"Achtsamer und breit gefächerter Austausch zur aktuellen Situation"

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Lenchen (Profil) schrieb am 12.06.2020 23:21

Achtsamer und breit gefächerter Austausch zur aktuellen Situation

So, nun kam doch ein Titel herbeigeflogen.

Vielleicht mag hier jemand mitschreiben, anonym oder nicht, wie ihr mögt.
Meinungen, Informationsquellen, Ärgernisse, Ängste, Fragen, Nachfragen....aus allen Richtungen, ohne Verurteilung, achtsam, ganz offen. Wir alle haben Gründe für unsere Überzeugungen, Ansichten und auch Unsicherheiten und Ängste. Mir hilft es total, Hintergründe zu kennen, das schafft bei mir Verständnis.

Liebe Grüße
Lena

Antworten

Schnecke79 (Profil) schrieb am 13.06.2020 13:52

Ach, das hast Du schön formuliert, die Überschrift.
Also, ich bin dabei beim kleinen Trupp.
Schon 10 Jahre alt, aber leider immer noch bzw. wieder aktuell: die arte Doku "Profiteure der Angst".
Ich kann grad wenige grade Sätze formulieren, ich fühle mich einfach so krass ausgelaugt von den letzten Monaten.
Später oder morgen schreibe ich mal mehr.

Liebe Grüße,
Alex

Anonym schrieb am 13.06.2020 15:42

Ich gehöre auch zum Kreis, ich weiß gerade nicht so viel zu schreiben....wie gesagt, ich hab mal etwas mit Medien studiert.

Anonym schrieb am 13.06.2020 22:49

Ich habe etwas interessantes gefunden:

https://swprs.org/covid-19-hinweis-ii/

Es beschreibt ganz neutral die neusten Erkenntnisse über das Virus. Vielleicht für den ein oder anderen interessant?

Gary (Profil) schrieb am 14.06.2020 01:11

Ich habe etwas interessantes gefunden:

https://swprs.org/covid-19-hinweis-ii/

Es beschreibt ganz neutral die neusten Erkenntnisse über das Virus. Vielleicht für den ein oder anderen interessant?



Die von dir empfohlene Seite "Swiss Policy Research" hat kein Impressum.
Wie seriös ist eine Seite, die kein Impressum hat?
Die Informationen widersprechen recht deutlich sonstigen Informationen, die zu Covid-19 verfügbar sind. Um so wichtiger wäre, den Urheber/die Urheberin zu kennen, um die Qualität einschätzen zu können.

Ich habe mich daraufhin mal "ganz neutral" auf die Suche gemacht.

Der Wikipedia-Artikel zu Swiss Policy Research fällt recht kritisch aus:
https://de.wikipedia.org/wiki/Swiss_Policy_Research

Gefeiert wird die Swiss Policy Research-Zusammenfassung aber auf journalistenwatch.com:
https://www.journalistenwatch.com/2020/06/12/fuer-zwischendurch-klare/#

Doch was ist journalistenwatch? Der Tagesspiegel meint: ein "rechtspopulistischer Blog".
https://www.tagesspiegel.de/politik/journalistenwatch-hetze-ohne-spendenquittung/24678150.html

Ein Blick auf die Seite bestätigt diese Einschätzung des Tagesspiegels.

Nun habe ich nicht mehr den Eindruck, dass dein Link eine gute "neutrale" Empfehlung ist.
Anonym publiziert und in der rechten Ecke gefeiert: Ich, Gary, würde abraten, den Link als Informationsquelle zu nutzen.

Lenchen (Profil) schrieb am 14.06.2020 08:06

Auf die schweizer Seite bin ich am ganz Anfang meiner Recherche auch gestoßen, dann habe ich, wie du Gary, mal geschaut, wer was über die schreibt und habe dieselben Informationen gefunden, wie du, was mich erstmal abgeschreckt hat. Da stimme ich dir absolut zu.

Da zu den Informationen auf der schweizer Seite die Quellen verlinkt sind, habe ich mir die auch gleich mit angesehen und bin so zu meiner Einschätzung gekommen: Die Seite informiert über die "Nichtmainstreamseite" der aktuellen Situation immer mit Verlinkung des Urpsrungs. So hat jeder die Möglichkeit, die Herkunft anzusehen und zu bewerten. Warum kein Impressum angegeben ist, kann ich nur spekulativ beantworten: Bei der Thematik, die stark polarisiert, wird man, wie wir im Internet lesen können, schnell in Schubladen gesteckt, in denen man nicht stecken möchte. Mit Veröffentlichung dieser Informationen die zu Anfang immer mit "ein schweizer Arzt zu C." oder so ähnlich begannen, gehen vielleicht auch schlichte Ängste vor Verurteilung und Existenzgefährdung einher. Aber wie eingangs geschrieben, alles nur spekulativ.

Im zweiten Zug habe ich mich dann noch mit der Vertrickung von Medien befasst, mit Geldgebern und die dadurch entstehende Abhängigkeit. Vielleicht magst du, die etwas mit Medien studiert hat, das kurz und knackig erklären. Ich bin da auch nur Laie. Mein Fazit dazu lautete: Vorsicht, so neutral, wie ich dachte sind unsere als seriös geltenden Mainstreammedien gar nicht. Die Verstrickungen in der Medienlandschaft waren mir, ehrlich gesagt, davor überhaupt nicht bewusst. Was ich auch noch vermute ist, dass alle unliebsamen Informationen, bzw. Informanden, heute schnell mit der "re chten Keule" mundtot gemacht werden. Ergo, Lenchen hat kein uneingeschänktes Vertrauen in Pressemeldungen.

Und wenn man dann noch noch das Fass Lobbyismus, Verstrickungen unseres Gesundheitsministers mit der Pharmalobby, Verstrickungen der Berater mit der Lobby aufmacht,
dann kann ich sagen, dass mein Vertrauen auch da verschollen ist.

Und über die W H O kann man auch dies und das finden, puuh, ein sehr weites Feld.

Zusammengefasst meine Einschätzung meiner Recherchen bis heute: Geld und Macht spielt eine große Rolle :-(

Liebe Grüße, eure meinende und recherchierende, aber auch ganz sicher mal danebenliegende Lena, die sich freut, sich hier austauschen zu können.

Lenchen (Profil) schrieb am 14.06.2020 08:16

..und jetzt hab ich fast vergessen, was ich eigentlich schreiben wollte.

Die Doku "Profiteure der Angste" ja, die empfehle ich auch allen Zweifelnden und meh wissen wollenden. W ol f gang Wo d ark kommt in der Doku zu Wort. Seine berufliche Expertise und seine aktuelle Homepage finde ich sehr lesenswert.

Anonym schrieb am 14.06.2020 09:06

ok, aber dann nenn bitte nicht wikipedia als Quelle. Seriös ist was anderes meines Erachtens.

LG
A.

Gary (Profil) schrieb am 14.06.2020 10:18

ok, aber dann nenn bitte nicht wikipedia als Quelle. Seriös ist was anderes meines Erachtens.

LG
A.


Nun ja, als einzige Quelle wäre Wiki sicher etwas schwach. Aber als erster Anhaltspunkt, von dem aus man weiter schaut, kann man Wiki durchaus nutzen.

Anonym schrieb am 14.06.2020 12:06

Danke Gary.
Ich habe bis jetzt noch keine Alternativen Medien gefunden bei denen die Quellen sich anders gestalten. Es ist fast standardmäßig völlig undurchsichtig wer das macht und wenn man tief blickt kommt es von rechts.
Ich hab mir die Schweizer Seite durchgelesen. Soooo viel was da steht ist bereits wiederlegt und wenn noch einmal jemand Schweden als Paradebeispiel bringt muss ich ko....
Ich hab mich jetzt eingehend mit QANON, Anastasia , Reichsbürgern und zb den Engelsburger Neuigkeiten auf YouTube beschäftigt. Alles Pseudo öko, gemeinschaftlich und Halleluja Schlumpf mäßig: wir ham uns alle und die Erde lieb.
In der tiefe: antisemitische Verschwörungstheorie

Die Alarmglocken gehen bei mir mittlerweile an, wenn ich von Leuten höre: xy sind Mainstream Medien, das glaube ich nicht.
Das ist Donald Trump Jargon und heißt: Fake News.

Passt auf Leute, die rechten begeben sich mittlerweile gezielt auf alternative Eso öko Klientel Suche!
Munkes

Anonym schrieb am 14.06.2020 12:09

Ach ja und dann immer auf Wikipedia schimpfen. Wir alle wissen, dass das nicht zitierbar ist. Aber es ist durchweg ein guter Anhaltspunkt zur weiterführenden Recherche.
Munkes

Anonym schrieb am 14.06.2020 12:09

Ach ja und dann immer auf Wikipedia schimpfen. Wir alle wissen, dass das nicht zitierbar ist. Aber es ist durchweg ein guter Anhaltspunkt zur weiterführenden Recherche.
Munkes

Henni (Profil) schrieb am 14.06.2020 12:27

Ich gehöre auch zum Kreis, ich weiß gerade nicht so viel zu schreiben....wie gesagt, ich hab mal etwas mit Medien studiert.

Ich verstehe nicht, was Du geschrieben hast:

Was ist "der Kreis" ?

Was meinst Du mit: "wie gesagt"
Du schreibst ohne Namen oder Nicknamen - also doppelt anonym - woher soll man wissen, was Du schon gesagt hast?

Was heißt denn "was mit Medien studiert"? Willst Du damit betonen, dass Du zwar studiert hast, aber keine weiteren Erfahrungen in dem Bereich hast?
Andererseits weißt Du aber - trotz deiner Medienkenntnis - nicht, was Du schreiben sollst?

Und obwohl Du nicht weißt, was Du schreiben sollst schreibst du trotzdem?

Zwei kurze Zeilen nur und voller Widersprüche....vielleicht läßt es sich ja klären.

LG Henni





Lenchen (Profil) schrieb am 14.06.2020 12:47

Huhu Henni,

der Anfang dieses Threads befindet sich bei "Aah Grundschulöffnung" und weil es da gar nicht zum gestellten Thema gehört, sind wir hierher umgezogen. Wenn man den Anfang nicht mitbekommen hat, klingt das echt ziemlich mekwürdig, da stimme ich dir zu. :-)))
Der ominöse "Kreis" sind diejenigen, die sich hier breit gefächert und achtsam austauschen mögen. Wenn du magst, herzlich willkommen beim Versuch sich ohne Hauen und Stechen zu einem polarisierendem Thema auszutauschen.

Liebe Grüße
Lena

Anonym schrieb am 14.06.2020 18:02

Ich habe etwas interessantes gefunden:

https://swprs.org/covid-19-hinweis-ii/

Es beschreibt ganz neutral die neusten Erkenntnisse über das Virus. Vielleicht für den ein oder anderen interessant?




Also, ich halte den link ebenso für wenig neutral und wiederhole einfach mal mein Mantra:

*Nein, Covid-19 ist keine Grippe
Es gibt keine Medikamente dagegen.
Es gibt keine Impfung dagegen.
Keine kennt die Spätfolgen.
Ja, wir müssen uns schützen.
Nein, der Lockdown war nicht übertrieben.*

Mein Wort zum Sonntag:-)

PS Ich halte den beigefügten link nicht für die unbeeinflusste Antwort auf alle Fragen, mir gefällt aber wie der Gegensatz UND Vergleich mit der Grippe darin aufgeführt wird.

https://science.orf.at/stories/3200692/

Lenchen (Profil) schrieb am 14.06.2020 18:21

Danke Gary.
Ich habe bis jetzt noch keine Alternativen Medien gefunden bei denen die Quellen sich anders gestalten. Es ist fast standardmäßig völlig undurchsichtig wer das macht und wenn man tief blickt kommt es von rechts.
Ich hab mir die Schweizer Seite durchgelesen. Soooo viel was da steht ist bereits wiederlegt und wenn noch einmal jemand Schweden als Paradebeispiel bringt muss ich ko....
Ich hab mich jetzt eingehend mit QANON, Anastasia , Reichsbürgern und zb den Engelsburger Neuigkeiten auf YouTube beschäftigt. Alles Pseudo öko, gemeinschaftlich und Halleluja Schlumpf mäßig: wir ham uns alle und die Erde lieb.
In der tiefe: antisemitische Verschwörungstheorie

Die Alarmglocken gehen bei mir mittlerweile an, wenn ich von Leuten höre: xy sind Mainstream Medien, das glaube ich nicht.
Das ist Donald Trump Jargon und heißt: Fake News.

Passt auf Leute, die rechten begeben sich mittlerweile gezielt auf alternative Eso öko Klientel Suche!
Munkes


Sehr interessant. Magst du Quellen nennen, die die aktuellen Ergebnisse der schweizer Seite wiederlegen?

"Ich hab mich jetzt eingehend mit QANON, Anastasia , Reichsbürgern und zb den Engelsburger Neuigkeiten auf YouTube beschäftigt.": Das finde ich spannend im Zusammenhang mit der Thematik hier. Wie kamst du darauf, dich damit zu befassen. Das liest sich hier, so wie du das schreibst, für mich ganz schön gruselig.

Lenchen (Profil) schrieb am 14.06.2020 18:28

Ich habe etwas interessantes gefunden:

https://swprs.org/covid-19-hinweis-ii/

Es beschreibt ganz neutral die neusten Erkenntnisse über das Virus. Vielleicht für den ein oder anderen interessant?




Also, ich halte den link ebenso für wenig neutral und wiederhole einfach mal mein Mantra:

*Nein, Covid-19 ist keine Grippe
Es gibt keine Medikamente dagegen.
Es gibt keine Impfung dagegen.
Keine kennt die Spätfolgen.
Ja, wir müssen uns schützen.
Nein, der Lockdown war nicht übertrieben.*

Mein Wort zum Sonntag:-)

PS Ich halte den beigefügten link nicht für die unbeeinflusste Antwort auf alle Fragen, mir gefällt aber wie der Gegensatz UND Vergleich mit der Grippe darin aufgeführt wird.



Danke dir für den Link, den werde ich mir gerne durchlesen. :-)

Ein paar Überlegungen habe ich noch zu deiner Auflistung: Du schreibst Covid-19 sei keine Grippe. Da gebe ich dir Recht. Nur, was willst du mit der Aussage mitteilen?
Dann schreibst du, dass es keine Impfunge gebe. Wenn ich jetzt die Grippe, weil du sie genannt hast, mal als Vergleich heranziehe. Meines Wissenstandes nach wirkt die Grippeschutzimpfung zu 10 % und kann eine Anfälligkeit für Infekte mit sich bringen. Da frage ich mich, ob eine Imfung, sofern sie eben so zuverlässig ist, uns wirklich helfen kann.

Anonym schrieb am 14.06.2020 21:13

Danke Gary.
Ich habe bis jetzt noch keine Alternativen Medien gefunden bei denen die Quellen sich anders gestalten. Es ist fast standardmäßig völlig undurchsichtig wer das macht und wenn man tief blickt kommt es von rechts.
Ich hab mir die Schweizer Seite durchgelesen. Soooo viel was da steht ist bereits wiederlegt und wenn noch einmal jemand Schweden als Paradebeispiel bringt muss ich ko....
Ich hab mich jetzt eingehend mit QANON, Anastasia , Reichsbürgern und zb den Engelsburger Neuigkeiten auf YouTube beschäftigt. Alles Pseudo öko, gemeinschaftlich und Halleluja Schlumpf mäßig: wir ham uns alle und die Erde lieb.
In der tiefe: antisemitische Verschwörungstheorie

Die Alarmglocken gehen bei mir mittlerweile an, wenn ich von Leuten höre: xy sind Mainstream Medien, das glaube ich nicht.
Das ist Donald Trump Jargon und heißt: Fake News.

Passt auf Leute, die rechten begeben sich mittlerweile gezielt auf alternative Eso öko Klientel Suche!
Munkes


Sehr interessant. Magst du Quellen nennen, die die aktuellen Ergebnisse der schweizer Seite wiederlegen?

"Ich hab mich jetzt eingehend mit QANON, Anastasia , Reichsbürgern und zb den Engelsburger Neuigkeiten auf YouTube beschäftigt.": Das finde ich spannend im Zusammenhang mit der Thematik hier. Wie kamst du darauf, dich damit zu befassen. Das liest sich hier, so wie du das schreibst, für mich ganz schön gruselig.


Das ist mir tatsächlich zu aufwändig. Und dir zu Mainstream? Ne, sorry, das war jetzt ne blöde Unterstellung. Ich gucke täglich Nachrichten wahlweise auf ard oder zdf oder beides und lese halt online Zeitungsartikel vor allem bei der Zeit. Es werden da für meine Begriffe ausreichend Zahlen von rki präsentiert die einige Punkte widerlegen. Schweden und sein Chef Virologe erklären den Weg selbst für gescheitert. Dann gibt es Studien die ganz klar belegen, dass Kids sich natürlich anstecken können und auch Überträger sind etc pp.

Munkes

Anonym schrieb am 14.06.2020 21:31

Und zu Verschwörungstheorien:
Leider sind zwei Menschen aus meinem Umfeld massiv abgedriftet im Bereich QANON, eine tendiert stark Richtung Xavier Naidoo Geschwurbel. Sie wollte mir ein bisschen Sorge nehmen und teilte mir die Engelsburger Neuigkeiten als Zeichen der guten Hoffnung mit. Ich habe mich dann viele Schlaflose Nächte (Stillbaby Zahnungswahnsinn) damit beschäftigt. Die Bekannte ist Sozialpädagogin wie ich und sucht Stellen im Bereich Bewährungshilfe. Ich bin täglich aufs Neue so erschrocken, dass ich das einfach wissen musste, was diese Menschen sich da reinziehen. Dieser Martin Laker spricht permanent von QANON und Anastasia, dem wedischen Weg und dass er und entsprechende Anhänger die Erwachten, der Rest die Schlafschafe sind. Wie krass arrogant und selbstsicher das ist.

Natürlich wollte ich dann weiter wissen, was es mit QANON und Anastasia auf sich hat. Zu ersterem gibt es wirklich ausreichend Kritik, dazu braucht man aus meiner Sicht kaum was zu sagen. Nur so viel von mir: wer der wahnhaften Idee verfallen ist, dass TRUMP unser aller Erlöser ist, der kann nicht ganz sauber sein. Sorry. Deepstate, Pädophile Eliten, Trump erlöst die Kinder aus den Tunneln. Logo.

Anastasia Bewegung ist mir leider schon früher begegnet. Das sind antisemitische öko Leute die sich Landsitze suchen und da gemeinschaftlich Permakultur Selbstversorger sind. Wir interessieren uns persönlich selbst für gemeinschaftliches Wohnen, Permakultur und öko Anbau und sind bei unserer Suche auf solche Gemeinschaften gestoßen. Eine gute Freundin lebt im Lebensgarten und erzählte mir, dass immer mehr Leute dort wegziehen und sich Anastasia anschließen.
In Ostdeutschland gibt es bereits mehrere Landsitze und es werden dort romantische Sommerfeste mit Neonazis gefeiert. Juhu!
Ich teile gerne noch paar Links. Jetzt oder später, bin nur mit Smartphone im Urlaub... ist aufwändig.

