"Teenager mit Blähungen...."

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Anonym schrieb am 03.03.2021 21:56

Teenager mit Blähungen....

Ihr Lieben, ich wende mich heute mit einem delikaten Problem an Euch: mein Sohn (14) hat seit einigen Monaten extreme Blähungen. Und ich meine wirklich extrem: quasi ständig und sehr übelriechend...
Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie das gehen soll, wenn er mal wieder in die Schule muss...
Er ernährt sich vegetarisch. Das viele Grünfutter ist vielleicht auch ein Grund, aber ich denke, es muss noch andere Ursachen geben, denn bei uns anderen Vegetariern sind Blähungen nicht so das Problem.
Hat jemand Ideen/Erfahrungen, woran das liegen könnte und was er tun kann?
Bin für jede Hilfe dankbar!
LG
heute mal Ano

Antworten

maidli (Profil) schrieb am 03.03.2021 22:04

Isst er viel Zucker und Weißmehl? Das wäre meine Idee...

Anonym schrieb am 03.03.2021 22:12

keine ahnung

zum heilpraktiker/in, stuhluntersuchung etc.

LG

Lola (Profil) schrieb am 03.03.2021 22:31

Stress?

Aber ich bin so ein typ, der das erstmal medizinisch abklären lassen würde.

himbeere (Profil) schrieb am 04.03.2021 05:15

Ich kenn das Problem nur von Laktose Unverträglichkeit. Die haben wenn sie Tropfen Milch getrunken haben, dann ziemlich Blähungen aber auch fiese Bauchschmerzen gehabt.

Ich würde starten mit Ernährungstagebuch und dann ab zum Arzt. Der Arzt wird auch Fragen zur Ernährung stellen, von daher wäre das eine gute Vorarbeit...

natascha (Profil) schrieb am 04.03.2021 07:13

Hi.
Koennten auch pilz oder zu wenig Bakterien sein.
Ich wuerde das auch abklaeren lassen.

Liebe gruesse
Natascha

Inge (Profil) schrieb am 04.03.2021 08:39

bei meiner Tochter wars auch Laktose.

Rausgefunden durch Auslasstest:
Erst 2 Wochen gar keine Milchprodukte, dann laktosefreie Produkte.

LG Inge

Anonym schrieb am 04.03.2021 08:39

Isst er viel Zucker und Weißmehl? Das wäre meine Idee...

Nee, gar nicht. Seit einem halben Jahr beschäftigt er sich sehr mit dem Thema Ernährung, hat mit großem Interesse den Ernährungskompass gehört und isst seitdem konsequent wirklich gar keine Süßigkeiten mehr und kaum noch Sachen aus Weißmehl. Seitdem sind die Blähungen aber auch viel schlimmer geworden...
Zum Arzt habe ich ihn mit dem Thema bisher nicht gekriegt... ist ihm zu peinlich. Ich weiß, wäre gut, wenn er das ablegen könnte, aber ich kann ihn finde ich auch nicht gegen seinen Willen da hinschleppen.
Ich frage mich manchmal, ob es was mit der Entwicklung zu tun haben kann - Wachstum, Umstellung, Hormone...
LG AnoStart

Anonym schrieb am 04.03.2021 09:01

Zu viel vollkorn?
Das macht das bei mir .
Ich vertrage keine reinen Vollkornprodukte.
Da bekomm ich auch pupse mit Aroma.


Lg N

Anonym schrieb am 04.03.2021 13:20

Wenn's ihn stört, er aber nicht zum Arzt will, dann könntet ihr ja erstmal Weglassversuche starten.

Bei mir ist die Laktose auch im jungen Erwachsenenalter zum Problem geworden. Ist auch normal, weil nach dem Abstillen die Produktion von Laktase runtergefahren wird bei Menschen, die die entsprechende Genveränderung nicht haben. Wenn man jetzt mal eine großzügige Stilldauer von 6 Jahren evolutionsgeschichtlich ansetzt und dann Stück für Stück weniger Laktase produziert wird, passt das. Vielleicht hat es seine Veränderung in der Ernährung dann einfach stärker zum Vorschein gebracht.

