"C-Impfung ab 12, neuer Versuch"

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Anonym schrieb am 10.11.2021 07:41

C-Impfung ab 12, neuer Versuch

Hallo Zusammen,

ich starte mal einen neuen Versuch, darüber zu diskutieren. Ich habe 2 Kinder knapp über 12 und schwanke immer wieder in meiner Entscheidung, ob ich sie impfen lassen soll oder nicht. Da ich in Bayern wohne, kann ich mir jetzt aussuchen, ob ich sie impfen lasse oder ob sie nach Ablauf der Übergangsfrist (Ende des Jahres) keinen Sport mehr machen dürfen, bzw. nicht mehr zum Friseur können... Ich geh davon aus, dass die Zahlen sich bis dahin nicht beruhigt haben und es dann bei 2G für ü12 bleibt.

Habt Ihr Eure Kinder inzwischen impfen lassen, warum ja, warum nein?

Liebe Grüße
Halbano Lola

Antworten

Gary (Profil) schrieb am 10.11.2021 08:04

Unsere Kinder, 12 und 15 Jahre, sind beide doppelt geimpft.
Mit Blick auf die medizinische Schutzwirkung spricht alles für die Impfung.
Der von dir angedeutete Aspekt "Teilhabe am Leben" (Sportverein) ist zwar kein medizinischer, für Kinder und Jugendliche aber ein nicht weniger wichtiger Aspekt. Auch aus diesem Grund ist eine Impfung sinnvoll.

Anonym schrieb am 10.11.2021 08:48

Unser Große hat sich sofort nach dem 12. Geburtstag impfen lassen und hat seit letzter Woche den vollständigen Impfschutz.
Er wollte unbedingt um nicht wieder 14 Tage in Quarantäne zu müssen, auch unser eher zurückhaltende Kinderarzt hat es unterstützt...
Grad bin ich sehr froh, denn hier ist die Maskenpflicht in den Klassen aufgehoben und es tauchen immer mehr Fällen auf...

Junior kann noch lange nicht geimpft werden...da tragen tatsächlich alle Kinder in der Klasse weiterhin Maske.

Meine Meinung zu Impfnebenwirkungen: die gibt es sicher, aber wer weiß wie das Kind/der Erwachsene auf eine Infektion reagiert hätte. Und die Infektionen werde in den kommenden Monaten alle Ungeimpften durchmachen, sofern sie sich nicht völlig isolieren.

Gromit

Anonym schrieb am 10.11.2021 09:57

Also meine 13 jährige ist jetzt auch total angefressen mit Söder. Dieser defacto Impfzwang für die Jugendlichen ist genau das, wovor die Stiko im Sommer gewarnt hat (nämlich die soziale Teilhabe an eine Impfung für Jugendliche zu koppeln).

Die persönliche Nutzen/Risikoabwägung dieser Impfung für Jugendliche ist halt einfach sehr knapp, und ich finde es nicht fair, die Impfquote der Gesamtbevölkerung über die Kinder hochtreiben zu wollen. Abgesehen davon, dass der Impfstoff doch bitte für Risikopersonen in den ärmeren Ländern zur Verfügung stehen sollte. (und für die Entlastung der Kinderintensivstationen wäre es halt sinnvoll gewesen, diese RS-Virus Prophylaxe im Sommer/Herbst ausnahmsweise zu zahlen)

Aber ich nehme mal an, dass sich meine Tochter jetzt doch impfen lassen möchte, weil sie zum Sport/ zur Musikschule gehen will. Genau wie die meisten ihrer Klassenkameradinnen.

Der Rest unserer Familie über 16 Jahre ist übrigens geimpft, weil entweder Angst vor Krankheit, oder als Schutz für andere. Da die Wahrscheinlichkeit, dass meine Tochter schwer an Covid erkrankt, sehr klein ist, und es nicht ihre Aufgabe ist, andere zu schützen (das sollen bitte die Erwachsenen machen), ist sie bis jetzt nicht geimpft.

Reicht bei Euch dann wenigstens eine Impfung? Weil Ihr hattet doch schon Covid? Und die heftigen Nebenwirkungen/Todesfälle nach Impfung bei Kindern waren hauptsächlich nach der zweiten Impfung.

Eine gute Entscheidung wünsche ich Euch

lg Verena

Anonym schrieb am 10.11.2021 11:18

Ich bespreche heute mit dem Arzt, dass ich gerne vorher eine Antikörperbestimmung machen möchte. Ein Freund meines Sohnes hatte es auch im Frühjahr 20, so wie wir, und er braucht nur eine Impfung.

Mein Großer (13) möchte auch von sich aus, obwohl er sonst eher ängstlich ist, was Medikamente anbelangt, der 12 jährige macht das, was ich für besser halte.

Keine Ahnung warum, aber ich habe auch Bedenken, dass sie endlich gerade voll am wachsen sind und das möchte ich nicht ausbremsen. Sie sind beide noch recht klein... Naja und eben die Nebenwirkungen. Immer dann, wenn ich mir denke, ja, jetzt machst es, dann taucht wieder was in der Presse auf.

Lola

Anonym schrieb am 10.11.2021 13:48

Du könntest für den 12-jährigen auch den Arzt fragen, was er von dem Kinderimpfstoff hält, der ist nur die Hälfte der Dosis des Erwachsenenimpfstoffs, der für die ab 12 jährigen zugelassen ist.

Es ist wirklich eine ganz schwierige Entscheidung, aber die schweren Nebenwirkungen waren fast ausschließlich bei vorerkrankten Kindern.

Grüße Verena

Lola (Profil) schrieb am 10.11.2021 14:07

Das ist eine Idee. Danke.

Anonym schrieb am 10.11.2021 15:20

unser große Tocher hat sich zum Geburtstag nächste Woche gewünscht, dass sie direkt nach der Schule, am Geburtstag die erste Impfung bekommt. Sie leidet sehr unter den ständigen Testungen und in den letzen Wochen hatte die Schule auch noch Tests die fehlerhaft waren und an einem Tag waren 40 Kinder positiv und mussten abgeholt werden. Es haben sich wirklich Dramen in der Schule abgespielt. Am Ende war nicht ein Kind der 40 wirklich positiv. Ich habe am Montag den halben Tag versucht einen Termin fürs Kind zu bekommen und es war unglaublich. Zwei Tage nach ihrem Geburtstag hat sie nun einen Termin bei einem Kinderarzt 40km von unserm Wohnort entfernt und sie freut sich schon riesig.

ReginaUrsula (Profil) schrieb am 10.11.2021 16:24

Meiner ist ist ja seit Ende Juni geimpft (er ist Epileptiker).
In seinem Freundes- und Bekanntenkreis die meisten anderen mittlerweile auch. Von schlimmeren Nebenwirkungen habe ich nichts gehört.

Anonym schrieb am 10.11.2021 17:35

Ich hab inzwischen bereits bei meinem Hausarzt angefragt, ob er meine 4,5 und 10 jährigen Kinder „off label“ impft. Er möchte nicht, weil Kollegen von ihm inzwischen unter Polizeischutz stehen, weil sie Kinder impfen. Wie weit ist Deutschland gekommen ?!?!

Zur Frage: wir erwarten sehnlichst die Zulassung für 5-11 jährige…

Liebe Grüße

Anonym schrieb am 10.11.2021 18:06

Der Arzt würde jetzt ohne Antikörperbestimmung einmalig impfen....hm...

Lola

Anonym schrieb am 10.11.2021 18:14

Nein, meine 13jährige bleibt auch weiterhin ungeimpft.

Warum möchte der Arzt denn keine AK bestimmen? Müsste doch auch für ihn als Mediziner interessant sein, wie hoch der Schutz nach einem halben Jahr noch ist. Der wird mit hoher Wahrscheinlichkeit nämlich noch sehr hoch sein.
LG

Anonym schrieb am 10.11.2021 18:15

Von schlimmeren Nebenwirkungen habe ich nichts gehört.

Speziell die heutigen Nachrichten beruhigen ja nicht gerade.
LG

Anonym schrieb am 10.11.2021 19:14

Ich hab inzwischen bereits bei meinem Hausarzt angefragt, ob er meine 4,5 und 10 jährigen Kinder „off label“ impft. Er möchte nicht, weil Kollegen von ihm inzwischen unter Polizeischutz stehen, weil sie Kinder impfen. Wie weit ist Deutschland gekommen ?!?!

Zur Frage: wir erwarten sehnlichst die Zulassung für 5-11 jährige…

Liebe Grüße


Wir auch!!!
Unsere Inzidenz ist über 600 und ständig ploppt es in der Schule meiner Tochter auf.

Munkes

Anonym schrieb am 10.11.2021 21:15

Nein, meine 13jährige bleibt auch weiterhin ungeimpft.

Warum möchte der Arzt denn keine AK bestimmen? Müsste doch auch für ihn als Mediziner interessant sein, wie hoch der Schutz nach einem halben Jahr noch ist. Der wird mit hoher Wahrscheinlichkeit nämlich noch sehr hoch sein.
LG


Er meint, das Kind bekommt eh nur eine Impfung, so oder so. Und impfen würde er auf jeden Fall. Er ist aber auch der totale Impffreund. Ich werde morgen mal den Kinderarzt interviewen, der sieht das etwas differenzierter.

Zum Kinderimpfstoff sagte er, dass der für die U12 ist, also die würde er meinen Kindern nicht impfen. Meinen Mittleren mit 12 kann ich eh noch nicht impfen, da er mitten in der Desensiblisierung ist und eine Impfung nur zwei Wochen nach der Desens möglich ist. Da müssen wir noch auf die größeren Abstände warten (Ende des Jahres).

Wir sind auch schon wieder bei 400, von vorgestern auf gestern +70, von gestern auf heute +50, also Tendenz steigend.

Lola

Anonym schrieb am 11.11.2021 05:07

Ich arbeite in einer großen weiterführenden Schule (fast 1000 Schüler*innen) in Bayern. Bei uns rauschen die Infektionen mittlerweile nur so durch - trotz Hygieneplan.
Und es kommen jetzt immer mehr Kinder und Jugendliche dazu, die erstens wirklich erkranken und zweitens danach nicht mehr gesund werden. Das hat man vorher so nicht gesehen, weil die Gruppe der Infizierten einfach zu klein war. Mich belastet das sehr, wenn sportliche Schüler mit guten Leistungen die Treppen nicht mehr hochkommen, oder weinend im Unterricht sitzen, weil sie den Stoff vergessen haben oder weil sie sich einfach nicht mehr konzentrieren können.
Irgendwie rückt das sehr in den Hintergrund - alle starren nur auf die Belegung der Krankenhäuser.

Ano wegen Beruf

Nachtrag: die Schulen zu schließen wäre halt nur auch keine Idee. Die Schüler haben bereits jetzt in allen Bereichen krasse Defizite.

Inge (Profil) schrieb am 11.11.2021 06:54

Wenn das Kind schon Corona hatte, reicht eine Impfung, unabhängig vom AK-Titer. Das Immunsystem besteht ja nicht nur aus Antikörpern.

Die AK-Bestimmung braucht ihr nur, wenn ihr die Corona-Erkrankung eures Kindes nicht schriftlich nachweisen könnt, weil z. B. zwar die ganze Familie krank war, aber das Kind nicht getestet wurde.

LG Inge

Anonym schrieb am 11.11.2021 08:05

Danke Inge.

An ano davor:

Bei uns sind es 700 Schüler, bis jetzt gab es einen Fall. Es ist also noch überschaubar. Auch an der Grundschule meiner Tochter (pro Jahrgang 3 Klassen) gibt es zurzeit keine Fälle, die in der Schule rausgefischt werden.

Was Du beschreibst habe ich auch schon gehört und kann es zum Teil bestätigen.
Mein Mittlerer hängt seit langem durch, ist häufig krank, antriebslos... Sauerstoffgehalt im Blut passt aber.

Wir haben nächste Woche einen Termin, um ein großes Blutbild zu machen. Wenn ich das habe, treffe ich die Entscheidung.

Ano Lola

Lola (Profil) schrieb am 11.11.2021 08:25

Von schlimmeren Nebenwirkungen habe ich nichts gehört.

Speziell die heutigen Nachrichten beruhigen ja nicht gerade.
LG


Um welche ging es hier? Das Kind in Cuxhaven oder etwas anderes?

Anonym schrieb am 11.11.2021 10:34

Zum Thema 1x impfen reicht ja, wenn man es schon hatte: In meinen Bekanntenkreis ist jemand, der es im März 2020 und dann nach der doppelten Impfung im Mai 2021 nochmal hatte... Jeweils mit einer heftigen Langzeitfolge, an der 2. laboriert er immer noch (und als Bläser nicht mehr frei atmen zu können ist einfach richtig mies.)

Ich würde meinen 11jährigen sofort impfen lassen, wenn er 12 wäre. Auch wenn er nie krank ist und die Wahrscheinlichkeit gering ist, dass es ihn schlimm trifft.

Ano wegen Kollegen

Mornica (Profil) schrieb am 11.11.2021 12:40

Unsere oder eher die individuelle Entscheidung meiner 14-Jährigen war: Impfung. Ich bin u.a. wegen der möglichen Langzeitfolgen auch bei einem harmlosen Verlauf froh darüber. Zumal eine vollständige Durchseuchung kaum noch aufzuhalten sein wird. Beide Impfungen problemlos vertragen.
Interessant im Zusammenhang der verlinkte ZEIT-Artikel, Interview mit Drosten. (Sehr lang, aber lohnt sich meiner Meinung nach).
Ein Argument für die Impfung war und ist für mich auch: eine Impfung wird nicht mehr Nebenwirkungen haben als die echte Infektion Wirkung.
Trotzdem bin ich gegen eine Zwangsimpfung für Kinder und Teens unter 16 oder sogar 18, vor allem diese durch die Hintertür wie in Bayern.
Im Österreich 2G ab 16 Jahre, das kann ich in Anbetracht der Lage zumindest respektieren.
Bettina

https://www.zeit.de/2021/46/christian-drosten-coronavirus-virologie-pandemie-wissenschaft-impfung?

Lola (Profil) schrieb am 11.11.2021 14:18

Danke, das ist wirklich ein gutes Interview.

Anonym schrieb am 11.11.2021 14:44

Der Große mit 14,5 Jahren ist doppelt geimpft, keine Nebenwirkungen.
Der Kleine ist fast 11 und wir warten ebenfalls wie einige andere sehnsüchtig auf die Zulassung für U 12.

Im Bekanntenkreis hat eine Familie Corona durchgemacht ( Eltern beide geimpft, aber die Kinder haben es aus der Schule mitgebracht ). Eins 11, eins 13, noch nicht geimpft gewesen. Es lief glimpflich ab, aber ich möchte mir nicht vorstellen, wie es vor allem der Mama ( hat Asthma ) ohne Impfung ergangen wäre.

Und aktuell ist meine Tante positiv getestet, auch geimpft. Aber es geht ihr gut.

Das sind für mich die Gründe, daß ich so schnell wie möglich mein jüngstes Kind auch durch eine Impfung geschützt wissen will.

Erika (Profil) schrieb am 11.11.2021 19:37

Liebe Grüße aus Sachsen! Hier sind die Inzidenzen total hoch und ich bin sehr, sehr froh, dass unser 12-Jähriges Kind seit September geimpft ist. Die Vorteile der Impfung überwiegen klar die Risiken. Wenn man sich klar macht, dass das Risiko einer Herzmuskelentzündung bei der Krankheit um ein Vielfaches höher ist als bei der Impfung und wir sicher sein können, dass kein ungeimpftes Kind ohne Infektion durch den Winter kommt, plädiere ich klar für die Impfung. Wir haben aber unser Kind selbst entscheiden lassen, was sich z.B. darin niederschlug, dass es die Stiko-Empfehlung abwarten wollte. Also wurde es nicht schon im Juni nach der EMA-Empfehlung, sondern erst im august erst geimpftund ist inziwschen doppelt geimpft. Die Nebenwirkungen nach der Zweitimpfungen waren deutlich (2 Tage wie krank), aber wir leben seitdem ruhiger.

Unser jüngeres Kind ist ungeimpft - seit letzter Woche in Quarantäne, weil es einen großen Ausbruch an der Grundschule gab (die Hälfte der Kinder ist infiziert).

Anonym schrieb am 11.11.2021 19:50

Danke Erika!
Ich überlege die ganze Zeit, ob ich meine Zehnjährige Tochter impfen lassen KANN wenn ich das will? Ich weiß das gar nicht. Irgendwie Check ich langsam gar nix mehr. Die Frage ist natürlich, ob ich mich entgegen der Stiko Empfehlung traue. Bei meiner kleinen Tochter mit 2,5 Jahren müssen wir noch ewig mit der Sorge leben. Bei ihre wäre meine Impfhemmung viel größer....
Munkes
PS: aus meinem zwölfköpfigen Team sind nun vier infiziert... Die Kreise werden immer enger

Anonym schrieb am 12.11.2021 07:28

Liebe Munkes,
du musst einen Arzt finden, der das Risiko auf sich nimmt. Sie dürfen theoretisch… Aber sollte etwas schief gehen, steht der Arzt persönlich dafür gerade, solange das Mittel nicht genau dafür zugelassen ist. Ich denke, EMA reicht, wir müssen nicht auf die Stiko warten.
Falls du es mit irgendeiner Vorerkrankung/Frühgeburt begründen kannst, hast du natürlich deutlich bessere Karten… vielleicht hast du jemand in der Familie, der besonders geschützt werden muss?

