"Einkaufen in Zeiten von Corona"

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Anonym schrieb am 19.03.2020 08:42

Einkaufen in Zeiten von Corona

Hallo Ihr Lieben,

ich möchte aufgrund meiner Ängste am liebsten nicht mehr einkaufen gehen.

Nun ist es so, das wir leider keinen Garten haben, in dem wir ernten könnten.
Gut, gerade gibts wahrscheinlich auch noch nicht so viel was im Garten wächst, was man gerade ernten kann. ??

Ich möchte aber natürlich auch weiterhin frisches Gemüse, Obst etc. für meine Familie anbieten.

Der Lieferservice von Online-Supermärkten ist überlastet....
das funktioniert also deswegen auch nicht, Liefertermine sind kaum zu bekommen bzw. erst in zwei Wochen oder so...

Einen gewissen Vorrat habe ich zu Hause an haltbaren Dingen, aber eben die frischen Sachen...

????

Wie macht ihr das?
Geht ihr noch einkaufen?

Wenn ja, wo und wie?

Auf dem Wochenmarkt ist man zwar im Freien, muss aber Geldmünzen und Scheine anfassen....

Im Supermarkt muss man an der Kasse stehen, eng..dieses Gerät anfassen zum bezahlen, den Stift....

Ich weiss nicht wie man es am besten machen könnte...

LG
Ano




Antworten

natascha (Profil) schrieb am 19.03.2020 09:56

Ich weis nicht, wo du wohnt.
Schau doch mal nach einem Bauern oder Hifladen.

Ich bin nicht so auf frisches aus, was keine dicke Schale hat, oder gekocht wird.

Ich habe einiges an Frostgemüse, das muss reichen.
Sonst haben wir einen kleinen Türken um die Ecke.


Schau notfalls im Interbet, es gibt genung junge Menschen , die ihre Hilfe anbieten.

Lg Natascha

Lola (Profil) schrieb am 19.03.2020 10:48

Bei uns hat sich das Problem fast erledigt, sie lassen nur noch wenige auf einmal in den Supermarkt rein. Dann hast Du kein Gedrängel. Zumindest nicht im Supermarkt. Aber vermutlich dann davor. Ich war noch nicht wieder.

Wir haben Anfang der Woche reichlich Äpfel gekauft. Ich habe gefrorenes Obst und Gemüse im Gefrieschrank. Mach ich sonst eher nicht.

Ansonsten geh ich einfach, wie immer, nur einmal die Woche einkaufen. Dann hält sich das auch in Grenzen.

maidli (Profil) schrieb am 19.03.2020 11:01

Liebe Ano!

Ruhig Blut, mit etwas Umsicht kannst du sicher und trotzdem unkompliziert einkaufen gehen.

Ich schaue, dass ich jetzt einen kompletten Wocheneinkauf mache. Die ersten Tage gibt es dann eben auch Salat, Trauben etc zu essen. Die zweite Wochenhälfte noch die besser haltbaren Sachen wie Paprika, Äpfel etc. Du könntest also bei den Frischwaren auf einen Mix aus länger und kürzer haltbaren Speisen achten.

Ich richte mir die Handtasche so her, dass ich kein unnützes Zeug drin habe und nicht kramen muss. Bankomatkarte bleibt in der Geldtasche (kontaktlos), Münze für das Einkaufswagerl, Autoschlüssel, Taschentücher, Desinfektionsmittel.

Vielleicht kannst du früh am Morgen schon einkaufen gehen, da ist sowieso wenig los.

Ich wasche mir VOR dem Einkaufen die Hände (vielleicht bin ja ich Träger, und ich will niemanden anstecken).

Im Geschäft und bei der Fahrt fasse ich mir nicht ins Gesicht.

Zu den anderen Personen halte ich einen guten Meter Abstand. Gestern früh beim Hofer getestet - ALLE haben sich ganz brav daran gehalten!
Auch an der Kasse. Da hat man sowieso auch das Einkaufswagerl zwischen sich.

Wenn ich mich schnäuzen muss (im Auto), desinfiziere ich mir vorher und nachher die Hände.

Wenn ich nach Hause komme, wasche ich mir sofort die Hände (aber das mache ich eh schon immer so). Außerdem wische ich Geldtasche, Schlüssel, Taschengriff und Türklinke sauber - du kannst heißes Seifenwasser nehmen oder ein Desinfektionsmittel, zb 70% Alkohol.


Die Ansteckung über Tröpfchen in der Luft (niesen oder atmen) ist ja weit größer, als über Oberflächen. Nichts desto trotz ist es irgendwie eine Zwickmühle, ob man sich mit den ganzen Verpackungen Keime ins Haus schleppt... Ich habe keine Angst deswegen, aber ein bisserl komisch ist es schon. Nun macht ich es so, dass ich alles verräume und dann Tisch und Oberflächen (wo ich vorher herumschlichte) mit heißem Seifenwasser abwische.
Nehme ich beim Kochen nach einigen Tagen eine Schachtel Reis etc raus, ist a) der Virus wohl eh schon kaputt, weil vertrocknet und b) achte ich noch mehr auf Küchenhygiene, also Flächen unterm Kochen regelmäßig wischen, Hände waschen... Ich wiederhole mich ;-) Und die alte Regel, dass ALLE vor dem Essen ordentlich Hände waschen müssen.

