"Grippeimpfung für Kinder?"

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solskinn (Profil) schrieb am 24.09.2020 08:10

Grippeimpfung für Kinder?

Guten Morgen,

lasst ihr mich bitte an euren Gedanken teilhaben?!

Mein Mann und ich lassen uns jeweils Anfang/Mitte Oktober gegen Influenza impfen. Ich tue dies nach zwei Mal erlebter Grippe regelmäßig, mein Mann erstmals, weil es unmittelbar vom AG angeboten wird und ich schwanger bin.

Die Frage ist nun, ob die Kinder auch geimpft werden sollten?!

In dem einen Jahr hatte ich mich bei meinem damals Fünfjährigen angesteckt. Er litt vier, fünf Tage, für mich war es der absolute Horror über fast zwei Wochen inklusive wochenlanger Rekonvalenszenz. Das Jahr darauf ging es im Kollegium rum, auch das war eine extreme Erfahrung mit Fieberkrämpfen und Halluzinationen und so. Absolut nichts, was ich in schwangerem Zustand erleben möchte. (Und auch so nie wieder)

Die Kinder besuchen eine Grundschule, es gibt also im Prinzip keinen Abstand. Außerdem sind sie regelmäßig beim Vater und dessen Familie. Eigentlich sind ihre Kontakte im Vergleich zu den Vorjahren nicht eingeschränkt.

Würdet ihr die Kinder auch und besonders zu meinem Schutz dieses Jahr impfen lassen?!

Grüße, solskinn

Antworten

Anonym schrieb am 24.09.2020 08:59

Meine persönliche Meinung lasse ich mal außen vor, aber ich habe seitdem es neuerdings erstmals(!) für Kinder empfohlen wird, viele kritische Meinungen von Kinderärzten dazu gehört.
Mir persönlich stößt auch die neuerdings permanente TV Werbung für Impfungen auf. Ganz neue Qualität der Impflobby.
LG

Anonym schrieb am 24.09.2020 09:16

Was soll deine Antwort jetzt aussagen, außer deiner persönlichen Meinung?

Anonym schrieb am 24.09.2020 09:17

In drei Wochen werden meine Kinder und ich (das erste Mal) gegen Grippe geimpft.
Ich schreibe hier ano wegen Impfkritikern

Anonym schrieb am 24.09.2020 09:34

Was soll deine Antwort jetzt aussagen, außer deiner persönlichen Meinung?


Die kritischen Meinungen von Kinderärzten, sowohl in öffentlich rechtlichen Medien, als auch in meinem privaten Umfeld.

Meine persönliche Meinung ist, dass ich die Kinder nicht impfen lassen würde.
Allerdings habe ich natürlich nicht deine Erfahrungen gemacht und entscheide mich mit völlig anderem Background dagegen.
LG

Henni (Profil) schrieb am 24.09.2020 11:38

Hallo Solskin,

die Empfehlungen sind gerade unterschiedlich, was ich gar nicht weiter schlimm finde, denn die Entscheidung muss ja sowieso für den Einzelfall abgewogen werden.
Die StiKo empfiehlt nicht eine generelle Impfung für Kinder, die Kinderärzte laut Ärzteblatt schon.
Grundsätzlich wird die Impfung allen empfohlen, die dadurch die Ansteckungsgefahr von Menschen aus der Risikogruppe verringern können.

Da wir weiterhin unsere Großmutter im Pflegeheim besuchen wollen, werden wir uns wahrscheinlich alle impfen lassen. Auch bei uns ist es so, dass mindestens drei von uns durch Schule und Beruf ein erhöhtes Ansteckungsrisiko haben.

Bei euch ist es ähnlich, eure Familie braucht einen besonderen Schutz und die GS-Kinder sind einem erhöhten Ansteckungrisiko ausgesetzt. Ich würde auch Richtung Impfung entscheiden.

Eine Grippe-Impfung für Kinder ist ja auch nicht völlig neu. Ich kenne schon immer Kinder, die wegen eines erhöhten Risikos jedes Jahr geimpft werden.