Da kann er einfach mal auf alle (Tier)milchprodukte (auch Ziege und Schaf) verzichten. Obacht auch bei fertigen Lebensmitteln (Schokolade, Kekse, Gewürze, Brotaufstriche), da ist oft Laktose (Milchpulver, Milchzucker o.ä.) zugesetzt. Aber wenn er sowieso auf die Ernährung achtet, habt ihr da vermutlich wenig Probleme.

Wenn's das nicht bringt, anschließend vielleicht mal Vollkorn einschränken (komplett oder einzelne Getreidesorten).

Ernährungstagebuch ist auch ne gute Idee, dann findet ihr vielleicht selbst einen Verdächtigen, den er dann testweise meiden kann.

Solange er nicht selbst das Bedürfnis hat, zum Arzt zu gehen, weil es ihn stark einschränkt, würde ich ihn auch nicht drängen. Vielleicht nochmal drauf hinweisen, dass das für ihn ziemlich peinlich vor Kumpels und/oder Mädchen werden könnte, wenn wieder Schule ist. Mal gucken, was dann stärker ist, die Peinlichkeit vor dem Arzt oder vor den Kumpels ;-D .

Anonym schrieb am 04.03.2021 15:27

Die Ernährungsumstellung ändert das Mikrobiom nachhaltig in seiner Zusammensetzung und das muss sich alles erst wieder einspielen. Vielleicht versuchsweise mit Simeti*con arbeiten wie zB Esp*umisan (um seine Sozialverträglichkeit zu erhalten ) und die Darmflora mit omni*biot*ic o.ä. unterstützen.
Kann aber natürlich auch das klassische Alter sein, in dem die Laktose-Intoleranz symptomatisch wird... da hilft dann der oben erwähnte Auslassversuch bzw Umstellung auf Laktose-arme Produkte.....
Lg Lisa

dorle (Profil) schrieb am 09.03.2021 19:51

Dunkelgrüne Blatt und Stielgemüse sind für uns schwer verdaulich. Wenn er dazu sehr viel Rohkostanteil grüne Sachen isst, dann ist das einfach für uns schwer verdaulich.
Die meisten Gemüsearten sind nicht umsonst züchterisch bearbeitet.
Ich hab Mal einen Wildkräuterkurs gemacht. Das Essen bestand nur aus Wildkraut. Danach hatte ich tierisch lange Dünne...
Er soll aufschreiben was er isst und dann muss man halt zum Arzt.
Mit einem Pferd geht man auch zum Tierarzt wenn es Koliken hat.
Ernährung ist die Basis unserer Gesundheit, unter anderem, und da würde ich schon drauf achten wenn da was komisch läuft und das Kind aufklären.
Du schreibst auch echt wenig darüber was er isst als ob du es nicht wüsstest. Falls das der Fall ist fände ich das sehr bedenklich.

Anonym schrieb am 09.03.2021 21:38

Dass eine Unverträglichkeit vorliegen könnte, hab ich bisher nicht vermutet - er hat null Bauchweh, er bläht nur die ganze Zeit...
Dorle, wie kommst Du darauf, dass ich nicht weiß, was er isst? Klar weiß ich das - ich kochs ja jeden Tag.
Wir essen viel verschiedenes Gemüse, jetzt im Winter auch Kohlarten, viel Hülsenfrüchte, sehr gerne Salat. Bei Brot, Nudeln, Pizza immer mit mind. 50% Vollkornanteil; Vollkornreis, Couscous, Bulgur, selten mal Hirse.
Frühstück meist Müsli mit Jogurt und Früchten.
Eigentlich ein Traum, dass er so gerne gesunde Sachen isst.
Ano Start

Fanthagiro (Profil) schrieb am 10.03.2021 10:53

Beim mir hat so die Laktoseintoleranz angefangen.

Anonym schrieb am 10.03.2021 15:51

Ich stelle auf immer mal wieder meine Ernährung konsequent um auf nur Vollkorn, viele Hülsenfrüchte, viel Gemüse und Rohkost nur um zu merken, dass es mir nicht gut tut. Bekomme ähnliche Probleme. Meine Mama sagt immer von allem etwas und es passt. Wenn ich mich "normal" ernähre, neben Vollkorn auch Weißmehl, mäßig viel Rohkost (nicht am Abend), ab und zu ein paar Hülsenfrüchte aber nicht zu viel dann ist alles OK ... vielleicht isst er einfach zu gesund (oh je darf man das überhaupt sagen ...)

