"Schwiegermutter"

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Anonym schrieb am 01.11.2020 13:22

Schwiegermutter

Hallo,
wir wohnen auf einem Mehrgenerationenhof, den wir mit den Brüdern meines Mannes vor 7 Jahren angefangen haben umzubauen. Inzwischen hat jeder eine eigene relativ fertige, separate Wohnung, auch die Schwiegereltern.
Meinen Mann kenne ich seit 20 Jahren u. somit auch die Schwiegereltern. Mit meinem Schwiegervater bin ich schon immer gut zurecht gekommen, mit meiner Schwiegermutter eigentlich auch. Aber seit 2 Jahren sprechen wir kaum noch miteinander u. wenn, eskaliert es. Dabei können wir beide gar nicht genau sagen, was der "große" Auslöser war. Bei mir ist es so, dass sich einfach viele Kleinigkeiten summiert haben. Sowas wie, es werden Sachen von uns verliehen, ohne vorher zu fragen. Oder sie kann schlecht ihre Meinung sagen u. stimmt dann Vorschlägen zu, obwohl sie das gar nicht möchte. So hieß es jahrelang, ihr könnt im Garten machen was ihr wollt (es ist mein u. ihr Hobby), aber wenn mein Mann u. ich etwas machen u. wir haben vorher nicht mit ihr alles abgesprochen ist sie beleidigt. Und zwar richtig, sie spricht das Problem dann aber nicht direkt an, sondern schickt meinen Schwiegervater vor. Ich bin dann schon ein paar Mal mit ihr richtig aneinander geraten, weil ich etwas abgesprochen habe u. sie trotzdem macht wie sie will.
Mich belastet das schon sehr, meinen Mann auch u. auch unser Kind weiss, dass Oma u. Mama grade nicht gut miteinander können. Mein Mann hat schon das Gespräch mit ihr gesucht u. wurde weggeschickt, was ihn sehr getroffen hat.
Jetzt hatten wir zweimal die Familienberatung zu Hause, an deren Ende ich das Gefühl hatte, es wird vielleicht doch.
Gestern sind wir wieder aneinander geraten, ich wollte einfach darüber sprechen, warum es nicht läuft. Sie wirft mir vor, nicht zu grüßen, dabei sagt sie selber, ich würde keine so laute Stimme haben. Da wollte ich einen Weg mit ihr finden, damit umzugehen, das hab ich auch so gesagt. Da hat sie mich ziemlich angefahren, was ich denn von ihr wollte, ich solle gehen u. meine Arbeit machen, sie mache auch ihre. Und wenn es für uns Urlaub wäre, wenn sie nicht mit uns sprechen würde, dann solle ich einfach gehen.
Nach der letzten Beratung hatten wir gemeinsam mit den Beratern festgestellt, dass die Distanz uns gut getan hat u. etwas Spannung herausgenommen wurde. Die Abschiedsworte der Berater waren dann auch, wenn Ihnen das gut tut, dann ist das vielleicht auch richtig, versuchen sie es mal mit etwas Distanz.

Nach gestern weiß ich gar nicht, ob die Beratung wirklich helfen wird, sie schlägt ja alle Redeangebote aus. Irgendwie muss ich wohl für mich einen Weg finden, dass mich das nicht immer so angeht. Nur wie?

Viele Grüße u. Danke fürs lesen, ist doch lang geworden.

Antworten

natascha (Profil) schrieb am 01.11.2020 19:30

Für mich hört sich das an, als wäre sie.mit sich unzufrieden.
Und hat ne hohe Erwartung, die sie nicht ausspricht, dann wieder unzufrieden ist, weil es keiner merkt, was sie will.
Im nachhinein merkt sie evtl, dass sie es nicht greifen kann.
Mit dem Garten, nach nen Plan, wenn es geht, dein Mann soll ihn ihr zeigen, um Meinung bitten.
Wie alt ist sie denn?


Euer Kind lernt, dass man einen Mensch auch respektvoll behandeln kann, auch wenn man nicht so kann.


Du musst es ihr nicht recht machen, sie glücklich machen.
Akzeptiere erstmal die Disharmonie.....nimm dafür nicht die Verantwortung auf dich.
Dann kannst du evtl leichter mit klar kommen.