Alles Gute Dir und deiner Familie!
Henni

Marlis (Profil) schrieb am 24.09.2020 11:43

Hallo,

meine persönl. Ansicht: schwanger würde ich mich nicht impfen lassen, allerdings an deiner Stelle, mit Grippeerfahrung sicherlich nochmal überlegungswert.
Grundschulkinder kann man schon impfen lassen, ich finde, in dem Alter stecken sie Impfungen meist sehr gut weg; wie haben sie denn bisher auf Impfungen reagiert? Würde ich vielleicht davon abhängig machen.

Auch wenn ich im med. soz. Bereich arbeite, lasse ich mich nur recht wenig impfen. Ich hab mich vor 2 Jahren TDP auffrischen lassen, mit 36, weil ich wusste, dass meine letzte mit 10 J. war. Die nächste Auffrischung gibt es dann Ende 50. Hier wird mittlerweile alle 20 J. Auffrischung empfohlen, wenn ich mich nicht irre, lediglich Keuchhusten kann man alle 10 J. auffrischen lassen, für mich persönlich uninteressant. Mit Anfang 20 hab ich mich gegen Hep. B impfen lassen, der Arzt damals meinte, die hält ein Leben lang, bis jetzt, fast 20 J. später, Titer top, 1A :-)

Für meine Töchter (13 und 11) schiebe ich die Impfungen auch schon lange vor mich her. Bei ihnen steht noch die MMR aus, und TDP Auffrischung, wurden zum letzten Mal mit knapp 2 J. geimpft. Wahrscheinlich wird noch Hep. B und vielleicht noch HPV hinzukommen. Mal sehen, jetzt warte ich auf jeden Fall wieder aufs Frühjahr.
Meine Grosse hatte ich damals Hep. B impfen lassen, begonnen, aber nur 2x, da sie darauf recht heftig reagiert hat, als klitzekleines Baby. Evtl. braucht sie da vielleicht nur 1 oder 2 Impfungen.
An Kinderkrankheiten hatten meine leider aus den WiPo gar nix. Meine Grosse hatte mal eine ganz dolle Grippe, aber da haben wir uns zum Glück nicht angesteckt. Ansonsten stecken wir Eltern uns schon sehr viel an :-(
Muss die Kinder abholen ...
melde mich vielleicht spät nochmal
LG, Marlis

natascha (Profil) schrieb am 24.09.2020 12:02

Meine Kinder lasse ich nie gegen Grippe Imifen.
Jeder hatte einmal die echte Grippe, seidem nie wieder.
Sind auch so robust
Ich lassse mich jedes Jahr impfen.

Wie hast fu es die letzte Jahre gehandelt.
Was sagt dein Bauchgefüh.

Lg Natascha

solskinn (Profil) schrieb am 24.09.2020 12:47

Erstmal danke für eure Meinungen.

Ich lasse mich ja seit meinen eigenen Erfahrungen impfen und habe die Impfung immer sehr gut vertragen. Mein Mann hat es aus Faulheit bisher nicht gemacht und nun kommen die extra an seine Arbeitsstelle, da hat er sich jetzt auch einen Termin geben lassen. Eben auch, weil ich schwanger bin.

Die Kinder habe ich bisher nicht gegen Grippe impfen lassen.

Meine Erfahrung ist ja, dass ich sowohl im beruflichen Umfeld (wo ich nicht mehr bin, da BV wegen allgemeiner erhöhter Infektionsgefahr!) und einmal von einem Kind angesteckt wurde. Und bei dem Kind ist ja jetzt nichts anders als damals, außer dass es jetzt anstatt Kindergarten die Schule besucht.
Und ich kann mich vor meinem Kind definitiv nicht schützen. Wenn da sie Grippe ausbricht, ist es zu spät. Und ein so leidendes Kindes lasse ich auch nicht allein, das ist ja mal klar.

Der Hauptgrund bei den Kindern wäre für mich schon der Schutz für mich. Dass eine Grippeimpfung nicht 100% schützt, sondern im Zweifel deutlich weniger, weiß ich ja. Wenn halt aber nicht nur mein Risiko gesenkt wird, sondern auch dass der Menschen um mich herum, schützt es mich ja extra nochmal. Es kann natürlich auch sein, dass wir das Pech haben und es uns alle trotzdem erwischt. Weiß man natürlich nicht.

