und ganz wenig hochwertigem Spielzeug und Woll-Bodys auf ne Leine im Garten....ach ja!
Wir hätten auch sehr gern weniger Kram. Aber irgendwie wird hier alles immer zur Material-Schlacht. Waldkindergartenzeugs, Stoffwindelzeugs, Beikost-Selber-Machen-Zeugs, Teenie-Bücher, Teenie-Lego, meine Filz- und Stricksachen...geht Familie tatsächlich minimalistisch und aufgeräumt? Schafft das irgendjemand im Alltag? So richtig? Und gibts da Tipps?
Wo fängt man denn da an? Und bringt das wirklich Entlastung? Oder nur noch mehr Stress? Weil man eben nur 4 Bodys je Kind hat und wenn die alle auf der Leine hängen...was macht man dann?

Ich würde mich über Tipps und Berichte freuen.

Antworten

pepperlotta (Profil) schrieb am 14.03.2019 19:39

Oh ich will auch !
Mir steht der ganze Kram wie Wasser bis zum Hals... Aber genau da ist das erste Problem. Wasser ! Alles nass und dann? Jacken müssen mindestens 2 je Kind und sein wobei ich versuche Saisonübergreifend zu kaufen also Herbst bis spätes Frühjahr und im Sommer dann eben dicke Pullis :)

Spielzeug das nächste Ding... Jeder schenkt und schwupp ist das Zimmer wieder voll... und ich hab natürlich selber auch noch Zeug und freue mich darauf wenn Kind 2 später die Sachen von Kind 1 nutzt und dann Kind 3 auch irgendwann... und wer weiß ob es nicht nochmal ein viertes gibt O:)

Dazu ewig dieses damit könnte man prima basteln...

Und letzten Endes noch dazu das Geld reicht nicht gerade um immer dann wenn es nötig ist das schönste Neu zu kaufen so nehm ich auch mal was geschenkt oder günstig mit was später mal nützlich sein wird aber eben nicht aktuell nur später wäre es evtl zu teuer (hoffe verständlich erklärt)

Ich bin auch gespannt auf Erfahrungen von euch und sortiere auf der Stelle 3 Teile aus ! Versprochen !!!

maidli (Profil) schrieb am 14.03.2019 19:53

Ach Nachtkatze, das sind doch nur schöne Bilder!

Ich les ja öfters bei den M*ieraus auf dem Blog und auf Instagram.
Da sieht man einen Ausschnitt vom Esstisch, einen Jahreszeitentisch und ganz selten winzige Blickwinkel von anderen Teilen der Wohnung. Winzige!
Warum wohl?

Weil diese winzigen Bereiche “fototauglich“ hergerichtet werden. Der Rest der Wohnung ist sicher mit dem Krempel von 5 Personen vollgestopft. Wie soll es auch anders gehen?
Glaub den Fotos im Buch nicht.
Für mich haben solche Fotos immer einen schalen Beigeschmack, so ästhetisch sie auch sind.

Mich stresst Besitz auch sehr.
Wir bekommen viel geschenkt. Ich miste immer wieder aus. Bring zum Flohmarkt, was wir kaum nutzen.
Wenn wir es wirklich doch bräuchten, könnte man es wieder am Flohmarkt günstig besorgen. War aber noch nie nötig... Da steckt vielleicht auch eine Urangst in vielen von uns drin.

Nicht zu viele spezialisierte Sachen kaufen, sondern eher Mehrzweck.
Babybrei braucht vielleicht nur den Stabmixer, den man eh hat? Einfrieren in kleinen Gläsern, die vom Marmelade etc. bleiben?

Babykleidung hatte ich andererseit viel, weil meine beiden Kinder oft erbrachen.
Da sind fünf Bodies manchmal an einem Tag total erwischt worden.
Ein Kind, dass oben und unten “dicht“ ist, kommt vielleicht ewig mit fünf Bodies aus. Das kann man ja nicht verallgemeinern.

Lass dich von diesen illusorischen Bildern nicht unter Druck setzen.