Lg Natascha

Anonym schrieb am 01.11.2020 22:55

Es liest sich so, als wäre deiner Schwiegermutter nicht wirklich an Harmonie gelegen. Und definitiv wie Natascha schreibt: die hat ein Problem mit sich selbst.
Gib der Beratung noch eine Chance, bemühe dich aber verbieg dich nicht! Und wenn es nix bringt weil sie weiterhin nicht mitmacht: bleib bei dir! Guck was du dir Gutes tun kannst, damit du dir ihr Verhalten nicht zu Herzen nimmst.
Böse alte Weiber manchmal. Meine Schwiegermutter auch. Allerdings wäre da an ein zusammen wohnen niemals zu denken, keine 2 Wochen (c:
Alles Gute!
Munkes

Anonym schrieb am 02.11.2020 10:41

Das kenne ich von meiner Schwiegermutter. Sie ist einfach eine ganz andere Generation und hat andere Einstellungen.
Sie versucht sich auf uns einzulassen (wenn wir sie mal besuchen - sie wohnt 300km weit entfernt). und wenn wir länger als 2 Tage da sind merkt sie, dass sie es doch ganz anders will (als ich) und dann knallt es auch.
Ich weiß nicht, wie euer MGH aussieht. ich wäre für klare Grenzen: Im Haus, im Garten. Auch wenn ihr euch das Haus teilt, muss jeder seinen Bereich haben in dem der andere nichts zu sagen hat und diesem Bereich nicht betritt.
Sonst kann das nicht funktionieren.
Vielleicht ist es auch besser, wenn ihr euch nicht immer über den Weg lauft?
Gute Nerven wünsche ich dir!
P.S: Gibt es noch weitere Schwiegertöchter?
LG ano

Anonym schrieb am 02.11.2020 12:51

Hallo,
danke für eure Antworten.

Meine Schwiegermutter ist 67, also eigentlich gar nicht so alt.
Jeder hat eine separate Wohnung, wir sogar einen eigenen Eingang, wir teilen uns die Waschküche, den ehemaligen Rinderstall als Gemeinschaftsraum und halt den Garten. Ab nächstem Frühjahr werden wir zumindest den Gemüsegarten trennen, ich bekomme einen eigenen bei unserem Gewächshaus. Wobei es halt auch so ist, dass sie bei den anderen jammert, dass der Garten doch soviel Arbeit wäre. Ist es schon, aber man kann es sich ja auch leicht machen.
Es gibt noch zwei Schwiegertöchter, wobei eine im Altenteiler 100m weiter mit der Familie wohnt u. die andere kein Interesse am Garten hat. Sie ist auch ein ganz anderer Typ als ich, sie braucht die Unterstützung meiner Schwiegermutter, fragt sie oft um Rat. Ich mach das nicht.
Ich habe die letzten Jahre schon versucht, es ihr recht zu machen u. es stimmt, das reibt einen nur auf.

Anonym schrieb am 02.11.2020 15:27

Hallo,

ich sehe es wie die Ano von 10.41 Uhr...wenn sie sich nicht an Absprachen hält, hilft nur Abgrenzen. Und das ziemlich klar und konsequent. Ich würde auch notfalls ein Teil vom Garten trennen, wenn mir das wichtig wäre.
Das mit der Toleranz und Älteren finde ich immer ziemlich schwierig...ich bin im näheren Umfeld keinem wirklich toleranten älteren Menschen bisher begegnet. Daher finde ich MGH zwar eine romantische Vorstellung, aber für uns nicht umsetzbar. Wer weiss, wie ich mal so im Alter bin und was meine Kinder darüber denken...;o) Ich hoffe, wir sind dann noch im Gespräch und sie sagen es mir.

Alles Gute!
LG

ConnyH

Anonym schrieb am 04.11.2020 14:48

Hallo,
danke für eure Antworten.

Ab nächstem Frühjahr werden wir zumindest den Gemüsegarten trennen, ich bekomme einen eigenen bei unserem Gewächshaus. Wobei es halt auch so ist, dass sie bei den anderen jammert, dass der Garten doch soviel Arbeit wäre.


Das wäre auch meine Idee gewesen. Notalls wirklich mit Zäunchen die Grenze sichtbar machen.
Und jammern darf sie doch. Du musst es dir ja nicht annehmen. Immer schön bei dir bleiben ;o)
LG Doro