Es kommt aber auch der Gedanke dazu, dass wir sicher durch Schnupfen, Husten usw. reichlich Fehlzeiten in der Schule anhäufen werden und wenn durch die Impfung allein die Wahrscheinlichkeit, im Zweifel aber auch die Dauer einer Grippe verkürzt wird, uns ja auch ein gedient ist.

Ich gehörte auch jahrelang zu der Fraktion, die keinen Sinn in der Impfung sah. Beim letzten Mal hat sich bei mir noch eine Superinfektion mit Lungenentzündung drauf gelegt, ich war so weg vom Fenster, das waren solche Schmerzen, solche Ängste, die ich hatte. Das habe ich mir vorher nicht vorstellen können. Und wenn die Impfung den Verlauf "nur" mindert, ist es mir den Pieckser wert. Aber das muss jeder für sich entscheiden und ich bin sicher die Letzte, die "pharmagläubig" ist.

Leider lässt sich die Familie väterlicherseits nicht impfen, er ist aber mit einer Impfung der Kinder einverstanden. Sonst hätte ich vielleicht auch nochmal anders darüber nachgedacht.

Beim Kinderarzt habe ich niemanden erreicht bisher und wenn, dann hätte ich ja auch nur die Sprechstundenhilfe am Apparat. Eine Beratung kann ja erst vor Ort erfolgen und das ist halt immer so ein Ding mit so vielen Kindern dahin zu gehen und ein Gespräch zu führen. Ich habe noch überhaupt keine Meinung von Kinderärzten dazu gehört, weil ich auch einfach gar keine privat kenne.

Anonym schrieb am 24.09.2020 14:56

Der Wunsch war wohl von Seiten der Politik, da sich so wenige RisikoPatienten impfen lassen, dann die Kinder zu impfen, um potentielle Übertragungswege an die Risikogruppen zu reduzieren.
Ich lasse mich impfen, da ich mit RisikoPatienten arbeite. Mein Sohn wird nicht gegen Grippe geimpft. Bei Kindern sind die Symptome einer echten Grippe häufig weitaus weniger heftig als bei Erwachsenen oder Hochaltrigen.

Mornica (Profil) schrieb am 24.09.2020 16:32

Nachdem ich drei Jahre hintereinander richtig heftig an Influenza erkrankt war, lasse ich mich nun jährlich impfen. Also will es, letztes Jahr verpennt. Wenn ich die Möglichkeit bekäme, würde ich meine Tochter (13) auch impfen lassen. Allerdings habe ich in der Tageszeitung gelesen, dass es gar nicht genug Impfdosen gäbe und die Ärzte und Ärztinnen diese quasi nach eigenen Ermessen auf ihre Patienten und Patientinnen verteilen müssen. Insofern werde ich meine Hausärztin fragen, ob sie das mich und ggf meine Tochter als bedürftig einschätzt.
Gruß
Bettina

Camilla (Profil) schrieb am 24.09.2020 21:43

Dass die Grippeimpfung momentan so massiv beworben wird, hängt meines Wissens ganz stark mit der Idee zusammen, Krankenhauskapazitäten, die sonst in jeder Saison durch Grippekranke belegt werden für Coronakranke frei zu halten. Ein bisschen spielt vielleicht auch mit rein, dass es grade für Risikopatienten nicht gut ist, zu Corona auch noch Grippe zu bekommen. Aber für Risikopatienten gab es ja schon immer die Empfehlung zur Grippeimpfung.

Wie gut die Grippeimpfung schützt, hängt ja vor allem davon ab, wie gut die Virusvariante der Saison "vorhergesagt" wurde. Die Viren verändern sich jedes Jahr und wie sie genau aussehen weiß man erst, wenn die Grippewelle da ist. Dann ist es für die Produktion des Impfstoffes aber zu spät. Aus den zirkulierenden Virenstämmen kann man aber abschätzen, welche Stämme aktiv werden könnten. Und das gelingt eben von Saison zu Saison unterschiedlich gut.

Wenn es dir also "nur" um deinen eigenen Schutz geht, dann reicht es, wenn du dich impfen lässt. Entweder der Impfstoff wirkt gut, dann bist du geschützt. Oder er wirkt nicht so gut, dann bringt es aber auch keine Verbesserung, wenn die Kinder auch geimpft werden, denn dann wirkt er bei denen auch nicht gut.