Übrigens werde ich jetzt nicht jede Aussage rechtfertigen oder mich mit Quellen belegen. Wenn es wirklich interessiert dann findet man (im Mainstream) massig Kritik. Auch empfehlen kann ich, sich diese Engelsburger oder den X22 Report mal selbst anzugucken. Eigentlich sollte schnell klar werden, worauf das hinausgeht.
Munkes

PS: wegen der Sozialpädagogin: es entsetzt mich, dass jemand der mit Reuchsbürgern und der rechten Szene sympathisiert in der Bewährungshilfe tätig sein möchte. Da wird die gesamte Bundesrepublik, die Demokratie und der Rechtsstaat abgelehnt und dann genau diesem dienen wollen???

Lenchen (Profil) schrieb am 14.06.2020 22:56

Munkes, das sind ne Menge Infos. Lieben Dank, dass du dir die Mühe gemacht hast und das noch in deinem Urlaub.

Ich frage nach, weil ich schrecklich neugierig bin, von anderen Menschen als den meinigen hier in meinem Dunstkreis, mehr zu diesem wirklich breiten, polarisierenden Thema zu erfahren. Hier können wir alle schreiben, ohne etwas zu riskieren, da anonym. Trotzdem hoffe ich sehr auf aufrichtige Antworten.

Ich persönlich bin so von dieser Pharmalobby-Politiker-Mediengeschichte entsetzt, dass ich echt kritisch hinterfrage und mir mit der Fragerei Vertrauen schaffe. Meine ehrliche, aufrichtige Haut, die niemandem was zuleide will, kann mit sowas ganz schlecht umgehen und glaubt solchen Menschen überhaupt nichts mehr.

Was mich auch sehr betroffen macht, ist die gefühlte Tendenz, dass die etablierten Medien so einseitig informieren. Ich wünsche mir zum Thema so sehr Zeitungsartikel, die Experten jeglicher Richtung zu Wort kommen lassen, damit ich mir daraus meine Meinung bilden kann. Stattdessen fühlt es sich oft so an, als wenn einer unreflektiert vom anderen abschreibt. Und da passt dann wieder die aktuelle Finanzierungssituation der Medien ins Bild - wohlgemerkt für mich zum derzeitigen Informationsstand - auf keinen Fall in Stein gemeißelt.

Toll, dass hier inzwischen einige Mitschreiben. Ich freu mich auf Austausch. Überzeugen möchte ich wirklich niemanden.

Anonym schrieb am 15.06.2020 00:36

Ich habe mir die Threads durchgelesen und möchte, das Menschlichen die etwas in Frage stellen, Verschwörungstheoretikern und Rechte Meinungen nicht in einen Topf geworfen werden.
Auf der Website von swprs habe ich mir die Mühe gemacht auch mir die Verlinkungen an zu schauen.
Ich gehe nur auf die Fakten ein
1.Die Lethalität wird mit ca.0,1% angegeben. Die Verlinkung erklärt es gibt seit 8.6.20 weltweit 23 Studien die auf diese oder ähnliche Zahlen kommen. Jede einzelne Studie kann in einer renommierten med. Datenbank recherchiert werden.
Ich sehe da kein rechtes Gedankengut - es sind Fakten, oder irre ich mich.
2. die Übersterblichkeit: es wird gesagt, das die Zahlen in der denen einer milden bis starken Grippesaidon entsprechen. Zur Verfügung werden die Statistiken aus den offiziellen Quellen der einzelnen Länder gestellt.
3. Sterberisiko entspricht der täglichen Autofahrt zur Arbeit
Wird belegt mit einer Studie aus medrxiv.
4. wird mit einer Studie erklärt.
60% Bleiben nach Ansteckung symptomlos.
5. 6. 7. etc.
Alles ist belegbar dich offizielle Studien und/oder Quellen.
Wenn ich da irgendwo rechtes Gedankengut übersehen habe, gerne Bescheid sagen. Genauso wenn jemand die Fakten widerlegen kann....
Ich habe mich im Studium (schon ein bisschen her) mit Medien auseinandergesetzt.
Ein Spruch ist ziemlich hängen geblieben:
Bad News are Good News! Schlechte Nachrichten verkaufen sich besser als gute....und keiner weiß wirklich die Wahrheit, außer vielleicht derjenige der direkt dabei war.
Ich versuche mittlerweile sehr vielseitig Medien zu bestimmten Themen aus unterschiedlichsten Quellen zu konsumieren.
Natürlich wird im Tagesspiegel der swprs in die rechte Ecke gesteckt. Dieser Tagesspiegel ist eher links orientiert.
Als Film und um Hintergründe zu erfahren, empfehle ich den Film: „Trust WHO“ und das Buch: Corona Fehlalarm?
Nichts davon hat meiner Meinung nach mit Verschwörungstheorien zu tun. Trotzdem bin ich der Ansicht, dass man ein Auge auf Menschen haben sollte, die sehr viel Geld haben und meinen damit die Welt verbessern zu können.
Weil Geld bedeutet Macht haben!


Anonym schrieb am 15.06.2020 08:04

Grüße aus einem außereuropäischen Land :)

Huhu zusammen,
sooo, das wird jetzt etwas länger.

TEIL A - VORABBEMERKUNGEN
- Es gibt heute, denke ich, niemanden, der mit Sicherheit behaupten kann, "ES zu WISSEN". Wir haben alle das Virus nicht entwickelt und kennen nicht jeden einzelnen Erkrankten/Virustragenden. Unsere Ansichten beruhen auf Einschätzungen anderer.
- Es ist fast eine Schwarz-Weiß-Sache: entweder man glaubt an die Gefährlichkeit von Cor. oder man stellt sie in Frage.
- Es ist letztlich Glaubenssache, auf welcher Seite man steht. Da kann man extern schwerlich dran rütteln. Es ist, als wolle man jmd. zu einer Religion hin oder davon weg bewegen.
- Hat man die länger die "Hauptmedien" konsumiert, so ist es schwer, Bilder der Gefährlichkeit des Virus aus seinem Kopf zu bekommen. Waren es die "Alternativmedien", so klebt das Bild der ungerechten Maßnahmen fest. Mir scheint es wie (überspitzt ausgedrückt!) Gehirnwäsche in die eine oder andere Richtung, es hängt einfach als eigene Wahrheit fest. So wie es vor Jahren noch absolut richtig schien, Kinder schreien zu lassen und man es noch heute nicht aus den Köpfen der Eltern dieser Generationen gelöscht bekommt.

TEIL B - ZU MEINER SITUATION
Wo ich wohne, gilt seit drei Monaten die Ausgangssperre. Es ist nicht Europa. Das Land hat selbst keine entsprechenden Wissenschaftler, sondern schaut sich fast alles ab. Wir können alle nicht mehr. Die Regeln hier sind sehr schwer nachzuvollziehen. "Nur" knapp über 200 Cor-positiv Verstorbene, der Rest genesen. Seit all den Monaten. Bei ca. 35 Mio Ew. Und das lässt sich kaum mit der Ausgangssperre begründen, da die Menschen nämlich trotzdem raus gehen (bis auf Kinder). Die Märkte kuddelmuddelig wie immer, auf den vielen Dörfern faktisch keine Sperre. Stand seit ein paar Tagen: alle Läden etc dürfen wieder öffnen (außer Orte der Versammlung), aber in vielen Teilen des Landes noch Ausgangssperre. Sinn? Man darf aber mit Berechtigung raus (die man fast einfach so bekommt und die quasi niemals bei Fußgängern kontrolliert wird). Maskenpflicht ÜBERALL, sobald die Wohnung verlassen wird. In der Realität baumeln sie aber irgendwo rum und selbst Polizisten halten sich häufig nicht daran. Andere, chillige Menthalität (die natürlich oft genug auch Nachteile bringt). Erwähnte ich, dass wir alle nicht mehr können? ;)
Durch ART ZDEF (extra so geschrieben) fühle ich mich schon lange nicht mehr neutral informiert. Seit Anhänger der musulmannischen Religion nur noch mit "-isten" betitelt wurden und es "Mus#lime" gar nicht mehr gab. Stichwort Islam#oph#obie, während so berichtet wird, als sei es die neutrale Wahrheit.
Ich gehöre zu den Querdenkern. Wohin das geführt hat: im letzten Teil.

TEIL C - MEDIEN
Meine Meinung zu jeglichen Medien: Neutralität gibt es nicht. In irgendeine Richtung schlägt es immer. Man schaue bitte, von wem finanziert. Das wird ja gut offen gelegt. Bitte selber schauen und nicht Zweitmeinung konsultieren. Es steht immer irgendein Interesse dahinter. Und solange nicht aus eigener, privater Tasche finanziert, ist dies eben oft Geld. Wo ich wohne, gibt es die Medienfreiheit, an die die Deutschen für ihr Land glauben, nicht. Und ich empfinde die derzeitige Lage in Deutschland der hiesigen überaus ähnlich. Ist man nicht pro, dann ist man rechts/links/Verschwörungstheoretiker/diffamiert oder wird einfach nicht zu Wort kommen gelassen. Oder es werden eingestellte Sachen (Videos) gelöscht, anderenorts aber stehen gelassen. Von wem oder mit welcher Begründung? Keine Auskunft.
Ich belasse es an dieser Stelle dazu.
Ach nee, eine Sache noch: Würde den Politikern die Gesundheit und das Wohlergehen der Menschen am Herzen liegen, würden Zigaretten und Zucker verboten, Flug- und Autofahrbegrenzungen eingeführt und die Werbung durch echte Tipps zu einer gesunden Ernährung geprägt sein (nicht Ergänzungsmittel und Medikamente). Gerade letzteres habe ich doch sehr vermisst in der ganzen Cor-Diskussion. Keinerlei Aufrufe zur Stärkung des Immunsystems. Wenn, dann soll wieder eine Impfung die Lösung sein.

TEIL D - WISSENSCHAFT
Man muss sich m. M. nach einfach unbedingt selbst die Zahlen angucken (RKI, CDIM, Euromomo etc.). Alle Äußerungen dazu sind Meinungen. Es gibt aktuell nur eine Handvoll Wissenschaftler, die gehört werden. International äußerst renommierte und zahlreiche Wissenschaftler werden nicht gehört bzw. sind unsichtbar in den Hauptmedien. Wo ist der Diskurs?
Herrn D. vom RKI kann ich persönlich nicht mehr ernst nehmen. Kurz warum (s.o.: es ist Glaubenssache und die nachfolgenden Worte sind meine persönliche Meinung): Er hat die weltweit genutzten Tests entwickelt (ergo Interesse und keine neutrale wiss. Sicht). Er hat sich schon in ähnlichen Fällen in der Vergangenheit schlimm geirrt. Es hieß in einem pre-paper vor Wochen "Kinder nicht weniger infektiös als Erwachsene" woraufhin alle Kitas und Schulen dicht machten (das war jetzt sehr kurz zusammengefasst). Nach massiver Kritik, auch international, an der wiss. Arbeitsweise und neuerlicher Überarbeitung "hoppla, Kinder Im Vor- und Grundschulalter doch nicht so gefährdet/gefährlich". Schulen machen wieder auf. Dann: einer steckt drei an, exponentieller Anstieg wird geschehen. Trotz nicht vorhandener Ausgangssperre geschieht das nicht. Auch keine zweite Welle.
Ich kritisiere aber vielleicht noch eher die "Hörigkeit" der Politik ihm gegenüber. Und dass Herr D. sich seiner immensen Rolle nicht bewusst ist oder zumindest nicht verantwortungsvoll genug damit umgeht. Er kann ja gerne welche Meinung auch immer haben. Aber das Leben der Menschen wird leider durch die darauf politisch begründeten Entscheidungen so stark beeinflusst. Und das nicht nur in D. Länder ohne eigenen entsprechenden wissenschaftlichen Stab orientieren sich an Deutschland!
Kurz: Diskurs diverser Seiten muss her. Hat es aber trotz erheblicher entstandenen Schäden bisher nicht gegeben und kommt m. M. wenn überhaupt, dann erst zu spät.

TEIL E - ANGST
Angst ist die Kraft, die dem Immunsystem am meisten zusetzt (habe ich hier im Forum gelernt, hehe). Ich persönlich habe mir von Anfang an Fragen gestellt (Wie viele sind letztes Jahr gestorben? Ist es gefährlich für mich und meine Kinder? etc) und hatte daher nie Angst - zumindest nicht vor dem Virus ;)
Angst deaktiviert die Fähigkeit, selbst zu denken. Der Körper befindet sich im Flucht- oder Gegenwehrmodus. Es werden andere Areale des Gehirns genutzt. Mit einem Volk in Angst kann alles mögliche gemacht werden. Und es nimmt dies häufig als richtig und wahr dankbar an.

TEIL F - ICH HEUTE

Ich hatte mich sehr in das Thema hineingesteigert. Zwischenzeitlich mit Folge einer depressiven Panik - ausgelöst durch die Zwangsimpfungsdiskussion. Vor der Impfung habe ich echt Angst. Sie geht uns an die Gene und funktioniert völlig anders, als alle bisherigen. Bevor ihr euch dafür entscheidet - bitte informiert euch über die Wirkungsweise.
Eine weitere Folge meiner Grübelei: Cor bestimmte nun doch mein Leben, andersdenkende (als ich) konnte ich nicht mehr ernst nehmen.
Heute arbeite ich daran. Egal was ich lese, egal was ich tue: ich kann nichts am derzeitigen Geschehen ändern. Meine Meinung kennen meine Angehörigen nun. Mehr kann ich (von hier) nicht tun - nicht, ohne daran kaputt zu gehen. Ich kann einfach Ungerechtigkeit so schwer ertragen. Unwahrheit. Wenn andere denken möchten, wie sie denken, ok bitteschön. Aber es betrifft mich jetzt halt. Ich will, dass meine Kinder wieder raus dürfen! Ich will meine Familie hier treffen dürfen! Ich möchte Schule für meine Kinder! Ich möchte, dass man vor dem Treffen so einschneidender Entscheidungen bzw deren in-die-Länge-ziehen ausführlichst debattiert und abwägt! Ich möchte die Entscheidungen nachvollziehen können! Im Moment erscheint mir vieles einfach sinnfrei......
Ich habe gelernt, dass echte Freiheit nur im Kopf existiert, also meine Gedanken sind frei (naja, natürlich wird man irgendwo immer beeinflusst). Alles materielle kann mir jedoch mit einem Fingerschnipsen genommen werden, nichts davon ist sicher.
Eine is#lamische Überlieferung sagt (in etwa): "Wenn du etwas Schlechtes nicht mit Taten ändern kannst, dann ändere es mit Worten. Wenn auch das nicht geht, dann lehne es zumindest für dich ab."
Ich bin in diesen Zeiten vermutlich am allermeisten davon geflasht, wie sehr die Menschen nicht selbst nachdenken. Also es ist mir nochmal bewusster geworden. Wenn man alternative Sachen probiert (Stoffwindeln, Zuckervermeidung, Flicken statt Wegschmeißen etc pp), muss man sich rechtfertigen. Wenn man Zutatenlisten liest. Wenn man sich für ein bestimmte Schulrichtung entscheidet. Wenn man sich nicht an den Impfplan hält. Wenn man verstehen möchte, bevor man akzeptiert.
Jeder mag sich entscheiden, wie er möchte. Es wäre jedoch schön, unterschiedliche Ansichten zuvor zu reflektieren. Und reflektieren geht nur, wenn man nicht voreingenommen an Sachen herangeht und die Meinung eigentlich schon fest steht.

Es bleibt letztlich aber doch alles Glaubenssache.
Danke für's Lesen!

Ps: Ich habe länger gezögert, zu schreiben... Den Diskurs, den du dir wünschst, Lena, hatte ich mir auch so sehr gewünscht. Es wird aber durch die beiderseits festgesetzten Meinungen doch oft zu Streit kommen. Und offen und unvoreingenommen kann man bei dem Thema gar nicht sein. Es betrifft unser aller Leben einfach zu sehr. Und manchmal muss sich einfach jeder Mensch für A oder B entscheiden. Es gibt manchmal keine Mitte. Was aber bleibt ist der Versuch der Toleranz der anderen Meinung gegenüber. Wenn diese andere Meinung aber das eigene Leben beschneidet, dann wird man doch streiten bzw. sich klar positionieren müssen.
Allgemein habe ich die letzten Jahre die Meinung ausgebildet (vermutlich durch mein Anderssein), dass "Peace und Love und so" ein anzustrebendes Ideal, aber leider doch unrealistisch ist :/

Anonym schrieb am 15.06.2020 10:00

Wisst ihr, was ich nicht verstehe?! Wofür soll dieser "Offene Diskurs" hier gut sein?

Wir befinden uns in einer Situation, in der NIEMAND die reine Wahrheit kennt. Niemand. Weder die Verfechter der Lehre des "selbstständigen Denkens" noch diejenigen, die unreflektiert glauben, was Herr Drosten sagt. Niemand. Auch keiner dazwischen. Es ist doch ein bisschen so wie mit jeder Religion: der eine ist erzkonservstiv oder ultraorthodox und verdammt die Ungläubigen und hält sie für dumm und andere sind sich sicher, dass es keinen Gott gibt, und dann gibt es ganz viel dazwischen. Aber wer hat recht? Niemand!

Es gibt eben einen Unterschied zwischen Glauben und Wissen.

Wir wissen im Moment nicht viel. Dass, was wir mittlerweile - mehr oder weniger "sicher" - wissen, haben wir erst in den letzten Monaten gelernt. Das ist WISSENSCHAFT. Erkenntnisse entwickeln sich, werden diskutiert, revidiert. Monate sind im Wissenschaftsbetrieb nichts. Es ist eine unglaubliche Leistung, was an Erkenntnissen gewonnen wurde in dieser kurzen Zeit. Dass einige davon sich nicht werden halten lassen, ist doch völlig klar. Aber das bedeutet doch nicht, dass die Theorie an sich beweist, dass derjenige, der sie aufgestellt hat, ein Hochstapler, Idiot oder gar ein Verbrecher ist.
Wissenschaft lebt von These und Antithese. Von Debatte und Falsifikation.
Ein bisschen auch vom Glauben. Der kann zumindest der Funke sein. Aber dann braucht es eben mehr als das.
Wenn ihr mal überlegt, was ihr alles in der Schule gelernt habe, was heute überholt ist. Auch und gerade in den Naturwissenschaften. Das war damals der Stand der Wissenschaft. Das ist ja deshalb nicht falsch im eigentlichen Sinne, es wurde falsifiziert. Das ist Wissenschaft.

