"Der Garten im Frühjahr"

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solskinn (Profil) schrieb am 14.04.2020 18:18

Der Garten im Frühjahr

Ihr Lieben,

wie letztes Jahr eröffne ich nun auch diesen einen Thread zum Thema Garten.
In meinem Garten hat sich letztes Jahr viel getan. Ich habe die überwuchernden Himbeeren und Brombeeren entnervt aufgegraben und stattdessen ein Staudenbeet angelegt. Jetzt freue ich mich zwar auf viele bunte Blumen, vermisse aber schon jetzt meine Beeren und habe mich heute erwischt, wie ich durch den Garten getigert bin auf der Suche nach einer neuen Stelle für ein paar Himbeersträucher (diesmal mit Wurzelsperre...).
Letzten Herbst hat mein Sohn einen Apfelbaum gerettet. Das Nachbarhaus wurde verkauft, der Bagger rückte an und riss den Baum jäh aus dem Boden. Der Stamm sah fürchterlich aus. Mittlerweile bin ich von der dritten Thujahecke umgeben, immerhin hat sie eine paar Unterbrechtung durch Steingabionen (würg), aber der Baum wurde uns auf Bitten meines Sechsjährigen in den Garten gepflanzt. Ich hätte alles darauf gesetzt, dass er trotz Rückschnitt und Gießen nicht überlebt. Aber seit einer Woche sprießen kräftige Knospen und wir sind überglücklich! Ob er jemals einen Apfel tragen wird, wissen wir nicht. Aber er bringt uns den Frühling in den Garten! Und den Glauben daran, dass sich Pflege lohnt.
Zwei kleine Hochbeete habe ich letzte Woche aufgebaut, die ersten Kräuter und Gemüsesorten fangen auf dem Fensterbrett zu wachsen an, und vorhin wurden meine Kinder abgeholt und ich hätte mich auf die Terrasse setzen können, aber stattdessen habe ich mir den Spaten geschnappt und das erste Stück Unkrautwiese am Zaun abgegraben und Zwiebeln gesteckt und bin nun ganz motiviert, die letzten 20 Meter auch noch zu schaffen. Aber nicht mehr heute.

Nie hatte ich so viel Zeit für den Garten im Frühjahr, nie. Und ich werde sie sicher auch nicht so schnell wieder haben. Nun schmerzt mir der Rücken und ich bin sehr glücklich.

Verrückt, diese Zeit.

Und ihr so?

Antworten

Henni (Profil) schrieb am 14.04.2020 21:24

Das ist schön, wenn Du die Gartenarbeit voll genießen kannst!

Ich hatte im ganzen vergangenen Jahr und auch jetzt im Frühjahr sehr wenig Zeit für den Garten, und das rächt sich jetzt. Hier ist es heiß und trocken und was am besten gedeiht, ist wilder Rucola. In kleinen Mengen und an ausgewählten Standorten super, aber wenn er sich überall breit macht eine Plage! Die Pflanzen konnten überwintern und haben jetzt Mega-Wurzeln, die man aus dem schon wieder ganz schön trockenen Boden sehr schwer raus bekommt. Örgs. So macht mir der Garten leider keinen Spaß.

Ein sehr schönes Beet hatte ich vor der Terasse, mit Flockenblumen, aufrechter Veronika, Phlox, Rittersporn und noch viel mehr - eine Blütenpracht und Insektenweide - das hatte sich sehr schön natürlich entwickelt, aus ursprünglich sehr wenigen Pflanzen, die sich selbst vermehrt und angeordnet haben. Leider haben die Wühlmäuse letzten Sommer gewütet und das alles "eingesogen". Das war echt frustrierend.

Die Wühlmäuse sind furchtbar. Schon ganze Sträucher haben sie dahingerafft, einen Zierapfel, Johannisbeere und Jostabeere, einen großen Fliederbusch. Das nervt mich auch, dass ständig wieder eine Pflanze ersetzt werden muss.

Nun hat der Nachbar wieder einen neuen Kater, ich hoffe, dass der das Problem für uns löst.

Morgen mach ich mich nochmal an den Rucola...

LG Henni

natascha (Profil) schrieb am 15.04.2020 09:47

Hei.

Wühlmäuse hatten wir auch.

Dann haben wird so solardinger für in den Boden gekauft.
Super nerfig, weil man das doch wahr nimmt,
Aber seitdem haben wir Ruhe.
Wir haben Johannisbeeren.
Und drei Feigen.
Diese habe ich radikal zurückgeschnitten. Ich dachte, die tragen dieses Jahr nicht, aber sie hänge schon voll.
Das freut mich.
Sonst haben wir nicht.
Wir haben keinen guten Boden, und zu wenig Sonne in der Ecke, wo Platz wäre.
Liebe Grüsse Natascha

Henni (Profil) schrieb am 15.04.2020 11:12

Ha, Natasche, die Dinger haben die Nachbarn auch, deswegen kommen die Wühlmäuse wohl auch immer zu uns :-)
Ich finde diesen Ton super nervig! Aber eventuell müssen wir die auch benutzen und immer aus machen, wenn wir im Garten sind. Aber kann man die überhaupt ausstellen?

natascha (Profil) schrieb am 15.04.2020 22:10

Unsere gingen aus.
Ein Jahr und Ruhe war.
Das war es uns das wert.

Den verlinkten kann man ausschlaten.
Nur immer dtan denken, einzuschalten, sonst sind die Dinger unwirksam.