Anonym schrieb am 12.11.2021 10:30

Ich habe meine Kinder nicht impfen lassen. Man impft sich in erster Linie um sich zu schützen, oder? Ich sehe bei Kindern den Sinn nicht. Die Nebenwirkungen der Impfung überwiegen hier. Kinder erkranken in der Regel nicht schwer und müssen ganz selten ins Krankenhaus. Würde ich vor der Wahlwerbung stehen so wie du mit 2G, würde ich auf den Todimpfstoff von Novavax oder Valneva warten. Das sind Todimpfstoffe, die auch in der Vergangenheit schon eingesetzt wurden zum Beispiel beim Grippeimpfstoff. Ich vertraue da leider nicht auf Vektor und mRnA-Impfstoffe, diese sind vor Corona noch nie angewendet worden.


PS: ich selber bin aufgrund diverser Vorerkrankungen und Allergien nicht impfbar und habe ein Attest. Ich habe keine Angst vor Corona, mittlerweile sind auch schon gute Medikamente in der Zulassung, die eventuell ein Gamechanger werden.

Anonym schrieb am 12.11.2021 11:39

Und so schnell kann es kommen, Kind ist jetzt als Kontaktperson in Quarantäne
...

Lola

Fanthagiro (Profil) schrieb am 12.11.2021 15:09

Und so schnell kann es kommen, Kind ist jetzt als Kontaktperson in Quarantäne
...

Lola


Ach menno

Henni (Profil) schrieb am 12.11.2021 16:37

Hallo anonym,

Du fragst oben
"Man impft sich in erster Linie um sich zu schützen, oder?"

Ja, wer egoistisch denkt, der hat einzig diesen Grund.

Wer aber in seine Entscheidungen auch das Wohl der anderen einbezieht, der entscheidet sich für eine Impfung, um die Ausbreitung einer Krankheit zu verlangsamen, zu verringern, zu minimieren oder in ganz guten Fällen sogar eine Krankheit auszurotten.

Du brauchst gar nicht sooooo altruistisch sein, dass Du an das Wohlergehen völlig fremder Menschen denkst.
Wenn Du das schwierig findest, kannst Du auch einfach an Menschen in eurem Umfeld denken:
vielleicht hat dein Kind eine Klassenkameradin mit Asthma? Mit Diabetes? Oder es gibt ein vorerkranktes Kind in der Nachbarschaft? Im Sportverein?
Evtl. habt ihr in der Familie ältere Menschen mit Vorerkrankungen?

Alles diese Menschen haben weniger Risiko, zu erkranken, wenn möglichst viele andere geimpft sind. Zu den möglichst vielen könnte auch dein Kind gehören.

Mannomannomann - das ist doch eigentlich echt leicht zu verstehen....

Kannst gerne nochmal nachfragen, wenn ich es schlecht erklärt haben sollte.

LG Henni

Henni (Profil) schrieb am 12.11.2021 16:43

Sorry für den Ton oben.
Aber angesichts der jüngsten Entwicklung kann ich solche Fragen nicht mehr hören.

Ich erlebe aktuell, dass Konzerte wieder abgesagt werden.
Dass Chöre überlegen, ob sie freiwillig die Proben einstellen sollen.
Schon längst sind wieder Schulklassen in Quarantäne.
USW.

Der Winter wird der Horror.
Und es hätten so viel mehr geimpft sein können....

LG Henni

Henni (Profil) schrieb am 12.11.2021 16:45

Als ich das alles eben meiner Tochter erzählte, wurde sie total blass.
Die Kinder und Jugendlichen wollen keinen Corona-Lockdown-Winter mehr!

Also, wer sich oder seine Kinder impfen lassen kann, wenn da keine Indikation dagegen spricht, macht das doch bitte jetzt!

Gary (Profil) schrieb am 12.11.2021 18:25

Also, wer sich oder seine Kinder impfen lassen kann, wenn da keine Indikation dagegen spricht, macht das doch bitte jetzt!

Liebste Henni,
danke für die so klaren Worte.
Du wirst damit, da bin ich leider recht sicher, niemand überzeugen, der oder die bisher meinte zweifeln zu müssen.

Es gibt zwar (außer der Klimakrise) wahrscheinlich kein Thema, das 2020 und 2021 weltweit von noch mehr Wissenschaftlern noch intensiver bearbeitet wurde wie Covid19. Noch mehr Sachverstand auf höchstem wissenschaftlichem Niveau ist kaum vorstellbar. Und von dort lautet die glasklare Botschaft: IMPFEN! Alles spricht dafür.
Viele, auch hier im Forum, haben diese im Grunde simple Botschaft verstanden und orientieren sich daran.

Und trotzdem gibt es hier und andernorts selbsternannte Schlaumeier, die Titer bestimmen lassen, Blutbilder anfertigen, den Sinn nicht verstehen, eigene Impfkonzepte entwickeln, Nebenwirkungen groß reden...
Liebe Leute: Was bildet ihr euch alles ein? Woher nehmt ihr eure vermeintliche Sachkenntnis? Wie kann man seine Ahnungslosigkeit denn derart ungehemmt zur Schau tragen?

Wisst ihr, wie ein Smartphone funktioniert? So richtig detailliert? Nein? Und ihr benutzt es trotzdem! Weil man nicht in allen Fragen selbst 100% sachkundig sein muss. Dafür gibt es Spezialisten.

Liebe Henni,
es hat keinen Zweck. Da hilft nur beten.
"Herr, schenke Hirn!"

Anonym schrieb am 12.11.2021 18:50

Hallo Gary,

so ganz versteh ich nicht, warum Du erst sachlich und nett antwortest und jetzt doch auf zwei Dingen, die ich geschrieben habe, so reagierst, wie Du es tust.

Mein Kind hatte schon Corona. Deshalb war ich unsicher, die Frage nach den Antikörpern haben sich auch viele in meinem Bekanntenkreis gestellt, da eben die Kinder tw auch schon Corona hatten. Dass es so oder so für uns nur eine Impfung gibt, war mir nicht klar, hat sich ja aber geklärt.

Zweitens, das mit dem Blutbild von mir, das hat gar nichts mit Corona zu tun. Keine Ahnung, was Du damit sagen wolltest...

Ich war auch bei meiner eigenen Imfpung erst sehr verunsichert, habe mich aber dann überzeugen lassen. Warum Du meinst, daß man hier niemanden überzeugen kann, wir kein Hirn haben, keine Ahnung. Ich wußte nicht, dass man so eine schlechte Meinung von den unsicheren Leuten hier hat, die sich zu fragen trauen.

Lola

Alrun (Profil) schrieb am 12.11.2021 18:57

tja, genau solche blasierten Kommentare zeugen von selbstsicherer Einbildung, die uns eingebläut wird: wir gehören zu den Klugen, wir sind geimpft, wir sind die Guten!

genau dieser Ton, das "was bildet ihr euch eigentlich ein"?!
- das ist doch eine Aggressivität wie sie gerne denen vorgeworfen wird, die einfach nur sagen: ich lass mich nicht impfen

jetzt werden sich die Geimpften auf ihren 2G-Veranstaltungen ungetestet anstecken, Österreich mit Lockdown für Ungeimpfte - gerne hier auch.
Die Kinder gehen in die Schule, wir Eltern haben bezahlten Urlaub und es fehlen noch mehr Pfleger, Lehrer, Fachärzte, IT-ler, Bäcker, ganz normale Angestellte usw...aus meinem ungeimpften Freundeskreis.... OK

die sachliche Antwort zur Frage war getippt, inklusive der Frage, weshalb eine hohe Impfquote nicht unbedingt eine niedrige Erkrankungsrate/Inzidenz zur Folge hat (siehe z.B. Island, Dänemark, Belgien) -

aber so ein typischer "Ich bin so schlau und ihr alle Deppen" - dafür kann ich auch den Fernseher anmachen und mir die sich gegenseitig einseitig bestätigenden Talkgäste anhören ;-)

aber mich interessiert dennoch:

ist es für euch wirklich in Ordnung, sich alle 6-9Mon. "gegen Corona" eine Spritze geben zu lassen ? allen Kindern ab 5 Jahren?
es wird rein gar keine Überlegung außer IMPFEN zugelassen - das ist doch mal bezeichnend für all diese Koryphäen, die Gary so lobt.

ach so: Ratespiel für Gary: Kinder geimpft oder nicht?
( 5 unverantwortliche minderjährige Superspreader!)

Anonym schrieb am 12.11.2021 19:46

@Lola:
Ich glaube, Gary meinte mit ihrem Beitrag nicht dich! Da war ne Ano zwischendurch… um 10.30h

@Alrun:
Ich gehöre zu den „Besserwissern“. Als solcher möchte ich dir sagen, da ich jetzt geimpft bin, habe ich keine Angst mehr, mich selbst zu infizieren. Im Gegenteil gehe ich davon aus, dass ich jetzt überwiegend geschützt bin, und mich infizieren werde. Das Immunsystem soll ja trainiert werden, so dass die Erkrankung auf Dauer ihren Schrecken verliert. Und ja, ich habe auch kein Problem damit mich und meine Kinder jährlich nachimpfen zu lassen, wenn es nötig ist. Mal davon abgesehen, dass ich es nicht darauf anlege, mich zu infizieren :-)

Und wenn ich ganz ehrlich bin, ich hoffe inständig auf eine Impfpflicht ab 18 (auch wenn ich dafür hier wahrscheinlich gesteinigt werde)

Halbano Sandra

Henni (Profil) schrieb am 12.11.2021 20:28

@sandra:

Ich hoffe nicht auf eine Impfpflicht.
Da bin ich schon der Meinung, dass das eine individuelle Entscheidung sein sollte.
Es sollte jeder bloß dennoch klar sein, dass die Folgen sie nicht nur individuell betreffen, sondern die anderen in erheblichem Maße mit betreffen.
Die Impfentscheidung ist eine individuelle, die Konsequenzen tragen aber letztlich alle.
So in der Art lautete kürzlich ein Zeit-Artikel.

@alrun:
Du kannst in sehr ruhigem Ton sagen: ich lasse mich nicht impfen. Diese Äußerung an sich kann völlig ohne Aggression vorgetragen werden, da stimme ich dir zu.
Der Inhalt hat aber was aggressives. In dem Sinne, dass diese Entscheidung andere in erheblichem Maße körperlich und gesundheitlich betreffen wird.
Mit der erhöhten Erkrankungsgefahr verursacht diese Entscheidung, dass Krankenhausbetten belegt sind, wo es vermeidbar gewesen wäre und wo sie anderweitig dringend benötigt worden wären, dass Pflegepersonal weiterhin weit über das Limit hinaus arbeitet....etc.
Ich finde, DAS hat agresssive Züge.

Henni

Anonym schrieb am 12.11.2021 20:36

Er schrieb von Blutbild und AK Bestimmung, damit war schon auch ich gemeint.

Das Blutbild soll mir Aufschluss darüber geben, ob er andere Erkrankungen hat, weil er zur Zeit immer wieder krank und unfit ist, erst dann werde ich mich entscheiden. (davon mal abgesehen, dass es jetzt ja eh nicht geht wegen der Desensibilisierung).

Ich möchte auch nochmal kurz was dazu sagen, wie es dazu kommt, dass man so verunsichert ist / ich es bin. Vielleicht versteht man das dann besser. Vielleicht ist es aber auch wurscht.

Mein Arzt impft alles. Mein Mann geht richtig krank zum Arzt und kommt mit ner Impfung wieder, da die ja auch gerade fällig war...ärgert mich, aber mein Mann sagt, er ist Arzt, wird schon richtig sein.

Vor vier Wochen etwa sagte er (Arzt), meine Jungs hatten doch Corona schon, da braucht man sie nicht impfen. Dann glaub ich das erstmal, da er ja sonst nicht so zurückhaltend ist. Bei dem Termin vor ein paar Tagen gab er zu, daß sein Sohn, ebenso alt wie meiner, jetzt auch demnächst geimpft wird, es also noch nicht ist - der Sohn des impfwilligen Arztes.

Und hier sind viele Kinder einfach nicht geimpft, man wird schon schief angeguckt, wenn man sagt, man läßt das Kind jetzt impfen. Was tut Ihr Euren Kindern an! Hier sind ja nichtmal alle Erwachsene geimpft...(und das trotz des ewigen Homeschoolings von Dezember bis Pfingsten). Man fragt sich dann doch ständig, was jetzt eigentlich richtig ist...

Und was Ärzte so im Allgemeinen anbelangt: Ich war mal zur Impfung, wurde nicht nach Schwangerschaft oder Stillen gefragt, habe das dann aber von mir aus angesprochen (hatte gestillt), als die aufgezogene Spritze schon dalag, und da sagt die zu mir, wäre ja nicht schlimm, das Kind bekommt durch die Milch ja nicht viel ab. Aber im Beipackzettel, den ich sie bat zu lesen, stand, daß man eben nicht impfen soll, wenn man stillt... mein eines Kind hat eine Krankheit, bei der es nicht gut auf Paracetamol anspricht. Sag ich das unserem Zahnarzt und er meint sehr überzeugt, in Ibuprofen wäre doch auch Paracetamol. Mein Mann, mein Großer und ich haben Krankheiten, die echt unangenehm sind (Hashimoto und Morbus Meulengracht). Beide werden von Ärzten oft belächelt, im Bezug auf Corona wird MM ja sogar gefeiert, was es aber für Betroffene bedeutet, nimmt keiner ernst, Hilfe findet man eher woanders. Ich weiß, mit Covid sind ganze Ärztescharen beschäftigt, aber auch die sind sich ja häufig nicht einig, zumindest stellt es die Presse so dar. Das alles verunsichert.

Und ja, Du hast Recht, Gary, wenn ich hier frage, dann wird mich sicher nicht die Meinung eines Einzelnen überzeugen. Aber als es darum ging, mich selber zu impfen, erhielt ich hier einen entscheidenden Link, der mir die Angst genommen hat. Und deshalb habe ich es gewagt, hier auch wegen meiner Kinder zu fragen und finde es traurig, dass mir deshalb "Hirn" abgesprochen wird.

Lola

Anonym schrieb am 12.11.2021 20:43

Unglaublich wie hier diskutiert wird und wie anmaßend hier man hier miteinander umgeht.
@henni Ich finde es zum k….wie ich von dir verurteilt werde.
Vielleicht solltest du dich mal um dein eigenes „Hirn“ kümmern.ich habe sogar in meinem Post Vorschläge zum impfen gemacht mit Novavax oder Valneva. Es wurde hier nach verschiedenen Meinungen zum impfen gefragt.
Ich habe erwähnt, das es mittlerweile Medikamente zur Verhütung eines schweren Verlauf in der Pipeline gibt. Wenn man sich natürlich jeden Tag nur von der Regierung weich kochen lässt, kann natürlich nichts anderes bei rauskommen.
Ich bin sehr verärgert und bin sehr enttäuscht mal wieder über die Tonlage hier.
Die EMA-Direktorin hat übrigens ihr ganzes Arbeitsleben Lobbyarbeit für die Pharmaindustrie betrieben, darunter Pfizer, Astra Seneca etc. Aber sowas bekommt man bei den täglichen Nachrichten nicht zu hören. Hat sich nie jemand gefragt warum nur Vektor und RNA-Impfstoffe eine bedingte Zulassung erhalten haben obwohl es ganz herkömmliche Totimpfstoff gibt?
Zum solidarischen Impfen: wie war das? Die Geschützten müssen vor den Ungeschützen geschützt werden?
Jeder der Angst hat lässt sich impfen und ist dann geschützt vor den Ungeimpften? Die Logik erschließt sich mir nicht.
Schade das hier keine konstruktive Diskussion mehr möglich ist. Ich hatte in der Vergangenheit hier eigentlich gute Diskussionen geführt, bei denen auch andere Meinungen erlaubt und akzeptiert wurden.
Ich wünsche noch einen schönen Abend….hiermit bin ich raus.

Henni (Profil) schrieb am 12.11.2021 21:17

Ich hab gar nichts von "Hirn" geschrieben.

Die Medikamente sind noch nicht verfügbar soweit ich weiß. Und wirken auch nur, wenn sie sehr früh eingenommen werden. Nur, solange es möglich ist, die extreme Vermehrung der Viren im Körper zu hemmen.
Also, sie werden nicht helfen, die derzeitige Welle zu brechen, die ja schon voll läuft.

Die Frage: "Man impft doch nur für sich selbst", die stand da tatsächlich. Und auf die hab ich geantwortet.

Henni (Profil) schrieb am 12.11.2021 21:21

Geimofte sollen vor Ungeimpften geschützt werden? Das hab ich noch nie gehört.
Die Geimpften sind vor schweren Verläufen ja recht gut geschützt.
Die Ungeschützten erkranken schwerer, statistisch betrachtet. Und beanspruchen Kapazitäten im Gesundheitswesen. Das wiederum belastet alle.

ReginaUrsula (Profil) schrieb am 12.11.2021 22:03

Ich denke, die Emotionen gehen hier so hoch, weil wir alle - einfach gesagt - die Nase voll haben von noch einem Winter mit Einschränkungen und evtl. Lockdown.

Henni (Profil) schrieb am 12.11.2021 22:21

Ich hatte überhaupt nur so viel Zeit, hier zu schreiben, weil heute abend das Konzert abgesagt wurde, zu dem wir eigentlich wollten.
Das war für mich der Auslöser.

Anonym schrieb am 13.11.2021 11:30

Ich muss gestehen, daß ich jetzt doch ein bisschen schmunzeln musste.
Denn das ist jetzt etwas, was ich z.B. nicht machen würde. Ich war, wie viele meiner Freundinnen auch, seit Ausbruch von Corona auf keiner größeren Veranstaltung mehr (dazu zähle ich auch kleine Konzerte in der Kirche z.B.) und das, obwohl ich geimpft bin.

Heute ist großer Markt, der große Aufmarsch von rechts und links und Gegendemos. Kein 3 G, Masken nur, wenn der Abstand eingehalten wird, nur hält sich da jeder dran? Finde ich nicht richtig. Vermutlich wird auch morgen, wenn das vorbei ist, der Weihnachtsmarkt abgesagt, aber das hier muss man wohl einfach noch machen...