Ich kann dieses Gerede von den Mainstream-Medien und den finanziellen Verflechtungen nicht mehr hören.
Wollt ihr Staatsmedien oder was?
Es gab letzte Woche einen Artikel in der Zeit, in dem gezeigt wurde, wie ein vor drei Jahren erschienener Artikel heute dazu benutzt wird, um diesen Bullshit um Gates zu begründen. Darin geht es auch um finanzielle Zuwendungen. Lest den Mal. Ist erhellend.
Überhaupt ist die Auseinandersetzung mit dem Thema erhellend. Wenn man es wirklich wissen will und nicht nur glauben. Es liegt alles offen da. Ich bespreche es auch mit meinen Schülern sogar schon in der 9. Klasse. Das sind doch keine Geheimnisse, wie gerade immer so getan wird. Und natürlich kann man das kritisch sehen. Gar keine Frage. Die Frage ist halt: Was ist euer Alternativvorschlag? Das ist eine von mir ganz ernst gemeinte Frage.
Wenn ich die Bild lese oder die Welt oder die Zeit, muss ich natürlich wissen, mit wem ich es zu tun habe. Aber es ist überhaupt kein Problem es herauszufinden.
Wenn ich diese "alternativen Seiten" lese, dann habe ich oft erstmal ein Problem es herauszufinden. Darum wird ein Geheimnis gemacht. Warum? Das Totschlagargument lautet, dass die Autoren Angst vor Repressionen haben. In Deutschland? Ernsthaft??
Ich kann mich in meiner Position in Deutschland auf die Straße stellen und alles behaupten, was ich will. Mir wird nichts passieren. Vielleicht wird man über mich berichten, meine Aussagen in den Fokus stellen, sie auseinandernehmen, man wird vor mir warnen oder was auch immer. So lange ich nur meine Meinung äußere und niemanden mit daraus folgenden Handlungen schade, werde ich nicht mundtot gemacht oder was auch immer. Ich werde kritisiert. Kritik fällt unter Meinungsfreiheit. Damit muss man leben.

Bei dem Punkt "Schaden" ist es bei Corona eben ein existentielles Problem. Wenn eine Bekannte mir in normalen Zeiten was von Chemtrails erzählt, dann kann ich darüber lachen, wenn aber dieselbe Person für sich und seine Kinder keinerlei Notwendigkeit von Hygienemaßnahmen und Abstandsregeln sieht und das Kind dann mit meinem Kind in der Kindergartengruppe ist, habe ich damit ein echtes Problem. Und sage das auch. Denn das hat nichts mit "hörig" und "Schlafschaf" zu tun, sondern damit, dass ich damit dem Glauben des "Ungläubigen" unterworfen werde und nicht mehr selbst agieren kann. Das ist in meinen Augen Dummheit, Egoismus und reiner Hedonismus. In einer Solidargesellschaft geht es nur mit gegenseitiger Rücksichtnahme. Und das geht einigen eben völlig ab.
Analogie: Wenn jemand auf der Autobahn 200km/h fährt, dann nenne ich ihn auch dumm, egoistisch und hedonistisch. Dass er sich selbst und seine mitfahrenden Kinder gefährdet, ist das eine. Dass er mir zur Gefahr wird, etwas, was ich nicht zu akzeptieren bereit bin. Natürlich überleben auch Menschen den Crash bei 200. Vielen passiert auch gar kein Crash. Ich denke aber eben die Gefahr mit.

Zurück zur Wissenschaft und zum Glaube: Lenchen, was ist dein Ziel? Willst du deinen Horizont erweitern, einfach diskutieren um des Diskutierens Willen, willst du überzeugen?
Die Frage meine ich ganz ernst.

Viele Grüße, sols.

Lenchen (Profil) schrieb am 15.06.2020 13:06

Liebe solsk.,

danke für deine offenen Worte. Um deine Frage an mich zu beantworten, hilft evtl. der Eingangspost plus die beiden vom 14.06, einmal um 12.47 Uhr und einmal um 22.56 Uhr.

Wenn du darüber hinaus Fragen hast, versuche ich sie dir zu beantworten.

Lenchen (Profil) schrieb am 15.06.2020 13:13

Liebe Anonym vom 15.06. 0:36 Uhr,

ja, so schätze ich die Seite auch ein.

Und möchte betonen, dass ich damit niemandem auf die Füße treten möchte, wirklich nicht. Wenn ich hier nur meine Meinung bestätigt haben möchte, hätte ich hier gar nichts zum Thema geschrieben. Mein Verwandten- und Freundeskreis ist nämlich meinungsmäßig derzeit ziemlich so gestrickt wie ich, da bekomme ich ein verständnisvollen Nicken.(Vielleicht sollte ich mir einen Disclaimer dazu überlegen...mmh)

Lenchen (Profil) schrieb am 15.06.2020 13:32

Re: Grüße aus einem außereuropäischen Land :)

Huhu zusammen,
sooo, das wird jetzt etwas länger.

TEIL A - VORABBEMERKUNGEN
- Es gibt heute, denke ich, niemanden, der mit Sicherheit behaupten kann, "ES zu WISSEN". Wir haben alle das Virus nicht entwickelt und kennen nicht jeden einzelnen Erkrankten/Virustragenden. Unsere Ansichten beruhen auf Einschätzungen anderer.
- Es ist fast eine Schwarz-Weiß-Sache: entweder man glaubt an die Gefährlichkeit von Cor. oder man stellt sie in Frage.
- Es ist letztlich Glaubenssache, auf welcher Seite man steht. Da kann man extern schwerlich dran rütteln. Es ist, als wolle man jmd. zu einer Religion hin oder davon weg bewegen.
- Hat man die länger die "Hauptmedien" konsumiert, so ist es schwer, Bilder der Gefährlichkeit des Virus aus seinem Kopf zu bekommen. Waren es die "Alternativmedien", so klebt das Bild der ungerechten Maßnahmen fest. Mir scheint es wie (überspitzt ausgedrückt!) Gehirnwäsche in die eine oder andere Richtung, es hängt einfach als eigene Wahrheit fest. So wie es vor Jahren noch absolut richtig schien, Kinder schreien zu lassen und man es noch heute nicht aus den Köpfen der Eltern dieser Generationen gelöscht bekommt.

TEIL B - ZU MEINER SITUATION
Wo ich wohne, gilt seit drei Monaten die Ausgangssperre. Es ist nicht Europa. Das Land hat selbst keine entsprechenden Wissenschaftler, sondern schaut sich fast alles ab. Wir können alle nicht mehr. Die Regeln hier sind sehr schwer nachzuvollziehen. "Nur" knapp über 200 Cor-positiv Verstorbene, der Rest genesen. Seit all den Monaten. Bei ca. 35 Mio Ew. Und das lässt sich kaum mit der Ausgangssperre begründen, da die Menschen nämlich trotzdem raus gehen (bis auf Kinder). Die Märkte kuddelmuddelig wie immer, auf den vielen Dörfern faktisch keine Sperre. Stand seit ein paar Tagen: alle Läden etc dürfen wieder öffnen (außer Orte der Versammlung), aber in vielen Teilen des Landes noch Ausgangssperre. Sinn? Man darf aber mit Berechtigung raus (die man fast einfach so bekommt und die quasi niemals bei Fußgängern kontrolliert wird). Maskenpflicht ÜBERALL, sobald die Wohnung verlassen wird. In der Realität baumeln sie aber irgendwo rum und selbst Polizisten halten sich häufig nicht daran. Andere, chillige Menthalität (die natürlich oft genug auch Nachteile bringt). Erwähnte ich, dass wir alle nicht mehr können? ;)
Durch ART ZDEF (extra so geschrieben) fühle ich mich schon lange nicht mehr neutral informiert. Seit Anhänger der musulmannischen Religion nur noch mit "-isten" betitelt wurden und es "Mus#lime" gar nicht mehr gab. Stichwort Islam#oph#obie, während so berichtet wird, als sei es die neutrale Wahrheit.
Ich gehöre zu den Querdenkern. Wohin das geführt hat: im letzten Teil.

TEIL C - MEDIEN
Meine Meinung zu jeglichen Medien: Neutralität gibt es nicht. In irgendeine Richtung schlägt es immer. Man schaue bitte, von wem finanziert. Das wird ja gut offen gelegt. Bitte selber schauen und nicht Zweitmeinung konsultieren. Es steht immer irgendein Interesse dahinter. Und solange nicht aus eigener, privater Tasche finanziert, ist dies eben oft Geld. Wo ich wohne, gibt es die Medienfreiheit, an die die Deutschen für ihr Land glauben, nicht. Und ich empfinde die derzeitige Lage in Deutschland der hiesigen überaus ähnlich. Ist man nicht pro, dann ist man rechts/links/Verschwörungstheoretiker/diffamiert oder wird einfach nicht zu Wort kommen gelassen. Oder es werden eingestellte Sachen (Videos) gelöscht, anderenorts aber stehen gelassen. Von wem oder mit welcher Begründung? Keine Auskunft.
Ich belasse es an dieser Stelle dazu.
Ach nee, eine Sache noch: Würde den Politikern die Gesundheit und das Wohlergehen der Menschen am Herzen liegen, würden Zigaretten und Zucker verboten, Flug- und Autofahrbegrenzungen eingeführt und die Werbung durch echte Tipps zu einer gesunden Ernährung geprägt sein (nicht Ergänzungsmittel und Medikamente). Gerade letzteres habe ich doch sehr vermisst in der ganzen Cor-Diskussion. Keinerlei Aufrufe zur Stärkung des Immunsystems. Wenn, dann soll wieder eine Impfung die Lösung sein.

TEIL D - WISSENSCHAFT
Man muss sich m. M. nach einfach unbedingt selbst die Zahlen angucken (RKI, CDIM, Euromomo etc.). Alle Äußerungen dazu sind Meinungen. Es gibt aktuell nur eine Handvoll Wissenschaftler, die gehört werden. International äußerst renommierte und zahlreiche Wissenschaftler werden nicht gehört bzw. sind unsichtbar in den Hauptmedien. Wo ist der Diskurs?
Herrn D. vom RKI kann ich persönlich nicht mehr ernst nehmen. Kurz warum (s.o.: es ist Glaubenssache und die nachfolgenden Worte sind meine persönliche Meinung): Er hat die weltweit genutzten Tests entwickelt (ergo Interesse und keine neutrale wiss. Sicht). Er hat sich schon in ähnlichen Fällen in der Vergangenheit schlimm geirrt. Es hieß in einem pre-paper vor Wochen "Kinder nicht weniger infektiös als Erwachsene" woraufhin alle Kitas und Schulen dicht machten (das war jetzt sehr kurz zusammengefasst). Nach massiver Kritik, auch international, an der wiss. Arbeitsweise und neuerlicher Überarbeitung "hoppla, Kinder Im Vor- und Grundschulalter doch nicht so gefährdet/gefährlich". Schulen machen wieder auf. Dann: einer steckt drei an, exponentieller Anstieg wird geschehen. Trotz nicht vorhandener Ausgangssperre geschieht das nicht. Auch keine zweite Welle.
Ich kritisiere aber vielleicht noch eher die "Hörigkeit" der Politik ihm gegenüber. Und dass Herr D. sich seiner immensen Rolle nicht bewusst ist oder zumindest nicht verantwortungsvoll genug damit umgeht. Er kann ja gerne welche Meinung auch immer haben. Aber das Leben der Menschen wird leider durch die darauf politisch begründeten Entscheidungen so stark beeinflusst. Und das nicht nur in D. Länder ohne eigenen entsprechenden wissenschaftlichen Stab orientieren sich an Deutschland!
Kurz: Diskurs diverser Seiten muss her. Hat es aber trotz erheblicher entstandenen Schäden bisher nicht gegeben und kommt m. M. wenn überhaupt, dann erst zu spät.

TEIL E - ANGST
Angst ist die Kraft, die dem Immunsystem am meisten zusetzt (habe ich hier im Forum gelernt, hehe). Ich persönlich habe mir von Anfang an Fragen gestellt (Wie viele sind letztes Jahr gestorben? Ist es gefährlich für mich und meine Kinder? etc) und hatte daher nie Angst - zumindest nicht vor dem Virus ;)
Angst deaktiviert die Fähigkeit, selbst zu denken. Der Körper befindet sich im Flucht- oder Gegenwehrmodus. Es werden andere Areale des Gehirns genutzt. Mit einem Volk in Angst kann alles mögliche gemacht werden. Und es nimmt dies häufig als richtig und wahr dankbar an.

TEIL F - ICH HEUTE

Ich hatte mich sehr in das Thema hineingesteigert. Zwischenzeitlich mit Folge einer depressiven Panik - ausgelöst durch die Zwangsimpfungsdiskussion. Vor der Impfung habe ich echt Angst. Sie geht uns an die Gene und funktioniert völlig anders, als alle bisherigen. Bevor ihr euch dafür entscheidet - bitte informiert euch über die Wirkungsweise.
Eine weitere Folge meiner Grübelei: Cor bestimmte nun doch mein Leben, andersdenkende (als ich) konnte ich nicht mehr ernst nehmen.
Heute arbeite ich daran. Egal was ich lese, egal was ich tue: ich kann nichts am derzeitigen Geschehen ändern. Meine Meinung kennen meine Angehörigen nun. Mehr kann ich (von hier) nicht tun - nicht, ohne daran kaputt zu gehen. Ich kann einfach Ungerechtigkeit so schwer ertragen. Unwahrheit. Wenn andere denken möchten, wie sie denken, ok bitteschön. Aber es betrifft mich jetzt halt. Ich will, dass meine Kinder wieder raus dürfen! Ich will meine Familie hier treffen dürfen! Ich möchte Schule für meine Kinder! Ich möchte, dass man vor dem Treffen so einschneidender Entscheidungen bzw deren in-die-Länge-ziehen ausführlichst debattiert und abwägt! Ich möchte die Entscheidungen nachvollziehen können! Im Moment erscheint mir vieles einfach sinnfrei......
Ich habe gelernt, dass echte Freiheit nur im Kopf existiert, also meine Gedanken sind frei (naja, natürlich wird man irgendwo immer beeinflusst). Alles materielle kann mir jedoch mit einem Fingerschnipsen genommen werden, nichts davon ist sicher.
Eine is#lamische Überlieferung sagt (in etwa): "Wenn du etwas Schlechtes nicht mit Taten ändern kannst, dann ändere es mit Worten. Wenn auch das nicht geht, dann lehne es zumindest für dich ab."
Ich bin in diesen Zeiten vermutlich am allermeisten davon geflasht, wie sehr die Menschen nicht selbst nachdenken. Also es ist mir nochmal bewusster geworden. Wenn man alternative Sachen probiert (Stoffwindeln, Zuckervermeidung, Flicken statt Wegschmeißen etc pp), muss man sich rechtfertigen. Wenn man Zutatenlisten liest. Wenn man sich für ein bestimmte Schulrichtung entscheidet. Wenn man sich nicht an den Impfplan hält. Wenn man verstehen möchte, bevor man akzeptiert.
Jeder mag sich entscheiden, wie er möchte. Es wäre jedoch schön, unterschiedliche Ansichten zuvor zu reflektieren. Und reflektieren geht nur, wenn man nicht voreingenommen an Sachen herangeht und die Meinung eigentlich schon fest steht.

Es bleibt letztlich aber doch alles Glaubenssache.
Danke für's Lesen!

Ps: Ich habe länger gezögert, zu schreiben... Den Diskurs, den du dir wünschst, Lena, hatte ich mir auch so sehr gewünscht. Es wird aber durch die beiderseits festgesetzten Meinungen doch oft zu Streit kommen. Und offen und unvoreingenommen kann man bei dem Thema gar nicht sein. Es betrifft unser aller Leben einfach zu sehr. Und manchmal muss sich einfach jeder Mensch für A oder B entscheiden. Es gibt manchmal keine Mitte. Was aber bleibt ist der Versuch der Toleranz der anderen Meinung gegenüber. Wenn diese andere Meinung aber das eigene Leben beschneidet, dann wird man doch streiten bzw. sich klar positionieren müssen.
Allgemein habe ich die letzten Jahre die Meinung ausgebildet (vermutlich durch mein Anderssein), dass "Peace und Love und so" ein anzustrebendes Ideal, aber leider doch unrealistisch ist :/


Du Liebe,
deine Situation ist es Scheiße! Ja, und das schreibe ich jetzt genauso.

Deine Gedanken, die du dargestellt hast , kann ich absolut nachvollziehen. Mein Recherstand ist auch soweit gekommen.

Ich glaube, das Wort "offen" im Eingangspost möchte ich nochmal näher erläutern. Da kann ich jedoch wieder nur von mir ausgehen.
Das Thema polarisiert und gefühlt sind viele mit ihrer Meinungsäußerdung hier im Forum gerade sehr vorsichtig. Und trotzdem habe ich Redebedarf, auch wenn jemand mich für beknackt hält mit meiner Denke zum Thema, die hier jetzt _offen_ im Forum zu lesen ist. Wer was zu meinen und den anderen Äußerungen schreiben mag, darf das sehr gerne tun. Ich lese gespannt mit. Wer nichts schreiben mag, lässt es. Ebenso versuche ich euch zu antworten, eure Gedanken nachzuvollziehen, gerade auch, wenn es nicht die Meinigen bestätigt, auch da bin ich ganz _offen-. Natürlich im Rahmen meiner Möglichkeiten, Zeit ist hier eher rar.

War das ein wenig verständlich ausgedrückt?

Anonym schrieb am 15.06.2020 14:13

Re: Grüße aus einem außereuropäischen Land :)

Huhu zusammen,
sooo, das wird jetzt etwas länger.

TEIL A - VORABBEMERKUNGEN
- Es gibt heute, denke ich, niemanden, der mit Sicherheit behaupten kann, "ES zu WISSEN". Wir haben alle das Virus nicht entwickelt und kennen nicht jeden einzelnen Erkrankten/Virustragenden. Unsere Ansichten beruhen auf Einschätzungen anderer.
- Es ist fast eine Schwarz-Weiß-Sache: entweder man glaubt an die Gefährlichkeit von Cor. oder man stellt sie in Frage.
- Es ist letztlich Glaubenssache, auf welcher Seite man steht. Da kann man extern schwerlich dran rütteln. Es ist, als wolle man jmd. zu einer Religion hin oder davon weg bewegen.
- Hat man die länger die "Hauptmedien" konsumiert, so ist es schwer, Bilder der Gefährlichkeit des Virus aus seinem Kopf zu bekommen. Waren es die "Alternativmedien", so klebt das Bild der ungerechten Maßnahmen fest. Mir scheint es wie (überspitzt ausgedrückt!) Gehirnwäsche in die eine oder andere Richtung, es hängt einfach als eigene Wahrheit fest. So wie es vor Jahren noch absolut richtig schien, Kinder schreien zu lassen und man es noch heute nicht aus den Köpfen der Eltern dieser Generationen gelöscht bekommt.