Wenn es um den Schutz anderer im Umfeld geht (Besuche im Pflegeheim o.ä.) oder direkt um den Schutz der Kinder (z.B. damit sie nicht durch blöden Zufall Grippe und Corona gleichzeitig bekommen), dann wäre die Impfung der Kinder sinnvoll.

Ich habe mich bisher nur in den Schwangerschaften gegen Grippe impfen lassen, Mann und Kinder aber nicht. Für dieses Jahr bin ich noch unentschlossen, habe aber auch wenig Kontakte zu Risikopatienten und bisher "echte" Grippe gut weggesteckt.

LG Camilla

solskinn (Profil) schrieb am 25.09.2020 08:56

Habe nun auch die Kinderärztin erreicht. Kinder unter 9 müssen bei einer Erstimpfung (Was es bei meinen ja ist) zweifach geimpft werden. Hm. Ich gehe mal noch in mich.

Anonym schrieb am 25.09.2020 20:07

Hallo, bitte unbedingt erzählen, wie Du Dich entschieden hast und warum, dieses Thema interessiert mich ungemein.

Ich bin eher impfkritisch eingestellt, ich selber bin nicht komplett durchgeimpft und mein Kind auch nicht.

Allerdings überlege ich auch dieses Jahr gegen Grippe impfen zu lassen.
Das wäre bei mir das zweite Mal Grippeimpfung.

Ich habe mich erst einmal gegen Grippe impfen lassen, und danach war ich tatsächlich übermäßig oft erkältungskrank geworden und auch viel heftiger, in dem Jahr, wo ich mich hab gegn Grippe impfen lassen.

Dieses Jahr überlege ich, mich und das Kind gegen Grippe impfen zu lassen, auch wegen Corona, das man nicht wie es der Zufall will, beides auf einmal bekommt.

Aber ich bin sehr unsicher, ob ich es machen soll.
Ein Elternteil von mir, ist Pflegefall und lebt bei uns in häuslicher Gemeinschaft, wird von uns gepflegt, dieser wird klar gegen Grippe geimpft. Reicht das als Schutz für das Elternteil denn aus?
LG

Anonym schrieb am 26.09.2020 12:23

Hallo Solskinn,
was lässt dich denn noch zweifeln? Du schreibst sehr viel Pro, so dass mir das Kontra noch nicht ganz klar ist. Was sind deine Befürchtungen?

Wenn ich an deiner Stelle wäre, würde ich, unabhängig von der Impfung, herausbekommen wollen, warum du so viele Grippeerkrankungen hattest und dein Körper sich scheinbar so schlecht dagegen wehren kann. Da muss ja ein "Loch" im Immunsystem sein. Genau dieses würde ich dann schließen wollen.

Wenn ich (hier) lese, dass sich scheinbar immer weniger Risikopatienten impfen lassen und dafür jetzt die Kinder möglichst durchgeimpft werden sollen, um genau diese Risikopatienten zu schützen, macht mich das sehr nachdenklich.
LG Doro

ReginaUrsula (Profil) schrieb am 27.09.2020 06:02

Liebe Solskinn,

zu deiner Frage:
Wir (Eltern+Kind) lassen uns seit etlichen Jahren alle gegen Grippe impfen.Genau wie du habe ich einmal die echte Grippe mitgemacht (das war nicht niedlich!!), und seitdem wird geimpft.


Mir ist es bei dem Kind auch noch wegen einer anderen Gefahr sehr wichtig: Herzmuskelentzündung als Folge von Viruserkrankungen, insbesondere von Grippe. Im Bekanntenkreis ist ein gesunder, sportlicher Teenager daran gestorben. Er hatte die Grippe, und als Folge eine (unerkannte) Herzmuskelentzündung. Er ist zum Sport gegangen, weil er meinte, dass die Grippe ja wieder weg sei. Und dann war er tot.