Solange kein "plus" hinter dem 2G steht, geh ich zu keiner Veranstaltung, denn ich finde testen richtig wichtig und glaube auch, dass wir die hohen Zahlen der mangelnden Testerei zu verdanken haben und nicht nur den Ungeimpften. Aber das hat jetzt nicht mehr so viel mit der Impfung der Kinder zu tun und soll auch nicht das Nichtimpfen entschuldigen.

Btw, ich habe mir mal die Infektionen nach Altersgruppen in unserem Landkreis angesehen. Bei den 35-59 Jährigen, also meiner Altersklasse, haben wir 5 mal soviele Infektionen als bei den 5-14 Jährigen. Vermutlich sind bei den Schülern einfach schon viele einmal infiziert gewesen und die Eltern stellen sich die gleichen Fragen wie ich oben und sind unsicher...

Lola

ReginaUrsula (Profil) schrieb am 13.11.2021 12:22

In der letzten Welle ging es in deiner Region,glaube ich, ziemlich rund, oder? Also, ich meine, es gab viele Corona-Fälle.
Daher kann deine These mit den immunen Kindern schon stimmen.

Es gibt so viele Dinge, die man berücksichtigen kann: Ist die Impfung Selbstschutz, Fremdschutz oder ein sozialer Akt, um das Überlaufen der Intensivstationen zu verhindern? Geht es darum, dem Kind so weit wie möglich eine Quarantäne zu ersparen, oder einen Ausschluss aus dem Sportverein (ab Januar gibt es ja dort 2G). Worüber ich mir keine Gedanken mache ist die Frage, ob der Imfpstoff "sicher" ist. Noch nie wurde ein Impfstoff über eine so kurze Zeit so häufig verwendet. Bei anderen Impfstoffen dauert es Jahre, bis eine so große Zahl an Impfungen zusammenkommt. D.h., mittlerweile sind wirklich alle Nebenwirkungen bekannt. Und die beschworenen Langzeitfolgen (in 2 oder 3 oder 10 Jahren) sind einfach - sorry, ich will niemanden zu nahe treten - total erfunden. Der Impfstoff baut sich innerhalb weniger Wochen vollständig ab - nur die Immunitiät bleibt.


Als Informationsbasis empfehle ich den NDR Podcast "Das Coronavirus-Update von NDR Info" - kann man auch gut beim Spülen hören. Die älteren Folgen gibt es in Textform / als Skript mit einer Suchmaschine nach Begriffen.
Ansonsten den Faktenfucht von br online. Da kann man sogar Mails hinschreiben mit Fragen . Ich habe das mal gemacht, und nach wenigen Tagen gab es zu meiner Frage einen neuen Faktenfuchts!
Schließlich noch den Twitter Account von Karl Lauterbach. Herrn Lauterbach kann man mögen oder nicht, aber er verlinkt in seinem Tweet immer wieder andere, sehr interessante Informationsquellen, z.B. auch in den USA.

LG,
RU

P.S. ein aktueller Artikel des deutschen Zentrums für Infektionsforschung:

https://www.dzif.de/de/wie-das-coronavirus-blutgefaesse-im-hirn-schaedigt

Henni (Profil) schrieb am 13.11.2021 13:35

@Lola,

ja, viel testen finde ich auch sinnvoll. An meiner eigenen Schule testen wir viel mehr, als vorgegeben wäre. Im privaten und im Freizeit- Kontext habe ich das jetzt auch angeregt.

Aber wieso mußtest Du schmunzeln?

Im Sommer - da war der erste Thread zu dieser Frage - war ich ja auch noch skeptisch, da war unser 12 jähriger noch nicht geimpft. Inzwischen ist er es.

Als ich aber jetzt sah, dass zuerst wieder Schulklassen schließen, dass danach dann Kultur abgesagt wird, da hab ich auf die Frage "impfen oder nicht" ein klares JA zum Impfen gegeben.

Wir haben auch 1 gutes Jahr sehr zurückgezogen gelebt, jetzt in diesem Sommer weniger. Du für dich kannst ja sagen: ich verzichte auf Kultur. Aber ich möchte nicht, dass einen weiteren Winter lang alles abgesagt werden muss. Und viele andere - vor allem Kulturschaffende - wollen das auch nicht! Was ist denn daran zum Schmunzeln?

Dass es weitere Schul(teil)schließungen gibt will auch Keiner.

Anonym schrieb am 13.11.2021 14:43

Ich lache nicht über Dich und würde auch nicht drüber urteilen. Ich schmunzle, weil das zeigt, dass es unterschiedliche Herangehensweisen gibt und die Frage, ob ich zurzeit auf Konzerte gehen muss, sicher auch hohes Streitpotential hat (nicht für mich, kann ja jeder so machen, wie er möchte), aber ich wegen einer simplen Frage so angegangen werde...

Lola

Flaps (Profil) schrieb am 13.11.2021 18:05

Ihr Lieben,

schade, dass eine konstruktive Diskussion nicht geglückt ist - oder vielleicht doch für den einen oder anderen?

Ich fand es sehr gut dass die Frage hier gestellt wurde, hätte ich selber doch nicht unbedingt den Mut dazub gefunden. Da ich einfach zu schnell Dinge zu persönlich nehme wenn der wertschätzende Ton wegfällt und damit nur schwer umgehen kann.

Danke für alle konstruktive Impulse die ohne Wertung erfolgten! Hat mir geholfen.


Alles Gute euch, vertraut auf euer Herz und gebt so viel Liebe wie möglich an die Menschen in eurem Umfeld weiter, die diese gerade dringend benötigen.

Flaps

Anonym schrieb am 14.11.2021 00:02

Ich habe heute den Booster bekommen und freue mich sehr darüber. Habe am Freitag bei einer Klientin einen spontanen Hardcore Pflegeeinsatz gehabt ( eigentlich nicht mein Tagesgeschäft) und hatte keinerlei Schutzausrüstung dabei. Sowas kann immer Mal vorkommen, genauso wie spontan erforderliche Beförderung von Klienten im Fahrzeug. Morgen ist unsere Inzidenz 755...
Hoffe Freigabe unter 12 kommt zügig.

Trotz meiner festen Überzeugung zu dieser Thematik finde ich es noch viel wichtiger weiterhin freundlich, liebevoll, respektvoll und NACHSICHTIG mit seinem nächsten umzugehen. Wir alle erleben so etwas zum ersten Mal, keine weiß wie wann und ob es endet und niemand kennt die Wahrheit, die es ja bekanntlich auch nicht gibt.

Nachsichtig bin ich seit der Pandemie auch viel öfter mit mir selbst. Im Ausnahmezustand rückten viele Dinge für mich in den Hintergrund.

Liebe Grüße an alle. Bleibt gesund, munter und glücklich
Munkes

Anonym schrieb am 14.11.2021 11:21

Eine Freundin ist Lehrerin, sie sagt, es gibt erste Überlegungen, die SuS höherer Klassenstufen getrennt nach geimpft (Präsenz) und ungeimpft (homeschooling) zu unterrichten.

Ich habe mit ihr ein sehr gutes Gespräch geführt, was das Impfen anbelangt. In ihrer 7. Klasse ein paar Orte weiter ist tatsächlich nur ein Kind geimpft. Das hatte mich jetzt echt interessiert, ob ich, wenn ich jetzt impfe, eher ein Nachzügler oder eine Ausnahme hier in der Region bin... (beeinflusst mich nicht in der Entscheidung, ich habe mittlerweile guten Austausch)

Ano Lola

Henni (Profil) schrieb am 14.11.2021 12:52

Deutschlandweit beträgt die Quote bei den 12-17 jährigen 48,2 Prozent Erstegeimpfte.
Bayern 45,5, Prozent.
Hier bei uns in RLP 50,7.
Schleswig-Holstein 62,4.

Die Steuung ist also sehr groß. Korrespondiert ganz grob betrachtet aber mit der regionalen Gesamt-Impfquote und mit der regionalen Inzidenz.

Mein 7. KLässler sagt, bei ihm sind 10 geimpfte in der KLasse.
Bei meiner 10. Klässlerin sind 4 ungeimpfte.
Die Schüler, die ich unterrichte sind 9.-12 Klasse, da sind ca. 70 Prozent geimpft.

Ich habe heute mit jemandem gesprochen, der von der Musik lebt. Sie machen nur noch Proben und Veranstaltungen mit 2G+. Nur so haben sie die Perspektive, ihren Beruf weiter auszuüben.

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Daten/Impfquoten-Tab.html

Henni (Profil) schrieb am 14.11.2021 16:44

... und dieser Musiker dankt jedem/jeder, die geimpft ist.
(Er hat es anders formuliert, dies ist die wertschätzende Variante...).
Egal, ob er/sie gerne Orchestermusik hört.
Die Gesamt-Inzidenz entscheidet ja, wie es in der Branche und wie es überhaupt weiter geht.

Henni (Profil) schrieb am 14.11.2021 16:48

Eine Kollegin ist krank.
Sie sagt, ihr Arzt ist so überlastet, dass sie hofft, überhaupt eine Krankmeldung zu bekommen.

Ich glaube, das wurde weiter oben auch gemeint, als es darum ging, nun erstmal Titer zu bestimmen und dann weiter zu überlegen.
Ärzte sind völlig überlastet.
Labore auch.
Es gab die letzten Tage viele gute Infos zu dem Thema Titer-Bestimmung. Tenor: macht eher keinen Sinn in den meisten Fällen.

Anonym schrieb am 14.11.2021 17:09

Liebe Lola,
wenn einen denken und die Meinung der anderen nicht weiter bringt, hilft oft eine einfache Pro und Contra Liste - aber bitte schriftlich und nicht nur im Kopf ;o)
Stufe zwei wäre dann mein geliebtes Tetralemma. Da bräuchtest du allerdings eine Systemikerin dazu.
LG Doro

Anonym schrieb am 14.11.2021 18:52

@henni mit den überlasteten Ärzten meinst Du die im Labor, oder? Die Hausärzte hier sind nicht so überfüllt. Aber ich weiss, was Du generell meinst. Das lässt sich ja auch prima nach oben hin weiterspielen, z. B. was Notfälle betrifft. Das mit dem titer ist ja mittlerweile auch geklärt.

Wie Verena oben schon meinte, finde ich es, auch den Veranstaltern und Künstlern gegenüber, nicht fair, die Impfquote über die Kinder zu steigern, wenn noch so viele Erwachsene nicht geimpft sind, denn die Kinder besuchen viele solcher Veranstaltungen gar nicht... Auch das hat nichts mit meiner generellen Einstellung zum Impfen zu tun, ich finde es nur einfach nicht richtig. Aber da gibt es vieles, was ich nicht gut finde.

@doro
Für Entscheidungen, die mich allein betreffen, also bewerbe ich mich bei Job x oä, mache ich schon entscheidungslisten. Ich kenn Deinen Vorschlag übrigens mit Ecken im Raum, die man mit den Auswahlmöglichkeiten benennt, also zumindest so ähnlich.. Für die Impffrage fühlt sich das für mich aber nicht passend an.






Lola (Profil) schrieb am 14.11.2021 20:09

Und weiter bin ich ja schon...

Anonym schrieb am 15.11.2021 07:52

Ein schönes Interview, vor allem, was die Verteilung des Impfstoffe anbelangt.
Aber klar, wenn er denn schonmal hier ist, sollte man ihn nicht verfallen lassen. Aber ob das gut so ist?

https://www.zeit.de/gesundheit/2021-11/who-mike-ryan-corona-pandemie-epidemiologe-corona-impfung

Gary (Profil) schrieb am 17.11.2021 20:29

Für alle Zögerlichen, Verunsicherten und Zweifelenden hat Sascha Lobo eine sehr sachliche, gut recherchierte Zusammenfassug geschrieben.
Nachlesbar beim Spiegel.
Vielleicht hilft's ja.

https://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/coronavirus-warum-soll-ich-mich-impfen-lassen-kolumne-a-d3dce470-91ab-432e-acc0-51a4db8c1edf

Anonym schrieb am 25.11.2021 08:24

Danke Gary, das hat er gut geschrieben, ob es aber jemanden überzeugt? Naja, ich hab mich bestätigt gefühlt.
Wir sitzen hier in der gefühlten Corona Hochburg und es geht Reihum. Ich würde meine Tochter echt gerne schützen....
Liebe Grüße
Munkes

Anonym schrieb am 25.11.2021 11:13

Hallo Munkes,
ich hab meiner großen Tochter gestern nen Termin für Januar beim Kinderarzt gebucht… Vielleicht geht es bei euch auch?
Liebe Grüße und gutes Durchhalten!!!!

Sandra

Anonym schrieb am 25.11.2021 12:38

Munkes, ich kann dich voll verstehen.
In meiner Schule ist Corona jetzt bei den Kindern angekommen.
Die Dunkelziffer - also die asymptomatischen Verläufe - sehen wir natürlich nicht. Aber die Kinder mit Symptomen sind echt sehr krank. In einem Fall ganz schlimme Corona-Zunge (Mundraum ist halt bei Down-Syndrom besonders empfindlich...).

Ich wünsche mir auch so sehr eine gute Durchimpfung, egal in welcher Personengruppe. Nicht für mich, sondern z.B. für solche Kinder!

Ja, ja, ich merke, ich fang wieder an in Richtung Solidarität zu "faseln"...

Ich durfte jetzt ab gestern die Ungeimpften beaufsichtigen bei ihrem verpflichtenden Selbsttest. Man hat ja sonst nichts zu tun.....

LG H.

sandoro (Profil) schrieb am 25.11.2021 16:41

Anonym schrieb am 25.11.2021 18:33

Hallo!
Ja, bei mir in der Arbeit in einem sozialpsychiatrischen Dienst sind 50% der Kollegen positiv, fast alle Ungeimpfte. Wir übrigen reißen uns die Haxen aus, versorgen unsere und deren Klienten und überwachen nun täglich die Selbsttests der noch gesunden Ungeimpften Kollegen. Ich möchte den ganzen Tag brüllen. Ehrlich. Hab dann heute den Dienstwagen angefahren. Natürlich. Im Kindergarten meiner kleinen Tochter gab es einen Ausbruch in der anderen Gruppe. Mehrere positive Kinder und Erzieherinnen. Warte täglich, dass es mein Kind erwischt oder dass sie in Quarantäne muss. Es lastet ein Druck auf uns, Wahnsinn. Mein Mann hat ne neue Stelle und Probezeit. Er tut was er kann aber das ist gerade noch nicht viel. Sonntag war in unserer Stadt eine Demo gegen die Corona Maßnahmen und die Impfung. 300 Idioten haben symbolisch die Demokratie zu Grabe getragen ohne Abstand, ohne Masken und mit Kindern und Babys. Ich habe die Schnauze voll und keinerlei Verständnis mehr. Ich mache jetzt ne Demo für die Impfpflicht. Naja, dazu hab ich natürlich keine Zeit. Aber ich bin dafür. Mit Verstand und Einsicht ist nicht mehr zu rechnen.
Mein Nachbar, Ober Querdenker und Väter von fünf Kindern unter 12 Jahren liegt auf Intensivstation. Was ich dazu fühlen soll weiß ich ehrlich nicht. Mein Verständnis ist erschöpft.
Ich werde meine Tochter nicht beim Kinderarzt Impfen lassen. Der ist Antroposoph und garantiert dagegen. Aber beim Hausarzt vormerken ist nicht verkehrt. Was ich heute im Radio hörte dauert es aber noch bis Ende Dezember...
Ach ja, meine Eltern sind in Österreich Mal wieder im harten lockdown und von uns Kindern abgeschnitten. Vater schwerst pflegebedürftig. Heul heul sorry fürs Jammern
Bleibt mir nur alle gesund, passt auf euch auf und lässt euch impfen.
Liebe Grüße
Munkes

Anonym schrieb am 25.11.2021 18:34

Es gibt auch Kinderärzte, die längst off label - d.h. außerhalb der Zulasssung und nach sorgfältiger Aufklärung - Kinder unter 12 gegen COVID-19 impfen....
Meine Tochter mit 11 (146 cm, 35 kg) hat es sehr gut vertragen.

Anonym schrieb am 25.11.2021 18:46

Da die EMA die Impfung zugelassen hat, ist sie ja nicht mehr off-Label… nur die Stiko wird sich erst Ende des Jahres äußern. Und ich wette, sie empfehlen sie nur für Vorerkrankte…

Ganz unten in dem Artikel ist ein Link, mit dem man Ärzte findet, die off-Label impfen…


https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/corona-impfung-kinder-ema-entscheidung-biontech-rlp-100.html

Evi (Profil) schrieb am 25.11.2021 19:51

unsere große Tochter (12J) hat letzte Woche ihre erste Impfung bekommen (hat sie sich zum Geburtstag gewünscht) und hat sie sehr gut vertragen ... ich warte nun sehnsüchtig auf die Zulassung für kleinere Kinder.

LG Eva

Anonym schrieb am 25.11.2021 20:13

Munkes, es ist auch ne Sauerei, was in Kindergärten passiert. Ich fand es schon immer ätzend, wenn kranke Kinder in den Kindergarten gebracht werden, in dieser Zeit finde ich es unverantwortlich...

maidli (Profil) schrieb am 25.11.2021 22:15


Ach ja, meine Eltern sind in Österreich Mal wieder im harten lockdown und von uns Kindern abgeschnitten. Vater schwerst pflegebedürftig. Heul heul sorry fürs Jammern


Liebe Munkes!

Das klingt echt stressig bei dir... [drück dich]

Ich verlinke dir hier genaue Infos zum Lockdown in Österreich.
(Im Link interessant sind die Überschriften "Ausgangssperre" und "Beherbergung".)

