"Trockenheit im Garten"

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Lola (Profil) schrieb am 26.04.2020 18:06

Trockenheit im Garten

Hallo Zusammen,

ich habe jetzt vor allem meine Trockenmauer bestückt, den Rest überlege ich noch. Puh, wenn es dieses Jahr wieder so trocken wird...

Wie geht Ihr gartentechnisch mit der Trockenheit um?
Wie kann man dem rechtzeitig entgegen wirken?

Wir haben sehr viel Sonnenseite. Ein großes Blumenbeet und zwei Granitwannen (das waren früher Fischwannen), die ich als Hochbeet nutze. Kann ich da einen Sichtschutz vor bauen? Bringt das was? Kommt da noch genug Licht ran?

Was pflanzt Ihr lieber nicht? Was geht gut? Lasst Ihr es einfach sein? Gießt Ihr und sprengt den Rasen? Lasst Ihr es auf Euch zukommen? Vielleicht wirds gar nicht so trocken?

Also, wenn es so heiß wird, aber wir nicht ins Schwimmbad dürfen, ich glaube, dann starte ich das Projekt "Pallettenpool"...

https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2020-04/klimawandel-duerresommer-deutschland-landwirtschaft-boeden/seite-2

Antworten

Lenchen (Profil) schrieb am 26.04.2020 21:32

Ich wässere mit Grundwasser das, was mir wichtig ist.
Das sind Gemüse, Obst und Pflanzen, an denen ich hänge. Alles andere wird nicht gewässert, schon gar nicht die Grünfläche.

Lenchen (Profil) schrieb am 26.04.2020 21:36

Ergänzung: Gewässert wird selten und sehr lange, minimum 4 Stunden.
Bei häufigem, geringem Wässern wachsen die Wurzeln dicht an der Erdoberfläche, dort ist es eher trocken, also vertrocknen die Pflanzen so schneller. Bei den seltenen und sehr langen Wassergaben dringt das Wasser auch in die Tiefe, nur die Oberfläche trocknet und die Wurzeln können aus der Tiefe weiter Wasser bekommen.

Lenchen (Profil) schrieb am 26.04.2020 21:38

2. Ergänzung:
Töpfe und Kübel bekommen allle ein zwei Tage eine Kanne Wasser, die Wurzeln können ja nicht in die Tiefe wachsen.

maidli (Profil) schrieb am 26.04.2020 21:58

Den RASEN gießen wir nie und würde ich auch bei ärgster Trockenheit nicht tun. Dann soll er eben vertrocknen. Dafür ist mir persönlich das Wasser zu kostbar.
Allerdings mähen wir hoch. Besonders wenn trockenes, heißes Wetter angesagt ist, halte ich meinen Mann ganz vom Mähen zurück. ;-) Dann sehe ich bei den Nachbarn den kurzen (Rasenmähroboter)Rasen braun werden...

Im GEMÜSEgarten habe ich bislang immer nur die Setzlinge gegossen, mache es aber heuer anders. Die Ernte wird durch die Trockenheit sonst schon relativ dürftig, bei den Erdäpfeln zum Beispiel.
Ich dachte früher immer, die Bauern auf dem Feld gießen ja auch nicht.
Aber ich möchte auf meiner begrenzten Fläche nicht nur Arbeit reinstecken, sondern auch einen vernünftigen Ertrag ernten.

BLUMENbeete gieße ich normal nicht. Vielleicht zwei mal pro Jahr, wenn ganz schlimme Trockenheit und Wind herrschen. Allerdings habe ich heuer mit dem Mulchen begonnen. Erst mal mit Rasenschnitt, da will ich immer wieder nachfüllen. Bislang schaut mich das gut an. Man sollte unter dem Mulch etwas düngen, Hornspäne oder Kompost. Weil Mulch beim Verrotten Stickstoff aus dem Boden verbraucht.

Das Mulchen möchte ich auch auf die Gemüsebeete ausdehnen.