TEIL B - ZU MEINER SITUATION
Wo ich wohne, gilt seit drei Monaten die Ausgangssperre. Es ist nicht Europa. Das Land hat selbst keine entsprechenden Wissenschaftler, sondern schaut sich fast alles ab. Wir können alle nicht mehr. Die Regeln hier sind sehr schwer nachzuvollziehen. "Nur" knapp über 200 Cor-positiv Verstorbene, der Rest genesen. Seit all den Monaten. Bei ca. 35 Mio Ew. Und das lässt sich kaum mit der Ausgangssperre begründen, da die Menschen nämlich trotzdem raus gehen (bis auf Kinder). Die Märkte kuddelmuddelig wie immer, auf den vielen Dörfern faktisch keine Sperre. Stand seit ein paar Tagen: alle Läden etc dürfen wieder öffnen (außer Orte der Versammlung), aber in vielen Teilen des Landes noch Ausgangssperre. Sinn? Man darf aber mit Berechtigung raus (die man fast einfach so bekommt und die quasi niemals bei Fußgängern kontrolliert wird). Maskenpflicht ÜBERALL, sobald die Wohnung verlassen wird. In der Realität baumeln sie aber irgendwo rum und selbst Polizisten halten sich häufig nicht daran. Andere, chillige Menthalität (die natürlich oft genug auch Nachteile bringt). Erwähnte ich, dass wir alle nicht mehr können? ;)
Durch ART ZDEF (extra so geschrieben) fühle ich mich schon lange nicht mehr neutral informiert. Seit Anhänger der musulmannischen Religion nur noch mit "-isten" betitelt wurden und es "Mus#lime" gar nicht mehr gab. Stichwort Islam#oph#obie, während so berichtet wird, als sei es die neutrale Wahrheit.
Ich gehöre zu den Querdenkern. Wohin das geführt hat: im letzten Teil.

TEIL C - MEDIEN
Meine Meinung zu jeglichen Medien: Neutralität gibt es nicht. In irgendeine Richtung schlägt es immer. Man schaue bitte, von wem finanziert. Das wird ja gut offen gelegt. Bitte selber schauen und nicht Zweitmeinung konsultieren. Es steht immer irgendein Interesse dahinter. Und solange nicht aus eigener, privater Tasche finanziert, ist dies eben oft Geld. Wo ich wohne, gibt es die Medienfreiheit, an die die Deutschen für ihr Land glauben, nicht. Und ich empfinde die derzeitige Lage in Deutschland der hiesigen überaus ähnlich. Ist man nicht pro, dann ist man rechts/links/Verschwörungstheoretiker/diffamiert oder wird einfach nicht zu Wort kommen gelassen. Oder es werden eingestellte Sachen (Videos) gelöscht, anderenorts aber stehen gelassen. Von wem oder mit welcher Begründung? Keine Auskunft.
Ich belasse es an dieser Stelle dazu.
Ach nee, eine Sache noch: Würde den Politikern die Gesundheit und das Wohlergehen der Menschen am Herzen liegen, würden Zigaretten und Zucker verboten, Flug- und Autofahrbegrenzungen eingeführt und die Werbung durch echte Tipps zu einer gesunden Ernährung geprägt sein (nicht Ergänzungsmittel und Medikamente). Gerade letzteres habe ich doch sehr vermisst in der ganzen Cor-Diskussion. Keinerlei Aufrufe zur Stärkung des Immunsystems. Wenn, dann soll wieder eine Impfung die Lösung sein.

TEIL D - WISSENSCHAFT
Man muss sich m. M. nach einfach unbedingt selbst die Zahlen angucken (RKI, CDIM, Euromomo etc.). Alle Äußerungen dazu sind Meinungen. Es gibt aktuell nur eine Handvoll Wissenschaftler, die gehört werden. International äußerst renommierte und zahlreiche Wissenschaftler werden nicht gehört bzw. sind unsichtbar in den Hauptmedien. Wo ist der Diskurs?
Herrn D. vom RKI kann ich persönlich nicht mehr ernst nehmen. Kurz warum (s.o.: es ist Glaubenssache und die nachfolgenden Worte sind meine persönliche Meinung): Er hat die weltweit genutzten Tests entwickelt (ergo Interesse und keine neutrale wiss. Sicht). Er hat sich schon in ähnlichen Fällen in der Vergangenheit schlimm geirrt. Es hieß in einem pre-paper vor Wochen "Kinder nicht weniger infektiös als Erwachsene" woraufhin alle Kitas und Schulen dicht machten (das war jetzt sehr kurz zusammengefasst). Nach massiver Kritik, auch international, an der wiss. Arbeitsweise und neuerlicher Überarbeitung "hoppla, Kinder Im Vor- und Grundschulalter doch nicht so gefährdet/gefährlich". Schulen machen wieder auf. Dann: einer steckt drei an, exponentieller Anstieg wird geschehen. Trotz nicht vorhandener Ausgangssperre geschieht das nicht. Auch keine zweite Welle.
Ich kritisiere aber vielleicht noch eher die "Hörigkeit" der Politik ihm gegenüber. Und dass Herr D. sich seiner immensen Rolle nicht bewusst ist oder zumindest nicht verantwortungsvoll genug damit umgeht. Er kann ja gerne welche Meinung auch immer haben. Aber das Leben der Menschen wird leider durch die darauf politisch begründeten Entscheidungen so stark beeinflusst. Und das nicht nur in D. Länder ohne eigenen entsprechenden wissenschaftlichen Stab orientieren sich an Deutschland!
Kurz: Diskurs diverser Seiten muss her. Hat es aber trotz erheblicher entstandenen Schäden bisher nicht gegeben und kommt m. M. wenn überhaupt, dann erst zu spät.

TEIL E - ANGST
Angst ist die Kraft, die dem Immunsystem am meisten zusetzt (habe ich hier im Forum gelernt, hehe). Ich persönlich habe mir von Anfang an Fragen gestellt (Wie viele sind letztes Jahr gestorben? Ist es gefährlich für mich und meine Kinder? etc) und hatte daher nie Angst - zumindest nicht vor dem Virus ;)
Angst deaktiviert die Fähigkeit, selbst zu denken. Der Körper befindet sich im Flucht- oder Gegenwehrmodus. Es werden andere Areale des Gehirns genutzt. Mit einem Volk in Angst kann alles mögliche gemacht werden. Und es nimmt dies häufig als richtig und wahr dankbar an.

TEIL F - ICH HEUTE

Ich hatte mich sehr in das Thema hineingesteigert. Zwischenzeitlich mit Folge einer depressiven Panik - ausgelöst durch die Zwangsimpfungsdiskussion. Vor der Impfung habe ich echt Angst. Sie geht uns an die Gene und funktioniert völlig anders, als alle bisherigen. Bevor ihr euch dafür entscheidet - bitte informiert euch über die Wirkungsweise.
Eine weitere Folge meiner Grübelei: Cor bestimmte nun doch mein Leben, andersdenkende (als ich) konnte ich nicht mehr ernst nehmen.
Heute arbeite ich daran. Egal was ich lese, egal was ich tue: ich kann nichts am derzeitigen Geschehen ändern. Meine Meinung kennen meine Angehörigen nun. Mehr kann ich (von hier) nicht tun - nicht, ohne daran kaputt zu gehen. Ich kann einfach Ungerechtigkeit so schwer ertragen. Unwahrheit. Wenn andere denken möchten, wie sie denken, ok bitteschön. Aber es betrifft mich jetzt halt. Ich will, dass meine Kinder wieder raus dürfen! Ich will meine Familie hier treffen dürfen! Ich möchte Schule für meine Kinder! Ich möchte, dass man vor dem Treffen so einschneidender Entscheidungen bzw deren in-die-Länge-ziehen ausführlichst debattiert und abwägt! Ich möchte die Entscheidungen nachvollziehen können! Im Moment erscheint mir vieles einfach sinnfrei......
Ich habe gelernt, dass echte Freiheit nur im Kopf existiert, also meine Gedanken sind frei (naja, natürlich wird man irgendwo immer beeinflusst). Alles materielle kann mir jedoch mit einem Fingerschnipsen genommen werden, nichts davon ist sicher.
Eine is#lamische Überlieferung sagt (in etwa): "Wenn du etwas Schlechtes nicht mit Taten ändern kannst, dann ändere es mit Worten. Wenn auch das nicht geht, dann lehne es zumindest für dich ab."
Ich bin in diesen Zeiten vermutlich am allermeisten davon geflasht, wie sehr die Menschen nicht selbst nachdenken. Also es ist mir nochmal bewusster geworden. Wenn man alternative Sachen probiert (Stoffwindeln, Zuckervermeidung, Flicken statt Wegschmeißen etc pp), muss man sich rechtfertigen. Wenn man Zutatenlisten liest. Wenn man sich für ein bestimmte Schulrichtung entscheidet. Wenn man sich nicht an den Impfplan hält. Wenn man verstehen möchte, bevor man akzeptiert.
Jeder mag sich entscheiden, wie er möchte. Es wäre jedoch schön, unterschiedliche Ansichten zuvor zu reflektieren. Und reflektieren geht nur, wenn man nicht voreingenommen an Sachen herangeht und die Meinung eigentlich schon fest steht.

Es bleibt letztlich aber doch alles Glaubenssache.
Danke für's Lesen!

Ps: Ich habe länger gezögert, zu schreiben... Den Diskurs, den du dir wünschst, Lena, hatte ich mir auch so sehr gewünscht. Es wird aber durch die beiderseits festgesetzten Meinungen doch oft zu Streit kommen. Und offen und unvoreingenommen kann man bei dem Thema gar nicht sein. Es betrifft unser aller Leben einfach zu sehr. Und manchmal muss sich einfach jeder Mensch für A oder B entscheiden. Es gibt manchmal keine Mitte. Was aber bleibt ist der Versuch der Toleranz der anderen Meinung gegenüber. Wenn diese andere Meinung aber das eigene Leben beschneidet, dann wird man doch streiten bzw. sich klar positionieren müssen.
Allgemein habe ich die letzten Jahre die Meinung ausgebildet (vermutlich durch mein Anderssein), dass "Peace und Love und so" ein anzustrebendes Ideal, aber leider doch unrealistisch ist :/


Habe überlegt einen langen Post zu schreiben zu diesem Beitrag, aber Solsk. hat alles perfekt zusammengefasst und es trifft meine Meinung 200%ig. Deshalb hier nur ganz kurz:
einiges stimmt einfach tatsächlich faktisch nicht, egal von welcher Art Medien man redet. Zb. wurde die Studie von Herrn Drosten nie zurückgenommen! Die Feinheiten der statistischen Ausertung wurden verändert, es war von dieser Seite niemals die Rede davon, dasss die Aussage, Kinder hätten ebensoviel nachweisbares Virus im Rachen nicht stimmt! Genauso verdient das Institut keinen Cent an den Test, das wurde sogar offengelegt zum nachlesen! Klar gibt es einen Zugewinn, vermutlich führt der Bekannstheitsgrad zu neuen Fördermitteln usw. Aber das man die Tests pusht um damit zu verdienen ist einfach faktisch falsch!

Und zur Impfdiskussion: Bitte ein einziger ernstzunehmender link der von politischer Seite aus zeigt, dass es eine Impflicht geben soll! Diese Diskussion ist nie geführt worden und ein reines Angstgespinnst. Ich hoffe, es beunruhigt dich inzwischen nicht mehr, vielleicht hat es sich ja bei dir schon aufgeklärt.

Und ob die Todeszahlen in M. so stimmen und vergleichbar sind was Covid angeht....? Es ist ein junges Land, was den Altersdurchschnitt der Bevölkerung angeht. In diesen Ländern tritt Covid 19 regelmäßig nicht so drastisch auf, glücklicherweise

Ach ne, ich hör jetzt auf. Wie gesagt, Solsk. spricht mir aus der Seele, vor allem was meine inzwischen auftretende Frustration mit den hm..... Leugnern? ...sorry, mir fällt gerade kein passender Ausdruck ein, der Pandemie, die damit andere , andersdenkende, rücksichtslos gefährden. Damit meine ich nicht dich liebe Ano! Sondern die Leute die mir hier ohne Maske auf die Pelle rücken, keinen Abstand in der Bahn halten usw.

Ano Sorgen-Sauer

Kathi (Profil) schrieb am 15.06.2020 14:34

Liebe Lenchen,
mir geht es haargenau so wie sols. Ich habe den Ausgangspost gelesen und Frage mich ebenso. Worum geht es? Was ist die Angst? Wir leben in einem freien Land, wir dürfen unsere Meinung sagen.
Gerade müssen die Verantwortlichen in unserem Land Entscheidungen treffen. Bestimmt werden dabei Fehler gemacht, bestimmt steht manches unter dem Stern eines nahenden Wahlkampfes. Da gibt es dann Entscheidungen, die ich nicht gut finden kann, über die ich mich ärgern und auch beschweren kann. Und das darf ich ja auch!
Über das Virus erfährt die Wissenschaft jeden Tag mehr und natürlich kann ich mich darüber informieren. Ich finde es eigentlich nicht so schwer, zwischen seriösen und unseriösen Seiten zu unterscheiden. Kennst du Mailab auf YouTube? Sie erklärt sehr gut, wie Wissenschaft funktioniert und auch wie die Medien arbeiten. Dazu musst du nicht einmal ihre Beiträge zu Corona anschauen. Sie lässt verschiedene Seiten zu Wort kommen, sie liest Studien komplett durch (und erklärt auch, woran man erkennt, wie aussagekräftig Studien sind - oder eben auch nicht).
Schau dir Mal ein paar ihrer Beiträge an (und wirklich bitte nicht nur die zu Corona) und dann erkläre mir bitte, warum ich nicht dem glauben soll, was sie sagt. Oder was heißt glauben: sie gibt einem eigentlich das Werkzeug an die Hand, wie man sich selber möglichst objektiv eine Meinung bilden kann.
Ich habe keine Angst vor Corona, aber Respekt vor der Krankheit auf Grund der Meinung, die ich mir möglichst objektiv gebildet habe. Ich habe auch keine Angst vor einer Impfpflicht gegen Corona, denn auch von dieser hat niemand gesprochen.
Tatsächlich glaube ich aber, dass Angst in dieser Diskussion eine große Rolle spielt, und ich kann für mich nur sagen: je besser ich mich informiert fühle, desto kleiner wird die Angst. Und auch dies gilt nicht nur für Corona.
Und ein zweiter Punkt ist Respekt: vielleicht mag ich keine Maske tragen, vielleicht mag ich mich nicht impfen lassen. Aber es gibt andere Menschen, die ich aus Respekt schützen kann: Ich, Kathi, habe tatsächlich nicht viel Angst, mich anzustecken und trotzdem trage ich eine Maske aus Respekt den anderen gegenüber. Und ich, Kathi, bin auch aus Solidarität mit denen gegen Masern geimpft, die sich nicht impfen lassen können, auf dass diese oft tödliche Krankheit bald ausgerottet ist und sich unsere Enkel überhaupt nicht mehr impfen lassen müssen. (Meine Meinung - das sollte ja keine Masernimpfdiskussion werden)
Ob ich mich dereinst gegen Corona impfen lassen werde, weiß ich allerdings noch nicht. Da warte ich, was zuverlässige Studien und der Hausarzt meines Vertrauens dann sagen, wenn es so weit ist.
So, das war jetzt auch lang und trotzdem verständlich, liebe Lenchen und die anderen. Ansonsten: nachfragen bitte.

Liebe Grüße von Kathi

Kathi (Profil) schrieb am 15.06.2020 14:36

Liebe Vorschreiberin, da waren wir wohl gleichzeitig dran :-)

Lenchen (Profil) schrieb am 15.06.2020 14:39

Nun mit einer Frage, die mir im Auto im Kopf rumschwirrt und zuhause regelmäßig vergessen ist. Und um es nochmal zu betonen, wo ich von euch allen an einer Antwort interessiert bin. (Und ich bin keine Leugnerin, nicht rechts und keine Verschö rungstheoretikerin, gar nix davon, wirklich, und ich erkenne alle an, die sich Sorgen um etwas machen und sich vor etwas schützen wollen, wozu ich selbst mich auch zähle ;-))

Warum werden nur absolute Zahlen in der Zeitung beispielsweise mit täglicher Aktualisierung präsentiert? Was birngt es mir, das zu wissen. Pro 100 000 Personen kann ich nachvollziehen. Oder liegt das an meinem "Käse?"-blatt?

Anonym schrieb am 15.06.2020 15:12

Liebe solsk.,

danke für deine offenen Worte. Um deine Frage an mich zu beantworten, hilft evtl. der Eingangspost plus die beiden vom 14.06, einmal um 12.47 Uhr und einmal um 22.56 Uhr.

Wenn du darüber hinaus Fragen hast, versuche ich sie dir zu beantworten.



Naja, ich habe ja gefragt, da du die Finanzierung der "Mainstream-Medien" anprangerst, was dein Alternativvorschlag ist?! Kritisieren kann man ja viel. Aber was ist denn die Lösung? Sollen Medien keine Werbegelder annehmen, nicht (auch) durch Einzelpersonen finanziert werden, keine Gelder aus Stiftungen annehmen dürfen?
Sollen die alle gemeinnützig arbeiten?
Wer soll sie kontrollieren? Oder sollen sie gar nicht kontrolliert werden?
Was für ein Mediensystem wünschst du dir denn, damit sie unabhängig sind? Wovon sollen Medien unabhängig sein?


Grüße, solskinn

Anonym schrieb am 15.06.2020 15:25

Nun mit einer Frage, die mir im Auto im Kopf rumschwirrt und zuhause regelmäßig vergessen ist. Und um es nochmal zu betonen, wo ich von euch allen an einer Antwort interessiert bin. (Und ich bin keine Leugnerin, nicht rechts und keine Verschö rungstheoretikerin, gar nix davon, wirklich, und ich erkenne alle an, die sich Sorgen um etwas machen und sich vor etwas schützen wollen, wozu ich selbst mich auch zähle ;-))

Warum werden nur absolute Zahlen in der Zeitung beispielsweise mit täglicher Aktualisierung präsentiert? Was birngt es mir, das zu wissen. Pro 100 000 Personen kann ich nachvollziehen. Oder liegt das an meinem "Käse?"-blatt?



Ich verstehe die Frage nicht?
Was wünschst du dir denn? Alle Zahlen sind doch zu finden, im Internet, in anderen Zeitungen usw. Mich zB interessiert wie sich die Pandemie weltweit entwickelt, nicht nur hier. Andere wollen die Zahlen der Gesundeten in deutschland und angrenzeden Ländern, manche die Gesamtzahlen seit Beginn nur in Deutschland, wieder andere nur die der letzten 7 Tage. Es für alle richtig zu machen ging noch nie, aber jeder Einzelne hat doch hier in Deutschland die Möglichketien dazu, die Infos zu ziehen die er möchte. Vermutest du Meinungsmache dahinter? Ich versteh die Frage nämlich wirklich nicht....