Was IMMER erlaubt ist, ist unter anderem Folgendes:

1. Die Einreise aus Deutschland (wenn geimpft, dann ohne jegliche Quarantäne)
2. Die Betreuung oder Hilfeleistung für unterstützungsbedürftige Personen
3. Die Ausübung familiärer Rechte und Pflichten
4. Bei Besuch von wichtigen Bezugspersonen/ enge Freundin/ Verwandte (ohne das Hilfeleistung siehe Pt. 2 vorliegen muss): hier darf nur EINE einzelne Person in einen Haushalt mit beliebig vielen Mitgliedern zu Besuch kommen.
5. Die Nächtigen in einem Hotel oä zum Zweck der Hilfeleistung nach Pt. 2

Du oder andere Angehörige dürft euch also genau so um die Eltern kümmern, wie ihr es auch ohne Lockdown machen würdet.

Alles Liebe und viel Kraft für deine Aufgaben!
Maidli

https://www.wko.at/branchen/tourismus-freizeitwirtschaft/hotellerie/coronavirus-hotellerie.html

Deichkind (Profil) schrieb am 29.11.2021 00:51

Bei der Empfehlung Karl Lauterbachs Twitter zu abonnieren kriege ich Pickel. Karl Lauterbach war maßgeblich daran beteiligt, das wir heute so einen massiven Pflegenotstand in den Krankenhäusern haben. Er hat dabei geholfen aus Krankenhäusern renditestarke Aktienunternehmen zu machen.
Was ein Heuchler:-(


https://youtu.be/hvQKE0bGq5U

ReginaUrsula (Profil) schrieb am 29.11.2021 09:19

Ich habe Lauterbach hauptsachlich deshalb empfohlen, weil er wiederum zu anderen wichtigen / interessanten Tweets etc. weiterverlinkt.

Rita (Profil) schrieb am 29.11.2021 16:14

Hallo,

ich hab mir grad die erste Seite dieser Seite durchgelesen und fand´s überzeugend ;-)

https://www.individuelle-impfentscheidung.de/

Damit gilt für mich/unsere Familie für alle "Kinder" bis 18Jahre - Impfung wird als nicht notwendig angesehen und nicht gemacht.

Dann werden sie wohl tatsächlich vom Sportverein und vielem mehr ausgeschlossen, was keinen medizinischen sondern nur einen schikanösen Hintergrund hat.

Gegen das Verbot der Fortführung der Fahrstunden werde ich allerdings Klage erheben.

https://www.individuelle-impfentscheidung.de/

Toll fand ich auch Spahns entlarvenden Satz:
"Würden wir jetzt die Geimpften genauso testen wie die Ungeimpften, wäre diese Pandemie nie vorbei."

https://www.youtube.com/watch?v=BZSugUVyhjY

Ja, eben, sie können sich anstecken und das Virus weitergeben -
zu welchem "geringeren Prozentsatz" - darauf gab es zumindest in der Bundespressekonferenz auf Nachfrage keine erhellende Antwort.

Die Kindertesterei sollten sie längst lassen....

Anonym schrieb am 29.11.2021 16:37



Damit gilt für mich/unsere Familie für alle "Kinder" bis 18Jahre - Impfung wird als nicht notwendig angesehen und nicht gemacht.



Und ich habe soeben einen Impftermin für meine 5 und 10- jährigen Kinder für Anfang 2022 vereinbart.
Nicht, damit sie an irgendetwas teilnehmen können, sondern um sie zu schützen.

Ich wünsche Dir viel Spaß beim Verklagen.

Aus meiner Sicht müssten Fahrlehrer oder Geschäftsführer egal welcher Art (Fitness, Musikschule, Klamottenläden, Kneipen usw.) selbst entscheiden dürfen, dass sie keine ungeimpften Kunden empfangen möchten. Mir fehlt da jegliches Verständnis, ist aber (noch) deine/eure freie Entscheidung… leider!

Rita (Profil) schrieb am 29.11.2021 17:32

krasse Antwort und Einstellung von ano über mir.

Aus welchem Grund darf ein nicht gegen Covid geimpfter Mensch von irgendwelcher Teilhabe, Führerschein etc. ausgeschlossen werden?

Schützt die Impfung den Geimpften nun oder nicht?
Warum diese Angst?

Lauter gesunde Leute laufen rum und werden ausgeschlossen - mal nachdenken, was da gerade passiert.

Die Leute werden künstlich in Panik versetzt.
Unfassbar, welche moralischen Defizite sich in der Gesellschaft auftun, wenn Angst und Machtgefühle im Spiel sind.

Anonym schrieb am 29.11.2021 17:44

Aber erklärt Drosten in dem obigen Link nicht genau das, was Spahn in Deinem Link sagt? Es geht darum, wie heftig die Krankheit ausbricht. (Ich hoffe, ich darf hier zitieren, sonst lösche ich es wieder)

"...Das heißt, auf dem Fundament einer Impfimmunität, die uns vor der Intensivstation schützt, kriegen wir irgendwann unsere erste Halsentzündung mit dem neuen Coronavirus. Manche kriegen auch Fieber. Und dann erleben wir später wahrscheinlich noch eine zweite oder dritte natürliche Infektion. Irgendwann ist auch unser Schleimhautschutz so belastbar, dass wir als Gesellschaft ganz gut immunisiert sind...."

Bei der ano drüber fänd ich die Formulierung "entscheiden, ob (!) sie.." angebrachter, denn es gibt genügend, denen es vollkommen egal ist.

Ano, weil bei der Diskussionskultur keine Lust auf Namen

https://www.zeit.de/2021/46/christian-drosten-coronavirus-virologie-pandemie-wissenschaft-impfung?

ChristineT (Profil) schrieb am 29.11.2021 18:07

Rita, und was sagst Du zu den sich füllenden Intensivstationen?

Inge (Profil) schrieb am 29.11.2021 18:07

Schützt die Impfung den Geimpften nun oder nicht?
Warum diese Angst?



Es sind dummerweise die nicht geimpften die im allgemeinen wesentlich schwerer erkranken als die Geimpften und die die Krankenhäuser und Intensivstationen überlasten.

Und weil es immer so schön heißt: Wir stehen kurz vor der Triage.

Blödsinn!

Die Triage hat längst angefangen, wenn auch unterschwellig. - Indem Patienten entlassen werden, die eigentlich noch stationäre Betreuung brauchen,
- indem Menschen nicht ins Krankenhaus kommen, weil es keine Untersuchungskapazitäten gibt,
- indem OPs verschoben werden müssen die eigentlich notwendig sind,
- indem internistische Patienten auf chirurgischen Stationen von Ärzten ohne entsprechendes Fachwissen behandelt werden,
- indem Patienten mit anderen akuten Erkrankungen nicht mehr so behandelt werden können wie sie es eigentlich bräuchten und die deshalb einem wesentlich höherem Risiko ausgesetzt sind zu sterben oder bleibende Schäden davon zu tragen.....

Für den einzelnen ist das Risiko der Erkrankung recht gering, v. a. für die eher Jungen. Für die Gesamtgesellschaft ist Corona eine Katastrophe.

LG Inge

ReginaUrsula (Profil) schrieb am 29.11.2021 19:05


Marlis (Profil) schrieb am 29.11.2021 19:17

@RU
Hä, wo liest du denn da Wut? Zitier das bitte mal.

Ich hab da nix dergleichen rausgelesen. Oder meinst du wegen den Fahrstunden??? Ich bin ja eher resigniert: ist schon ewig her, dass meine Kinder nicht mehr im Schwimmbad oder in der Bibliothek waren. Aber mei, das überleben sie auch noch ...

Rita (Profil) schrieb am 29.11.2021 19:47

@ReginaUrsula

ich hab das alles doch ganz ruhig geschrieben ;-)
keine Großbuchstaben, und was genau ist die krasse wütende Wortwahl?

Ich hab auf der Seite der Ärzte für individuelle Impfentscheidung guten Rat zur eingangs gestellten Frage (soll ich meine Kinder impfen lassen oder nicht?) gefunden.

Auf dieser Grundlage entscheide ich, dass ich meine Kinder nicht impfen lasse.

Die gesunden Kinder, die niemanden und schon gar keinen Geimpften und Geboosterten, gefährden, werden aus dem Leben außerhalb der Schule komplett ausgeschlossen. (überdies testen sie sich 3x die Woche)

Das finde ich weder schön noch wirklich nachvollziehbar und schon gar nicht langfristig haltbar.

Das hab ich so geschrieben - meine Güte, wer da jetzt Wut rausliest...ok

Ja, die Krankenhäuser und Intensivstationen sind nochmal ein eigenes Thema.
(und das wird sicher für mich niemals ein Grund sein, Minderjährige impfen zu müssen)

Das Narrativ: die nicht-Geimpften sind schuld ist nicht haltbar, ebensowenig wie die gebetsmühlenartige Wiederholung der Behauptung, wir könnten uns aus Corona "rausimpfen".

Hohe Impfquote daraus folgt niedrige Inzidenz hat sich nicht bewahrheitet, einfach mal alle Statistiken dazu anschauen (gibt auch ne Veröffentlichung dazu, glaub aus GB)

Mich überrascht, dass so viele sich nicht echt aufregen, dass ihre Impfung nicht hält, was sie soll.
Dass sie in aller Ruhe hinnehmen, dass der Schutz so kurz anhält und bereitwillig evtl. halbjährliche "Auffrischungen" empfangen wollen (und das auch noch als Pflicht verlangen - sich selbst so auszuliefern - was passiert denn da langfristig mit meinem Immunsystem?)

(und viele Alte sterben ja trotzdem! beim RKI nachzulesen)

Und an ano: was ist übrigens mit der Diskussionskultur, irgendwas Beleidigendes oder so?

Nochmal: ich schrei nicht rum, bin nicht wütend - ich bin in allererster Linie _sehr_ erstaunt von der allein seeligmachenden Meinung, nur die Impfung wird es richten.




ReginaUrsula (Profil) schrieb am 29.11.2021 19:53

Ok, tut mir ganz furchtbar schrecklich leid. Ich werde meinen Post natürlich sofort entfernen. Schön fur dich, dass du Informationen gefunden hast, die dich überzeugen. Und noch schöner, dass du sie mit uns teilen willst.
Herzlichen Dank!

ReginaUrsula (Profil) schrieb am 29.11.2021 20:18

so, und jetzt noch mal ernsthaft.

Mir kommt es nicht in den Kopf, wieso du in der jetztigen Situation Lolas Threat wieder hochholen musst, um da nicht nur deine Meinung wiederzugeben, sondern noch zweifelhafte Anti-Impf Links zu posten.
Ich habe mir gedacht, du hast dich so geärgert, dass das irgendwo raus muss, Aber da habe ich mich wohl geirrt.

Gruß,
Ru

Rita (Profil) schrieb am 29.11.2021 20:33

;-)

zweifelhatft?
Anti-Impf-Link?

das sind doch ehrenwerte Ärzte (die durchaus impfen, steht sogar im Text und auch gegen Covid)

und das andere ist einfach Spahn im Original

und wieso ist "Thread hochholen" irgendwie schlimm?
(war ja nun nicht weit weg, der Thread)

- das Thema ist doch brisanter denn je nach der drohenden (Schearz!) baldigen "Empfehlung" der Covid-Impfung für die ganz jungen Kinder... die Gedanken müssen sich viele Eltern machen und nicht alle tun sich so leicht wie du.

Lies einfach nur noch die unkritischen, nichts hinterfragenden Beiträge, dann musst du dich nicht ärgern.
Denn ich will niemanden ärgern ;-)

Anonym schrieb am 29.11.2021 20:45

"Und an ano: was ist übrigens mit der Diskussionskultur, irgendwas Beleidigendes oder so?"

Damit bist nicht Du gemeint. Wie Nachzulesen ging es in dieser Diskussion teilweise beleidigend zu.

Tine (Profil) schrieb am 29.11.2021 21:59

Jetzt muss ich auch mal meinen Senf dazu geben, bisher habe ich in diesen Beiträgen immer nur mitgelesen.


so, und jetzt noch mal ernsthaft. Mir kommt es nicht in den Kopf, wieso du in der jetztigen Situation Lolas Threat wieder hochholen musst, um da nicht nur deine Meinung wiederzugeben ...

Aber genau darum ging es in Lolas Thread doch: Sie hat gefragt, wer seine Kinder impft - und warum. Und sie hat gefragt wer nicht impft - und warum.

Darum ist es für mich ganz einleuchtend, dass hier auch verschiedene Meinungen stehen. Und diese dürfen auch hier stehen.
Weil es nämlich bisher jedem seine freie Entscheidung ist, ob er sich selbst impft, seine Kinder impft...

Ich weiss nicht ob meine Frage jetzt hier unter geht - aber vielleicht hat ja jemand mehr Ahnung als ich ;-)
Mein "Großer" ist ja jetzt genesen und die Schule will wissen, ob er sich weiter testen soll oder nicht. Sie empfehlen es, aber die Kinder sind nicht dazu verpflichtet.
O. stören die Tests jetzt nicht weiter, er findet es aber " extrem viel Müll" und würde aus diesem Grund gern darauf verzichten.
Ich hab keine Ahnung - muss mal schauen wo ich mich belesen kann.
Kann man sich denn mit Corona "gleich" wieder anstecken? Oder ist das in den nächsten 3 Monaten ausgeschlossen? Der Körper bildet doch Antikörper, oder?

Fragende Grüße
Tine

Rita (Profil) schrieb am 29.11.2021 22:57

hej Tine, ich weiß es leider auch nicht (jedenfalls nicht aus medizinischer Sicht, hier ist es auch so, dass die Genesenen sich nicht testen, an der Schule)

ich wollt nur sagen: cooler Junge ;-)
ja, der Müll....

ich will gar nicht die Tests in Frage stellen (obwohl es dazu ja auch heftige kritische Anmerkungen gibt...) aber was den Müll anbelangt nimmt das echt unvorstellbare Ausmaße an (lieber nicht dran denken, dass wir uns noch wegen "plastikfrei" extra Blogs anschauten....)

und Glückwunsch, dass es euch gut geht!

LG
Rita

Gary (Profil) schrieb am 30.11.2021 00:16

Was ich mich frage: Ist Rita selbst geimpft?
Ist sie selbst geimpft und entscheidet sich nach sorgfältiger Abwägung von Für und Wider für ihre Kinder gegen eine Impfung?
Oder ist sie selbst nach sorgfältiger Abwägung von Für und Wider ungeimpft und kommt für ihre Kinder zum gleichen Ergebnis?


Aus welchem Grund darf ein nicht gegen Covid geimpfter Mensch von irgendwelcher Teilhabe, Führerschein etc. ausgeschlossen werden?

Das ist recht einfach zu beantworten: Weil er für seine Umwelt ein unnötig großes Risiko darstellt.


Schützt die Impfung den Geimpften nun oder nicht?

Auch dies kann klar beantwortet werden: Der Geimpfte verfügt für einige Monate über einen guten Schutz vor einer Infektion und über einen hohen Schutz vor einer schweren Erkrankung. Nach einigen Monaten sinkt der Schutz, weshalb eine sogenannte Booster-Impfung empfohlen wird.


Die Leute werden künstlich in Panik versetzt.

Diese Aussage ist m. E. nicht haltbar.
Wenn ich mir die Lage im Gesundheitssystem z. B. in Teilen Bayerns, in Thüringen und in Sachsen anschaue, dann betrachte ich damit keine künstliche Inszenierung, sondern nackte Not. Not bei den Patienten und eine schwer zu ertragende Erschöpfung beim Personal.
Ich halte es für unwahrscheinlich, dass die Bundeswehr aus künstlichen Erwägungen täglich Patienten aus Süd- und Ostdeutschland nach West- und Norddeutschland ausfliegt.
Ich bin deshalb nicht in Panik. Aber dass die Menschen künstlich in Panik versetzt werden, nein, das ist eher unwahrscheinlich.


Unfassbar, welche moralischen Defizite sich in der Gesellschaft auftun, wenn Angst und Machtgefühle im Spiel sind.

Ja, ich hatte auf etwas mehr gesellschaftliche Solidarität (und schneller auf eine höhere Impfquote) gehofft und wundere mich, welche Ängste heraufbeschworen werden bei einer inzwischen milliardenfach erfolgten Impfung. Andernorts (z. B. in Spanien) klappt das und die Intensivstationen sind nicht überlastet. Ich hätte vielleicht nicht von einem moralischen Defizit gesprochen, eher von sozialer Intelligenz.
https://www.tagesschau.de/ausland/europa/spanien-impfquote-101.html


Ich hab auf der Seite der Ärzte für individuelle Impfentscheidung guten Rat zur eingangs gestellten Frage (soll ich meine Kinder impfen lassen oder nicht?) gefunden.

Ich habe erhebliche Zweifel, dass man auf der genannten Seite einen "guten Rat" erhalten kann. Klar, in der Geschichte hat es immer mal wieder frappierende Wendungen gegeben. Plötzlich wurden Minderheitenmeinungen zur herrschenden Meinung (ja, die Erde ist wirklich rund). Im Fall von Impfungen spricht aber nichts dafür, sich bei einem Verein mit Minderheitenmeinung Rat einzuholen.
Es spricht in diesem Fall viel dafür, dem weltweit mit unfassbarem Aufwand täglich gesteigerten Knowhow der Wissenschaft zu vertrauen - und nicht einem kleinen Außenseiterverein.


Die gesunden Kinder, die niemanden und schon gar keinen Geimpften und Geboosterten, gefährden,

Solange ein Kind gesund ist, gefährdet es in der Tat niemand. Ungeimpft ist das Risiko einer Infektion aber deutlich erhöht und als infiziertes Kind wird es für seine Umwelt zum Risiko - auch für Geimpfte übrigens, deren Impfung schon einige Monate zurückliegt und die wegen mangelhafter Boosterkampagne für eine Boosterimpfung noch keine Gelegenheit hatten.