Wichtig ist Stauraum. Dachboden oder Kisten. Und nicht alles rumfliegen lassen. Mit wenig Stauraum ist es echt eine Herausforderung.

“Ein Ding rein in die Wohnung - ein Ding raus“ finde ich auch eine gute Anregung.

Anonym schrieb am 14.03.2019 19:54

Mein Partner lebt sehr minimalistisch. Alles was er hat passt in eine große Reisetasche. Er hat z. B. nur 2 Paar Schuhe (1x Sommer, 1x Winter) und kauft erst neu, wenns kaputt ist. Er hat extrem wenig Kleidung. 2 Jeans, 6 oder 7 t-shirts, 2 Pullover, 1 leichte Jacke für alle Jahreszeiten (und darüber zieht er im Winter eine Daunenweste), 2 lange Unterhosen für Winter, Socken, Unterwäsche. Er ist schon eine große Motivation für mich. Ich hab nun auch schon sehr viel reduziert in den letzten Jahren, auch bei den Kindern, aber es geht noch viel viel mehr. Ich muss gestehen, dass ich recht viel so Krimskrams habe, wo ich denke, dass ich ihn brauche. Ich muss mich nur von Sachen trennen können und das schaffe ich nicht immer so gut. Es kommt dann bei mir so in Phasen, da wird wieder mal ein Schwung verschenkt/verkauft und dann schaff ich es eine zeitlang wieder nicht, was weg zu tun.

Küche ist mittlerweile minimalistisch, da hab ich schon etliches verschenkt. Wir haben z. B. nun nur 4 unterschiedlich große Töpfe und 2 Pfannen und an "Koch-Werkzeug" nur das allernötigste... ich hatte da vorher viel zu viel Schnick-Schnack an Utensilien und Töpfen und Geschirr, was ich nie benutzt hab.

Kinderkleidung besorge ich seit ca. 2 Jahren nur so viel, dass es für 7-10 Tage reicht (gebraucht oder wenn neu, dann hochwertig, da ich mehr Kinder habe). Es reicht nun 1 Kleiderschrank für 3 Kinder. Vor 2 Jahren hatte ich noch pro Kind einen Schrank mit viel zu viel, das nie alles aufgetragen wurde. Jedes Kind hat nun auch nur 1 Paar Winterschuhe, 1 Paar wasserfeste Sommerschuhe und 1 Paar Sandalen.

Spielzeug hab ich noch nicht in Angriff genommen, schaue jedoch streng darauf, dass es nicht mehr und mehr wird (Oma's, Tanten, Onkel usw... werden gebeten kein Spielzeug zu schenken, sondern z. B. Ausflüge, Essen gehen. Es ist schwere Arbeit, das durchzusetzen hier, weil sie doch immer wieder mit irgendwelchen Sachen aufkreuzen. Da braucht es oft Mut und viel Gespräche über mein Vorhaben, es zurückgehen zu lassen und ich muss es auszuhalten, das der Schenkende auch mal gekränkt ist.

Also ich würde sagen es geht schon, aber (bei mir zumindest) es dauert und es ist nicht immer einfach, ABER wenn man wieder einen Schritt gemacht hat ein tolles und leichtes Gefühl. Die Reduktion z. B. von 3 Kinder-Kleiderschränken auf 1 ist sowas von befreiend, du glaubst es gar nicht!!!!

Gutes Gelingen!
lg K.

maidli (Profil) schrieb am 14.03.2019 20:03

Nachtrag:
Manchen Krempel sehe ich inzwischen anders.
ZB Bastelzeug: Ich bin ja sparsam bis zur Grenze von geizig.
Aber ich freu mich total, dass ich Acrylfarben gekauft habe. Und wenn ich sie in 10 Jahren nur 5 mal nutze - wenn es so weit ist, freu ich mich so sehr daran.
Oder Bücher.
Freuen mich total.

Ich miste aber mittlerweile Bücher aus, die ich lesen “möchte“, aber ich schieb es zu lange vor mir her. Das bringt Druck, statt Freude. Ab zum Flohmarkt! Befreiung!