Camilla (Profil) schrieb am 27.04.2020 07:47

Hier wird es nicht vielleicht trocken dieses Jahr, hier IST es schon trocken (bis Waldbrandstufe 5). Und durch den Sandboden mit verfestigtem Schutt in ca. 50 cm Tiefe bleibt gar nichts, als gießen, gießen, gießen wenn wir nicht in zwei Jahren nur noch Sandwüste im Garten haben wollen.

Rasen höher wachsen lassen ist gut, das machen wir auch, wenn er denn überhaupt wächst. Ich habe letztes Jahr trotz Gießen nur zwei Mal gemäht - mit dem normalen Handmäher, nicht mit der Sense ;-) , es gab einfach nichts zum Mähen. Und im Moment überlege ich, wie ich den Rasen auf Vordermann bringen kann, sonst haben wir trotz Wässern spätestens im Juli wohl nur noch ein Sandloch als Spielfläche. Über Mähen muss ich jedenfalls nicht nachdenken. Wir haben aber auch nur ein paar Quadratmeter, die dementsprechend belastet werden. Im Sommer ist die Hauptbelastung auf einer noch kleineren Fläche, wo Schatten vom Baum ist.

Man merkt aber deutlich den Unterschied hier zwischen den Gärten, welche wie unserer volle Südsonne kriegen und welche nicht. Ich versuche also als langfristige Strategie gezielt Obstbäume zu pflanzen um etwas mehr Schatten in den Garten zu bekommen.

Lieber seltener und dafür gründlich gießen machen wir auch. Für die Gemüsebeete, wo ich ernten möchte, haben wir schon ein paar Jahre lang einen Bewässerungsschlauch unter der Erde verlegt, so dass das Wasser direkt zu den Wurzeln kommt und nicht so viel verdunstet (außerdem können so die Gartennachbarn leichter während des Urlaubs das Gießen übernehmen).

Büsche und ähnliches pflanze ich möglichst nur noch im Herbst, da im Frühjahr in den letzten Jahren immer eine lange Trockenperiode war.

Und Mulchen ist ganz prima, v.a. für Pflanzen, die ihre Wurzeln dicht unter der Oberfläche haben (Erdbeeren, Himbeeren...).

Dauerhaft wächst auch bei uns neben Obst und Gemüse nur, was robust ist oder besonders geliebt. Für Mimöschen habe ich keine Zeit und keinen Platz :-D

LG Camilla

natascha (Profil) schrieb am 27.04.2020 13:40

Ich giese auch direkt.
Ich lege den Schlauch direkt an den Feigenbaum und lass laufen.
Der Rest Johannisbeeren und Himbere wird auch so gegossen.
Der,Rasen ist im Sommer knusprig.
Die Balkonblumen bekommen am Abend etwas.
Ich sammle auch das Wasser, was ich für Sakat Obst Gemüsewaschen verbrauche, in der Gieskanne.
Am Anfang war das nerfig.
Mittlerweile ist das ein Run draus geworden.
Besucherkids schauen auch mal seltsam.
Aber da kommt einiges zusammen.
Wir haben in der Spüle eine alte Rührschüssel mit ausgieser stehn.
Das klappt.


Lg natascha

natascha (Profil) schrieb am 27.04.2020 13:40

Ich giese auch direkt.
Ich lege den Schlauch direkt an den Feigenbaum und lass laufen.
Der Rest Johannisbeeren und Himbere wird auch so gegossen.
Der,Rasen ist im Sommer knusprig.
Die Balkonblumen bekommen am Abend etwas.
Ich sammle auch das Wasser, was ich für Sakat Obst Gemüsewaschen verbrauche, in der Gieskanne.
Am Anfang war das nerfig.
Mittlerweile ist das ein Run draus geworden.
Besucherkids schauen auch mal seltsam.
Aber da kommt einiges zusammen.
Wir haben in der Spüle eine alte Rührschüssel mit ausgieser stehn.
Das klappt.