Ja, die Krankenhäuser und Intensivstationen sind nochmal ein eigenes Thema.

Richtig. Allerdings ein Thema, das ganz nahe mit dem Thema Impfungen zusammenhängt. Sooooo nahe zusammenhängt:
https://www.focus.de/gesundheit/news/sprunghafter-anstieg-der-impfdurchbrueche-so-viele-geimpfte-sind-auf-der-intensivstation_id_24418274.html


Das Narrativ: die nicht-Geimpften sind schuld ist nicht haltbar,

Dies ist nun leider eine Aussage, die den wissenschaftlichen Erkenntnissen völlig widerspricht. Wie kommst du zu der Aussage?
Doch, die Ungeimpften tragen einen wesentlichen Anteil der Verantwortung für die aktuelle Situation.
[Politische Untätigkeit und fehlendes Risikobewusstsein sehr vieler Menschen sind weitere Aspekte.]


Hohe Impfquote daraus folgt niedrige Inzidenz hat sich nicht bewahrheitet, einfach mal alle Statistiken dazu anschauen

Das ist richtig. Die Inzidenz unten zu halten, gelingt auch mit hoher Impfquote noch nicht zuverlässig. Aber das Gesundheitssystem fliegt mit hoher Impfquote nicht mehr auseinander. Und wenn das Gesundheitssystem stabil "steht", kann auch eine gewisse Inzidenz in Kauf genommen werden - mit allen damit verbunden Freiheiten (inkl. Fahrstunden).


Mich überrascht, dass so viele sich nicht echt aufregen, dass ihre Impfung nicht hält, was sie soll.

Was soll ich mich da aufregen?
Ich bin froh, dass es überhaupt einen gewissen Schutz gibt.
Niemand hatte bisher Gelegenheit, die Wirksamkeit von Corona-Impfstoffen über Jahrzehnte zu testen. Die Impfstoffe wirken. Es wird fortlaufend an Verbesserungen geforscht. Mehr kann ich nicht erwarten.


Dass sie in aller Ruhe hinnehmen, dass der Schutz so kurz anhält und bereitwillig evtl. halbjährliche "Auffrischungen" empfangen wollen (und das auch noch als Pflicht verlangen - sich selbst so auszuliefern - was passiert denn da langfristig mit meinem Immunsystem?

Das Immunsystem wird gegen den Erreger trainiert. Da ist wirklich grotesk einfach.


(und viele Alte sterben ja trotzdem! beim RKI nachzulesen)

Ja, bei älteren Menschen ist das Immunsystem schwächer. Die Impfung wirkt schwächer. Es gibt mehr Vorerkrankungen.
Dass viele Alte trotzdem sterben, ist kein Argument gegen die Impfung.


Nochmal: ich schrei nicht rum, bin nicht wütend - ich bin in allererster Linie _sehr_ erstaunt von der allein seeligmachenden Meinung, nur die Impfung wird es richten.

Ja, du schreist nicht rum.
Aber deine Thesen und Argumente sind nicht geeignet, einen begründeten Zweifel an Impfungen zu streuen.
Für Erwachsene spricht alles dafür.
Für Jugendliche spricht auch alles dafür.
Bei den Kindern U12 ist die Lage nicht ganz so eindeutig. Doch sie spricht längst nicht so eindeutig gegen eine Impfung, wie du suggerierst.

Anonym schrieb am 30.11.2021 07:18

Was ich mich frage: Ist Rita selbst geimpft?
Ist sie selbst geimpft und entscheidet sich nach sorgfältiger Abwägung von Für und Wider für ihre Kinder gegen eine Impfung?
Oder ist sie selbst nach sorgfältiger Abwägung von Für und Wider ungeimpft und kommt für ihre Kinder zum gleichen Ergebnis?



Frag sie doch...

Anonym schrieb am 30.11.2021 07:27

Danke danke danke Gary!!!
Das ist wirklich gut zusammengefasst. Könnte man glatt als Kommentar veröffentlichen.
Ich unterschreibe das zu 100%.
Munkes

Anonym schrieb am 30.11.2021 11:17

Vielen Dank, Gary. Sehr gut zusammengefasst und erfasst.

Ich bin trotz Impfung, in 10 Tagen hätte ich die 3. Impfung bekommen, erkrankt. Ich bin heilfroh, dass ich nur drei Tage mit Fieber und Kopfschmerzen im Bett gelegen habe.

Und ich warte auch darauf, dass die Impfung für Kinder freigegeben wird. Mein Sohn war jetzt ohne Beschwerden, aber weil nicht geimpft in Quarantäne und heute kann er sich Freitesten. Es macht ihn traurig, sich nicht verabreden zu können, nicht zum Fußball gehen zu können. Das möchten wir so nicht mehr.

Viele Grüße

Anonym schrieb am 30.11.2021 11:20

Von mir auch, Danke Gary!!!

So schön hätte ich es nicht schreiben können. Ich rege mich zu schnell auf ;-)

Liebe Grüße,
Sandra (die diese Woche geboostert werden soll und sich -hoffentlich- vorher nichts einfängt)

Anonym schrieb am 30.11.2021 11:41

Hier mal eine Sicht von außerhalb Deutschlands und Europas.

Et voilà, die zwei Hauptmeinungen dieser ganzen Katastrophe gut zusammengefasst in diesem Thread... Das scheint ja immer wieder aufeinander zu treffen. Und wie ich von mehreren Bekannten/Freunden/Verwandten gehört habe, knallt es da mitunter ja schon mal ziemlich heftig oder Leute auf offener Straße gehen sich aus dem Weg. Eltern/Großeltern werden nicht mehr besucht, geschweige denn berührt oder - ganz krass - gepflegt wenn sie wegen (grippeartiger) Krankheit Hilfe brauchen.
O-Ton: Wir werden alle sterben!
Ich verstehe einfach nicht, warum so viele Menschen in Deutschland durchdrehen. Und natürlich verstehe ich es auch wieder doch. Mir sind die Argumente beider Seiten ja bekannt (und wenn nicht, lese ich einfach nochmal in diesen Thread, hehe).

Hier gibt es keine Tests. Also ja, klar, man kann schon, wenn man will in ein Labor etc. Aber kein Test am Kino, keine Tests an Schulen, einfach nirgends. Offiziell darf man hier und dort nur mit Impfpass hin. Wird aber nicht praktiziert. Maskenpflicht hält sich kaum einer dran (Polizei etc eingeschlossen). Während der Ausgangssperre letzten Jahres waren gefühlt genauso viele Menschen unterwegs wie vorher. Auf den Märkten wird gedrängelt. Man sieht Leute sich draußen umarmen (auch Polizisten bspw, eben alle). Man ist Mensch.
Ja, die Zahlen steigen und fallen und dann steigen sie wieder und dann fallen sie wieder bla bla bla. Es entscheidet hier jeder selber, ob er sich schützen möchte oder nicht und was er als Schutz erachtet. Die Bevölkerung ist trotzdem nicht zur Hälfte ausgestorben.

Ich nähe mir jetzt keinen Knopf an die Backe, auch wenn es noch so oft als einziges Mittel zur Heilung ausgerufen wird. Denn ich bin durch Überlegung darauf gekommen, dass ich es für mich persönlich eher blöd finde, so ein Knopf an der Backe. Und es hilft ja auch keinem. Aber wenn andere das möchten, dann können sie sich 20 dran nähen. Stört mich null. Deswegen schließe ich sie nicht aus oder finde sie blöd etc. Ich finde öfter mal Sachen nicht richtig die jmd macht und dennoch liebe ich diesen Menschen. Und erfahre das auch umgekehrt. Und wer mich wegen bestimmten Dingen hassen will (so viel Hass in Deutschland! Wahnsinn...), der soll es tun. Steht ihm ja frei.

Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass sich hier jmd erdreistet, sich nach meinen Impfstatus zu erkundigen. Also vielleicht im Krankenhaus oder Hotel. Aber die Leute haben da einfach Respekt. Es geht sie nichts an. Sowas fragt man nicht. So ist das jedenfalls hier.
Diese Schuldzuschieberei wie anscheinend in Deutschlandgibt es hier gefühlt nicht... Vielleicht liegt es daran, dass viele hier an Gott und Vorherbestimmung glauben, mag sein. Keine Ahnung.
Ich für mich denke, dass Menschen seit jeher untereinander Krankheiten weiter gegeben haben. Und es immer tun werden. Wenn man ein vernünftiges Maß an Hygiene einhält, die Schwachen und jeden, der es will, schützt und SICH GEGENSEITIG RESPEKTIERT, dann ist schon viel getan. Alles weitere liegt nicht in unserer Hand. Und ich persönlich glaube auch nicht daran, dass es in der Hand der Wissenschaft oder irgendwelcher Politiker liegt.

Jmd sagte neulich mal zu mir, dass die Menschen in Deutschland sich seit Corinna mit dem Tod konfrontiert sehen (in anderen Kulturen/Religionen st der Tod mehr im täglichen Bewusstsein, aber nicht zwangsläufig, weil so viel mehr Menschen sterben). Bzw gemerkt haben, dass er existiert. Ich habe den Eindruck, dass sehr sehr verbissen versucht wird, etwas aufzuhalten oder zu beeinflussen, was nicht aufhaltbar oder beeinflussbar ist. Statt zu versuchen, mit einer bestimmten Situation zu leben. Sich dabei gegenseitig zu unterstützen.

Die wahre Krankheit ist dieser Hass, die Angst. Wie Menschen jetzt miteinander umgehen. Mit welchem Gedankengut Kinder erzogen werden.
Und es geschah doch schon so oft in der Geschichte der Menschheit, warum lernt der Mensch nicht dazu?

Ich bin gespannt, wann es auch in Deutschland so weit ist, dass dieser ganze Wahnsinn zusammenbricht. Die Menschen wieder Menschen werden.

Was ich auch nicht verstehe: Wir sind ja alle so regenbogentolerant, aber sorry, beim Impfstatus hört unsere allumfassende Toleranz auf! Was macht man denn nun mit einen ungeimpften Ho*mose*xuellen ;)

Entschuldigt meinen Zynismus. Mit meinem Text möchte ich mich über niemanden stellen. Wir sind alle gleichermaßen Opfer und Täter in dieser speziellen Situation. Trotzdem: auch wenn mir meine Heimat oft fehlt - im Moment bin ich sehr froh, hier zu sein...

Sakeena

akira (Profil) schrieb am 30.11.2021 12:29

Das ist ein sehr schöner Beitrag, Sakeena. Genau das geht mir gerade auch oft durch den Kopf. Das Gesellschaftliche macht mir momentan viel mehr zu schaffen als die Krankheit selbst, vor allem in Hinblick auf die Zukunft. Es werden hier gerade so viele Tabus gebrochen, wer will die jemals wieder festigen?

Dörte (Profil) schrieb am 30.11.2021 13:03

Danke, Sakeena!!!
Ich konnte mir nicht alle Beiträge durchlesen, das halte ich nicht aus. Dieses Gegeneinander, das führt doch zu nichts.

LG,
Dörte

Tine (Profil) schrieb am 30.11.2021 13:10

Danke, Sakeena. Ein toller Beitrag.
Mir geht es wie meiner Vorschreiberin: Mir macht das ganze "gesellschaftliche" mehr zu schaffen als die Krankheit an sich. Und was wir unseren Kindern vorleben ...

Neulich bei mir auf Arbeit (Kita): Kind (4 Jahre) ist traurig mittags, weil es gern zur Mama möchte. Ich frage sie, ob ich mich zu ihr setzen soll. Sie nickt erst, ist dann total erschrocken: "Lieber nicht, wegen Corona darf ich mit niemandem kuscheln..."

Anonym schrieb am 30.11.2021 13:49

Sakeena.....
Heile Welt...

Ich frage mich, wie ist das mit dem Tod. Es wird einfach hingenommen, das Menschen an Covid sterben? Wenn man in ein Altenheim geht, ist es dann egal, ob man dort was einschleppt? Ohne Maske, ohne Test?
Das ist ne ernste Frage, ohne Unterton.
Hier geht es auch und vor allem drum, das Gesundheitssystem so zu entlasten, dass die Krankenhäuser die Kranken versorgen können. Nicht zuschauen zu müssen, wie wer stirbt, den man hätte retten können, wäre ein Beatmungsgerät frei gewesen.
Ich erlebe hier keine Schuldzuweisung.
Eher Sorge. In den Schulen ist die Sorge der Kinder oft um die Grosseltern.
Klar ist es nicht die erste und leider auch nicht die letzte Pandemi
Ich hoffe und bete, dass es irgendwann so im Griff ist, dass wir gut damit leben können.
Ich glaube, das ist meine persönliche Meinung, so schnell, wie die Gesellschaft sich auf diesen Weg begeben hat, so schnell wird sie auch einen anderen Weg einschlagen.
Das ist meine geringste Sorge.


Liebe Grüsse
Ruhig und gelassen, aber nicht ohne Sorge
Xy

Rita (Profil) schrieb am 30.11.2021 15:25

Sakeena, gute Gedanken, guter Text, danke dafür!

Du könntest dir gar nicht vorstellen, nach deinem Impfstatus gefragt zu werden? Das macht keiner bei euch? Die Leute haben Respekt?

Wow!

Hier wird man zu allererst nach dem Impfstatus gefragt oder einsortiert, eher stelle ich mir die Frage, ob das, was den Leuten jetzt so normal vorkommt, je wieder anders werden kann...

Siehe Gary, dessen erste Frage ist: ich frage mich, ob Rita wohl selber geimpft ist

;-)

geht ihn natürlich nichts an, aber man sieht, daran bemisst er den Menschen und seine Handlungsweise.
Warum muss man wissen, ob jemand gegen Covid geimpft ist, wenn man darüber redet, wie er/sie es mit der Impfung für die Kinder hält?

Was ist los mit den Menschen? Sie lassen sich aufstacheln ("die Ungeimpften sind unsolidarisch, dumm, rechts")
diese Rechenspielchen mit Impfquoten und Dauer und Umfang eines Schutzes bei der einen und der anderen Gruppe lassen uns zu unbeugsamen Gegnern werden und diesen Hass in die Gesellschaft streuen, von dem Sakeena zurecht spricht??

Das kommt den Deutschen so gelegen. Sie sind gläubig und neigen zu Extremen, dieser Eindruck drängt sich einem auf, wenn man die gesellschaftliche Entwicklung ansieht.

In der Schule spielen Lehrer sich als Agitatoren auf, die Kinder und Jugendliche abfragen, ob geimpft und appellieren, sie sollen sich doch jetzt endlich mal impfen lassen.
Nach Zulassung für die kleineren Kinder drohen solche Übergriffe auch in den Grundschulen.
(darauf konnte man die Kinder gar nicht vorbereiten - damit hat keiner der Eltern, die das erzählten, gerechnet)
Da werden dann die Kinder in geimpft/ungeimpft eingeteilt?
"nein, neben dir darf ich nicht sitzen", "du musst getestet sein, wenn du zu mir kommen willst"
was heute übertrieben scheint, kann morgen schon Wirklichkeit werden. (ist es z.T.schon!)

Garys Empfehlung, keinen Rat bei abwägenden Ärzten auf der Seite "individuelle Impfentscheidung" einzuholen ist irgendwie niedlich:
alles andere hab ich doch schon durch und nach 1,5Jahren ARD/ZDF/Drosten/SZ/Spahn/Wieler darf man auch mal neues Terrain betreten und dort oder bei reitschuster.de nachlesen, was es sonst noch dazu zu sagen gibt.

Grüße,
Rita

ReginaUrsula (Profil) schrieb am 30.11.2021 16:02

Ich zitiere hier mal aus einem Artikel, der am 10. November in der Sueddeutschen Zeitung erschienen ist:

"Die Impf-und Maskengegner treiben alle in die Defensive. Dabei erfahren sie, wie eine neue Studie des Institute for Strategic Dialogue feststellte, bemerkenswerte Unterstützung vom russischen Staatsmedium Russia Today: „Die überwältigende Mehrheit (61 von 67) der Videos mit Covid-19-Bezug zeigte eine kritische Position gegenüber den Corona-Maßnahmen in Deutschland, den USA und anderen Demokratien sowie gegenüber ,westlichen‘ Covid-19-Impfstoffen.
Dieser politische Aspekt der Querdenkerei wird kaum mal thematisiert, schon gar nicht wird dagegen politisch vorgegangen.[...]

Es ist, als träfe man derzeit auf die zutiefst antimoderne Tiefenschicht der deutschen Seele. [...] Medikamente oder sonstige Wirkmittel, die sich pflanzlich oder organisch nennen, sind, obwohl auf jegliche Nebenwirkung oft kaum getestet, geschätzt – obwohl ja auch das Nervengift Curare natürlich ist, und obwohl leider auch ein Tumor organisch wächst. Derzeit wird über Impfungen diskutiert, bis eben noch ein selbstverständliches Instrument zur Rettung von Menschenleben. Wann müssen Chirurgen sich für Herzklappen rechtfertigen, für Blutkonserven und Röntgenaufnahmen? [...]

Neben der Wiederbelebung alter Romantik macht sich aber auch eine neue Entwicklung bemerkbar: Frank Schirrmacher beschrieb in seinem Buch „Ego“, wie der digitale Kapitalismus Elemente der Spieltheorie nutzt, um die user zu beeinflussen. Er benutzte die Formel vom „digitalen Zwilling“, dessen Prinzip die Maximierung des eigenen Vorteils um jeden Preis ist – mit dieser Unterstellung funktionieren die großen Plattformen. Und so verhalten sich nun manche Zeitgenossen auch in der analogen Welt: maximaler Wohlfühlanspruch auch dann, wenn Zusammenhalt erforderlich wäre. [...]