An geschenkter Kinderkleidung behalte ich mittlerweile auch nur mehr schöne Dinge. Nicht mehr “gefällt mir nicht so, aber könnte man mal brauchen“. Flohmarkt!

maidli (Profil) schrieb am 14.03.2019 20:07

Ano K:
Wow, beeindruckend!
Was machst du, wenn die Winterstiefel richtig nass geworden sind? Das Kind kann ja am nächsten Tag nicht mit Halbschuhen in den Schnee gehen?

Anonym schrieb am 14.03.2019 20:07

Ach ja noch was zum Thema "geschenkt". Ich nehme geschenkt nur noch an, wenn ich es wirklich gerade brauchen kann und nicht weil es geschenkt ist und ich denke, es vielleicht mal brauchen zu könnten. Das hilft sehr finde ich.
K.

Anonym schrieb am 14.03.2019 20:15

Ano K:
Wow, beeindruckend!
Was machst du, wenn die Winterstiefel richtig nass geworden sind? Das Kind kann ja am nächsten Tag nicht mit Halbschuhen in den Schnee gehen?


Wir wohnen in den Bergen mit viel Schnee, also sind gute Schuhe ein wichtiges Thema. Sie sind bisher noch nie innen so nass geworden, dass sie bis am nächsten Tag nicht trocken wurden. Ich muss auch dazusagen, dass ich da echt nicht spare und wir einen super Schuhladen haben, wo man qualitativ hochwertiges/wasserfestes kaufen kann. Schon teuer, aber das ist es mir wert. Ich hab ehrlich gesagt noch nie überlegt, was ich machen würde, wenn die so triefend nass wären, dass es nicht bis am nächsten Tag trocken wird... mich beim Hersteller beschweren ;)
K.

maidli (Profil) schrieb am 14.03.2019 21:30

K: Darf ich fragen, was das für Stiefel sind?

Camilla (Profil) schrieb am 14.03.2019 22:33

Ich beschäftige mich hier notgedrungen auch mit diesem Thema, spätestens seit wir zu fünft auf 80 qm leben, ohne Aussicht auf Besserung.

Von minimalistisch sind wir weit entfernt und ich habe inzwischen akzeptiert, dass das auch einfach nicht meins wäre. Dazu haben wir zu viele Hobbys, die alle in unterschiedlichem Umfang auch Material brauchen. Und dazu umgebe ich mich auch zu gern mit Dingen, die mir Freude machen.

Aber es gibt auch viele Stellen, wo wir gut verzichten können. Ja, ich hätte manchmal gern ein gutes Geschirr, was zu hohen Fest- und Feiertagen auf den Tisch kommt und wo dann alle das Gleiche haben, statt eines Sammelsuriums aus angestoßenen Alltagstellern. Aber dafür haben wir keinen Platz und meistens stört es mich auch nicht. Ich möchte nicht alle meine Bücher wegtun, auch wenn ich viele davon schon lange nicht mehr gelesen habe. Aber ich behalte inzwischen auch nicht mehr alle Bücher, sondern sortiere aus, wenn der Schrank voll ist.

Auch wir haben nur einen Kleiderschrank (2 türig) für 3 Kinder, aber mehr Klamotten ziehen sie sowieso nicht an. Das reicht selbst mit unserer 9 kg Waschmaschine. Schneeanzüge und Winterschuhe haben wir auch nur ein Paar pro Kind in sehr guter Qualität. Mehr haben wir noch nie gebraucht. Notfalls gibts dann einen Tag Matschsachen mit entsprechend mehr Pullovern/Hosen drunter und Gummistiefel mit Wollsocken. Die Sachen sind ja für Frühjahr/Herbst sowieso da. Aber ich kann mich nicht erinnern, wann wir das das letzte Mal gebraucht haben. Unsere Kinder sind allerdings auch nicht im Waldkiga, aber zumindest täglich draußen.