Lg natascha

Anonym schrieb am 27.04.2020 14:58

Wir haben lehmigen Boden, der ist schon seit Wochen total rissig...
Ich wasche Salat, Gemüse, etc. auch in einer Schüssel und gieße damit die Blumen- und Staudenbeete am Haus. Mulchen mit Grasschnitt auf den Beeten mach ich auch. Das Gras mähen wir auf der höchsten Einstellung, so kam der Rasen letztes Jahr ohne bewässern halbwegs grün durch den Sommer. Am Zaun haben wir umgegraben und Bienenschmaus gesät, da wird grade täglich gegossen, sonst wächst nix. Salat wird mit Tröpfchenbewässerung gegossen.
Ich lese mich gerade in Terra Preta ein. Pflanzenkohle soll auch Feuchtigkeit gut speichern. So ganz blick ich aber noch nicht durch, wie das funktioniert, finde es aber spannend.
LG Christine

dorle (Profil) schrieb am 28.04.2020 07:21

viel grubbern zwischen den Pflanzen (speziell Gemüsebeet)
damit zerstörst du an der Oberfläche die Kapillaren und das Wasser kann nicht mehr so leicht nach oben verdunsten
Bauernregel: einmal gegrubbert ist wie zweimal gegossen
auch die Wildkräuter bekommst du gut weg die das Wasser ziehen

nicht anbauen:
Alle Blattgemüsearten (Salat, Spinat, Mangold), auch Kohlrabi und Radieschen wollen ständig Wasser

besser:
Kürbis, Zucchini, Paprika, Auberginen, Möhren, Rüben, Rettich, Rucola ist trockenheitsresistent und viele leckere Kräuter, Zwiebeln, Kartoffeln, Mais

Bewässerungssystem installieren damit man stressfrei abends und nachts wässern kann. Porenschlauch inkl Bewässerungscomputer mit Zeitschaltuhr

total doof ist es mittags bzw tagsüber zu wässern, ist ja sofort wieder verdunstet

beschattungsnetze bringen sehr viel, Bio Alternativen weiß ich so auf die schnelle nicht

Blumen:
alle Dickblattgewächse natürlich, Mohn (Pfahlwurzel), Jungfer im Grünen - generell erkennbar sind die Pflanzen an zarten Blättern die eine geringe Verdunstungsoberfläche bieten oder eben wasser speichern können wie Fette Henne
Auch ne kleine Aloe Kultur kann man sich gönnen, Vorsicht: die wollen keine pralle Sonne sonst werden sie brauch, unterm Baum bzw ohne Mittagssonne ist es besser, Freilandkakteen sind schön, Sukkulenten, Opuntien, (immer googeln ob auch minus grade vertragen werden, denn man will ja nicht im Winter alles Reinräumen

Beeren: keine Heidelbeeren oder Erdbeeren

besser: Johannisbeeren, Melone (ja braucht auch viel wasser speichert aber und überlebt besser als Erdbeeren)

so viel wie möglich mulchen mit Spänen, alten Blättern, Wege mit Kies bestreuen notfalls Folie sieht zwar doof aus hilft aber echt viel, Bretter geh auch faulen aber schneller....

solskinn (Profil) schrieb am 28.04.2020 08:37

Helft mir mal bitte kurz gedanklich. Habe gestern den Rasen gemäht und den Schnitt noch liegen. Muss ich die Blumentbete vorher unkrautfrei machen und dann den Schnitt drauf? Habe aber viel Löwenzahn mit weggemäht. Das wächst ja dann im Beet, oder?! Wobei es sowieso im Beet wächst, also vielleicht ist es eh egal...

Ich habe auch immer Mist von den Kleintieren. Den Auslauf verschiebe ich alle paar Tage auf der Wiese ein Stück, dann liegt halt auf dem alten Standort ein bisschen Stroh und Kot, aber nach wenigen Tagen scheint der weg zu sein. Ist das vielleicht gar kein schlechter Dünger?! Könnte ich auch den Mist von den Tieren aufs Beet zum Mulchen geben? Bisher gebe ich ihn in den Kompost.