Wir sind aber an einem Punkt, an dem eine Republik entscheiden muss, ob sie sich auflöst in ein Archipel postmoderner Befindlichkeiten, oder ob die Tatsache, dass man Bürger einer solchen Republik ist, nicht auch gewisse Implikationen hat. Neu ist die Debatte nicht: Schon Sokrates nervte seine Mitbürger auf dem Forum des antiken Athens mit solchen Fragen. Bürgerin oder Bürger einer Republik zu sein, bedeutet nicht, dass man als user Abonnent politischer Dienstleister ist: Man muss selbst etwas beitragen, sich Gedanken machen und common sense üben, Kompromisse eingehen und seine Infos prüfen. Es ist auch ein wenig Arbeit, ein Staatsbürger zu sein. Arbeit für andere. "

Quellenangabe: Eintrag "Die deutsche Antimoderne", Süddeutsche Zeitung (10.11.2021), Feuilleton, S. 11

Henni (Profil) schrieb am 30.11.2021 17:04

Ich finde manche oben gefallenen Floskeln sehr erschreckend.

"Die Leute werden künstlich in Panik versetzt."

Ich sehe bei den Zahlen nichts künstliches. Ich glaube, dass die Hospitalisierungen, Intensivpflichtigen alle echt sind. Nicht künstlich. Und auch diejenigen, die zwar nciht schwer erkranken, aber trotzdem 3 oder 4 Wochen richtig blöd krank sind, sind nicht künstlich.

"diese Rechenspielchen mit Impfquoten"

Spielchen sehe ich auch nicht. Das Wort ist eine völlig unpassende Verharmlosung.

Ich hab jetzt nicht die Zeit, links rauszusuchen. Jede, die sich seriös informieren möchte, kann sehen, dass die Gesamt-Inzidenzen mit den Impfquoten zusammenhängen. Besonders krass sieht man das bei den Statistiken über die schwer Erkrankten. Da ist nichts spielerisches dran....

Das mit den links haben andere hier ja schon getan, danke dafür.

Was den Vergleich mit Marokko angeht - ich bin ganz froh, in einem Land zu leben, in dem 70% es nicht einfach hinnehmen, dass Menschen halt krank werden und sterben.

Ich bin gerade ein klitzkleines bisschen zuversichtlich, die 3 G-Regelung scheint ja immerhin ein bisschen was bei der Impfquote zu verbessern. Und die Bereitschaft zum Boostern ist riesig, logisch, 70 % Geimpfte wollen natürlich auch geboostert werden. Ich bin geboostert, wahnsinnig froh darüber und wünsche allen, die noch auf Terminsuche sind, dass sie bald dran kommen!

LG Henni

himbeere (Profil) schrieb am 30.11.2021 20:22

Seufz.

Danke, Gary, für deine ausführliche und detaillierte Antwort.

Sakeena, wenn du in Marokko noch nicht hast spüren müssen, dass Corona dem Gesundheitssystem alles abverlangt, gratulierte ich dir und den Marokkanern dazu.
Allerdings vermute ich stark, dass es auch ähnlich wie in manch anderen Staaten sich eine andere demographische Verteilung hat als Deutschland. Übergewicht, Alter und Alterserkrankungen sind nun mal Risikofaktoren für schwere Verläufe. Junge Bevölkerungen wie auch Südafrika haben einfach relativ weniger schwere Verläufe.
Ich kann mir aber ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass Marokko so viel glimpflicher segelt als wir…

Alles Gute aus Südtirol von der geboosterten Himbeere…
-sehr dankbar für die Erkentnisse und Fortschritte der Wissenschaft-

Rita (Profil) schrieb am 30.11.2021 22:11

"Rechenspielchen"

wenn man die Ländervergleiche anschaut kann man nicht eindeutig folgern, dass folgerichtig gilt:

überall, wo eine hohe (was soll überhaupt "hoch" heißen) Impfquote gibt, ist die Inzidenz zwangsläufig niedrig oder bleibt es.

überall, wo es eine (sehr) niedrige Impfquote gibt, ist die Inzidenz hoch.

(Portugal mit seiner fast 90%Quote stark ansteigende Zahlen, die eine raschere Verdopplung als in D anzeigen und gerade wird das öffentl. Leben wieder runtergefahren.
Israel wirft die vierte Impfrunde an
alle Länder, die uns in den letzten Monaten als Vorbild galten, haben steigende, teils viel höhere Inzidenzen (Belg/Niederl/Dänem)
Schweden hat eine Quote wie D und Inz. 99)

eine so stark schwankender Wert wie die Inzidenz ist nur langfristig mit einer festen Größe wie der Impfquote in Beziehung zu setzen

mit Rechenspielchen meinte ich diese hilflose Erklärung, dass man mit Impfung kurze Zeit sehr gut geschützt ist; der Schutz vor Erkrankung immer mehr abnimmt (innerhalb weniger Monate) und die Möglichkeit, andere anzustecken, wieder mehr zunimmt.

und dies alles zu einem nicht genau anzugebenden prozentualen Anteil, der es rechtfertigen soll, gesunde Menschen aus dem Leben auszuschließen.

Eigentlich müsste man immer dazu fragen: Sie sind geimpft? Und wann zum letzten Mal?

Drosten im Deutschlandfunk:

Der Berliner Virologe Drosten hält es für falsch, vor dem Hintergrund steigender Corona-Neuinfektionen von einer „Pandemie der Ungeimpften“ zu sprechen. [...] Alle trügen dazu bei, auch die Geimpften, wenn auch etwas weniger, sagte der Leiter der Virologie an der Charité. Die Delta-Variante habe leider die Eigenschaft, sich trotz Impfung zu verbreiten. Zudem würde bei vollständig Geimpften der Verbreitungsschutz schon nach zwei, drei Monaten sinken."

Das sind eben "Rechenspiele", nach denen Menschen ausgegrenzt werden.

Meldung von heute in der Jüd. Allgemeine: 3fach geimpfter Kardiologe steckte womöglich mehrere Patienten mit Omikron-Variante an

Bochumer Arzt Kenan Katmer: „90 Prozent der positiv getesteten Menschen bei mir sind Geimpfte.“ (WAZ 25.11.21)

es gibt so viele Aspekte bei diesem Thema - diese alleinige Konzentration auf die Impfung und Ausschluss der nicht-geimpften Menschen empfinde ich schädlich.
Es entstehen unüberwindbare Gräben in der Gesellschaft.
Da stimme ich akira zu.


Gary (Profil) schrieb am 01.12.2021 01:15


Siehe Gary, dessen erste Frage ist: ich frage mich, ob Rita wohl selber geimpft ist
;-)
geht ihn natürlich nichts an,

Richtig.
Deshalb habe ich die Frage ja auch mir selbst gestellt und nicht dich gefragt :-)


Garys Empfehlung, keinen Rat bei abwägenden Ärzten auf der Seite "individuelle Impfentscheidung" einzuholen ist irgendwie niedlich:
alles andere hab ich doch schon durch und nach 1,5Jahren ARD/ZDF/Drosten/SZ/Spahn/Wieler darf man auch mal neues Terrain betreten und dort oder bei reitschuster.de nachlesen, was es sonst noch dazu zu sagen gibt.

Gegen das Betreten neuen Terrains ist natürlich nicht prinzipiell etwas einzuwenden. Manchmal weitet dies den Horizont. Manchmal stößt man dabei aber auch auf allerlei Unsinn.
Ich kann noch nicht nachvollziehen, weshalb nach 1,5 Jahren ARD/ZDF/Drosten/SZ/Spahn/Wieler plötzlich keine geeigneten Informationsquellen mehr sein sollen. Herrn Spahn vielleicht ausgenommen.


wenn man die Ländervergleiche anschaut kann man nicht eindeutig folgern, dass folgerichtig gilt:
überall, wo eine hohe (was soll überhaupt "hoch" heißen) Impfquote gibt, ist die Inzidenz zwangsläufig niedrig oder bleibt es.
überall, wo es eine (sehr) niedrige Impfquote gibt, ist die Inzidenz hoch.

Ich habe bereits gestern zu erläutern versucht, dass die Betrachtung der Inzidenz alleine nicht ausreicht. Mit Blick auf die Aus- und Überlastung des Gesundheitssystems ist die Anzahl der Krankenhauseinweisungen und der Intensivpatienten sehr viel relevanter.
Und hierbei hat die Impfung eben doch eindeutig positive Wirkungen, wie du z. B. hier (im Abschnitt Impfeffekte) nachvollziehen kannst:
https://www.zeit.de/wissen/aktuelle-corona-zahlen-karte-deutschland-landkreise


mit Rechenspielchen meinte ich diese hilflose Erklärung, dass man mit Impfung kurze Zeit sehr gut geschützt ist; der Schutz vor Erkrankung immer mehr abnimmt (innerhalb weniger Monate) und die Möglichkeit, andere anzustecken, wieder mehr zunimmt.

Weshalb ist dies hilflos? Das ist die derzeit beste Möglichkeit, der Pandemie zu begegnen. Eine langfristig wirksame Impfung gibt es noch nicht. Eine Therapie der Krankheit gibt es noch nicht. Im Falle einer schweren Erkrankung bleibt nur die künstliche Beatmung. Übersehe ich etwas? Hast du einen Vorschlag? Dass du gegen Impfungen bist, habe ich verstanden, aber welche Vorgehensweise würdest du denn vorschlagen? Du sprichst von Rechenspielchen, von gesellschaftlichen Gräben - aber einen brauchbaren Vorschlag, wie der Pandemie begegnet werden soll, finde ich nicht. Solange du keinen besseren Vorschlag machst, müssen wir uns mit dem guten Vorschlag begnügen und impfen.


Das sind eben "Rechenspiele", nach denen Menschen ausgegrenzt werden.

Nein, es wird niemand ausgegrenzt.
Bisher hatte man die Freiheit auf eine Impfung zu verzichten. Man muss dann aber für diese Entscheidung auch die Konsequenzen tragen.
Es klingt so vermeintlich willkürlich, dass Menschen ausgegrenzt werden. Es wird aber völlig verschwiegen, dass man sich in freier Entscheidung selbst dafür entschieden hat, einen Sonderweg zu gehen, der mit bestimmten Konsequenzen verbunden ist.


Meldung von heute in der Jüd. Allgemeine: 3fach geimpfter Kardiologe steckte womöglich mehrere Patienten mit Omikron-Variante an
Bochumer Arzt Kenan Katmer: „90 Prozent der positiv getesteten Menschen bei mir sind Geimpfte.“ (WAZ 25.11.21)
es gibt so viele Aspekte bei diesem Thema

Und Halima Cissé bringt Neunlinge zur Welt.
Was sagt uns dies über die Mehrlingsquote von Frauen aus Mali?
Nichts.
Es ist ein Einzelfall.
In einer Pandemie dagegen geht es um große Zahlen. Nicht um einen einzelnen Kardiologen. Die Kunst besteht darin die vielen Aspekte sinnvoll einzuordnen.


Es entstehen unüberwindbare Gräben in der Gesellschaft.

Da führt wohl kein Weg dran vorbei. Die Mehrheit hat begriffen, dass es die optimale Pandemielösung noch nicht gibt. Bis diese optimale Lösung gefunden ist, muss man sich des zum jeweiligen Zeitpunkt besten Werkzeugs bedienen. Das ist seit knapp einem Jahr die Impfung. Die Minderheit, die das nicht einsehen mag, ist dann halt auf der anderen Seite des Grabens und muss mit den Konsequenzen leben. In voller Freiheit. Man kann seine bisherige Entscheidung ja jederzeit überdenken.

Anonym schrieb am 01.12.2021 07:13

Die Ansteckungsrate finde ich weniger gewichtig..... Wieviele landen auf der Intensiv.
Ich meine von Israel gehört zu haben, dass es kaum Menschen auf der Intensiv gibt.
Wenn wir das schaffen, mit dem Virus so umzugehen, dass er kaum noch Menschen auf die Intensivatation bringt, dann haben wir es geschaft.
Wenn sich 1000 Leute anstecken und das wie ne normale bis starke Erkältung abzeichnet, ist es dann händelbar.

Liebe Grüsse

Marlis (Profil) schrieb am 01.12.2021 07:30


Und Halima Cissé bringt Neunlinge zur Welt.
Was sagt uns dies über die Mehrlingsquote von Frauen aus Mali?
Nichts.
Es ist ein Einzelfall.
In einer Pandemie dagegen geht es um große Zahlen. Nicht um einen einzelnen Kardiologen. Die Kunst besteht darin die vielen Aspekte sinnvoll einzuordnen.




nur kurz dazu, hab nicht viel Zeit, hoffe Zitat funktioniert ...

Le gynécologue qui avait suivi la première grossesse d’Halima Cissé lui administre des injections d’hormones.

Jetzt leider nicht auf deutsch, findet sich aber bestimmt. Die gute Frau hatte eine Hormonbehandlung, sogar per Spritze! Die Dosis blablabla

Wollte damit nur sagen, Einzelfall, nö wieso, ihre Multischwangerschaft mal sowas von überhaupt kein Zufall und unnatürlich, ist halt heutzutage dank der Forschung und Medizin einfach möglich.

LG, Marlis

https://www.letemps.ch/monde/mali-nonuples-devenus-une-cause-nationale

Gary (Profil) schrieb am 01.12.2021 08:08


Die gute Frau hatte eine Hormonbehandlung, sogar per Spritze!

Wollte damit nur sagen, Einzelfall, nö wieso, ihre Multischwangerschaft mal sowas von überhaupt kein Zufall und unnatürlich, ist halt heutzutage dank der Forschung und Medizin einfach möglich.


Meine Frage lautete: Was sagt uns dies über die Mehrlingsquote von Frauen aus Mali?

Ich habe nicht von Zufall gesprochen. Es spielt auch keine Rolle, ob es eine Hormonbehandlung gab. Es geht um das Thema Einzelfälle: Dieser Einzelfall ist schlicht nicht geeignet über Mehrlingsschwangerschaften in Mali eine Aussage zu treffen, weil man eben nur einen einzelnen Fall betrachtet.

Genausowenig spielt es für die Bewertung von Impfungen eine Rolle, ob ein einzelner Kardiologe oder ein einzelner Arzt aus Bochum diese oder jene Beobachtung gemacht hat. Das ist irrelevant.

Ob eine einzelne Person doppelt geimpft und geboostert in jungen Jahren ohne Vorerkrankung an Covid19 stirbt, ist für die Bewertung von Impfungen irrelevant. Das ist ein tragischer Einzelfall. Lebensrisiko.

Es kommt für die Bewertung auf die statistischen Effekte bei den großen Zahlen an. Und da sind die Effekte recht eindeutig. Dies einordnen zu können, ist entscheidend.

Deichkind (Profil) schrieb am 01.12.2021 08:08

Interessanter Artikel aus der Frankfurter Rundschau über das Risiko eine Herzmuskelentzüng nach einer Impfung zu bekommen. Insbesondere junge Männer unter 30 sind davon betroffen. Einige Länder verabreichen kein Moderna und kein Biontech mehr an (männliche) Jugendliche unter 18 bzw. unter 30 Jahre.

https://www.fr.de/wissen/herzmuskelentzuendung-nach-corona-impfung-risiko-maenner-covid-19-news-91045646.html

Anonym schrieb am 01.12.2021 09:47

Es ist halt noch ein schlecht recherchierter Artikel mehr, mit schon wieder veralteten Aussagen usw. Schon alleine dass im Artikel suggeriert wird Moderna ud Biontech würden den Gleichen Impstoff produzieren, mit gleicher Wirksamkeit usw.
Was nicht so ist, aber das muss man auch wirklich wissen wollen und nicht nur auf der Suche sein nach der eigenen Vorstellung unterstützende (falsche oder oberflächliche) Aussage suchen. Wenn du den Artikel verstanden hättest würde dir unter anderem auffallen, dass deine Aussage falsch ist.
Oder ist es Absicht, weil es funktioniert ….?
Es ist auf jeden Fall sinnlos die leider am lautesten schreiende Minderheit mit Fakten und Argumenten oder Menschlichkeit zu Überzeugen.
Schlimm daran finde ich nur, dass durch das ganze Quergeschwurbel die vielen Unsicheren noch mehr verunsichert werden. Die Gemeinschaft könnte sehr gut diese Minderheit mittragen wie es ja auch schon bei den, aus Prinzip, nicht geimpften Kindern funktioniert, solange es Prozentual nicht zu viele sind. Allerdings hat sich diese Gruppe jetzt wohl selbst ein Eigentor geschossen, da ja dann wohl die Impfplicht kommt. Ist blöd und noch blöder finde ich, dass es jetzt nicht mehr anders geht als auch die Kinder zu Impfen. Aber trotzdem habe ich keine Angst meinem Kind damit zu schaden.
Ich habe das Gefühl, bei diesem dagegen sein, geht es bei vielen nur um das Prinzip.
Was ich mich die ganze Zeit frage ist, warum hat den dann niemand eine andere Idee wie wir in einer solche Situation leben und handeln sollen. Die einzige Aussage ist NEIN!
Hmm.. sollen wir Corona weg ignorieren? Was gibt es für Vorschläge? Außer die Impfung tötet, die Impfung ist gefährlich…. Kommt eigentlich nie etwas.
Der Klassiker für mich ist immer, dass der Impfung gegenüber
Positiv eingestellten Menschen wiederum unterstellt wird, sie wären zu einfach gestrickt und würden nur weichgespült im Strom mit schwimmen, welch einfache Denkweise das doch ist.

Lieber Ano S

Anonym schrieb am 01.12.2021 09:52

Hier noch ein beliebiger Beipackzettel eines Medikaments, das hier bestimmt fast jeder jeder im Haus hat.
Interessant wird es bei den seltenen und sehr seltenen Nebenwirkungen.