LG
RU

https://www.kinderaerzte-im-netz.de/news-archiv/meldung/article/entzuendung-des-herzmuskels-naechtliches-schwitzen-und-schnelle-erschoepfbarkeit-sind-moegliche-anz/

ReginaUrsula (Profil) schrieb am 27.09.2020 06:14

Und noch ein Kommentar zu einem Post von oben:

Wenn ich (hier) lese, dass sich scheinbar immer weniger Risikopatienten impfen lassen und dafür jetzt die Kinder möglichst durchgeimpft werden sollen, um genau diese Risikopatienten zu schützen, macht mich das sehr nachdenklich.

Hast du schon mal von dem Konzept des "Herdenschutzes" gehört??
Die Grippe wird wohl sehr stark von den Kindern weiterverbreitet - und wenn die alle gemipft sind, dann hilft das, eine Grippewelle zu verhindern. Und das schützt alle - auch die Risikopatienten.
(Das gleiche gilt für die Impfung gesunder Menschen mit vielen Sozialkontakten...)

Und das gilt ja für alle Impfungen: man schützt nicht nur sich, sondern auch alle anderen. Das ist mir persönlich ganz wichtig.


LG
RU

solskinn (Profil) schrieb am 27.09.2020 10:26

Guten Morgen,

was mich "zweifeln" lässt ist der Fakt, dass wir Erwachsenen das Risiko eindämmen könnten, dass die Kinder sich infizieren, indem wir - und damit meine ich die nächsten Bezugs- und Kontaktpersonen- uns impfen lassen würden. Nun wird dies aber der Vater nicht tun. Im Grunde ist damit die Entscheidung für mich gefallen. Ich werde die Termine morgen vereinbaren, zumal eines meiner Kinder schon gefragt hat, ob und wenn ja wann sie zur Impfung gehen, weil wir es ja auch machen.

@ReginaUrsula: Davon habe ich schon gehört. Mir ging es ja beim letzten Mal auch so, dass ich dachte ich sei wieder fit, war auf einer ganztägigen Fortbildung, die ich am frühen Nachmittag abbrechen musste, weil mein Kreislauf völlig aufgab, und bekam prompt eine Lungenentzündung oben drauf. Die musste dann mit ziemlich starken Mitteln bekämpft werden und es hat Monate gedauert, ehe ich konditionell wieder halbwegs auf dem Damm war. Mein Arzt sagte da auch ganz klar, dass ich es ja nicht wagen solle mich körperlich zu verausgaben - wegen möglicher Herzentzündungen. Und bei Kindern ist das ja tatsächlich noch schwieriger einzudämmen, die wollen sich ja bewegen, wenn sie halbwegs fit sind.

@Doro: Ich wüsste nicht, wie ich die zwei Ansteckungen hätte verhindern sollen?! Das erste Mal habe ich mein damals vierjähriges, hoch fieberndes Kind versorgt. Natürlich haben wir gekuschelt und ich habe ihn im Arm gehalten und er hat mich angehustet. Das ist ja gar nicht zu verhindern. Von Masken sprach da noch keiner, vielleicht würde man das heute ja auch anders handhaben?! Beim zweiten Mal ging es im Kollegium rum, wir hatten in der Zeit zeitweise eine Fehlquote von 30, 40% und die restlichen waren auch nicht alle fit. Deshalb ist ja für mich auch ein Hohn, wie in den Schulen jetzt damit umgegangen wird. Da gibt es keinen Schutz für die Lehrer, wir sitzen zu acht am Tisch mit einem Abstand von 30cm, da kann man nicht querlüften, weil es nur ein Fenster gibt, was da zirkuliert, hat ein leichtes Spiel. Ich bin froh, dass ich schwanger nicht hin muss, nicht nur wegen Corona.
Und seit diesen Erfahrungen - beim ersten Mal sah ich es nicht kommen, beim zweiten Mal dachte ich, es werde schon nicht nochmal so schlimm - lasse ich mich ja impfen. Die über 30 Jahre vorher habe ich das nicht getan und hatte auch nie Grippe. Nur bin ich bin offenbar größeren "Ansteckungsgefahren" ausgesetzt und regiere jetzt darauf.

Schönen Sonntag!

Anonym schrieb am 27.09.2020 14:58

Unser Kinderarzt hat uns von der Grippeimpfung abgeraten-und er ist ganz sicher kein Impfgegner. Unsere Kinder sind nach Stiko-Empfehlung geimpft...

