"Wenn die Eltern plötzlich zum Pflegefall werden, hilfe"

StartseiteForum › "Wenn die Eltern plötzlich zum Pflegefall werden, hilfe"
Startseite Navigation
EinloggenRegistrieren

Anonym schrieb am 07.02.2020 07:04

Wenn die Eltern plötzlich zum Pflegefall werden, hilfe

Hi ihr Lieben.

Mum hatte Mitte Dez 2019 einen Schlaganfall.
Nun ist sie halbseitig gelähmt.
Sie bräuchte noch einige Zeit in Reha, was sie aber nicht mehr genehmigt bekommen wird.
Sie macht sehr kleine Vortschritte.
Leider sagt einem jeder was anderes.
Steckt sie in Kurzzeitpflege, be besser zu hause.
Wir wollen ne Osteuropäische Kraft, das Pflegegrad ist vorläufig aber viel zu nieder.
Also wieder telefonieren , Briefe schreiben.
Nimmt man zum überbrücken einen Pflegedienst, dann muss man Kombipfkege beantragen, nimmt man ne Kraft, braucht man wieder was anderes.
Pflegebett Lifter Rolli und so kram....
Zimmer umbauen.
Die in der Reha sagen die ganze Zeit, das wird das wird.
Nicht mal alleine aus dem Bett kommt sie.
Wenn der Pflegedienst aber nur 3 mal kommt am Tag, wie geht das mit dem Wc?
Und alles muss genehmigt wetde.
Bettgummi
Und jegliches Zubehör.
Ich bin echt am Ende, Paps verlegt alles, vergisst alles.
Ich hab Angst.
Am 15.2. Soll sie nach hause kommen.
Wir haben 7 Treppen im Haus.
Also Ausentreppe, keiner sagt dir, wie wir sie da rein und raus bekommen.


Danke fürs zuhören.
Liebe Grüsse Natascha

Antworten

schokine2008 (Profil) schrieb am 07.02.2020 07:36

Nimm mal eine Pflegeberatung in Anspruch. Die schauen auf die Situation und geben Tipps, was alles hilfreich wäre. Bezahlt die Pflegekasse. Je nach Bundesland gibt es sogenannte Pflegenetzwerke, die können auch helfen mit Ansprechpartnern.

Frauhoffmann (Profil) schrieb am 07.02.2020 08:08

Liebe Natascha,

wenn die in der Reha sagen, das wird, dann würde ich mich auch darauf verlassen. Die haben die Erfahrung mit den Patienten, aber man braucht schon viel Geduld, ob als Betroffener oder Angehöriger. Und grade jetzt hilft dir das wahrscheinlich nicht soviel.
Ich kann verstehen, dass dir davor graut.
Ob eine Kurzzeitpflege oder gleich nach Hause besser ist, das muss wohl jeder für sich entscheiden, ausprobieren.
Organisiert nicht vieles der Sozialdienst in der Reha?
Lass dir von den Therapeuten zeigen, wie du deiner Mama aus dem Bett helfen kannst, wenn sie zur Toilette muss. Wenn das Laufen noch nicht geht, dann stellt doch erstmal einen Toilettenstuhl neben das Bett, dann muss sie nur Umsitzen. Ihr findet schon raus, wie es am Leichtesten für alle geht. Und Übung macht den Meister. Raus aus dem Bett ist ganz wichtig, klar ist es schneller, bequemer, leichter im Bett zu essen u. gewaschen zu werden, aber ohne Anstrengung und Willen gehts nicht.

Meine Großtante hatte mit über 80 einen Schlaganfall, wollte auch nicht mehr leben. Aber sie hat sich berappelt, war in der Kurzzeitpflege, irgendwann am Rollator mobil u. konnte dann wieder alleine zu Hause wohnen, ihren Haushalt versorgen.

Alles Gute

natascha (Profil) schrieb am 07.02.2020 10:10

Danke


Wir waren beim Sozialdienst krankenhaus
Die sagen was anderes, wie soziadienst in der Reha.
Ich geh arbeiten.
Erst kommt der sozialdienst bis ne Osteurop. Kraft einfrifft.
Jetzt sind Gelder beantragt
Bekommen aber viel zu wenig.
Wiederspruch.
Kotz.
Meine Kraft ist am limit.


Pflegestützpunkt hat dann wieder was abnderes gesagt.

Das ist das, was so mühseelig ist.

Jetzt hilfsmittel beantragen.
Und ambulante Reha,
Aber auch darum müssen wir uns kümmern.

Danke fürs zuhören


Wie lange hat das mit deiner Grosstante gedauert?