Wobei als sehr selten hier 1 zu 10000 festgelegt ist.

https://image.wub-service.de/resources/static/des/211201/210315/79/15/79151.pdf

Anonym schrieb am 01.12.2021 10:55

Ich persönlich finde ja, wenn alle Erwachsenen, die keine Impfung wünschen direkt auch auf eine Einweisung/Behandlung im Krankenhaus verzichten müssten, wären doch schon geholfen-dann wären die Intensivstationen nicht überfüllt, andere Behandlungen müssten nicht verschoben werden...

Vermutlich wäre dann eine allgemeine Impfpflicht auch gar nicht nötig, denn das Abwägen des persönlichen Risikos würde sicher anders ausfallen.

Gromit

Evi (Profil) schrieb am 01.12.2021 11:25

sooo .. ich habe schon mehrfach getippt und gelöscht aber jetzt doch ... und nicht anonym!!!

Danke, danke, danke Gary für deine geduldigen Antworten ... auch wenn es vermutlich nichts bringt, die Menschen mit den seltsamen Argumenten gegen die Impfung möchten es nicht verstehen und sie möchten auch die belegten wissenschaftlichen Resultate nicht sehen.

Ich sehe es wie Gromit, jeder der sich gegen die Impfung entscheidet sollte unterschreiben, dass er im Erkrankungsfall keine medizinisch Behandlung möchte ... fertig .. Impfpflicht nicht nötig, Krankenhäuser nicht überlastet ...

Anonym schrieb am 01.12.2021 16:13

Ich sehe es auch wie Gary und Gromit.

Mir würde schon reichen, wenn die Impfunwilligen bei einer Triage ganz hinten angestellt würden. Ist ja freie Entscheidung…

Die Möglichkeit, die gerade von der Politik diskutiert wird, ungeimpfte an den Kosten zu beteiligen, finde ich das mindeste. Dann ist bei ein paar das Eigenheim weg. Aber im Großen und Ganzen würde ich sagen: Greif mal nem nackten Mann in die Tasche…

Sandra

Anonym schrieb am 01.12.2021 16:43

Ich finde es erschreckend inkonsequent zu lesen, man will keine Impfpflicht, aber die Impfunwilligen sollen dafür bluten. Warum denn dann keine Pflicht? Dann würde wenigstens dieses aufeinander herumgehacke aufhören.

Anoxyz

Anonym schrieb am 01.12.2021 16:59

Das sehe ich ähnlich. Dann eine Pflicht - dann ist quasi eine Klarheit da. Ich finde es auch schlimm, wie da aufeinander rumgehackt wird. Sieht man ja auch hier wieder im Thread, wobei das ja noch "harmlos" ist.

Ich finde es auch schwierig dass quasi angenommen wird, dass wenn man gegen eine Impfung ist, man auch gegen alle anderen Maßnahmen ist. Oder auch anders herum: Nur weil ich (persönlich) geimpft bin, gibt es dennoch einige Maßnahmen die gerade politischer Seite getroffen werden, die ich nicht unterstützen möchte und total sinnfrei finde.
Dieses "schwarz" und "weiss" finde ich total schwierig.
Und ich denke, so lange es keine Pflicht gibt, hat auch niemand ein Recht auf jemanden anderen rumzureiten. Denn aktuell ist es immer noch ein ImpfANGEBOT.

Wir hatten jetzt auf Arbeit einen 16 jährigen Praktikanten, der total glücklich war, dass er endlich eine Stelle gefunden hat bei uns. Er hat vorher in anderen Einrichtungen vorgesprochen und wurde als erstes gefragt ob er geimpft ist. Als er verneint hat, wurde ihm gleich gesagt dass er da gleich wieder gehen kann....

Dieses "an den Kosten beteiligen" finde ich schwierig. Das ließe sich ja auch weiter ausweiten: auf das Rauchen, Alkohol trinken, "Extremsport", ... Oder?

Tine


Anonym schrieb am 01.12.2021 17:01

Sehr schade sowas zu lesen. :-(
Ich wäre dafür das Kettenraucher bitte auch auf eine eventuelle Lungenkrebstherapie verzichten und die Dicken dürfen mit Herz-Kreislauferkrankungen auch nicht mehr medizinisch versorgt werden. Sie nehmen mir als Normalgewichtige und Nichtraucher auch einen Platz auf der Intensivstation weg.
Letztendlich weiß doch keiner irgendwas. Wir sind alle keine Experten. Es wird nur aufgrund irgendwelcher Erkenntnisse, die verschiedene Experten verlauten lassen, gehandelt.

Henni (Profil) schrieb am 01.12.2021 17:34

Zitat: Sehr schade sowas zu lesen. :-(


Was meinst Du mit "Sowas"? Hier wurden sehr verschiedene Sachen geschrieben, sehr verschiedene Meinungen geäußert.


Zitat: Ich wäre dafür das Kettenraucher bitte auch auf eine eventuelle Lungenkrebstherapie verzichten und die Dicken dürfen mit Herz-Kreislauferkrankungen auch nicht mehr medizinisch versorgt werden. Sie nehmen mir als Normalgewichtige und Nichtraucher auch einen Platz auf der Intensivstation weg.


Ich habe noch nie gehört, dass wg. Übergewicht, Rauchen etc. irgendwo die Intensivkapazitäten knapp wurden, dass deswegen Patienten ausgeflogen werden mußten, andere Behandlungen unterlassen werden mussten.
Es ist ganz klar, dass unser Gesundheitssystem auf Solidarität beruht. Auch gegenüber Vorerkrankten, Süchtigen etc.
Wer sich nicht impfen läßt, handelt aber nicht solidarisch.


Zitat: Letztendlich weiß doch keiner irgendwas. Wir sind alle keine Experten. Es wird nur aufgrund irgendwelcher Erkenntnisse, die verschiedene Experten verlauten lassen, gehandelt.

Nein, die meisten hier im Forum sind keine Experten.
Aber viele hier erkennen an, dass es Experten gibt. Und die haben durchaus Erkenntnisse.

Henni (Profil) schrieb am 01.12.2021 17:39

Oben fiel die Frage an diejenigen, die gegen das Impfen sind:
Für welche Maßnahmen seid ihr denn?
Wie sollen wir mit der Lage klar kommen?

Übrigens:
Die Inzidenzen in Israel, in Portugal etc. sind bisher gar kein Problem, weil dort weniger schwere Fälle auftreten.
Die Todesrate ist auch bei steigenden Inzidenzen nahezu stabil niedrig.

LG Henni

Dörte (Profil) schrieb am 01.12.2021 18:07

Buchtipp

Hallo,
ich habs zwar noch nicht gelesen, fange aber morgen damit an: "Vom Verlust der Freiheit" von Raymond Unger. Ich habe den Autor vor ein paar Jahren auf der Jahrestagung der Kriegsenkel kennengelernt und das Buch "Heimat der Wölfe" von ihm gelesen - sehr beeindruckend.
Ich kann mir schon vorstellen, dass die katastophale Lage, in der Deutschland sich aktuell befindet, auch mit der Vergangenheit dieses Landes zu tun hat.

Dörte

https://www.amazon.de/Vom-Verlust-Freiheit-Migrationskrise-Coronakrise/dp/3958903436/ref=sr_1_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&crid=31VEXC0RHAUER&keywords=vom+verlust+der+freiheit&qid=1638

Anonym schrieb am 01.12.2021 18:07

Oben fiel die Frage an diejenigen, die gegen das Impfen sind:
Für welche Maßnahmen seid ihr denn?
Wie sollen wir mit der Lage klar kommen?

Übrigens:
Die Inzidenzen in Israel, in Portugal etc. sind bisher gar kein Problem, weil dort weniger schwere Fälle auftreten.
Die Todesrate ist auch bei steigenden Inzidenzen nahezu stabil niedrig.

LG Henni


Ich frag mich auch immer, was der Plan für die Pandemie ist von Ungeimpften. Die, die ich kenne und die ganz aktuell Genesen sind, sind auf jeden Fall deutlich stiller geworden.
Munkes

Anonym schrieb am 01.12.2021 18:37

Wie meinst Du das, stiller?
Xyz

Gary (Profil) schrieb am 01.12.2021 19:05

Kein Buchtipp

Raymond Unger

Mir war Herr Unger bisher nicht bekannt, also habe ich mich mal auf die Suche gemacht und bin in Regionen des Internets gelandet, die ich normalerweise eher meide:

- bei einem Interview mit Beatrix von Storch (Das ist die AfD-Frau mit dem Schießbefehl an der Grenze)

- auf neurechten Websites bis hin zu einer Website, deren Betreiber vom Verfassungsschutz Sachsen-Anhalt als gesichert rechtsextreme Gruppierung geführt wird.

Mir geht es wie Dörte: Gelesen habe ich das Buch noch nicht.
Nach dieser Recherche würde ich aber auch eher davon abraten mit der Lektüre zu beginnen.
Herr Unger bekommt Lob aus ganz komischen Ecken und pflegt keinen guten Umgang.

Anonym schrieb am 01.12.2021 19:15

Jetzt melde ich mich auch mal, als seit Jahren (fast) stille Mitleserin...
...auf den Thread bin ich gestoßen, weil vor Jahren, als meine Kinder noch klein waren, hier so eine interessante Diskussion über Kinderimpfungen war, da habe ich einiges gelernt und auch die als "Impfverweigerer" bezeichneten Leute besser verstanden.
Ich möchte jetzt gar nicht so auf das Coronaimpfthema eingehen, dazu wurde ja schon viel gesagt. Hängengeblieben bin ich an der "Solidarität" und dem Vorschlag, "Impfverweigerern" wegen ihrer fehlenden Solidarität eine Behandlung selbst bezahlen zu lassen.
Ich bin seit etwa 20 Jahren selbsttändig und habe seit, ich glaube 25 Jahren, bis heute in die Gesetzliche Krankenkasse eingezahlt, als freiwillig Versicherte.
Als Hauptverdienerin der Familie habe ich immer Vollzeit gearbeitet, meinen Großen musste ich mit 9 Monaten zur Tagesmutter geben, weil u.a. die Krankenkasse selbst bezahlt werden musste. Ich wäre gern länger zuhause geblieben.
Überschlage ich das mal, käme ich auf ca. 150.000-200.000 Euro, die ich bisher einzahlte. Und Krankenkasse beruht auf dem Solidaritätsprinzip...meine 3 Kinder und ich haben außer den Us, paar Schrammen, Zahnarzt und natürlich meinen Entbindungen :-) nur ein Bruchteil verbraucht, was ich auch ok finde. Ich hätte auch gerne mal eine MuKi-Kur gemacht/gebraucht, aber wer selbstständig ist weiß, dass man sich nicht mal für paar Wochen rausnehmen kann. Oder mal Teilzeit...Da war ich dann schon manchmal etwas neidisch.
Ich fühle mich durch solche Überlegungen, jetzt das Solidarprinzip über den Haufen zu schmeißen, dann doch schon angegriffen. Wo fängt man an und wo hört man denn auf? Wie oben schon geschrieben, Sportunfall, Raucher...
Was ich mir wünsche, einfach bisschen verbal abrüsten, leben und leben lassen.
Liebe Grüße und Ano wegen meiner "Lebensgeschichte"
S.

Henni (Profil) schrieb am 01.12.2021 19:43

"Leben und leben lassen"

Ha, das hat Situationskomik!
.... während gegenwärtig gerade überdurchschnitllich Viele sterben.....

Liebe S.,

genau das meinte ich doch oben, das Krankenversicherungssystem beruht auf Solidarität und benötigt Solidarität.
Ich bin sehr gerne solidarisch:
z.B. mit Süchtigen oder psychisch belasteten.
Viele haben sich nicht dafür entschieden süchtig, übergewichtig etc. zu sein.

Sich nciht impfen zu lassen, das ist eine freie Entscheidung in den meisten Fällen. Es sei denn, es liegt eine tiefgreifende Panik dahinter o.ä.

Anonym schrieb am 01.12.2021 19:55

Wie meinst Du das, stiller?
Xyz


Es werden kleine Brötchen gebacken. Man hört nichts von der bösen Impfung, nix von Corona ist ein Schnupfen, kein die Geimpften verbreiten das Virus und erntet viel Dankbarkeit für die Vertretung für die vergangenen Wochen.
Dass bei uns im Team trotz ständiger Tests fast nur Ungeimpfte positiv waren steht auch für was. Auch wenn man Geimpft nicht Safe ist, ist das Ansteckungsrisiko dennoch reduziert.
Munkes

Anonym schrieb am 01.12.2021 20:01

Die Solidarität in der Krankenversicherung war hier aber noch nie Thema bei Impf Diskussionen. Und wer gibt das abendliche Glas Wein an, nach dem die private Versicherung fragt?

Daß die intensivbetten belegt sind versteh ich, aber nicht das Argument der Krankenversicherung.

Und um den Bogen zum Thema zu bekommen: Jugendliche dürfen schon behandelt werden? Denn um die geht es hier.
Xyz

Dörte (Profil) schrieb am 01.12.2021 20:14

Danke, Gary, dass Du Dich so intensiv mit Herrn Unger beschäftigt hast.
Es ist so einfach, hier über Menschen zu urteilen, die man gar nicht kennt :-(
Eigentlich wollte ich hier gar nicht schreiben und bereue es. Denn selbst in diesem früher von mir so geliebten Forum vertiefen sich die Gräben immer mehr. Sehr schade!

Anonym schrieb am 01.12.2021 20:20

Die Solidarität in der Krankenversicherung war hier aber noch nie Thema bei Impf Diskussionen. Und wer gibt das abendliche Glas Wein an, nach dem die private Versicherung fragt?


Hier, ich! Ich hab angegeben, dass ich gelegentlich auch mal Alkohol trinke. Was soweit ja auch der Wahrheit entspricht. Und weiter?

Ich wurde auch gefragt ob ich rauche, Extremsportarten betreibe usw. Tue ich nicht. Wenn, dann muss ich damit leben, mehr zu bezahlen (weil größeres Risiko), oder mir ne andere Versicherung suchen…

Anonym schrieb am 01.12.2021 21:17

Ich bin selbst geimpft und hoffe auf eine Impfpflicht, damit ich wieder Licht am Horizont sehe.

Wenn ich allerdings davon lese, Ungeimpfte von Behandlungen auszuschließen, weil sie ja selber "Schuld" sind, wird mir anders. Nach mehreren Schwangerschaften, zu wenig Zeit (und Lust) für Sport bin ich selbst übergewichtig. Welche Behandlung dürfte mir nach dieser Logik vorenthalten werden? Wie wäre das für mich und meine Kinder? Können wir das als Gesellschaft wollen? Und ja: Ich versuche abzunehmen, mich ausgewogen zu ernähren und regelmäßig zu bewegen. Aber das ist - wie so vieles im Leben - nicht immer so einfach.

Liebe Grüße
Und behaltet offene Ohren und Herzen füreinander - das hat doch dieses Forum immer ausgemacht.

Mornica (Profil) schrieb am 01.12.2021 21:21

Es gibt ja mE viele "absichtliche" oder "freiwillige" unsolidarische Verhaltenshaltensweisen.
(In Anführungszeichen, weil manchrs ja Sucht ist, also eine Erkrankung).

Alles, was der eigenen Gesundheit so schadet oder schaden kann, dass man jetzt oder später die Krankenkassen überdurchschnittlich belastet.
Aber in den meisten Fällen ist es das dann auch, ein finanzieller Schaden an der Gemeinschaft.
Im Falle des sich nicht gegen Corona impfen Lassen kommt aber noch hinzu, dass man zusätzlich eher andere Menschen ansteckt, sie damit in Leib und Leben gefährdet. Einfach mit einer höheren Wahrscheinlichkeit.

Das ist für mich wie der (regelmäßige) Alkoholkonsument, der nicht nur seine Gesundheit gefährdet (und damit Kosten für die Gemeinschaft verursacht), sondern auch betrunken Auto fährt und direkt Leben und Gesundheit anderer bedroht.
Ja, auch ohne Alkohol im Blut kann man einen Unfall verursachen, aber die CHANCE darauf ist pro gefahrenen Kilometer deutlich geringer.
Im Einzelfall passiert ja vielleicht nix, aber im statistischen Mittel ist es nunmal so.

Leider ist das mit dem statistischen Mittel ja sehr abstrakt.

Bettina

ReginaUrsula (Profil) schrieb am 01.12.2021 21:22

Danke, Gary, dass Du Dich so intensiv mit Herrn Unger beschäftigt hast.
Es ist so einfach, hier über Menschen zu urteilen, die man gar nicht kennt :-(


Hmpf, kennst du alle Politiker? Fernsehmoderatoren? Virologen?
Wenn jemand ein Buch schreibt, geht er bewusst in die Öffentlichkeit. Und bevor ich ein Buch lese oder gar kaufe, informiere ich mich über den Autor.
Das ist doch kein "über Menschen urteilen, die ich nicht kenne"
Sonderbar....

ReginaUrsula (Profil) schrieb am 01.12.2021 21:27

Das ist für mich wie der (regelmäßige) Alkoholkonsument, der nicht nur seine Gesundheit gefährdet (und damit Kosten für die Gemeinschaft verursacht), sondern auch betrunken Auto fährt und direkt Leben und Gesundheit anderer bedroht.

Das ist ein gutes Beispiel, da kann man dran weiterdenken.

Anonym schrieb am 01.12.2021 22:14

Dh, Du würdest ungeimpft sein mit betrunken Autofahren vergleichen?

Xyz

Anonym schrieb am 01.12.2021 22:45

Das kann man ja mal auf Schnittmengen hin abklopfen:

man gefährdet sich
man gefährdet andere
es kann absolut gut gehen
es kann aber auch total schief gehen
es kann etwas passieren, was irgendwo zwischen Bagatelle und Totalschaden liegt
was davon eintreten wird, ist völlig unklar
wenn man eh unsicher fährt, ist das Risiko höher
wenn man eh eher schnell, risikobereit, mit wenig Abstand fährt ist das Risiko höher
wenn man zur Vorsicht neigt, ist das Risiko geringer
es sind in beiden Fällen zwei freie Entscheidungen: Trinken und Autofahren/ bzw. sich nicht impfen lassen und trotzdem nicht als Eremit leben
man kann in beiden Fällen sagen: ist doch meine freie Entscheidung! In dem einen Fall ist es aber verboten und hat Strafe zur Folge. Mit der Versicherung hätte man evtl. ein Problem.


je länger man das betreibt, desto größer wird die Schnittmenge!!!