LG Ano E

dorle (Profil) schrieb am 16.03.2021 17:27

Aua - hach,wie sag ich das...ich hab ja selber 2 Teenager und weiß nicht was die andauernd essen.
Genauso meine Freundinnen.
Eigentlichist es überhaupt nicht "bedenklich" sondern irgendwie auch normal.
Bedenklich nur dann, wenn sie sich ohne dein Wissen vom Taschengeld irgendwas pupsiges einpfeifen oder Energie Drinks...ach, was weiß ich.

Was mir zum Thema jedenfalls noch eingefallen ist ist das Thema Bewegung.
Im Winter isst man viel Kohl und Hülsenfrüchte und Corona hat uns alle etwas in die Sofas gedrückt.

Vielleicht auch mehr bewegen?

Beim Einweichen von Hülsenfrüchten das Einweichwasser weg gießen und beim Kochen etwas natron zugeben...

Ansonsten ist es besser der Pup geht raus als das er Bauchweh macht.

Anonym schrieb am 16.03.2021 20:06

Ging bei mir mit etwa 16 los, ganz ohne vegetarische Ernährung. Ich habe es immer die Einnahme von Antibiotikum geschoben, hatte öfter Blasenentündung in der Jugend.
Na jedenfalls hieß es dann Reizdarm. Dann Laktoseunverträglichkeit. Tatsächlich habe ich jahrelang laktosefreie Milch getrunken, aber wirklich weg waren die Blähungen nie. Etwas besser vielleicht, aber nicht weg. Dann hieß es Stress, dann wurde auf Glutenunverträglichkeit getestet (nix). Mit Anfang 20 Magen- und Darmspiegelung, da gab es dann auch Gründe, die gefunden wurden (Kaskadenmagen und besonders viele Schlingen im Darm, was weiß ich). So ging das immer weiter. Als Privatversicherte wurde dann einfach mal alles getestet und nichts nachweislich festgestellt.
Mein Leidensdruck war am höchsten, als ich frisch Single war und die erste Nacht "auswärts" auf der Agenda stand und ich dachte, das geht nicht, ich kann die Blähungen nicht kontrollieren. Hatte totale Panik.
Bei einer Freundin mit Baby sagte ich mal, dass es super wäre, wenn es sowas wie Sab Simplex auch für Erwachsene gäbe. Und sie sagte: Gibt es doch. Der Wirkstoff heißt Simethicon. Das gibt es in der Apotheke und sogar in der Drogerie.
Und auch wenn ich bis heute nicht weiß, warum ich ständig Blähungen habe, habe ich zumindest ein Mittel, das mir im Notfall hilft. Ich achte schon darauf möglichst wenige blähende Sachen zu essen, verzichte auf Süßstoff, Glutamat und Co., konsumiere wenig Milch. Aber wenn es dann doch drückt und arbeitet und es raus will und das unangemessen wäre, nehme ich Simethicon. Das ist ein Entschäumer und löst nicht nur das hör- und riechbare Problem, sondern nimmt auch spürbar den Druck und ggf. den Schmerz.

Ich will damit nicht sagen, dass eine Abklärung nicht nötig ist, aber am Ende kommt vielleicht wie bei mir einfach nichts raus. Und dann könnte das ja helfen. Da es für Babys zugelassen ist, wird es das wohl auch für Jugendliche sein, denke ich mal.

Jedenfalls scheiterte mein Singledasein nicht an den Blähungen ;)

Anonym schrieb am 16.03.2021 22:38

Mir fällt noch ein:
- nicht während und nicht direkt nach dem Essen trinken
- viel kauen
- nicht Obst, Gluten und Fleisch gemischt essen
- kein Obst (auch kein Trockenobst) direkt nach einer Hauptmahlzeit (sonst liegt es im Magen auf den schwerer verdaulichen Sachen und beginnt zu gären=Gase entstehen)
- viel viel stilles Wasser oder Kräutertees trinken

Liebe Grüße
Sakeena

Anonym schrieb am 17.03.2021 07:26

Bei mir ist es definitiv das Vollkornmehl, was ich nicht vertrage. Alles über 50% merke ich.
Mein Mann hat auch ständige Blähungen, da ist uns noch nichts richtiges eingefallen. Ohne Milch ist es definitiv besser, aber noch nicht ganz weg.
Viel Erfolg beim Nachforschen!