Wir haben einen Garten, was ich in diesen Zeiten ganz besonders schätze. Aber da wächst auch noch nichts, nur etwas Grünkohl vom Herbst. Hier bekommt man nicht mal Salatpflänzchen, weil viele Gärtnereien zu haben.
Sämereien habe ich nur mehr wenige zu Hause, weil ich keinen guten Platz zum Vorziehen habe.

Was du machen kannst: bei einem Spaziergang nach "Vitaminen" Ausschau halten :-)
Brennesselrisotto
Huflattich und Lungenkraut sind ein super Hustentee, kann man auch vorbeugend fürs Immunsystem trinken
Buchenknospen oder frische Blättchen knabbern oder aufs Butterbrot, zum Salat, als Smoothie, zu Kartoffeln
Gänseblümchen, Vogelmiere, Taubnessel, Sauerklee...
Es wächst jetzt so viel auf Wald und Wiese, man muss sich nur bücken :-))
Das macht nicht satt, aber macht gute Laune und gibt Energie.
Für mich ist die Natur auch die Sprache, wie Gott uns zeigt, dass er uns liebt. Auch das tut gut!

Alles Liebe!
Maidli


Lola (Profil) schrieb am 19.03.2020 12:10

Ich hab gelesen, dass es genau anders herum ist. Dass die Viren schnell zu Boden fallen, also durch Niesen nicht so viel übertragen wird, es sei denn, man niest einem ins Gesicht. Oder auf die Hand, mit der man dann etwas anfasst. Bin ich da jetzt falsch informiert?

maidli (Profil) schrieb am 19.03.2020 12:44

Tja, wer weiß das so genau?
Anscheinend dünnt sich die Zahl der Viren auf Oberflächen rasch aus.
Ich habe auch kein genaueres Wissen darüber.

Von Mensch zu Mensch ist wohl nicht nur die Tröpfcheninfektion über Niesen/ Husten, sondern auch über Tröpfchen in der Atemluft möglich. Daher der Abstand 1-2 Meter.

https://orf.at/stories/3158219/

maidli (Profil) schrieb am 19.03.2020 12:55

Edith: doppelt

Lola (Profil) schrieb am 19.03.2020 13:55

Hab's jetzt auch nochmal nachgelesen. Danke maidli. Keine Ahnung, warum ich mir das so falsch gemerkt hatte...

Anonym schrieb am 19.03.2020 14:11

Ich finde das Einkaufen vor allem super anstrengend ... war eben zweieinhalb Stunden in drei Läden unterwegs, gestern und vorgestern je in einem. Also komplett gegen die Empfehlung nicht so viel draußen herum zu turnen, aber wenn man so vieles nicht bekommt, was soll ich machen? Ich habe auch nur einen sehr kleinen Kühlschrank, ein Mini-Tk-Fach und eine sehr kleine Küche, keinen trockenen kühlen Keller. Kaufe für zwei ältere Damen mit ein, die ebenso wenig gehamstert haben wie ich. Und jetzt in die Röhre schauen. Reis, Mehl, Nudeln, Haferflocken, Kartoffeln, nix zu kriegen oder nur eine Packung, deshalb die vielen Läden. Bring mal zwei 83jährigen bei, Couscous oder so zu verwenden...
Klopapier haben wir alle drei kaum noch. Mensch, irgendwann müssen doch alle Hamster mal den Keller voll haben!

Aber zum Thema: hatte die Tage tatsächlich Einmalhandschuhe an, weil ich mir die rechte Hand so übel verletzt habe, dass ich eine kleine OP und einen Verband brauchte (keine Nachsorge übrigens wegen Corona). So ging das mit dem Hände waschen gar nicht gut.
Ansonsten halte ich Abstand, klappt hier gut in den Läden. Bezahlen mit Girocard plus PIN. Na ja, da hat man dann halt die Fingerspitze drauf. Mit Handschuh geht's auch ;-). Zuhause dann Handschuhe aus. Vorteil von den Dingern: man fasst sich tatsächlich instinktiv nicht dauernd ins Gesicht.
Türen kann man mit dem Ellenbogen oder so öffnen, das mache ich schon seit Jahren so, weil bei mir auf der Arbeit das so einige nicht mit dem Hände waschen haben.

Bleibt gesund und behaltet die Nerven! Erhöhter Dauerstress ist auch ungesund, vor allem auf Dauer.
Bettina

Haltet

Anonym schrieb am 19.03.2020 15:04

...wenn die Viren aber noch 20 Minuten in der Luft wirksam sind, und dort 'stehen', dann kann es doch auch sein, das man durch einen Gang im Supermarkt geht, wo gerade vorher einer gehustet oder geniest hat, oder auch eben 'nur' geatmet hat und dann läuft man durch diese Luft hindurch und amtet es auch ein???
Oder wie ist das? Dann nutzt mir doch auch kein Abstand?
Dann ist doch alles sowieso unnütz? Mit dem Abstand, oder stehe ich gerade auf dem Schlauch??