Unsere Kinderzimmerausstattung ist zwar nicht nur hübsches Holzspielzeug, aber sehr übersichtlich. Die Zwillinge sind schon mit 15 Monaten in der Kita dadurch aufgefallen, dass sie mit dem Spielzeug viel kreativer spielen, als andere Kinder. Auch ich muss mich manchmal am Riemen reißen, weil es so viel schönes (Holz)Spielzeug gibt. Die Augen geöffnet hat mir unsere Große. Zum 3. Geburtstag hat sie von uns eine (in meinen Augen wunderschöne Holz-) Kinderküche geschenkt bekommen - und komplett ignoriert. Die Küche stand schon ein halbes Jahr in der Spielecke, da brauchte sie im Spiel Wasser. Statt zum Wasserhahn der Kinderküche ging sie zum Regal, erklärte "hier ist mein Wasserhahn" und "füllte" ihre Kanne. Gekocht wird, wo immer gerade Platz ist. Wenn die Kinder es gewöhnt sind, dann braucht es oft so wenig zum Spielen.

Was mir hilft ist, den Dingen einen Platz zuzuweisen, in einem Umfang, der mir gut tut, z.B. ein Regal für Bücher. Und wenn der voll ist, dann sortiere ich aus, statt z.B. ein neues Bücherregal aufzustellen (wo sollte es bei uns auch hin ;-) ).

Und auch möglichst wenig ins Haus zu lassen. Was einmal da ist, muss dann auch mühsam wieder aussortiert werden. Ich habe schon so oft die Situation gehabt, dass ich mir dachte, dieses oder jenes wäre schön. Dann konnte ich mich nicht entscheiden oder es war mir zu teuer. Und zwei Monate später war der Bedarf gar nicht mehr da. Der Winter war z.B. auch ohne schicken Wollanzug "überstanden" oder das Kind aus einer Interessensphase schon wieder rausgewachsen und es ging auch gut ohne den gewünschten Gegenstand.

Schwierig finde ich auch die ganzen Geschenke und Mitbringsel für die Kinder, da arbeite ich noch dran. Und auch so Sachen wie Bastelkram und Nähzeug.

LG Camilla (die gerade gern mal ein paar ungestörte Tage zum Ausmisten hätte)

Lola (Profil) schrieb am 15.03.2019 11:25

Ohja, bastelkram und Nähsachen. Das ist bei mir das schwierigste. Die Jungs haben wenig Klamotten, die Tochter mehr, da wir viel gebraucht geschenkt bekommen und ich, wenn es denn Mal da ist, mich nicht entscheiden kann. Das war aber bei den Jungs auch so bis sie etwa 8/9 Jahre alt waren.

Schuhe haben wir eigentlich auch nicht viele, jeder einen Winterstiefel und ein paar Schuhe, wenn's trocken ist.

Bei mir häufen sich auch die Plastikdosen, die sie aus der Schule mit heimbringen (Brotdosen als Werbegeschenke bei irgendwelchen Projekten) und die Flaschen. Ne Zeit stand ich auf Emil, aber die wurden dann zu klein, also habe ich dann Edelstahlflaschen besorgt, weil sie auch leichter waren. Dann ist die eine undicht und bei der anderen der Deckel weg...und ich werfe das nicht weg. War ja teuer ... Eigentlich brauchen wir die Emil nicht, aber die stehen trotzdem noch rum.

Ja, eigentlich wird's mal wieder Zeit fürs Aussortieren...

Nachtkatze (Profil) schrieb am 16.03.2019 15:33

Emil!

Lola, jaaaa, die stehen hier auch! Weil ich aber zu faul bin sie mit der Hand zu spülen und sie in der Spülmaschine nicht sauber werden nimmt sie einfach keiner mehr. Aber wegwerfen??? Die waren teuer!!!:-)))

Wir werden ja bald 6 sein, auf etwas über 100qm. Das wird auch knackig!

Ich hab mir aber fest vorgenommen heute Nachmittag mal den ersten Küchenschrank zu entrümpeln (meine große Schwäche sind exotische Zutaten. Ich kaufe sie und koche NIE damit. Die werde ich mal an unsere kochbegeisterte Nachbarin weitergeben. Hoffentlich nimmt sie sie OHNE Gegengeschenke an!)

natascha (Profil) schrieb am 17.03.2019 08:24

Dinge die ich nicgt wegwerfen möchte
Gebe ich ins Sozialkazfhaus.