- letzten Herbst war Junior mit Lungenentzündung im KH
- die Gefahr einer Herzmuskelentzündung besteht bei jeder blöden Virusinfektion-mussten wir gerade abklären lassen, da der Große plötzlich so starke Schmerzen hatte....kam wohl zum Glück nur vom Rücken

aber man kann halt nicht alle Lebensrisken ausschließen....

Meine Ärztin hat mit vor ein paar Jahren auch nur nach überstandener Lungenentzündung zur Grippeimpfung in der gleichen Saison geraten...

Lola (Profil) schrieb am 27.09.2020 21:33

Ich lese interessiert mit und möchte nur zu den Masken sagen, dass die ja dann dein krankes Kind hätte tragen müssen. Meine hatten alle drei die Influenza und nein, mit über 40 Fieber würde ich denen doch keine Maske mehr zumuten. Also das kann keine Lösung sein, war ja vermutlich von Dir auch nicht als solche gedacht. Oder meintest Du, dass das Kind sich gar nicht erst ansteckt?

Wenn dich die Grippe so arg beutelt, würd ich impfen.

solskinn (Profil) schrieb am 28.09.2020 07:34

Lola, da hast du natürlich recht, ich würde sie meinem Kind nicht bei 40 Grad Fieber aufsetzen. Aber mir vielleicht eine FFP2-Maske. Das ist einem siebenjährigen Kind für die drei, vier Tage vielleicht auch verständlicher zu machen als einem damals Vierjährigen (Wobei ich vor 2020 nie auch nur an Masken als Schutz gedacht hätte). Wobei eine Maske mit höherer Schutzklasse auch wieder nicht für Schwangere empfohlen wird.

Meine Sondersituation ist einfach meine Schwangerschaft. Wäre ich nicht schwanger, käme ich vermutlich gar nicht auf die Idee die Kinder impfen zu lassen.


Wir haben Ende der Woche den ersten Termin für die kleineren Kinder und ich habe das Wochenende mal für Nichtstun freigehalten. Ich werde berichten.

Anonym schrieb am 03.10.2020 10:09

So, die erste Dosis gab es nun, 24h später bekam eines der Kinder etwas Temperatur und fühlte sich schlapp, was mit einem Fernsehnachmittag und einer Nacht im Tiefschlaf überstanden zu sein scheint. Der andere hat gar keine Reaktion gezeigt.
Bin auf mich selbst gespannt. Hoffentlich bleibe ich bis dahin fit.

sols.

Mornica (Profil) schrieb am 03.10.2020 18:57

Habe am Mittwoch übrigens meine Hausärztin gefragt. Sie hatte gerade eine Info von der Ärztkammer/ ärztlichen Vereinigung (weiß ich nicht mehr). Es gibt für Deutschland 25 Mio. Impfdosen (82 Mio. Einwohner). Die Ärzte und Ärztinnen sollen quasi "zuteilen". Sie sagte, sie würde deswegen die Impfung nur Risikopatientinnen empfehlen sowie Mitarbeiterinnen aus dem Gesundheitssystem und ggf. pädagogischen Bereich. Wer geimpft sei, sei geimpft und werde selber nicht noch mehr geschützt, wenn andere in der Umgebung auch geimpft seien.
Am weiteren Impfdosen werde wohl gearbeitet, aber die Hersteller sind wohl am Limit.
Bei alten Leuten, die aktuell kaum aus dem Haus gingen und nur mit Maske, meinte sie, soll man unbedingt dran denken, dass diese vielleicht wegen einer anderen Erkrankung ins Krankenhaus müssten und dort die Ansteckung nicht immer vermeidbar wäre. Deshalb sollten diese nicht auf eine Impfung verzichten.
Ich habe mich "vormerken " lassen, wenn später noch Impfdosen nachkommen oder mangels Nachfrage welche über sind.
Bettina
PS Achso, bei Kindern und Jugendlichen würde sie nur impfen empfehlen, wenn entsprechende Umstände da sind (so wie bei der TS oder längerer Aufenthalt im Ausland oder ...).