Anonym schrieb am 15.06.2020 16:08

@ Ano SorgenSauer

Wäre lieb wenn du das Land aus deinem Post wieder raus nimmst. Danke!
Impfpflicht viell. in D nicht. Hier könnte alles möglich sein...
Weiter werde ich jetzt nicht antworten, es reibt mich zu sehr auf. Das Thema ist ja auch ausreichend diskutiert worden. Ich mag nicht mehr :)

Jeder darf dem Glauben schenken, dem er möchte. Und jeder hat andere Lebensumstände.

Liebe Grüße
Ano ABCDEF

Anonym schrieb am 15.06.2020 16:59

Ganz an den Haaren herbeigezogen ist die Sorge vor einer Impfpflicht gewiss nicht. Siehe den verlinkten Artikel.

Ich bin grundsätzlich fürs Impfen, möchte aber bei einer so schnell entwickelten und so schnell in so großer Menge produzierten Impfung nicht an erster Stelle dabei sein. Da sind mir zu viele Risikofaktoren dran.

https://www.derstandard.at/story/2000117623931/impfpflicht-gegen-corona-ja-oder-nein?amplified=True

Anonym schrieb am 15.06.2020 17:17

Punkto Angst:

Ich habe tatsächlich auch das Gefühl, dass zu viel auf Angst gesetzt wurde. Das gefällt mir weniger. Sachliche Information müsste doch reichen.
Aber vielleicht hätte es die Mehrheit sonst nicht begriffen, keine Ahnung.
Bitte wieder den kurzen Link ansehen.

Ich lese gern verschiedene Meinungen. Wie so oft, liegt die Wahrheit wohl in der Mitte. Menschen irren sich. Menschen haben verschiedene Motive. Alle.

Deswegen schätze ich die Gedanken hier und finde nicht, dass dieser Dialog, oder sagen wir, diese Gedankensammlung, überflüssig sei.

Zu guter Letzt: obwohl ich die Sache mit einer gewissen Skepsis betrachte, halte ich mich doch gewissenhaft an alle Regeln mit Maske, Abstand, persönlichem Kontakt, Hygiene sowieso.
Vielleicht sind es eher die, die sich gar keine Gedanken machen, welche im Supermarkt so nahe rücken, und nicht die, die manches hinterfragen?

https://www.google.com/amp/s/www.derstandard.at/story/2000117131591/sitzungsprotokoll-der-taskforce-corona-ueber-zu-wenig-angst-in-der%3famplified=True

Anonym schrieb am 15.06.2020 17:49

Auf jeden Fall Fall halte ich mich an die Hygiene-Regeln aus Respekt zu den anderen Menschen die Angst haben und ich respektiere auch wenn sie Angst haben. Das eine hat für mich mit dem anderen nix zu tun.
Aber ich finde es schlimm, das Hinterfragende in die Verschwörungstheorie-Ecke (oder gar rechte Ecke)gesteckt werden.

Kathi (Profil) schrieb am 15.06.2020 19:28

Das mit der Angst ist vielleicht falsch rübergekommen bei mir. Mir ging es eher um diese diffuse Angst, dass es da irgendwo irgendwelche Menschen gibt, die mir böse wollen: die WHO, Bill Gates, "die Ausländer", "die da oben"... Und wenn ich dann frage, wen genau, und was die mir genau böses wollen und warum, dann bekomme ich keine Antwort. Und so verstehe ich auch sols. Fragen an Lenchen, die auch meine sind. Ich respektiere absolut, wenn andere Angst haben, aber glaube auch, dass solide Informationen dagegen helfen können.

Kathi (Profil) schrieb am 15.06.2020 20:58

Liebe Ano,
Wer sind denn Hinterfragende? Also ich sehe mich als jemand, der Dinge hinterfragt. Ich glaube nichts einfach so.
Liebe Grüße

Frauhoffmann (Profil) schrieb am 16.06.2020 07:54

Guten Morgen,
ich unterschreibe einfach mal bei Kathi u. Solskinn.

Eine gute, langjährige Freundin ist auch ein großer Anhänger der Verschwörungsmythen. Was mich erschreckt ist, dass wir eigentlich schon auf einer Wellenlänge liegen, was Kinder, Erziehung usw. angeht, aber in der aktuellen Situation driften wir Meinungsmäßig stark auseinander.
Viele Grüße

Anonym schrieb am 16.06.2020 08:21

@kathi
Hinterfragende sind in diesem Fall Menschen, die die Gefährlichkeit des Virus in Frage stellen.
Nur weil es Menschen gibt, die auf Demonstrationen gehen und , weil sie die derzeitigen Einschränkungen in den Grundrechten für überzogene halten, sind diese noch lange nicht rechts oder Anhänger von Verschwörungstheorien. Überhaupt wird das Thema „rechts orientiert“ gerne als Totschlagargument von den Medien genommen. Stand bei den sogenannten „Hygienedemos“ den jemand am Rand der Demos und hat die sogenannten Rechten gezählt? Verstehst du was ich meine? Die Medien üben hier in der Meinungsmache eine unglaubliche Macht aus.
Wer möchte schon in die rechte Ecke gesteckt werden?

Kathi (Profil) schrieb am 16.06.2020 11:32

Liebe Ano,
wenn ich mit vielen Menschen gemeinsam eine Demonstration besuche, dann riskiere ich natürlich, dass man meine Meinung mit der ihren gleichsetzt, denn warum sonst sollten wir die gleiche Demonstration besuchen? Wenn ich das nicht will, dann gehe ich nicht auf so eine Demo. Und ich muss auch keine "Rechten" zählen, aber ich kann hören oder in den Medien lesen,.was auf diesen Demos gesagt wurde.
Natürlich kann ich auch hinterfragen, aber dann muss ich mich auch bemühen, belastbare Antworten darauf zu finden. Wie das manchen Hinterfragende gelingt, das eben kann ich so schwer verstehen.
Alle Informationen, die ich mich bemüht habe zu finden, gingen aber in eine andere Richtung, so sehr ich mir wünschte, dass alles wieder normal wäre.
Meine Kritik an bestehenden Verordnungen (die habe ich durchaus) gebe ich aber dann lieber an anderer Stelle (in Form von Petitionen etwa, oder Leserbriefen) und nicht auf so einer inhaltlich offensichtlich so breit gefächerten Demo.
LG Kathi

Anonym schrieb am 16.06.2020 12:02

Liebe Ano!
Ich stimme dir in manchem zu, aber grundsätzlich sehe ich einen kleinen feinen Unterschied.
Ich sage wie es bei uns in der Stadt ist, um es zu verdeutlichen.

Es gab jeden Samstag Hygiene Anti Corona Maßnahmen Demo und ich war sehr interessiert, wer da so kommt und hab es mir betrachtet. In der Kleinstadt kennt fast jeder jeden...
Es standen da meine Unternehmer Nachbarin, die genannte Sozialarbeiterin, es waren viele Leute vom Impfgegner Stammtisch da, friedliche Ökos und wirklich die reiche Elite. Und sie alle haben sicher durchweg gute Meinungen, vertreten ihren Stsndpunkt, bringen wichtige Blickwinkel mit in die Diskussion. Die Maßnahmen sind hart, sie isolieren, machen Arm etc pp. Darum geht es aber nicht.

Es geht darum: wer organisiert die Demos, mit wem stehe ich gemeinsam auf der Straße und von wem lasse ich mich instrumentalisieren?

Hier bei uns konkret ist es EINE sehr krude Person die ständig mit dem ganzen AfD Büro, dem Landtagsabgeordneten AfD und Co hofiert. Die PARTEI unterstützt ihn wo es nur geht, Flyer austeilen etc pp auch wenn er kein Mitglied ist. Ich habe ihn persönlich angesprochen und einfach freiweg gefragt ob er Verschwörungstheoretiker sei.
Klare Antwort ohne Umschweife: JA
Ob er mit QANON sympathisiert? JA, es wäre zu schön wenn seine Vorhersagen eintreffen.

So. Alles klar. Mit solchen Leuten stellt man sich nicht zusammen und demonstriert. Das geht nicht. Also natürlich kann MAN das machen, aber ich lehne das ab.

Außerdem waren hier auf der DEMO alle dicht an dicht OHNE Masken und fanden sich cool. Für mich ist das egoistischer Irrsinn.

Und ja, wer mit rechten demonstriert, steht zumindest bei mir ganz arg unter Verdacht. Ist einfach so.

Schön war bei uns, dass die Demonstranten jede Woche weniger wurden. Die Leute haben nach und nach gecheckt mit wem sie sich solidarisieren. Die einen haben sich offenkundig geschämt, die anderen, gerade Geschäftsleute, waren um ihren Ruf besorgt.

Munkes

Anonym schrieb am 16.06.2020 14:05

Na du bist ja mutig (und optimistisch) Lenchen! ;o) Erwartest du denn eine andere Reaktion als in den Diskussionen vor 6 oder 7 Wochen?

Was uns die letzten Monate an Veränderungen bringen, wird sich erst in den nächsten Jahren zeigen.
Ich habe nach wie vor keine Angst und lasse mir auch keine machen. Geht ja gerade wieder los in den Medien wegen Peking.
Aber wie jemand weiter oben schrieb, wenn jemand in meinem Umfeld Angst hat, kann ich das respektieren und auch die Maske trage ich aus diesem Grund.
Bei uns zu Hause haben die Maßnahmen Narben hinterlassen, vor allem beim Kind. Die Kinder und die Alten werden wohl am meisten gelitten haben und das Verarbeiten braucht Zeit. Da wird sich die Wirtschaft (in der ersten Welt!) definitiv schneller erholen...
LG Doro

Lenchen (Profil) schrieb am 16.06.2020 17:32

Na du bist ja mutig (und optimistisch) Lenchen! ;o) Erwartest du denn eine andere Reaktion als in den Diskussionen vor 6 oder 7 Wochen?

Was uns die letzten Monate an Veränderungen bringen, wird sich erst in den nächsten Jahren zeigen.
Ich habe nach wie vor keine Angst und lasse mir auch keine machen. Geht ja gerade wieder los in den Medien wegen Peking.
Aber wie jemand weiter oben schrieb, wenn jemand in meinem Umfeld Angst hat, kann ich das respektieren und auch die Maske trage ich aus diesem Grund.
Bei uns zu Hause haben die Maßnahmen Narben hinterlassen, vor allem beim Kind. Die Kinder und die Alten werden wohl am meisten gelitten haben und das Verarbeiten braucht Zeit. Da wird sich die Wirtschaft (in der ersten Welt!) definitiv schneller erholen...
LG Doro



Nee, Doro, erwarten tu ich gar nix. In meinen Beiträgen hier steht schon genug zu meiner Motivation. Da verweise ich mal ganz faul drauf. Es hat sich einfach spontan ergeben. Manches Thema kommt ja auch mit der Zeit erst. Ich bin Pendlerin, da hab ich immer Zeit zum Denken und zuhause ist es dann vergessen...

Super finde ich, dass sich hier so viele zu Wort gemeldet haben. Verein und Co. als Austauschrunde in der Gruppe fällt ja gerade flach. Da freue ich mich, dass ich hier vor vielen Jahren gelandet bin.

Anonym schrieb am 16.06.2020 17:39


Verein und Co. als Austauschrunde in der Gruppe fällt ja gerade flach.


Je nachdem wo du wohnst. Hier in Sachsen ist schon wieder sehr viel möglich. Ich ziehe das Gespräch der (häufig) anonymen Diskussion hier vor. Hier wird ja auch viel gebetsmühlenartig wiederholt. Das bringt mir wenig neuen Input.
LG Doro

Anonym schrieb am 16.06.2020 17:44

Jetzt ist mir doch was Neues aufgefallen: die Weltwirtschaftskrise 2009 fiel auch zeitgleich mit einer Pandemie. Der gefährlichen Schweinegrippe.
Zumindest hat es korreliert ;o)
LG Doro

Lenchen (Profil) schrieb am 16.06.2020 17:52

Ich versuche die Beantwortung der Fragen an mich hier zusammenzufassen.

Medien in BRD
Das Mediensysten, dass ich mir wünsche, ist unabhängig von zweckgebundenen Geldern, so dass frei, gut rechechiert und verschiedene Ansichten berücksichtigen, berichtet werden kann. In der Schule habe ich damals gelernt, die Medien könnten als 4. Gewlt betrachte werden. "Sie" sollten meiner Auffasung nach Politik hinterfragen. Genau das vermisse ich sehr. Ganz lapidar und oberflächlich ausgedrückt wird vermittelt, was H. D r osten und H. S p ahn zu sagen haben. Kritische rennomierte Stimmen werden nicht gundsätzlich, jedoch überwiegend in die rechte Ecke zu den Verharmlosern geschoben. Ich vermute, die Gratisverfügbarkeit von Infos im Internet hat zu massiven Gewinneinbrüchen geführt, womit ein Qualitätsverlust aufgrund von Geldmangel einhergeht oder die Bereitschaft Spenden anzunehmen. Wäre ich z.B. Spender aus der Tabakindustrie oder der Autoindustrie wären meine Spenden nicht ohne Hintergedanken.

Zu meiner Frage zu den Zahlen.
Wenn mir jemand sagt, 10 kg Schokolade zu essen sei ungesund, dann sagt mir das gar nichts. Wenn nun jemand sagt, 10 kg Schokolade in einer Woche zu essen, sei ungesund, dann kann ich die in Relation gesetzte Aussage beuteilen.
Wenn mi nun jemand die Information gibt, es gäbe in Brasilien in einem Zeitraum 10000 Tote und in Lichtenstein auch, dann klingt das unheimlich viel und wohl auch beängstigend. Da bin ich dafür, die Zahlen näher zu erklären, dann wird ihnen, hier im Fall Brasilien mit seinen vielen Einwohnern die Dramatik genommen und für das kleine Lichtenstein ,so wüsste ich nun, sieht die Situation dramatisch aus. Warum das, wohl nur in meiner Tageszeitung und dem Newsticker meines Radiosenders so gehandhabt wird, das fage ich mich. Vielleicht sagen die absoluten Zahlen nur _mir_ nichts.

Zu eventuellen Verstickungen von W H O, R ki und unserem Ges undheitsminister mit der Pharm aindustrie habe ich gelesen und gelesen und mich informiert und bin seitdem kritisch. Mir persönlich will absolut keiner was. Nur wenn die ganze Welt dieser Situation ausgesetzt sein sollte, weil Menschen, die eh schon mit Geld und/oder Macht gut bestückt sind, noch mehr davon wollen und Ottonormalverbraucher darunter leidet, dann will ich das nicht! Warum ist Alkohol- und Zuckerkonsum uneingeschränkt erlaubt. Warum gibt es kein Tempolimit? Die drei Aspekte sind mMn vom Staat zu regelnde gesundheitsförderliche Maßnahmen - wenn er denn wirklich an meiner Gesundheit interessiert ist.

Lenchen (Profil) schrieb am 16.06.2020 17:54


Verein und Co. als Austauschrunde in der Gruppe fällt ja gerade flach.


Je nachdem wo du wohnst. Hier in Sachsen ist schon wieder sehr viel möglich. Ich ziehe das Gespräch der (häufig) anonymen Diskussion hier vor. Hier wird ja auch viel gebetsmühlenartig wiederholt. Das bringt mir wenig neuen Input.
LG Doro



Gerade vorhin sagte ich zu meinem Mann, dass wir, genau aus den Gründen, nach Sachsen ziehen müssen. Mmmpf!

Lenchen (Profil) schrieb am 16.06.2020 17:55

Jetzt ist mir doch was Neues aufgefallen: die Weltwirtschaftskrise 2009 fiel auch zeitgleich mit einer Pandemie. Der gefährlichen Schweinegrippe.
Zumindest hat es korreliert ;o)
LG Doro



Jep, sehr spannend.

Anonym schrieb am 16.06.2020 18:12

Mann Lenchen, ich bewundere deine Motivation dich so detailliert zu erklären! Mich ermüdet das so. Zumindest in digitaler Form.
Im Moment lese ich gerade bei Rubikon bisschen rum. Viele philosophische und sozialwissenschaftliche Ansätze zum Thema. Vielleicht ganz interessant für dich.
LG Doro

Lenchen (Profil) schrieb am 16.06.2020 18:14

Doro, hier haben sich viele so viel Mühe mit langen Texten gemacht, da finde ich es nur Recht und billig. Doch auch meine Zeit ist nicht unendlich.

Rubikon mag ich auch. Die Entstehungsgeschichte hat mich so angesprochen.

Anonym schrieb am 16.06.2020 18:19

Doro, hier haben sich viele so viel Mühe mit langen Texten gemacht, da finde ich es nur Recht und billig.



Da hast du natürlich völlig Recht. Danke für diesen Blickwinkel.
LG Doro

Anonym schrieb am 16.06.2020 18:27

Die drei Aspekte sind mMn vom Staat zu regelnde gesundheitsförderliche Maßnahmen - wenn er denn wirklich an meiner Gesundheit interessiert ist.