Lg natascha

Gibt es für die Undichte keine neue Dichtung?

Anonym schrieb am 18.03.2019 07:20

Schwer, finde ich auch....wir haben vier Kinder- Wir haben Platz ohne Ende und wenig Geld. Trotzdem habe ich wenige Ambitionen alles mögliche anzusammeln und zu verwalten. Wichtig ist für mich eher das Bewusstsein , also sich wirklich zu fragen wie viel man braucht und das auch den Kindern etwas beizubringen. und der nächste Schritt wäre dann wohl den eigenen Bedarf dann entweder so zu akzeptieren und zu belassen oder noch zu sehen, wenn man denn möchte , ihn zu senken.
Also bei drei Stoffwickelkindern und einem Leben ohne Trockner ist es schwierig bei Windeln und Kleidung wirklich wenig zu haben. Meine eigene Garderobe ist überschaubar , genau wie die vom Großen und von meinem Mann. Die Drogeriemärkte verdienen auch nicht viel an uns.
Ich war als Schülerin und Studentin viel mit dem Rucksack unterwegs ,auch durchaus mal wochenlang auf p_ilgerwegen und fand gerade den Minimalismus dabei sehr befreiend.
Es ist eben so ,dass alles im Leben mal seine Zeit hat. Nun bin ich froh um die Fülle , die mich umgibt mit den Kindern und dem Haushalt , der sich daraus ergibt und dankbar ,dass wir genügend Quadratmeter zur Verfügung haben , auch wenn die natürlich geputzt werden wollen und zwar von mir …
Den Kindern scheint das Haus oft zu groß. Der dreijährige wartet sehnsuchtsvoll darauf , im Sommer im Wohnwagen leben zu können !!! Und das trotz kuscheliger Schlafsituation im Familienschlafzimmer mit Familienbett. Das führt nun vom eigentlichen Thema weg . Dennoch Kinder nehmen das alles auch nochmals anders wahr.

natascha (Profil) schrieb am 18.03.2019 07:25

Meine Kinder sind mit sehr sehr viel gross geworden.
Ob wohl kaum was von uns war
Kleider sehr wenig.
Aif einmam war es rum.
Wir spielen evtl noch Brettspiele oder Puzzeln.
Lange hat mich das Chaos irgendwie unterbewusst gestört.
Doch es ist rum.

Also wenn euch das Chaos über den koof wächst.
Es geht vor bei


Lg natascha
Auch nicht zum thema

KerstinR (Profil) schrieb am 18.03.2019 16:23

Ich habe in den letzten 6 Jahren das Leben von der anderen Seite kennengelernt. Wenn ein kleiner Junge ein paar Schuhe hat für den Winter und sie warum auch immer - Kind ist besonders, bereits nach 2 Monaten nicht mehr wirklich funktional sind und eigentlich unbedingt neue Schuhe her müssen, aber kein Geld dafür vorgesehen ist. Ich muss sagen, das finde ich schlimm! Wir haben dann die Schuhe fürs Kind gekauft.
Seid achtsam mit allem, aber freut euch, wenn von manchen Dingen einfach mehr da ist. Vllt. noch ein Beispiel. Für diese Kinder sind 18€ Geburtstagsgeld vorgesehen! Auch auf dem Flohmarkt ist nicht immer alles zu bekommen, oder auch mal teurer. Und macht dann davon noch eine Kinderparty. Das geht einfach nicht! Und ist soooo traurig.

Ich habe auch zu viel. Aber gebe gern ab und freue mich manchmal auf alte Schätze zurückgreifen zu können. So konnten wir Spielzeug aus dem Keller auf den Geburtstagstisch stellen und die Kinderaugen konnten leuchten, die Nachbarin konnte sich das Geld fürs Laufgitter sparen, da es bei uns noch eins gab. Es ist immer eine Frage des Betrachtens ;-)

Kerstin