ReginaUrsula (Profil) schrieb am 04.10.2020 08:41

Es ist interessant, wie unterschiedlich die Aussagen der verschiedene Ärzte sind.

Unserer Hausärztin sieht die Impfung nämlich von einem anderen Blickwinkel, aus (ich habe sie am Dienstag gefragt):
Undere Hausärztin sagt: Die Grippe wird jeden Winter stark von den Kindern weiterverbreitet - für diese Aussage hat man - anders als bei Corona - schon lange genügend Beweise.
Wenn man also die Kinder impft, dann verhindert man, dass diese die Grippe in der Bevölkerung weiterverbreiten. Und damit schützt man auch alle anderen Menschen.
Es geht also wieder nicht so sehr um den Schutz des einzelnen Kindes, sondern um den Schutz der Gesellschaft. (Das ist ja bei vielen Impfungen der Fall)

Für die Senioren gibt es übrigens eine andere Sorte von Grippeschutzimpfung - wenn man ein Kind impfen lässt, nimmt man den Senioren also nichts weg.

Nur praktisch gibt es bei uns im Augenblick auch keine Impfstoff mehr - ich bin gottseidank schon geimpft (ich arbeite im pädagogischen Bereich), das Kind und der Mann leider noch nicht....

Liebe Grüße
RU

ReginaUrsula (Profil) schrieb am 04.10.2020 09:00

Ich habe jetzt auch mal nachgeschaut und Mathematik betrieben:
Es gibt etw 13 Mio Kinder zwischen 1 und 17 Jahren in Deutschland
Wenn sich davon etwa 2/3 impfen lassen würden, würde die jährliche Grippewelle total ausgebremst. Denn, wie schon gesagt, die Grippe verbeitet sich stark über die Kinder.
Und dafür würde man nur etwa 9 Millionen der oben erwähnten 25 Mio Impfdosen brauchen.
Über diesen Weg wären dann alle anderen Menschen - unabhängig davon, ob sie geimpft sind oder nicht.

LG
RU

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1365/umfrage/bevoelkerung-deutschlands-nach-altersgruppen/

Mornica (Profil) schrieb am 04.10.2020 13:36



Für die Senioren gibt es übrigens eine andere Sorte von Grippeschutzimpfung - wenn man ein Kind impfen lässt, nimmt man den Senioren also nichts weg.



Das weißt du nicht (und ich auch nicht). Wenn die Produktion insgesamt limitiert ist, weil einfach nicht mehr hergestellt werden kann, ist es letztendlich eben doch eine Verteilungsfrage.
Der Impfstoff an sich wird derselbe sein - nur evtl. in anderer Menge. Da kann man evtl. zugunsten von mehr "Kinderdosen" ein paar mehr herstellen, aber das war es auch schon. Davon abgesehen, dass diese Theorie nur mit Impfpflicht funktionieren würde, weil viele nicht mitmachen sonst.

Nur die Kinder zu impfen, kann mE auch deshalb nicht reichen, da die Menschen dafür zu viel reisen. Sobald ein Erwachsener sich ansteckt zB im Ausland und den Virus in ein Krankenhaus oder Altenheim trägt, funktioniert die Theorie schon nicht mehr.
Ich arbeite zB in einem Bereich, wo meine Kollegen und Kolleginnen insgesamt sehr viel unterwegs sind und zudem aus dem ganzen Bundesland plus angrenzenden Stadtstaat zusammenkommen - wir sind das reinste Virus-und-Bakterien-Austausch-Karusell. Und das nicht nur wegen der angehörigen Kinder. DAS könnte jetzt wegen der Corona-Hygieneregeln mal besser werden, wird aber bestimmt nicht aufhören.

Bettina

corinna (Profil) schrieb am 12.10.2020 20:41

https://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/coronavirus-was-covid-19-und-die-grippe-verbindet-und-was-sie-unterscheidet-a-a41a28f2-0f4e-40ce-b093-3cf168e5f7c5?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

Das macht mich alles noch ganz wahnsinnig. Ich war eigentlich so weit zu sagen, ja jetzt impfen wir alle. Und am besten noch gg Pneumokokken. Im Grunde genommen weiss glaub ich kein (Experten)schwein was jetzt sinnvoll ist..