Lg Natascha

https://www.amazon.de/Royal-Gardineer-Garten-Maulwurfabwehr-Umweltfreundlicher-Solar-Maulwurffrei/dp/B07P5WKNVX

Anonym schrieb am 16.04.2020 01:10

Oh cool!
Ich habe 70 qm meines Gartens in ein Landschildkröten Paradies verwandelt (c: die gesamte Fläche per Hand von der Grasnarbe befreit und Kalksteinbruch aufgefüllt. Schicke Abgrenzung gemacht. Hört sich easy an, dauerte aber Monate. Die letzten Wochen konnte endlich nach und nach bepflanzt werden:
- Unmengen Lavendel
- mediterrane Kräuter
- winterharte Kakteen und Yuccas (Steckenpferd Gatte)
- ausgebuddelte Wildkräuter als Futterpflanzen (Löwenzahn, Labkraut, Knoblauchsrauke, Gänsedisteln, Rainkohl, etc pp)
Inmitten der noch zu bewachsenden Flächen blüht die uralte Zierquitte, einziges Relikt des alten Rasengartens.

Auf bestimmt 40qm lagen jetzt den ganzen Winter die Grasnarben, diese haben wir gesiebt und umgelagert. Auf der Fläche haben wir jetzt mega cooles Saatgut für Wildkräuter und Blumen aufgebracht. Es soll ein Insektenparadies werden. Apropos: von dem Saatgut hat mein Irrer Gatte 2 KG bestellt, mag wer was ab?

Jeden Tag flitzen wir durch den Garten und gucken und Staunen was wächst, beobachten die Schildkröten und Hummeln und freuen uns.

Ich hab gerade keinerlei Aufträge als Referentin mehr, mein Mann Kurzarbeit und uns steht nur noch 50% des normalen Einkommens zur Verfügung. Die Drittklässlerin hockt daheim und Babymaus fährt Bobbycar und läuft mit 13 Monaten KEINEN Schritt(-: es ist die geilste Familien und Gartenzeit ever. Geld verdienen wir ein anderes Mal
Munkes

susan123 (Profil) schrieb am 16.04.2020 12:14

Ich war auch etwas fleißig,vor allem versuche ich die Erdbeeren die sich vermehren endlich einzugrenzen.
Die Beete hab ich erstmal vom Unkraut befreit und fürchte mich schon jetzt vor neuem.
Ich hab es immer eine Zeit lang im Griff und dann kippt es irgendwann.meist bin ich im Frühling motiviert,säe und pflanze und im Sommer schaffe ich es nicht mehr,hacken,gießen,.... das frustriert mich etwas im Sommer.
Ich könnte ja weniger machen,aber dann sprießt das Unkraut und das bringt auch nix.
Für Rasen anstatt garten bin ich dann aber auch nicht,wie ihr seht,ich hab wenig plan;-)
Wir haben Himbeeren,die kommen toll und auch der Salat kann bald gegessen werden.
Erdbeeren blühen,Johannisbeeren kommen langsam und auch die Heidelbeeren fangen an zu blühen.
Die größte Freude macht mir mein Kompost,er ist toll und ich hoffe,dass durch unsere brennesseljauche und die Ziegenköttel nun noch mehr Leben in den Boden kommt.
Schildkröten haben wir auch,ist was tolles im Garten (wenn sie sich nicht vermehren :-) )
Die Zeit ohne Arbeit und weniger Geld, doch so viel Zeit mit meinen Jungs im Garten,das ist echt toll! Die Jungs haben sich schon einen Schlammpool gebaut,als Alternative weil kein Schwimmbad auf ist.
Ich will dieses Jahr mal mulchen mit Stroh, haben wir Dank Ziegen ja jetzt genug.
Habt ihr Erfahrung mit mulchen?

Anonym schrieb am 19.04.2020 18:54

Cool susan!
Wie haltet ihr sie?
Ich Verrückte hab mehrere Bücher über artgerechte Gehege gelesen und jetzt halt das mega Gartenprojekt gemacht und selbst ein Frühbeet mit Technik gebaut (-:
Letzte Woche kam jetzt zu den 3 Herren eine Dame aus reiner Terrarien Haltung von einer Auffangstation. Die halten wir aber dauerhaft getrennt. Dank Klimaerwärmung haben unentdeckte Eier ja ne Chance mittlerweile...
Munkes,

Henni (Profil) schrieb am 19.04.2020 21:29

So, drei Tage später: Der Rucola ist weg!
Und da wo er sich im ehemaligen Gemüsebeet breit gemacht hatte ist der Boden jetzt megamäßig locker. So locker war der noch nie, der war ursprünglich ziemlich verdichtet!
Dort stehen seit heute Tomaten und Mangold. Salat, Radieschen und Kapuzinerkresse sind ausgesät.
Ein Streifen ist mit Stauden neu angelegt.
Ein anderer Streifen mit Erdbeeren.

Und das Beste: meine 13 jährige hat tatkräftig mitgeholfen. Als es hieß, ich lege wieder ein kleines Gemüsebeet an, hat sie von sich aus gesagt, dass sie mithelfen will. Sie kann nun fleißig gießen in der schulfreien Corona-Zeit.

Gestern und heute hatte ich seit langer Zeit auch wieder abends diese wohlige Gartenarbeits-Zufriedenheit. Freu!

LG Karen