Nun ja, vom Interesse an der Gesundheit war doch keine Rede. Es dreht sich hauptsächlich um das Niedrighalten der Sterblichkeitsrate.
Wäre es um Gesundheit gegangen, hätte es von Anfang an Aufklärungen über gesunde Lebensweise zur Stärkung des Immunsystems geben müssen, wie z.B. vitaminreiche Ernährung, viel Bewegung an der frischen Luft. Das hätte auch nicht mit dem Abstandsgebot widersprochen. Die Menschen aufzufordern sich grundsätzlich in Innenräumen aufzuhalten und nur zum Einkaufen (wohlgemerkt wochenlang ohne Atemmaske) raus zu gehen, hat mit Erhaltung der Gesundheit wenig zu tun.
LG Doro

Anonym schrieb am 16.06.2020 20:33

Ich bin ein wenig ratlos, Lenchen.
Medien sind Wirtschaftsunternehmen. Sie müssen Gelder generieren, um arbeiten zu können. Viele müssen sogar Gewinn erzielen, um existieren zu können.
Ich überlege, ob es eine "gute alte Zeit" gab, in der das nicht so war.
(Ja, gab es und gibt es in Staaten, in denen ich nicht leben will.)
Es gibt nicht themengebundene Spenden, zum Beispiel auch von der Gates-Stiftung an die Zeit. Darum ging es auch in dem Artikel, über den ich in meinem ersten Post hier geschrieben habe. Damit wird aber nicht vorgeschrieben, was in einem Artikel stehen soll. Sondern in welchem Themenbereich recherchiert und geschrieben werden soll (hier: Gesundheit). Der Journalist hatte selbst vor einigen Jahren einen durchaus kritischen Artikel über die Rolle der Gates-Stiftung in der WHO geschrieben und dennoch Geld für eine Artikel-Reihe des Gesundheitsressorts erhalten. Nicht für eine Meinung, die zu schreiben ist, sondern zur Förderung eines Themas. Dass das das Thema der Gates-Stiftung ist, ist ja bekannt. Du möchtest also, dass jemand den Medienanstalten oder Journalisten Geld gibt, einfach so, weil jemand nett ist.
Schöne Vorstellung. Ich halte sie nicht für realistisch.
Natürlich haben viele Verlage und Medienunternehmen mit dem Verlust klassischer Vertriebswege durch die digitalen Medien schwer zu kämpfen. Es gibt ja Versuche durch zu bezahlende Services dem entgegenzuwirken. Aber es ist schwer. Es gibt diesen Anspruch: Was im Internet ist, muss kostenlos sein. Und damit ist man wieder auf andere Finanzierungsmodelle angewiesen.
Dazu kommt für mich der unlogische Fakt, dass die gebührenfinanzierten Öffentlich-rechtlichen gerade in diesen Kreisen ja abgelehnt werden. Natürlich kann man an der Ausgestaltung des an sich guten Konzepts einiges kritisieren. Aber ist das nicht die Idealvorstellung? Von wirtschaftlichen Interessen unabhängige, weil von uns allen finanzierte Medien?! Mit einem Bildungsauftrag und einer bunten Palette an Informationen? Wie gesagt, in der Ausgestaltung kann einiges kritisiert werden. Aber wenn man die Geschichte hinter den Öffentlich-Rechtlichen kennt, was es für ein Erfolg war - das ging bis vors Bundesverfassungsgericht -, weil Adenauer und die CDU damals partout Staatsfernsehen wollten!
Ich bin wie gesagt froh, in einem Land zu leben, in dem es dieses Angebot gibt. Vom Staat unabhängige Medien. Eine bunte Medienlandschaft, in der ich den ganzen Tag zum gleichen Thema hunderte verschiedene Gedanken lesen könnte.
Man muss es halt wollen. Und seine Filterblase mal hinter sich lassen.
Aber jetzt sind wir beim Rubikon angekommen. Damit bin ich raus. Wer den "Mainstream-Medien" die Einheitsmeinung vorwirft und selbst den lieben langen Tag nichts anderes macht, der dient für mich nicht als Quelle. Der disqualifiziert sich selbst. Die Idee und die Entstehungsgeschichte mag toll sein. Das, was daraus geworden ist, ist ganz eindeutig.
Und damit sind die "alternativen Medien" nämlich beim gleichen Problem angekommen wie die von ihnen kritisierten "Mainstream-Medien". Es geht um Geld. Um Klicks. Um Aufmerksamkeit.

Rubikon. Echt, da bin ich raus.

Grüße, solskinn

Lenchen (Profil) schrieb am 16.06.2020 21:06

Solskinn, vermutlich schreiben wir aneinander vorbei. Ich habe auf deine Frage geantwortet, "was ich mir _wünsche_". Was ich für realistisch umsetzbar halte, steht auf einem anderen Blatt.

Und zu Rubikon, ja die mag ich sehr. Da habe ich lediglich Doro geantwortet und keine näheren Ausführungen gemacht.

Meine "Medienkritik" ist ja nur meine bescheidene Meinung. Wie breit gefächert ich mich informiere, habe ich hier nicht offengelegt. Nur soviel, wenn ich was über Land XYZ wissen möchte, muss auch schon mal der Onlineübersetzer herhalten, weil ich wissen will, was in dem Land zu dem betreffenden Thema publiziert wird.

Solskinn, bei deinen Erläuterungen finde ich es bollig schade, dass du vermutlich nicht hier um die Ecke wohnst. Ein persönliches Gespräch würde klären und aufklären, und fände ich sehr spannend. Wo wohl unser Konsens liegt? Also nichts für ungut. Du brauchst echt nicht ratlos sein, so "schlimm", wie ich mich hier lese, steht es nicht um mich. Schriftlich in einem Forum gibt es nur Minischnipsel einer Person. Liebe Grüße Lena :-)

Anonym schrieb am 16.06.2020 23:03

Ich geh hier raus, also aus diesem Thema.
Rubikon gerade angeguckt. Ui ui.
Möchte euch hier nicht weiter stören
Alles Gute!
Munkes

Anonym schrieb am 17.06.2020 09:18

Ich wollte nur kruz schreiben, dass cih es serh schade fände, wenn die konträren Stimmen jetzt verstummen. Denn ich empfinde sowohl in diesem als auch im letzen Corona Thread die Stimmen, die alles gar nicht so dramatisch finden, die sich gegen Maßnahmen aussprechen und so weiter als viel lauter als die anderen. Vielleicht ist da snur mein persönliches Empfindne, aber ich bin jedes mal erleichtert, wenn ich Stimmen wie RU lese, Solesk., Inge die schreiben und ich mekre, auch in diesem Forum haben Menschen eine Haltung die ich nachvollziehen kann. Versteht ihr was ich meine?
Ohne euch liest sich es hier langsam schon schräg und ich fühle mich langsam gar nicht mehr wohl bei den anderen Beiträgen. Ich habe Sorge vor Corona, ganz große. Und wenn ich Rubicon, Impfpflicht, Immunsystem stärken lese, dann hab ich ein Bild, dass das vielleicht vielen Menschen entssprchen könnte. Auch welche, die mir begegnen, die so denken und die Gefahr dadurch größer wird.
Ich weiß nicht ob ich verständlich schreibe.
Ich hoffe nur, dass die kritischen Stimmen, und die empfinde ich wohl genau anders herum, hier nicht ganz verstummen.

Kathi (Profil) schrieb am 17.06.2020 09:42

Und auch ich bin raus. Die Sprache, derer sich Rubikon bedient, da wird mir ganz anders. Ich weiß gar nicht, wie ich es beschreiben soll: eine Mischung aus salbungsvoll, süffisant bis arrogant, voller Andeutungen, die suggerieren (sollen?) "wir sind die wahren Kritiker, wir blicken dahinter".
Es gibt ihn eben in vielen Punkten doch, den Unterschied zwischen validen Informationen und spekulativem Geschwurbel. Wer das nicht unterscheiden kann (oder will, weil es das eigene Konzept zerstören würde), dem kann ich noch so viel erzählen, er wird mir mit seinen Argumenten genau das Gegenteil "beweisen".
Da gehe ich doch lieber wieder in meine Realität zurück: Bin kritisch, aber nicht misstrauisch, halte aus, dass es auf der Welt nicht "die Guten" und "die Bösen" gibt, ja maße mir nicht einmal an, immer den Unterschied zu kennen, drehe mich nicht nur um mich selbst, tue Gutes, soweit mir das gelingt hier aus meiner privilegierten Blase heraus, die ich so oft wie möglich zu durchdringen versuche indem ich auch zu den anderen schaue.
Kathi

Kathi (Profil) schrieb am 17.06.2020 09:44

Und ansonsten schließe ich mich vollumfänglich solskinn und munkes an.

bkoe0067 (Profil) schrieb am 17.06.2020 11:39

Ganz ehrlich? Rubikon, das ist keine sachliche Berichterstattung inkl. kritischem Hinterfragen, sondern Meinungsmache. Polemik.

Vor 80 Jahren wurde mit ähnlichen rhetorischen Mitteln gearbeitet. Ich bin jetzt aber zu faul, um das im Einzelnen auseinanderzunehmen, ich führe nur ein paar Beispiele an, die gemeinten Stellen in Anführungzeichen:

Wer "uns" immer noch eine Corona-„Impfung“ "andrehen will"
--> wer sind "wir"? Diese Identifizierung zieht sich durch den gesamten Text, den ich exemplarisch gelesen habe.
"Spezialist für Unterdrückung"
"Verantwortungslose Hasardeure bremsen und in Haftung nehmen!"

Wer das schafft, sich dem subjektiv-emotionalen Sog bzw. der Flussströmung zu entziehen (der Name ist Programm), möge sich gewisse Informationen rausziehen, die er glaubt, woanders nicht bekommen zu können -- und sinnbildlich den Fluss durchschwimmen.

Aber Obacht, oder mit Schillers Worten aus der "Bürgschaft":

"Kein Schiffer lenket die Fähre,
Und der wilde Strom wird zum Meere."

ReginaUrsula (Profil) schrieb am 17.06.2020 13:05

ich wollte mich nur melden und sagen, dass ich solskinn, Munkes, Kathi und bkoe0067 voll und ganz zustimme. Schön, dass Ihr euch die Zeit nehmt!
(@bkoe0067s letzter Post: genial!).

RU
nicht anonym - dazu stehe ich!

ReginaUrsula (Profil) schrieb am 17.06.2020 13:16

Und wenn ich Rubicon, Impfpflicht, Immunsystem stärken lese, dann hab ich ein Bild, dass das vielleicht vielen Menschen entssprchen könnte. Auch welche, die mir begegnen, die so denken und die Gefahr dadurch größer wird.

Ich verstehe, was du meinst!

Und, ja! ich glaube, es sind mehr als wir glauben.
Mein Mann ist gerade in der Reha, und er ist ganz geschockt. "Ich will nicht immer diskutieren" - aber wenn nicht wir, wer dann?

LG
RU (die aber immer noch lieber real als digital diskutiert)

Lenchen (Profil) schrieb am 17.06.2020 13:47

Grübel, grübel, warum denke ich so wie ich denke, nur die "bösen" Medien sind das ja nicht. Und nein, wie ich schon schrieb, ist Rubikon nicht meine Primärinformationsquelle! Meine Verwandtschaft ist wie mit der Gießkanne über Deutschland vertreut. Und niemand hatte diese Krankheit und kennt auch keinen. Hier im Landkreis gab es einen dicken Zeitungsartikel über ein Paar,welches sich in Ischgl angesteckt hat. Deren Symptome schilderten sie im Interview - meine Erkältungen sind schlimmer. Mehr nicht. Hier in der Gemeinde, nix. Mit den Menschen mit denen ich darüber ins Gespräch komme - nichts. Liegt es vielleicht daran?
Denn verblendet und weltfremd bin ich eigentlich nicht, auch wenn ich Ribikon lese und weiter oben meine Zweifel an anderen Medien geäußert habe.

Als Fazit aus allen Beiträgen ziehe ich mal das, was meine breitgefächerte Medienrecherche auch ergeben hat: Die Wahrheit liegt wohl irgendwo in der Mitte. Daher lieben Dank an euch alle.

bkoe0067 (Profil) schrieb am 17.06.2020 14:20

Hallo liebe Lenchen,

wenn Du Dir den (dank Maßnahmen) relativ niedrigen Prozentsatz an Kranken im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung ansiehst, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass im unmittelbaren Umfeld keiner betroffen ist. Die wenigsten Leute verstehen, was exponientielles Wachstum wirklich bedeutet, und die wenigsten Leute begreifen Statistik und Stochastik wirklich. Viele machen sich aber auch nicht die Mühe, es wirklich begreifen zu wollen. Standardbeispiel: Die Wahrscheinlichkeit, dass bei 23 Personen im selben Raum 2 Leute am selben Tag Geburtstag haben, liegt bei mehr als 50 %.

Und das ist das Problem, dass wir es hier mit knallharter Mathematik zu tun haben. Und wenn es einen trifft, sind alle Wahrscheinlichkeiten übrigens hinfällig. Zum Beispiel, wenn die Wahrscheinlichkeit, dass mein Baby einen Nierenschaden hat, bei 1:8000 liegt. Macnhmal muss ein Problem tatsächlich greifbar werden, um es erfassen zu können. Für viele von uns bleibt Corona -- glücklicherweise -- sehr abstrakt. Das macht es uns Menschen so schwer, damit umzugehen.

Bei meiner Verwandten in einer mittelgroßen Stadt hatte einer im Haus Corona, der ist Chorleiter, und fast der gesamte Chor hatte Corona -- Chorona sozusagen. Sie hat es durch ganz strikte Maßnahmen geschafft, sich nicht anzustecken, aber dem ging es hundeelend.

Und nochmal: Ich sage gar nicht mal was gegen die Informationen auf Rubikon, nur gegen die Art, diese darzubieten. Das ist nicht meinungsbildend,sondern polemisch. Meist gibt es nicht nur eine Wahrheit -- oder eben mehrere Sichtweisen.

bkoe0067 (Profil) schrieb am 17.06.2020 14:30

P.S.: Deinem Fazit, dass die Wahrheit in der Mitte liegt, stimme ich zu :) Das trifft wohl auf die meisten Dinge auf der Welt zu...

Cora (Profil) schrieb am 17.06.2020 15:51


Ich hoffe nur, dass die kritischen Stimmen, und die empfinde ich wohl genau anders herum, hier nicht ganz verstummen.


Ja, was "kritisch" ist und was "Mainstream" definiert sich nach dem Standpunkt ;-)

Und damit sind die "alternativen Medien" nämlich beim gleichen Problem angekommen wie die von ihnen kritisierten "Mainstream-Medien". Es geht um Geld. Um Klicks. Um Aufmerksamkeit.

Das hast Du schön auf den Punkt gebracht, Solsk, dankeschön!
Das ist so, wie wenn Menschen auf Alternativmedizin schwören und die Schulmedizin abwerten. Das ist genau das gleiche wie andersherum. Und oft noch ideologischer. Wenn man dann beides richtig findet, sitzt man irgendwie immer zwischen den Stühlen

VG
Cora

Cora (Profil) schrieb am 17.06.2020 15:57

- überhaupt ein großes Danke an munkes, bkoe, solskin, kathie für die sachlichen und fundierten Beiträge!!!

Und Lenchen für die vielen Fragen und Gedanken ;-)

Cora (Profil) schrieb am 17.06.2020 16:21

Grübel, grübel, warum denke ich so wie ich denke, nur die "bösen" Medien sind das ja nicht. Und nein, wie ich schon schrieb, ist Rubikon nicht meine Primärinformationsquelle! Meine Verwandtschaft ist wie mit der Gießkanne über Deutschland vertreut. Und niemand hatte diese Krankheit und kennt auch keinen. Hier im Landkreis gab es einen dicken Zeitungsartikel über ein Paar,welches sich in Ischgl angesteckt hat. Deren Symptome schilderten sie im Interview - meine Erkältungen sind schlimmer. Mehr nicht. Hier in der Gemeinde, nix. Mit den Menschen mit denen ich darüber ins Gespräch komme - nichts. Liegt es vielleicht daran?
Denn verblendet und weltfremd bin ich eigentlich nicht, auch wenn ich Ribikon lese und weiter oben meine Zweifel an anderen Medien geäußert habe.

Als Fazit aus allen Beiträgen ziehe ich mal das, was meine breitgefächerte Medienrecherche auch ergeben hat: Die Wahrheit liegt wohl irgendwo in der Mitte. Daher lieben Dank an euch alle.


Vielleicht liegt es daran, dass D so gut durch die Pandemie gekommen ist. Hier merkt man tatsächlich fast nichts. Ich kenne niemanden persönlich, der Covid-19 hatte. Allerdings kenne ich mehrere, die schwer Erkrankte oder Verstorbene im direkten Umfeld (Arbeit, Kernfamilie) hatten.

Heute morgen auf SWR2 gehört (mit eigenen Worten wiedergegeben):

Kennt Ihr die Geschichte von Jona - ja der mit dem großen Fisch ;-)
Nachdem er den "Unfall" im Meer überlebt hat, wird ihm aufgetragen, nach Ninive zu gehen und der dortigen Bevölkerung klar zu machen, dass sie Gott zerstören wird, weil sie "das Böse in ihr Herz gelassen haben". Jona tut das (mit Murren und Meckern ;-) ), die Bevölkerung nimmt sich die Mahnung "zu Herzen" und ändert ihr Leben. Gott beschließt, sie zu begnadigen, sie haben sich ja gebessert.

Und was macht Jona? Einen Freudentanz, weil er die Menschen gerettet hat, weil sie jetzt nicht sterben müssen? Nein, er hockt sich hin und schimpft. Es gab ja gar keine Katastrophe, er habe sich zum Affen gemacht, alles umsonst, und überhaupt, was soll das, war alles unnötig.
Kein Wort davon, dass die Katastrophe ausblieb, _weil_ eine Verhaltensänderung voranging.

tja, manchmal denke ich, die Bibel ist zwar kein Glaubensbuch für mich, aber es finden sich schon treffende Beschreibungen der menschlichen Seele.....

VG
Cora

P.S.:
Vielleicht hilft einfach ein Blick in die anderen Staaten, in denen die Gesundheitssysteme zusammenbrachen? Italien, Spanien, China, das Elsass, New York. Klar, ist nicht alles eins zu eins mit D vergleichbar. Aber eben auch nicht "normal" für dort.
Und dass die Chinesen so heftig auf den neuen Ausbruch reagieren, obwohl dort jedes Jahr die Influenza durchwandert und die neuen Stämme oft dort entstehen, die also Atemwegsepidemien kennen, irritiert mich schon. Das würden sie nicht tun, wenn sie es nicht für nötig hielten. Oder habt Ihr schon mal gehört, dass wegen einer normalen Influenza eine ganze Provinz abgeriegelt wurde?

Cora (Profil) schrieb am 17.06.2020 16:43


Nun ja, vom Interesse an der Gesundheit war doch keine Rede. Es dreht sich hauptsächlich um das Niedrighalten der Sterblichkeitsrate.
Wäre es um Gesundheit gegangen, hätte es von Anfang an Aufklärungen über gesunde Lebensweise zur Stärkung des Immunsystems geben müssen, wie z.B. vitaminreiche Ernährung, viel Bewegung an der frischen Luft. Das hätte auch nicht mit dem Abstandsgebot widersprochen. Die Menschen aufzufordern sich grundsätzlich in Innenräumen aufzuhalten und nur zum Einkaufen (wohlgemerkt wochenlang ohne Atemmaske) raus zu gehen, hat mit Erhaltung der Gesundheit wenig zu tun.
LG Doro


Solche Argumente verstehe ich nicht.
Erstens wissen wir doch alle, wie man gesund lebt. Muss uns dass Vater Staat und Mutti Merkel und Onkel Spahn wirklich jeden Tag nochmal sagen? Ich bin verantwortich für mein Leben und meine Gesundheit. In erster Linie ich. Wie hätte das gewirkt, wenn angesichts eines zusammenbrechenden Gesundheitssystems in Italien und der völlig unklaren Gefährlichkeit des Virus, Spahn sich hingestellt hätte: Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, stärken Sie Ihre Gesundheit. Nehmen Sie viele Vitamine zu sich, ernähren Sie sich vollwertig und fettarm. Damit schützen Sie sich vor Corona." Na, da hätte ich aber mal gern gesehen, was dann losgewesen wäre.

Zweitens - ich fand den Spruch "bleiben Sie zuhause" auch unpassend. Aber jeder wusste doch was gemeint war. Nicht vergraben Sie sich in den vier Wänden, sondern gehen Sie nicht aus zum Feiern, in die Disco, gehen Sie nicht unter Menschen, wo Sie sich anstecken können, gehen Sie möglichst wenig einkaufen etc. Es war nie die Rede davon, dass man nicht rausdurfte.
Wie gesagt, der Slogan war eigentlich falsch, aber mit etwas nachdenken wusste man, dass die Freizeitkultur gemeint ist.