Anonym schrieb am 07.02.2020 10:46

Hallo Natascha,
das tut mir sehr leid mit deinen Eltern, ich kann da mitfühlen. Hier geht es seit Jahren so mit meinen Großeltern. Meine Mama ist mit der Kraft komplett am Ende gewesen bis vor ein paar Wochen. Wir hatten auch Osteuropäische Pflegerinnen, da hat bei uns leider nicht gut funktioniert. Meine Oma ist ein sehr schwieriger Mensch. Vor ein paar Wochen hat sie sich das Becken gebrochen, Krankenhaus, OP und das mit 92Jahren. Jetzt ist sie im Pflegeheim und ich kann zusehen wie es meiner Mama mit jedem Tag besser geht. Meiner Oma geht es auch besser, sie fühlt sich im Pflegeheim wohl. Bekommt fast jeden Tag Besuch, ist nie alleine. Meine Mama kann die Zeit mit ihr genießen weil sie nicht mehr die Verantwortung hat. Vorher war das Verhältnis sehr angespannt. Das war jetzt wirr sorry ... ich denke es gibt nicht den perfekten Weg. Für jeden ist ein anderer Weg besser, wir hätten nie Gedacht dass Pflegeheim für uns der beste Weg ist. Wenn ich an deiner Stelle wäre würde ich die Kurzzeitpflege nutzen, das verschafft euch einfach Zeit zum überlegen und entlastet dich. Ich hab immer zu meiner Mama gesagt, kümmere dich mehr um dich, wenn du auch noch im Krankenhaus landest dann ist niemandem geholfen.

LG E

Erika (Profil) schrieb am 07.02.2020 11:29

Liebe Natascha,

ich schicke Dir wenigstens liebe Grüße! Was ich nicht verstehe, warum es den betroffenen Familien so schwer gemacht wird. Die Fälle sind zwar unterschiedlich, aber so oft!

Liebe Grüße
Erika

Anonym schrieb am 07.02.2020 12:33

Liebe E

Danke,
Heim wäre erst aucj für uns was, doch Paps ist nich zu hause.
Ginge es nur um Mum, wäre das was anderes.
Kurzzeitpflege wollen wir uns echt für den Sommer aufheben.
Wenn keiner mehr von uns da ist, wegen Urlaub.

Ich weis auch ni ht, warum unser Land es den Menschen so schwer gemacht wird, die das Land aufgebaut haben.


Liebe Grüsse

Frauhoffmann (Profil) schrieb am 07.02.2020 12:49


Aber auch darum müssen wir uns kümmern.

Wie lange hat das mit deiner Grosstante gedauert?


Hallo,
ein Jahr würde ich sagen. Aber sie wollte auch nie von jemandem abhängig sein. Anfangs ist dann auch zweimal die Sozialstation gekommen u. die Tochter oder Nachbarin haben ihr Essen vorbeigebracht, aber das war ihr alles zuviel. Sie hat viel Besuch bekommen, anfangs kam die Nachbarin täglich, aber umso besser es ihr ging, umso weniger.

Können deine Kinder dir ein bisschen was abnehmen? Den Opa ein bisschen versorgen, sich um ihn kümmern. Für ihn ist das auch schwer. Bisher war seine Frau zu Hause, hat sich wahrscheinlich gekümmert u. für ihn mitgedacht. ;) Da muss er sich auch drangewöhnen.

Liebe Grüße

Gary (Profil) schrieb am 07.02.2020 19:12

Wir haben es knapp ein Jahr zuhause mit 24h-Pflegekraft versucht und es hat insgesamt nicht gut funktioniert: Schlechte bis miserable deutsche Sprachkenntnisse der Pflegekräfte erschwerten die Verständigung. Immer wieder mussten neue Personen eingearbeitet werden. In der Regel hat man es mit Nichtfachkräften zu tun, die allenfalls einen Schnellkurs belegt haben - dies ersetzt aber keine fachlich qualifizierte Pflege. Da auch eine "24h"-Pflegekraft nicht 7 Tage/24 Stunden im Dienst sein kann, ist man selbst doch wieder hochgradig im Einsatz, wo doch die Organisation und Bürokratiebewältigung schon genug Kraft kosten.
Vielleicht hatten wir auch Pech mit der Wahl der Firma. Erst im Nachhinein stellte sich heraus, dass "unser" Vermittler von der Siftung Warentest nur als "bedingt hilfreich" getestet wurde. Es kann wohl auch besser laufen, dennoch erlebe ich jetzt, wo beide Eltern stationär untergebracht sind, dass dies schon eine erhebliche Entlastung ist, weil ich meine Eltern rund um die Uhr (Schichtdienst!) gut versorgt weiß. Zuvor hing alles an mir (gewissermaßen auch Schichtdienst: Job - Eltern - eigene Familie - das waren auch mehrere Schichten täglich).
Ich würde für einen höheren Pflegegrad eine neue Begutachtung in die Wege leiten und dann schauen, dass du eine stationäre Unterbingung findest - möglicherweise auch zuerst Kurzzeitpflege. Bis zum Sommer hast du wahrscheinlich eine Dauerlösung und benötigst die Kurzzeitpflege für den eigenen Urlaub dann nicht mehr. Verhinderungspflege gibt es übrigens auch noch (für den Urlaub).