Inge (Profil) schrieb am 19.03.2020 15:10

Wenn es möglich ist:
nicht morgens und nicht abends einkaufen gehen. Morgens sind die ganzen Hamster unterwegs die hoffen die morgendliche Klopapierlieferung abstauben zu können und abends die Leute die noch auswärts berufstätig sind.

Ich war heute am späten Vormittag, so entspannt hab ich schon lange nicht mehr eingekauft :o)

Ich war total baff, der Kassierer hat mir dann die "Schichteinteilung" der Kunden erklärt.

LG Inge

Anonym schrieb am 19.03.2020 17:31

Ich war vorgestern früh, weil ich eh kurz unterwegs war.

Erster Witz des Tages: der Supermarkt hat Desinfektionstücher vor der Tür - "Für Ihren Einkaufswagen!" Was machen die Menschen? Ziehen ein Tuch, wischen sich die Hände ab und krallen sich einen Einkaufswagen....

Dann bin ich rein, nur wenige Kunden da, es war fünf vor acht. Punkt um acht war der Laden plötzlich voll, die Leute rannten zu den bekannten Regalen (Klopapier, H-Milch, Mehl, Eier). Das war ganz faszinierend. Wenige Minuten später war der Spuk vorbei und halbwegs entspanntes Einkaufen war möglich.

Drittens: Es sind noch immer so viele alte Leute unterwegs. Ehepaare vor allem. Mich macht das so sauer.

Ansonsten rechne ich mit Ausgangssperren spätestens am Montag, tendenziell eher am Sonntag. Wo soll man da auch hin? Dann wirkt es nicht so brutal.

Da ich nun huste und Halsweh und leicht erhöhte Temperatur habe, werde ich das Haus vorerst gar nicht mehr verlassen. Zum Glück wird das Wetter erstmal schlechter...

Inge (Profil) schrieb am 19.03.2020 18:10

Zum Einkaufen dürfen die Leute bei Ausgangssperre aber trotzdem noch.

LG Inge

Anonym schrieb am 20.03.2020 11:00

ich habe immer einen Vorrat an Klopapier, Taschentücher, Müsli und Apfelkompott....kaufe ich eigentlich nur 5-6 mal im Jahr im Drogereimarkt. da fahr ich mit dem Rad-Anhänger und lade alles voll.

Jede Woche dran denken und dann diese unhandlichen Pakete mitschleppen nervt mich. Und jetzt in der Heuschnupfezeit gehen Taschentücher hier durch wie nix...

Jetzt geht das hier aber alles viel schneller leer, wenn 4 Leute den ganzen Tag zuhause sind...

Gleich muss ich noch in den Laden um alles zu holen, was unser Biomarkt gerade schon nicht mehr liefern konnte...
Kartoffeln (kamen nur 2kg statt 6kg), Ingwer, Hefe, Salat...
Mehl kann ich auch nicht mehr bei der Mühle bestellen-Bestellstopp: die kommen mit den Bestellungen nicht nach-sonst war alles innerhalb von 2 Tage da.
hoffe es gibt das alles in einem Laden..

kann ja auch nicht im Sinn der Sache sein, wenn ich gleich 4 Läden ansteuern muss...

Gromit

wireni (Profil) schrieb am 21.03.2020 15:26

Mal zurück zum Hauptthema unseres Forums:
Stoffwickelfamilien haben jedenfalls kein Problem mit leeren Windelregalen in der Drogerie! Yay! Wir hatten aber auch immer ein paar Wegwerfwindeln da, falls mal das Wasser ausfällt...

akira (Profil) schrieb am 21.03.2020 18:44

Wir wickeln eh nachts immer mit WWW, daher haben wir in der Regel beides für ein paar Tage da. Ich habe es gestern in der Drogerie auch genossen, dass ich ganz entspannt meine Windeleinlagen kaufen konnte. Die sind hier bei weitem nicht so gefragt, wie WWW. Allerdings waren auch die noch gut vorrätig, soweit ich das wahrgenommen habe. Aber der Laden hatte sogar Klopapier und Küchenrollen in einer derzeit untypischen Menge. Die scheinen wirklich auf Zack zu sein oder gute Zulieferer zu haben...

Aber auch unser Supermarkt normalisiert sich so langsam wieder. Am Dienstag morgen war es wirklich schockierend, wie manche Regale fast leergekauft waren. Zumal auch, welche Regale das waren. Scheinbar ernähren sich hier viele von Fertigessen (die Konvenience-Abteilung) und Nudeln mit Tomatensoße. Frische Sachen und sogar Konserven gab es noch reichlich. Irgendwie befremdlich.

schokine2008 (Profil) schrieb am 21.03.2020 19:34

Ich habe bis jetzt auch alles bekommen. Milch im Kühlregal gab es immer, nur H-Milch nicht mehr. Seife ist überall aus, da habe ich zum Glück noch etwas aus unserem Uckermarkurlaub übrig. Schokolade gab es auch. Ich werd zunehmen!