Drittens, man musste in Europa erstmal auf die Idee kommen, dass ein Atemschutz den anderen hilft, auch wenn er einen selbst nicht schützt, einen selbst aber dann doch schützt, wenn ihn alle tragen. In Asien weiß man das seit Jahren. Ok, hätte man schneller draufkommen können, na und? In D ist es halt so, dass es erstmal eine Studie dazu geben muss und das dauert ein bisschen.

Ihr müsst Euch mal anschauen, was in anderen Ländern los ist. Ich bin echt froh, dass ich hier lebe.

Ich bin mit vielen Maßnahmen gar nicht einverstanden und kritisiere vieles an der Durchführung, auch wenn das hier so nicht klingt. Aber etwas Fleisch muss am Argument schon dran sein ;-)

Anonym schrieb am 17.06.2020 20:13

Ich bedanke mich bei allen anderen bei denen sich noch nicht bedankt wurde für ihren Mut sich zu einem derzeit recht bewegenden Thema zu äußern. Anscheinend wird hier auch mit zweierlei Maß gemessen und nur bestimmte Schreiber gelten als sachlich und souverän:-( schade!

Anonym schrieb am 17.06.2020 21:00

Ich bedanke mich bei allen anderen bei denen sich noch nicht bedankt wurde für ihren Mut sich zu einem derzeit recht bewegenden Thema zu äußern. Anscheinend wird hier auch mit zweierlei Maß gemessen und nur bestimmte Schreiber gelten als sachlich und souverän:-( schade!

Ach komm - nicht jede hat die gleiche Menge Wissen zu jedem Thema. Nicht jede ist gut darin, sich kritisch mit Texten auszueinanderzusetzen (wie b.), nicht jede hat wirklich Ahnung von der Printpresse und der Medienwelt (wie M.). Und mit "Wissen" meine ich nicht den Kram, den man sich mal so schnell im Internet holt.

Sei doch froh, dass es hier Expertinnen gibt, die die Sachen mit viel Geduld erklären.

LG
RU

Cora (Profil) schrieb am 17.06.2020 21:31

Ich bedanke mich bei allen anderen bei denen sich noch nicht bedankt wurde für ihren Mut sich zu einem derzeit recht bewegenden Thema zu äußern. Anscheinend wird hier auch mit zweierlei Maß gemessen und nur bestimmte Schreiber gelten als sachlich und souverän:-( schade!

Puh, was ist denn das jetzt für eine Keule?
Man muss in so einem Forum und Thread schon verschiedene Meinungen aushalten können.... Ich bedanke mich bei denen, deren Beiträge mir besonders viel geben. Andere bedanken sich bei anderen. Du machst genau das, was Du kritisierst. Und dann noch anonym.
Ich habe selber fachlichen Hintergrund zum Thema. Aber ich muss hier nicht schreiben...

Henni (Profil) schrieb am 17.06.2020 21:32

..."Und niemand hatte diese Krankheit und kennt auch keinen."...

Das ist doch aber kein sachliches Argument und auch kein persönlicher Grund dafür, die Realität nicht zu sehen!

Ich kenne auch niemanden, der in einem Fleisch-Betrieb arbeitet. Trotzdem zweifle ich nicht an, dass die zuletzt berichteten Fälle stimmen.

Ich kenne auch niemanden, der bei einem Badeunfall gestorben ist.
Trotzdem habe ich darauf geachtet, dass meine Kinder sicher Schwimmen lernen und erkläre ihnen immer mal wieder bei Gelegenheit, welche Gefahren von offenen Gewässern ausgehen.

Die Liste läßt sich unendlich fortsetzen.

LG Henni

Henni (Profil) schrieb am 17.06.2020 21:36

Wir wohnen nicht sooo weit von der französischen Grenze.

In den Nordvogesen schütteln die Menschen den Kopf darüber, was in D gerade abgeht.
Dort ist nicht die Frage, ob man jemanden kennt, der jemanden kennt, der krank war. Und ob es dann auch überhaupt ein schlimmer Verlauf war.
Dort hängt in jedem zweiten Haus eine schwarze Flagge. Das ist dort üblich, wenn eine Familie einen Trauerfall hat.
Die Übersterblichkeit ist am signifikantesten, wenn man einzelne Regionen anschaut. Und dort - wie z.B. in Nord-Ost-Frankreich - ist sie dann krass.

LG Henni

Lenchen (Profil) schrieb am 17.06.2020 21:36

Nee, Cora, sachlich nicht, nur ein Stupser vielleicht. Ich bin, wie ich schon schrieb, hier/in meinem Reallife/"im Internet" beileibe nicht die Einzige, die so "tickt", vielleicht ein Besoneres Exemplar, dass die Gegeseite ernsthaft versucht zu verstehen und niemanden für dämlich hält. Sachen, die man auf irgendeine Art erlebt hat, und sei es durch Erzählungen ertser Hand, werden evtl ernster genommen, als diese neue, nie dagewesene Situation.

Lenchen (Profil) schrieb am 17.06.2020 21:37

Entschuldigung, Henni natürlich.

Lenchen (Profil) schrieb am 17.06.2020 21:40

Wir wohnen nicht sooo weit von der französischen Grenze.

In den Nordvogesen schütteln die Menschen den Kopf darüber, was in D gerade abgeht.
Dort ist nicht die Frage, ob man jemanden kennt, der jemanden kennt, der krank war. Und ob es dann auch überhaupt ein schlimmer Verlauf war.
Dort hängt in jedem zweiten Haus eine schwarze Flagge. Das ist dort üblich, wenn eine Familie einen Trauerfall hat.
Die Übersterblichkeit ist am signifikantesten, wenn man einzelne Regionen anschaut. Und dort - wie z.B. in Nord-Ost-Frankreich - ist sie dann krass.

LG Henni



Da frage ich mich, wieso nur einzelne Regionen. Meine vielen Fragen, sollte ich mir notieren und nach der Aufarbeitung beantworten....

Lenchen (Profil) schrieb am 17.06.2020 21:42

Meine Orthografie und Interpunktion...ich glaub ich schreib heute nichts mehr...wieder rausschleich...

Henni (Profil) schrieb am 17.06.2020 21:55

..."Da frage ich mich, wieso nur einzelne Regionen."....

Weil es bisher große Ausbrüche nicht flächendeckend, sondern z. Glück immer regional begrenzt gab.
In Deutschland waren Hotspots in
Heinsberg
Tischenreuth
Göttingen
jetzt auch das winzige Rheda-Wiedenbrück (da bin ich dann gespannt, wie die Zahlen im Verhältnis zu den Einwohnern aussehen!)
und weitere....

Das wird aber nicht unbedingt so regional bleiben, je nachdem, wie locker bzw. verantwortungsvoll jetzt der Einzelne die Lockerungen nimmt.

LG Henni

Lenchen (Profil) schrieb am 17.06.2020 22:41

Meine Erklärungen zu meinen "Idealmedien" möchte ich mit einem Beispiel ergänzen: Der Tip von Sünneli zum Umgang mit Corona in Pflege- und Altenheimen.

Anonym schrieb am 17.06.2020 23:26

Oh, zu Tirschenreuth kann ich Dir berichten.

Hier waren viele, viele Klassen im Ski-Urlaub, danach noch eine Woche in der Schule und dann (!) hieß es, die Kinder, die in Österreich waren, bleiben jetzt zu Hause. Ja, zu spät. Manch einer pendelt von hier auch in den Süden. Es gab das Starkbierfest in Tirschenreuth. Da kommt eins zum Anderen.

Und hier (Wunsiedel) und Tirschenreuth (Nachbarlandkreis, viele meiner Kolleginnen kommen von dort) war in den Krankenhäusern ganz schön was los. Meine Kinder gehen mit den Kindern der Krankenschwestern in die Schule, mit manchen bin ich befreundet und tausche mich aus. Auch wenn es nicht erste Hand ist, war es ziemlich unschön, was die berichtet haben. Stell Dir vor, Du bist den ganzen Tag im Krankenhaus, hast nicht genügend eigenen Schutz und gehst dann so nach Hause zu Deinen Kindern und hoffst, sie nicht anzustecken..

Eine Freundin hat es mit Lungenentzündung arg gebeutelt. Ihr Sohn sitzt daneben und hat Angst um die Mama, die auf keinen Fall ins Krankenhaus will... das war grad am Anfang, als noch nicht so ganz klar war, welche Beatmungsgeräte man besser nicht nutzt. Meine eigenen Kinder waren positiv, wenn auch nicht mit schlimmen Symptomen- Halsweh, eine Woche Schlappheit, leichtes Fieber - ja, die Influenza war damals schlimmer - ABER wir sind auch keine Risikopatienten. Hätte ich ein Kind mit Vorerkrankung hier im Hotspot gehabt... ich wäre nicht so gelassen gewesen.

Ich kenn mitlerweile einige persönlich, die positiv getestet wurden. Ich mein ja immer noch, dass ich es auch gehabt haben muss und nur keine Antikörper gebildet habe. Meine Arbeit lag lahm, weil so viele in Quarantäne waren. Und man kann sich ja vorstellen, dass es auch entsprechende Beerdigungen hier gab...

Ich versteh das schon, in meiner Heimat im Norden hinterfragen sie auch viel kritischer und manchmal provokanter als hier an meinem jetzigen Wohnort. Es ist vermutlich sehr abstrakt, wenn man nicht vor Ort ist und nicht erlebt, wie schnell man sich einfach mal anstecken kann.

Hier in den betroffenen Landkreisen waren die kritischen Stimmen viel leiser, zumindest habe ich das so empfunden. Hier kennt jeder jemanden, den es erwischt hat, wenn auch zum Glück nicht immer Risikopersonen. Und hier ist es nicht so schlimm, wie in anderen Ländern. Wie muss es einem erst da gehen?

Ich weiß, das war jetzt etwas am Thema vorbei. Eigentlich wollte ich nur sagen, dass es vielleicht wirklich auch darauf ankommt, wie nah man das Ganze miterlebt hat.

Ano Lola

Anonym schrieb am 18.06.2020 08:56

Meine Erklärungen zu meinen "Idealmedien" möchte ich mit einem Beispiel ergänzen: Der Tip von Sünneli zum Umgang mit Corona in Pflege- und Altenheimen.

zur ergänzung: die srg ist kein staatsmedium, aber sie erhält gelder, die alle haushalte zahlen müssen (rundfunkgebühren), dazu wird die srg vom bund kontrolliert und hat einen klaren, gesellschaftlichen auftrag.

siehe link.

aber,
ja,
ich höre gerne srf 2 kultur, oft gefallen mir die beiträge, weil sie 'streitfreudig' daher kommen.

sünneli




http://metro.srgssr.ch/de/auftrag/kurz-und-gut/

bkoe0067 (Profil) schrieb am 18.06.2020 10:59

Ich habe etwas interessantes gefunden:

https://swprs.org/covid-19-hinweis-ii/

Es beschreibt ganz neutral die neusten Erkenntnisse über das Virus. Vielleicht für den ein oder anderen interessant?



Dann wollen wir mal eine weitere Seite genauer anschauen, aber dennoch recht flüchtig, mir fehlt leider die Zeit.

- Praktisch: Wenn man eine Seite mit "Fakten" überschreibt, glauben es grundsätzlich erstmal alle.

1. Laut den neuesten immunologischen und serologischen Studien liegt die Letalität von Covid-19 (IFR) bei insgesamt circa 0.1%
--> wenn man sich die Todesraten in den Hotspots anschaut, kann das so absolut schlicht nicht richtig sein

--> zudem:
Ich zitiere von der Seite des Statistischen Bundesamtes: "Daten ab dem 01. Januar 2019 sind vorläufig – hierbei handelt es sich um eine reine Fallzahlaus­zählung der eingegangenen Sterbefall­meldungen aus den Standes­ämtern – ohne die übliche statistische Aufbereitung. Die Daten wurden nicht plausibilisiert und es wurde keine Voll­ständigkeits­kontrolle durchgeführt. Zudem liegt nur ein begrenzter Merkmalsumfang vor. "

--> dann hab ich mir die Zahlen mal selbst grob angeschaut. Mitte März 2020 steigt die Todesrate deutlich an, um Mitte April deutlich abzuflachen. Mit den anderen Jahren verglichen hab ich noch nicht, das kann ich aber gerne mal machen oder meinen Mann, der sich als Wirtschaftswissenschaftler viel gerade mit der Statistik rund um Corona befasst, drauf ansetzen.

Wer selbst nachsehen will: https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Sterbefaelle-Lebenserwartung/Tabellen/sonderauswertung-sterbefaelle.html


Weiter im Text.

3. Das Sterberisiko für die Allgemeinbevölkerung im Schul- und Arbeitsalter liegt selbst in den weltweiten “Hotspots” zumeist im Bereich einer täglichen Autofahrt zur Arbeit.

---> Da möchte ich doch mal bitte genaue Zahlen haben, wieviele Coronatote und wieviele Autotote es in Tirschenreuth und Rheda-Wiedenbrück genau gibt und wieviele Autotote auf dem Weg zur Arbeit waren. Dazu bitte noch: ob die Angehörigen die Autounfälle gerne vermieden hätten, wenn es denn möglich gewesen wäre.

4. Bis zu 80% aller testpositiven Personen bleiben symptomlos. Selbst unter den 70- bis 79-Jährigen bleiben rund 60% symptomlos. Über 95% aller Personen zeigen höchstens moderate Symptome.

--> Angenommen, die Seuche durchseucht Deutschland ungebremst zu ca. 60-70 %. Dann macht das 2,5 bis 3 Millionen Menschen mit schweren Symptomen.


5. Bis zu 60% aller Personen verfügen bereits über eine gewisse zelluläre Hinter­grund­immunität gegen Covid19 durch den Kontakt mit bisherigen Coronaviren (d.h. Erkältungsviren).

--> Dazu weiß man noch nicht wirklich viel, auch nicht, wie lang diese Immunität vorhält.

6. Das Medianalter der Verstorbenen liegt in den meisten Ländern (inklusive Italien) bei über 80 Jahren...
(hier muss ich gleich einhaken: Der begriff Medianalter ist schlicht falsch bzw. falsch übersetzt. Median ist in der deutschen Sprache eine MArke, die eine Grupe in 2 Hälften teilt. Hier würde das bedeuten, die hälfte der an Verstorbenen ist unter 80 Jahren, die andere Hälfte ist über 80 ;) ))

... und nur circa 4% der Verstorbenen hatten keine ernsthaften Vorerkrankungen.
--> Das ist doch erfreulich, dass die meisten alten Leutchen an mehreren Krankheiten gestorben sind.

Das Sterbeprofil entspricht damit im Wesentlichen der normalen Sterblichkeit.
---> genau, im Wesentlichen. Aber eben ein paar Wochen, Monate, Jahre vorgezogen.Manche alten Leute sind lebensmüde, manche der Coronatoten hätten vielleicht gerne noch das Abitur ihres Enkels miterlebt. Oder das erste Urenkelchen.

So. Nachdem ich nun alle fünf ersten Punkte widerlegt oder zumindest stark angezweifelt habe, ist mir die Lust abhanden gekommen, weiterzulesen.

Nein, ich will hier nicht schwarzmalen und Corona als zweite pest darstellen, im Gegenteil. Ich bin heilfroh und frage mich, was die Menschheit gerade mit einer neuen, ohne Behandlung zu 40-80% tödlichen Krankheit anfangen würde :)

Ach doch, eins noch, da hab ich echt mit den Ohren geschlackert:

13 Die oft gezeigten Exponentialkurven mit “Coronafällen” sind irreführend, da auch die Anzahl der Tests exponentiell zunahm.

--> Die Exponentialkurven haben nichts, aber auch gar nichts mit getesteten Personen zu tun. Das ist eine reine Vorausberechnung.Exponentielles Wachstum, vielleicht erinnert sich die eine oder andere, das war der Seerosenteich, der so allmählich zuwuchert, und bäng, auf einmal ist er halb zugewachsen, und bäm, am nächsten Tag ist alles dicht.
Oder die wundersame Reisvermehrung auf dem Schachbrett.

---
Ich selbst habe aber, so Mitte Februar, gesagt, dass ich, wenn ich Anhängerin von Verschwörungstheorien wäre, in Corona alles Mögliche entdecken würde...

So, jetzt kümmer ich mich aber wieder um meinen Jüngsten :)










bkoe0067 (Profil) schrieb am 18.06.2020 11:08

... noch was:

Was ich nicht möchte, ist, den Zeigefinger zu erheben und zu belehren oder so.

Ich will nur zeigen, dass man Texte so -- oder so -- lesen kann.

Nicht jeder kann sich selbst ein Bild von Statistik usw machen.

Aber man muss nicht alles glauben, was man liest. Das macht es aber gerade so schwierig, dass Corona tatsächlich zu einem sehr kritischen Lesen zwingt -- egal welchen Text aus welchem Lager... Und meist fällt es einem bei einer Seite schwerer, kritisch heranzugehen. Und genau deshalb finde ich es gut, dass hier im Forum die Möglichkeit gegeben ist, sich nicht nur mit der "Schokoladenseite", die man einfach gerne glauben will, zu beschäftigen und in einem fort zu nicken :)

Lenchen (Profil) schrieb am 18.06.2020 11:21



Aber man muss nicht alles glauben, was man liest. Das macht es aber gerade so schwierig, dass Corona tatsächlich zu einem sehr kritischen Lesen zwingt -- egal welchen Text aus welchem Lager... Und meist fällt es einem bei einer Seite schwerer, kritisch heranzugehen. Und genau deshalb finde ich es gut, dass hier im Forum die Möglichkeit gegeben ist, sich nicht nur mit der "Schokoladenseite", die man einfach gerne glauben will, zu beschäftigen und in einem fort zu nicken :)


Nur ganz kurz, weil Zeitfenster:
Da möchte ich ganz dick unterschreiben. Deshalb bin ich hier dabei. Was hilft es mir, meine Meinung immer wieder zu reproduzieren, indem ich die Informationsquellen genau danach abscanne? Mit Gegenwind habe ich gerechnet, den habe ich bekommen. Als norddeutsche Ureinwohnerin bin ich ne steife Brise gewohnt ;-)))

Der gemeinsame Nenner, den ich hier vermute: Die Situation ist für alle belastend und alle möchten sie schnell beendet wissen.

Liebe Grüße
Lena

Deichkind (Profil) schrieb am 18.06.2020 12:49

Ich habe etwas interessantes gefunden:

https://swprs.org/covid-19-hinweis-ii/

Es beschreibt ganz neutral die neusten Erkenntnisse über das Virus. Vielleicht für den ein oder anderen interessant?