Der bürokratische Aufwand, da stimme ich uneingeschränkt zu, ist ein Irrsinn.

https://www.test.de/Pflege-Betreuungskraft-aus-Osteuropa-die-besten-Vermittler-5170957-0/

Anonym schrieb am 07.02.2020 19:51

Danke für eure Anteilnahme.
Das Institut gehört zu den besseren.

Die Kinder helfen schon.
Mein Bruder auch.
Es ist echt die Bürokratie
Nachdem ich heute den goldenen Telefonhörer bekommen habe, bin ich schlauer.
Vorläufiges Pflegegrad wird erstmal blind vergeben, damit die Pflege gesichert ist.
Wird angepasst, wenn der Patient zu hause ist.

Aber für jede Frage eine andere Stelle.
Und ich hab mega Angst.
Wenn Mum heim kommt.

Es wird sich noch verbessern, sagt jeder.
Ich hoffe es.

Ich glaube, neben dem Stress ist die Angst, das was mich am meisten belastet.
Danke

Lg Natascha

Mornica (Profil) schrieb am 09.02.2020 20:09

Liebe Natascha,
ich habe bisher nur mitgelesen. Und habe leider (oder für mich: zum Glück noch) keine Ahnung. Obwohl das sicher auch auf mich zukommen wird, meine Eltern sind beide Ende 70..

Ich wollte dir aber ganz viel Kraft und Nerven wünschen! Und alles Gute für dich und die ganze Familie.

Liebe Grüße,
Bettina

natascha (Profil) schrieb am 10.02.2020 06:42

Danne

Das ist sehr lieb

Luebe Grüsse Natascha

himbeere (Profil) schrieb am 11.02.2020 21:23

Hilfreiche Informationen kann ich dir keine geben, aber ich wollte dir unbedingt ganz liebe Grüße dalassen. Immer hast du hier ein gutes Wort und gute Ratschläge auf die Fragen und Nöte im Forum, danke dafür!
Und jetzt für die kommende Zeit wünsche ich dir viel Kraft für deine Eltern, das Glück, die richtigen Leute an die Strippe zu kriegen und dass ihr eine gute Lösung für eure Familie findet!

Gute Genesung deiner Mutter!

Lieben Gruß aus Italien...

Schneefrau (Profil) schrieb am 24.02.2020 17:21

Kleiner Gruss aus dem Taunus

Liebe Natascha,

hier kommt ein kleiner Aufmunterungs-Gruss für Dich:

(')....('')
.( ' o ' ).
.('')--('').
(''''')-(''''')
*.+*.+*.+*.+*.+*.+*.+*:+
+.*.+ Alles *.+*. Gute+*.+*.+
*.+*.+ und viel Kraft *.+*.+
*,+*.+*.+Deiner Familie und Dir! *.+*.+
*.+*.+*.+ *.+*.+ *.+ *.+*.+*.+*.+*.+*.+*
*.+*.+*.+*.+*.+ *.+*.+*.+*.+*.+*.+*.+*.+*.

Ich hoffe, Ihr konntet inzwischen einige Hilfe organisieren und erhalten und Euch somit ein wenig in den neuen, erschwerten Alltag einleben...

Alles Gute,
Ruth

Anonym schrieb am 24.02.2020 18:03

Vielen lieben Dank.


Wie umhöflich, nicht gleich zu Antworten.
Es wächst langsam.
Ich sags euch.
Wenn alles steht mach ich ne Woche Auszeit in der Klapse.
Kinderzimmer für ne Osteuropä. Kraft ist gestern fertig geworden.
Papier noch am laufen.
( Augen roll)
Mum noch in Reha, wur erfahren immer erst 3 Tage davor , ob sie heim kommt oder noch ne Verlängerung bekommt.
Es war schon sehr abenteuerlich. Pfkegezusagen jnd dann doch hängen gelassen.
Mum lernt gerade wenig aber stetig.


Danje fürs an uns denken

Lg Natascha

natascha (Profil) schrieb am 05.03.2020 07:47

Neuster Stand.
Mum kommt am Sa. Heim.
Sie hat den Klinikkoller und dann geht auch nix meht.
Sie hat einiges gelernt, vom Nassen Sack und rumpfgestütztem Rollstuhl in den Aktivrolli und unter Anleitung aufstehen und mit Hilfe Umsetzen.
Essen und trinken geht auch wieder.
Wir haben ne Osteurop. Kraft organisiert.
Dennoch habe ich Angst.
Klar, es wird klappen und Mum entwickelt sich weiter, aber sorge hat man doch.

Danke ruch allen fürs Zuhören, beten und Kraft schicken.


Liebe Grüsse Natascha

Schneefrau (Profil) schrieb am 10.03.2020 18:01

Liebe Natascha,

meine Gedanken sind weiterhin bei Euch und ich drücke fest die Daumen, dass Ihr gut in den neuen Alltag findet und es Stück für Stück aufwärts geht!

Alles Gute,
Ruth