Dann wollen wir mal eine weitere Seite genauer anschauen, aber dennoch recht flüchtig, mir fehlt leider die Zeit.

- Praktisch: Wenn man eine Seite mit "Fakten" überschreibt, glauben es grundsätzlich erstmal alle.

1. Laut den neuesten immunologischen und serologischen Studien liegt die Letalität von Covid-19 (IFR) bei insgesamt circa 0.1%
--> wenn man sich die Todesraten in den Hotspots anschaut, kann das so absolut schlicht nicht richtig sein

--> zudem:
Ich zitiere von der Seite des Statistischen Bundesamtes: "Daten ab dem 01. Januar 2019 sind vorläufig – hierbei handelt es sich um eine reine Fallzahlaus­zählung der eingegangenen Sterbefall­meldungen aus den Standes­ämtern – ohne die übliche statistische Aufbereitung. Die Daten wurden nicht plausibilisiert und es wurde keine Voll­ständigkeits­kontrolle durchgeführt. Zudem liegt nur ein begrenzter Merkmalsumfang vor. "

--> dann hab ich mir die Zahlen mal selbst grob angeschaut. Mitte März 2020 steigt die Todesrate deutlich an, um Mitte April deutlich abzuflachen. Mit den anderen Jahren verglichen hab ich noch nicht, das kann ich aber gerne mal machen oder meinen Mann, der sich als Wirtschaftswissenschaftler viel gerade mit der Statistik rund um Corona befasst, drauf ansetzen.

Wer selbst nachsehen will: https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Sterbefaelle-Lebenserwartung/Tabellen/sonderauswertung-sterbefaelle.html

Zu 1:
Hast du dir die 23 Studien weltweit mal angeschaut? Warum kommen 23 Studien weltweit zu einem ähnlichen Ergebnis bzgl. der Letalität?
Ein Hotspot steht doch nicht stellvertretend für die Gesamtanzahl der Infizierten. Hier ist Schätzung die Dunkelziffer hoch.

Weiter im Text.

3. Das Sterberisiko für die Allgemeinbevölkerung im Schul- und Arbeitsalter liegt selbst in den weltweiten “Hotspots” zumeist im Bereich einer täglichen Autofahrt zur Arbeit.

---> Da möchte ich doch mal bitte genaue Zahlen haben, wieviele Coronatote und wieviele Autotote es in Tirschenreuth und Rheda-Wiedenbrück genau gibt und wieviele Autotote auf dem Weg zur Arbeit waren. Dazu bitte noch: ob die Angehörigen die Autounfälle gerne vermieden hätten, wenn es denn möglich gewesen wäre.

Warum nur im Bezug auf Hotspots? Obwohl man könnte natürlich die Statistiken miteinander vergleichen, wahrscheinlich ist, das derzeit die Wahrscheinlichkeit höher ist im Hotspot an Corona zu versterben, als an einem Verkehrsunfall. Bezogen auf die Anzahl der Infizierten ist die Wahrscheinlichkeit (schätze ich mal) höher an einem Verkehrsunfall zu versterben. Dafür müsste man sich aber genaue Zahlen anschauen.


4. Bis zu 80% aller testpositiven Personen bleiben symptomlos. Selbst unter den 70- bis 79-Jährigen bleiben rund 60% symptomlos. Über 95% aller Personen zeigen höchstens moderate Symptome.

--> Angenommen, die Seuche durchseucht Deutschland ungebremst zu ca. 60-70 %. Dann macht das 2,5 bis 3 Millionen Menschen mit schweren Symptomen.

->das ist wohl richtig, obwohl man natürlich noch die falsch positiven abziehen muss.

5. Bis zu 60% aller Personen verfügen bereits über eine gewisse zelluläre Hinter­grund­immunität gegen Covid19 durch den Kontakt mit bisherigen Coronaviren (d.h. Erkältungsviren).

--> Dazu weiß man noch nicht wirklich viel, auch nicht, wie lang diese Immunität vorhält.

-stimme ich dir auch zu!


6. Das Medianalter der Verstorbenen liegt in den meisten Ländern (inklusive Italien) bei über 80 Jahren...
(hier muss ich gleich einhaken: Der begriff Medianalter ist schlicht falsch bzw. falsch übersetzt. Median ist in der deutschen Sprache eine MArke, die eine Grupe in 2 Hälften teilt. Hier würde das bedeuten, die hälfte der an Verstorbenen ist unter 80 Jahren, die andere Hälfte ist über 80 ;) ))

... und nur circa 4% der Verstorbenen hatten keine ernsthaften Vorerkrankungen.
--> Das ist doch erfreulich, dass die meisten alten Leutchen an mehreren Krankheiten gestorben sind.

Das Sterbeprofil entspricht damit im Wesentlichen der normalen Sterblichkeit.
---> genau, im Wesentlichen. Aber eben ein paar Wochen, Monate, Jahre vorgezogen.Manche alten Leute sind lebensmüde, manche der Coronatoten hätten vielleicht gerne noch das Abitur ihres Enkels miterlebt. Oder das erste Urenkelchen.

So. Nachdem ich nun alle fünf ersten Punkte widerlegt oder zumindest stark angezweifelt habe, ist mir die Lust abhanden gekommen, weiterzulesen.

Nein, ich will hier nicht schwarzmalen und Corona als zweite pest darstellen, im Gegenteil. Ich bin heilfroh und frage mich, was die Menschheit gerade mit einer neuen, ohne Behandlung zu 40-80% tödlichen Krankheit anfangen würde :)

Ach doch, eins noch, da hab ich echt mit den Ohren geschlackert:

13 Die oft gezeigten Exponentialkurven mit “Coronafällen” sind irreführend, da auch die Anzahl der Tests exponentiell zunahm.

--> Die Exponentialkurven haben nichts, aber auch gar nichts mit getesteten Personen zu tun. Das ist eine reine Vorausberechnung.Exponentielles Wachstum, vielleicht erinnert sich die eine oder andere, das war der Seerosenteich, der so allmählich zuwuchert, und bäng, auf einmal ist er halb zugewachsen, und bäm, am nächsten Tag ist alles dicht.
Oder die wundersame Reisvermehrung auf dem Schachbrett.

---
-nein die Kurve hat nichts damit zu tun.
Es macht aber Sinn, das das RKI mittlerweile auf seiner Website die Anzahl der Tests pro Woche ausweist und das in Relation zu den positiven Tests zu stellen.


Ich selbst habe aber, so Mitte Februar, gesagt, dass ich, wenn ich Anhängerin von Verschwörungstheorien wäre, in Corona alles Mögliche entdecken würde...

So, jetzt kümmer ich mich aber wieder um meinen Jüngsten :)












Das habe jetzt mal eben auf die Schnelle aus meinem Gedächtnis gekramt....ich hatte mal Statistik im Studium.
Ich mag auch niemanden belehren, das Thema ist ist echt schwierig zu erfassen.
Keiner kann von sich behaupten die Wahrheit zu wissen.
Ich bin das Baby füttern:-)

bkoe0067 (Profil) schrieb am 18.06.2020 14:14

... doch, bitte, Deichkind, belehr mich! Ich hatte keine Statistik im Studium und bin manchmal auf den nicht immer gesunden Menschenverstand angewiesen, der -- wie das Geburtstagsbeispiel zeigt -- gerne trügt.

Danke für die Kritik der Kritik, ich konnte es nur schnell überfliegen und schau es mir heute abend genauer an :)

Anonym schrieb am 18.06.2020 14:41

Zu dem Zeit-Artikel über Tirschenreuth, warum auch immer anonym, möchte ich nur ergänzen, dass wir am 12.3. auch noch wegen einer ganz anderen Geschichte beim Arzt waren und der mir, auf die Frage hin, ob wir jetzt mit leichtem Unwohlsein zum Opa fahren können, sagte, wir sind in keinem Krisengebiet, also er würde gehen. Wenn ich infiziert war, dann zu dem Zeitpunkt, am nächsten Tag hatte ich Fieber, dann Husten. Und anschliessend hattens dann die Kinder. Wißt Ihr noch, wie wir hier geschrieben haben, wer alles komischen Husten hat? Und was ich in dem Artikel nicht ganz versteh: Warum klagen sie an, dass niemand unter Quarantäne gestellt wurde? Seit dem 18.3 herrschte da doch Ausgangssperre, oder nicht?

Und ich kenne einige, die mit Erkältung aus dem Faschingsurlaub in Österreich heimkamen. Oder, ich glaube, das war direkt nach dem Fasching, wurde den Eltern freigestellt, ob die Kinder noch auf Klassenfahrt in den SKiurlaub nach Österreich wollen / dürfen. Aber wenn nicht, wäre das bereits gezahlte Geld weg. Natürlich haben sie ihre Kinder geschickt. Und danach waren sie wie oben erwähnt, noch eine Woche in der Schule, erst dann in Quarantäne. Da hat es schon gehangen.

Drei Wochen später waren wir in Quarantäne. Meine Kontakte wollte niemand wissen. Ich war ja negativ getestet und nur Kontaktperson II (III sind dann KRankenschwestern, aber bitte, meine Kinder schlafen tw bei mir mit im Bett....). Die Kinder hatten aber überhaupt keine Kontakte, es herrschte ja Ausgangsbeschränkung und vorher war ich krank und wir sind nirgends hin und somit konnten sie es nur von mir oder meinem Mann bekommen haben. Aber es wurde strikt nach Plan die Kontakte der Kranken, nicht von mir als Kontaktperson II Grades abgefragt. Ich wollte ihnen weitere nennen, aber das interessierte nicht. Aber in Quarantäne mussten wir dennoch alle. Das ist doch widersprüchlich. Aber ich wollte mich nicht mehr über die Maßnahmen aufregen... ;-)

Meine positive Kollegin aus Tir sollte eigentlich gar nicht getestet werden, denn nur Symptome reichten dafür nicht. Sie hat x mal angerufen, bis die genervte Dame bei der Hotline sie endlich zum Arzt geschickt hat. Ähnlich lief es bei der Freundin mit der Lungenentzündung. Sie hat erst einen Corona-Test bekommen, als sie wegen des Sauerstofftestes beim Facharzt war. Der hat dann mal ganz schnell auf Covid getestet.

Aber so war es ja überall, nicht nur in Tirschenreuth und Wunsiedel, getestet wurde nur, wenn man Symptome und Kontakt hatte, nur gab es eben bei uns mehr Fälle. Das ist doch dann fatal, wenn Du den ersten, von dem es ausgeht, nicht erwischt....

AnoL

Lola (Profil) schrieb am 18.06.2020 15:01

Warum klagen sie an, dass niemand unter Quarantäne gestellt wurde? Seit dem 18.3 herrschte da doch Ausgangssperre, oder nicht?



Ich seh den Fehler, Ausgangssperre hatte nur die Stadt Mitterteich.

Lenchen (Profil) schrieb am 19.06.2020 17:54

Hendrik Streek bei Markus Lanz vom 17.06.2020.
Nur als Tip, falls es wer schauen mag.

ReginaUrsula (Profil) schrieb am 20.06.2020 06:24

5. Bis zu 60% aller Personen verfügen bereits über eine gewisse zelluläre Hinter­grund­immunität gegen Covid19 durch den Kontakt mit bisherigen Coronaviren (d.h. Erkältungsviren).

--> Dazu weiß man noch nicht wirklich viel, auch nicht, wie lang diese Immunität vorhält


Es mag umgedreht auch so sein, dass der dauernde Kontakt mit anderen Coronaviren ein Risiko und keinen Vorteil darstellt! (Vgl. NDR Podcast von Christian Drosten am 16.6.). Das sind alles Aussagen aus dem spekulativen Bereich. Das Virus ist einfach zu neu - bestimmte Aussagen kann man jetzt einfach noch nicht abschließend treffen, weil dazu noch ganz viel geforscht werden muss. Deshalb sollte man sie m.E. keinesfalls als Fakt oder Wahrheit präsentieren.


LG
RU

Henni (Profil) schrieb am 20.06.2020 15:38

..."Der gemeinsame Nenner, den ich hier vermute:
Die Situation ist für alle belastend und alle möchten sie schnell beendet wissen. "...

Beziehst Du das auf die Pandemie insgesamt?
Wenn man sich die Entwicklung weltweit anschaut, ist ein "schnell beendet" wirklich nicht in Sicht.

Oder beziehst Du es auf die Infektionszahlen in D?
Auch da sieht es momentan überhaupt nicht nach "schnell beendet" aus. Ich mein damit nicht nur die ganz großen Ausbrüche, wie in NRW gerade. Auch hier - in einem Landkreis mit ganz geringen Zahlen - traten zuletzt wieder vermehrt Fälle auf.

Oder beziehst Du dich auf die Schließungen?
Meinst du mit "schnell beendet" alle Regularien, Abstandsregel, Maskenpflicht etc.?
Da muss ich für mich sagen, ich hoffe überhaupt nicht, dass die schnell beendet werden!
Ich weiß, dass hier bei uns angedacht wird, die Schulen nach den Ferien in Normal-Betrieb laufen zu lassen. Kein Abstand, keine Masken, keine verkleinerten Gruppen, nur Lüften als Maßnahme.
Schüler*innen, die vorerkrankt sind, können dann mit Attest zu Hause bleiben. Und in der Sek 1 zwei Wochenstunden Hausunterricht auf Antrag bekommen, in der Sek 2 dann vier.
Würden Maßnahmen ergriffen, Abstand, kleine Gruppen etc., dann könnten diese Schüler*innen beschult werden, nicht alle Tage, aber an manchen Tagen, wenn halt ihre Kleingruppe dran ist.

Also, ein "schnell beendet" sehe ich nicht.

LG Henni

Anonym schrieb am 20.06.2020 17:41

Also ich muss sagen, ich möchte nicht dass weitere Maßnahmen ergriffen werden in Schule und Kita. Ich ganz persönlich nicht.

Bei uns ist es seit.. Hm.... Anfang Mai glaube ich so, dass wir in der KiTa kleinere Gruppe, keine Überschneidung dieser, kein durchmischen des Personals ect. Haben.
Und es ist furchtbar. Ich bin von 32h auf 35h pro Woche gegangen. Mache jede Woche Überstunden. Und schaffe trotzdem nicht das, was gemacht werden muss. Wir kürzen teilweise unsere Pausen auf 15 min. am Tag ein. Wir bekommen es schlicht und ergreifend sehr schwer gestemmt.
Und da sind wir noch nicht in der "Krankenzeit". Wie das gehen sollte im Herbst, soll mir mal bitte einer sagen. Da können wir eigentlich gleich zumachen.

Ja, ich bin gerade etwas frustriert. Was hier gerade vom Pädagogischen Personal gefordert wird, ist einfach nur frustrierend.
Meinen Samstag hab ich damit verbracht, den Förderplan für ein Kind zu schreiben. Das schaffe ich im Alltag neben all der Kinder nicht, da mich ja aus der Kleingruppen niemand herauslösen darf. Bezahlt bekomme ich das natürlich nicht, aber man macht es ja gern.

Frustrierte Grüsse,
Tine

Anonym schrieb am 22.06.2020 16:29

Ich muss im Augenblick (also seit Beginn der Pandemie) immer wieder an meine Urgroßmutter denken. Geboren 1907, hat sie zwei Weltkriege erlebt. Und zwar so richtig. Im 1.WK verlor ihre Familie ihren kleinen Bauernhof, und musste ganz neu anfangen. Im 2.WK wurde sie und ihre Familie aus Ostpreußen vertrieben. Sie gehörte zu denen, die mit ihren Kindern über das Haff geflohen ist und mit den Schiffen nach Dänemark. Auf der Flucht die Tocher verloren. Und dann wieder totaler Neuanfang. Meine Uroma hatte die Ruhe weg - egal was passiert ist, sie hatte diese "es kommt wie es kommt Haltung". Nicht traurig/depressiv - nein gar nicht!.

Ich erminnere mich immer dann an meine Uroma, wenn ich das Gefühl habe, dass die Corona-Zeit schwierig ist, dass sich meine/unsere Lebenssituation /Arbeitssituation verschlechtert hat, oder dass mein Kind nicht so gefördert wird, wie es sollte. Und ich denke mir, vielleicht sollte man das alles einfach in Ruhe durchstelhen, und dabei schauen, wem man im eigeen Umfeld helfen kann. Und nicht überall im Internet rumlesen, bis man gar nicht mehr weiss, wem man noch trauen kann und überall Verschwörungen wittert.

Einfach mal denken: Es komm wie es kommt, so ist das Leben halt.

LG
RU

bkoe0067 (Profil) schrieb am 22.06.2020 18:05

Liebe RU,

wie schön, dass Du da eine so konkrete Person hast, an die Du denken kannst! Aber genauso seh ich das auch: Was ist Corona gegen Krieg und Pest... Was würden wir verwöhnten Menschlein heute damit anfangen?

Aber das habe ich ja schon mal geschrieben worden und bin "abgewatscht" worden, wie ich so denken kann ;)

LG

bkoe

ChristineT (Profil) schrieb am 22.06.2020 22:55

Und ich denke mir, vielleicht sollte man das alles einfach in Ruhe durchstelhen, und dabei schauen, wem man im eigeen Umfeld helfen kann. Und nicht überall im Internet rumlesen, bis man gar nicht mehr weiss, wem man noch trauen kann und überall Verschwörungen wittert.

Einfach mal denken: Es komm wie es kommt, so ist das Leben halt.



Das sehe ich auch so. Ich hab den Eindruck, dass viele Leute sich zu viele Informationen reinziehen. Zu viel, um das noch gut zu verarbeiten und einzuordnen.
Wir müssen mit einer Menge an Input umgehen, die echt nicht mehr feierlich ist.
Ich versuche schon, im Bilde zu bleiben. Aber insgesamt geht´s mir da eher so, wie Nachtkatze neulich zum Abschied schrieb: ich brauch eher Erde unter den Fingernägeln...

Anonym schrieb am 23.06.2020 09:53

mir geht es auch so.
erde unter den fingernägeln.
im kleinen schauen, dass es gut ist. für alle!

leben lernen mit corona.
das wird nicht vorbei sein, irgendwann.
dann ist's vielleicht kein kronenvirus mehr, sondern etwas anderes, das uns fordert.

auch darf nicht vergessen gehen, dass die grössten humanitären katastrophen, die wir mit unserer art des wirtschaftens mitbefördern, ganz andere namen tragen und andere todeszahlen hervorbringen.

ich hoffe, wir begreifen corona als chance und ändern die eingefahrenen, einen grossteil der weltbevölkerung ausbeutenden strukturen.

das neue greenpeacemagazin erzählt von vielen menschen, die diesen weg bereits beschreiten, und stiftet mut, es ihnen gleich zu tun.


...und so gehe ich nun in den garten, nach viel regen (zum glück!) während der letzten wochen heute nun sonne und: wärme!

einen hellen tag euch allen,
sünneli



https://www.greenpeace-magazin.de/warenhaus/produkt/420-zukunft-wirtschaft