Jetzt ist xyz dran: wo hinkt der Vergleich?

Grüße von 123

Anonym schrieb am 01.12.2021 22:52

Dazu fällt mir nichts mehr ein.
xyz

Anonym schrieb am 01.12.2021 22:53

... und wenn 30 % besoffen fahren....oder, wie in manchen Regionen sogar nur 54% nüchtern unterwegs sind...

in bergigen Regionen steigt das Risiko auch wieder...

das ist ja für den Alpenraum und gebirgige Regionen soziologisch nachgewiesen, dort gibt es mehr Impfzweifler, nicht erst jetzt, auch historisch

cooler Vergleich!
Prost!

ah, ano Kürzel nicht vergessen
123

Anonym schrieb am 02.12.2021 02:40

Gößter Unterschied: Alkoholimus ist eine anerkannte Erkrankung. Impfunwille oder -angst nicht.
Das sind doch Äpfel und Birnen verglichen.

Ich sehe eine möglche Impflicht und damit verbundene Zwangsmaßnahmen und den Eingriff in die Persönlichkeitsrechte Einzelner sehr kritisch.
Gleichzeitig ärgert es mich, dass ich aufgrund vieler Erwachsener, die sich eben nicht damit auseinadersetzen und "mal abwarten" (ja, die gibts und nicht zu wenige) nachdenken muss, ob ich mein Kind impfen lasse oder nicht. Denn ganz ehrlich, wäre die Gefahr geringer, würde ich es sein lassen. Ich bin geimpft, mein Partner und mein großes Kind ebenfalls. Alle sehr bewußt, alle viel dazu gelesen, viel damit auseinander gesetzt. Die Impfung für die Kinder ab 5 hat für mich eine andere Dimension und ganz ehrlich, inzwischen ärgert es mich sehr, dass es soviele Menschen gibt, die eine Impfung in Pandemie mit Dingen Rauchen, Übergewicht ect. gleichsetzen. Die Freiheit des Einzelnen hört da auf, wo sie die Allgemeinheit gefährdet. Wo wir bei den schlechten Vergleichen sind: Jeder darf rauchen, aber nicht im Restaurant, wo Leute passiv mitrauchen müssen. Jeder darf entscheiden sich nicht impfen zu lassen. Aber dann gehört für mich ein Auschluss dazu, damit andere Menschen nicht gefährdet werden. Und ja, Ungeimpfte sind eine größerer Infektionsgefahr als Geimpfte. Noch immer. Die Zahlen dazu häng ich jetzt bewußt nicht an. Wer es nicht glauben möchte, wird so auch nicht überzeugt und die anderen wissen es eh schon.

Dörte (Profil) schrieb am 02.12.2021 08:48

Hallo,
ich habe einen Vorschlag: wir beenden die Diskussion hier!
Was macht es für einen Sinn, dieses Forum damit zu belasten?
Wir kommen doch eh auf keinen grünen Zweig.
Liebe Grüße,
Dörte

ConnyH (Profil) schrieb am 02.12.2021 09:58

Ich empfinde eine kontroverse Diskussion nicht als Belastung, sondern als Bereicherung für das Forum.
Und ich möchte auch nicht mit allen auf einen grünen Zweig kommen, dafür gibts ja viele Äste ;)

LG ConnyH

Anonym schrieb am 02.12.2021 12:01

Und ich weis immer noch nicht, wie das jetzt in Marokko ist.
Mit Hinnehmen und Altenheim.
Xy

schlessu (Profil) schrieb am 02.12.2021 13:12

Ich habe mir mal "Die Heimat der Wölfe" bestellt, also nicht umsonst der Buchtipp und Thread, danke Dörte!

Dörte (Profil) schrieb am 02.12.2021 13:47

Das freut mich, Schlessu :-)

Fanthagiro (Profil) schrieb am 02.12.2021 15:44

Ich bin immer noch der Meinung leben und leben lassen.

Ich bin absolut gegen eine Impfpflicht und möchte meine Kinder beide unter 12 auch nicht gegen Corona impfen lassen.

Ich selbst bin genesen und mittlerweile 3x geimpft. Zur Zeit sogar fast tgl. getestet, weil ich mein Kind nicht ohne Test zum Eislaufen bringen darf. Außerdem treibe ich selbst etwas Sport.

Impfdiskussionen sind hier immer etwas ausgeartet. Aber früher war der Umgang etwas freundlicher.

Meine Befürchtung ist halt, dass es nicht bei meinen 3 Impfungen bleibt, sondern alle 6 Monate nach geimpft wird. Ob das wirklich so gesund ist?

Marlis (Profil) schrieb am 02.12.2021 18:12

Und ich weis immer noch nicht, wie das jetzt in Marokko ist.
Mit Hinnehmen und Altenheim.
Xy


Altenheim in Marokko gibt es sicherlich nicht, ausser vielleicht für Franzosen? Wie in vielen anderen Kulturen auch, werden die alten Leute zu Hause von den Kindern betreut, falls es keine Kinder gibt, dann ebend andere Verwandte, manchmal auch Nachbarn.

Mit hinnehmen, weiss jetzt nicht genau wie das gemeint ist, aber ob jemand am Herzinfarkt, Krebs, Covid oder sonst was stirbt, macht bei vielen dort, schon allein aus religösen Gründen, wenig bis keinen Unterschied. Wie mit dem Tod umgegangen wird, ist ja tatsächlich sehr kulturell bedingt: hab eine Bekannte in Neuseeland, die war mit einem Maori verheiratet, der Mitte 50 an Krebs verstarb, da wurde der Leichnahm 2 Wochen im Wohnzimmer aufgebahrt, einfach eine andere Art der Trauer. Allerdings gibt es für mich da kein besser oder schlechter, hat ja doch irgendwie alles so seine Vor- und Nachteile.

LG, Marlis

Anonym schrieb am 02.12.2021 18:28

Fanthagiro, das ist eine _wahnsinns_ Befürchtung und das ist eigentlich der Knackpunkt an der ganzen Sache!

Wie geht es denn weiter?

Ich fand irgendwo die Aussage, es sei nicht möglich, eine Virus-Pandemie mit Impfung zu bekämpfen.

gleichzeitig scheint es doch plausibel, alle Leute ständig zu boostern und die Krankheit damit zu unterdrücken.

Das ist für mich allerdings ein viel größeres Schreckgespenst als es die Angst vor einer Infektion je war.

Ich möchte -geimpft oder nichtgeimpft im Augenblick- auf keinen Fall durch Gesetze dazu gezwungen werden, eine bestimmte Maßnahme alle paar Monate machen zu müssen, um am ganz normalen Leben teilnehmen zu dürfen!!!

Das ist für mich Diktatur pur und da ist es völlig gleichgültig, ob das angeblich aus hehren Gründen der Krankheitsbekämpfung geschieht.
Für mich ist das absolut gleichbedeutend mit: nie wieder frei sein
(deshalb ist der Satz von Söder: Impfen ist die Voraussetzung für die Freiheit ein absolutes Unding)

Meine persönliche Annahme ist:
bei Einführung einer Impfpflicht werden wir NUR noch mit unserem digitalen Impfpass irgendwas unternehmen dürfen.
Jeder wird mich jederzeit nach meinem Impfstatus fragen dürfen und mich dann einsortieren, Zugang verweigern etc.

Diese Vorstellung ist fürchterlich und erscheint uns wie eine Verschwörungstheorie - sie hat sich mir in den letzten Tagen aufgedrängt; also wenn ein Quertyp sie übernehmen will - egal -

es ist eh nur so lange eine Theorie bis sie Wahrheit wird.

Die Impfung wurde uns angeboten als Schutz vor der Krankheit
2mal Pieks = vollständig geimpft

ok, jetzt wird geboostert

und dann??
Ich hab mit dem Pieks kein Abo bestellt und ich will es nicht!
Und vor allem will ich es nicht staatlich verordnet und als Voraussetzung für Teilhabe in einem der freiesten Länder der Welt.

Ich nehme nirgendwo mehr teil seit 2G - als Solidarität mit den Nicht-Geimpften. Ganz unabhängig von meinem persönlichen Impfstatus.
2G - Diese Einteilung finde ich so abstoßend, der infektiologische Sinn dahinter fragwürdig.
Meiner Meinung nach Schikane, damit Unwillige zur Impfung gedrängt werden.

Heute 2G im Einzelhandel beschlossen.
Was staut sich an in den dadurch Bedrängten??
Wer will denn diese Teilung der Gesellschaft?

Und dann die Jugend zu Zeit - ein einziges desaster

Alrun

Henni (Profil) schrieb am 02.12.2021 19:22

Danke, Gary, dass Du Dich so intensiv mit Herrn Unger beschäftigt hast.
Es ist so einfach, hier über Menschen zu urteilen, die man gar nicht kennt :-(
Eigentlich wollte ich hier gar nicht schreiben und bereue es. Denn selbst in diesem früher von mir so geliebten Forum vertiefen sich die Gräben immer mehr. Sehr schade!



Dörte,

der Herr Unger hat eine homepage.
Wir kennen ihn nicht, aber er möchte wahrscheinlich selbst, dass man sich über seine homepage ein Bild von ihm machen kann und über seine Meinung, seine Position. (Er bezeichnet sich in seinem blog als liberal-konsevativ.)
Er selbst verlinkt dort das Interview mit der besagten Dame.
Und er führt alle seine Publikationen auf, mit direkten links, und die führen dann zu den von Gary genannten Medien.
Und da sind mehrere sehr eindeutige Medien dabei, die selbst keinen Hehl aus ihrer politischen Richtung machen!

Deine Reaktion darauf gepaart mit dem Vorschlag, die Diskussion hier zu beenden ist mir rätselhaft.
Ich unterschreibe was das angeht bei ConnyH.

LG Henni

ReginaUrsula (Profil) schrieb am 02.12.2021 20:23

gleichzeitig scheint es doch plausibel, alle Leute ständig zu boostern und die Krankheit damit zu unterdrücken.

Das ist für mich allerdings ein viel größeres Schreckgespenst als es die Angst vor einer Infektion je war


Seit 300 Jahren wird gempft - gegen die größten Plagen der Menschheit.
Und das außerordentlich erfolgreich

Bei der Impfung wird die Krankheit nicht "unterdrückt" vielmehr werden die Selbstschutzmechanismen des Immunsystems unterstüzt.

Es gibt auch andere Erkrankungen, gegen die 3 mal geimpft wird, um eine Grundimmunisierung zu erreichen. Nimm zum Beispiel die Zeckenschutzimpfung. Da kommt der erste Booster nach 6 Wochen, der zweite Booster nach 6 Monaten und dann mindestens alle 3 Jahre.

Eine Grippeschutzimpfung macht man jedes Jahr neu.

Bei der Corona-Impfung kann es sein, dass nach dieser 3. Impfung erst einmal kein weitere Booster nötig ist. Es kann sein, dass irgendwann ein neuer Booster notwendig ist - nicht, weil der Impfstoff nix taugt oder so. Sondern - weil das Virus einfach mutiert. Das wurde von Anfang an auch erwartet .... Ich denke, dass man die Corona Impfung irgendwann jeden Winter zusammen mit der Grippeschutzimpfung macht. Oder alle 3 Jahre - so wie bei der Zeckenschutzimpfung. Wo ist da Problem?

Aber nochmal: Ein Impfstoff unterdrückt nichts, sondern hilft dem Immunsystem sich besser zu verteidigen, weil es quasi schon "gelernt" hat, wie es mit dem Virus umzugehen hat.

PS
und eine Impfpflicht hatten wir in der Bundesrepublik bis 1876 gegen die Pocken. DA wurde auch nicht überall nach dem Impfausweis gefragt.. Und ja, so etwas ist mit dem Grundgesetz vereinbar. Und - sorry für die Überspitzung - mit einer Impfpflicht wird hier weder eine Diktatur etabilert, noch wird ein Bürgerkrieg ausbrechen.

Gary (Profil) schrieb am 02.12.2021 20:58

Ich möchte -geimpft oder nichtgeimpft im Augenblick- auf keinen Fall durch Gesetze dazu gezwungen werden, eine bestimmte Maßnahme alle paar Monate machen zu müssen, um am ganz normalen Leben teilnehmen zu dürfen!!!

Das ist für mich Diktatur pur und da ist es völlig gleichgültig, ob das angeblich aus hehren Gründen der Krankheitsbekämpfung geschieht.
Für mich ist das absolut gleichbedeutend mit: nie wieder frei sein


Diktatur pur.
Das ist eine recht große Formulierung.
Ich glaube, eine solche Formulierung wählt man bezogen auf Deutschland im Jahr 2021 nur dann, wenn man noch nie in einer Diktatur gelebt hat (und man sich mit dem Leben in Diktaturen noch nicht vertieft beschäftigt hat). Objektiv betrachtet ist diese Formulierung Unsinn. Subjektiv kann man natürlich trotzdem das persönliche Empfinden haben, in einer Diktatur zu leben, (oder man bewegt sich in der falschen "Blase" und sollte Gesprächspartner*innen und genutzte Medien dringend mal wechseln).

Bereits bei Rita habe ich verstanden, dass sie eine Impfung ablehnt.
Auch bei dir verstehe ich, dass du eine Impfung ablehnst.

An Rita richtete ich die Frage, welchen besseren Weg sie denn sieht. Diese Frage blieb leider unbeantwortet.
Vielleicht bekomme ich von dir eine Antwort? Hast du eine Idee? Ich verstehe, was du nicht willst. Aber welchen Weg der Pandemiebekämpfung empfiehlst du denn?
Bisher gab es ja keine Impfpflicht. Es gab die viel beschworene Freiheit. Eine künftige Regierungspartei hat sich intensiv für Freiheit eingesetzt und muss nun feststellen: Hoppla, Ideologie und Wirklichkeit passen nicht zusammen. Wirklich erfolgreich war diese Strategie nicht.

Vielleicht machen alle, die übers Impfen, über Ausgrenzung, über Diktatur, über Unfreiheit, über Gräben usw. jammern, einfach mal einen Vorschlag, wie der Pandemie begegnet werden soll. Das Infektionsgeschehen laufen lassen, erhöht die Freiheit jedenfalls nicht. An diesem Punkt stehen wir nämlich gerade. Weil das Infektionsgeschehen in voller Freiheit seit drei Monaten munter am Laufen ist, stehen nun wieder Beschränkungen der Freiheit bevor.

akira (Profil) schrieb am 02.12.2021 21:45

Die Entwicklung, die Du befürchtest, Alrun, haben wir hier im Süden schon seit Wochen. Ohne Impfpass darf man nirgends mehr hin. Nicht einmal in den Einzelhandel. Für den ÖPNV reicht noch als Alternative ein Test, aber das ist praktisch auch nicht durchführbar, wenn man zuerst zum Testzentrum kommen muss...

Ich finde das schrecklich, dass erwartet wird, solche privaten Daten überall und fast jedem herumzuzeigen. Gleichzeitig sagt der Datenschutz, dass Gesundheitsdaten zu den schützenswertesten Daten überhaupt gehören. Wenn mein Eindruck repräsentativ ist, ist es auch ein großes Verlustgeschäft für den Handel und die Busunternehmen. Wie es bei den Veranstaltungen aussieht, weiß ich nicht, da kann man ja selten durchs Fenster reinschauen.

Was mir fehlt, um einmal konkrete Gegenvorschläge zu machen, sind gezielte Maßnahmen. Man hat beschlossen, Impfen ist die Lösung, also müssen wir alles tun, um die Impfquote zu steigern, mit aller Schickane und allem Druck, der derzeit gemacht wird. Stattdessen sollte man akzeptieren, dass auch Geimpfte Überträger sein können und daher nicht uneingeschränkt frei sein können derzeit. Stattdessen sollte man sich darauf konzentrieren, die vulnerablen Gruppen zu schützen (Wer kam bitte auf die Idee, Tests in Altenheimen für geimpfte Besucher auch nur einen Tag auszusetzen?) und diffuse Ansteckungen zu verhindern. Damit meine ich, dass Veranstaltungen mit Leuten, die sich sonst nie treffen würden, zwingend durchgetestet werden sollten. Hingegen kann man bei Menschen, die sich jeden Tag begegnen, eine gegenseitige Ansteckung wohl kaum vermeiden. Und mit der Zeit könnte man diese Maßnahmen dann sicher noch auf den Bedarf anpassen, wenn man ein Gespür bekommen würde, wo man Infektionen übersieht. Das wäre meiner Meinung nach eine gute Ergänzung zur Impfung der gefährdeten Personen. Denn ja, Impfen ist für viele wichtig, aber es ist wohl nicht die Lösung für alles...

akira

Dörte (Profil) schrieb am 02.12.2021 21:47

Mein Vorschlag für eine Lösung findest Du im anderen Thread, Gary

ReginaUrsula (Profil) schrieb am 02.12.2021 22:06

Hast du dir über die vulerablen Gruppen einmal Gedanken gemacht? Nein, das sind nicht nur die alleinlebenden Rentner oder Pfegeheimbewohner, die teilweise monatelang keine Angehörigen sehen durften.

Eine Risikogruppe sind übrigens ungeimpfte Schwangere - wusstest du das?


Wer definitiv gefährdet ist, sind Menschen mit bestimmten Behinderungen und schweren Erkrankungen . Das fängt mit Trisomie 21 (Down syndrom) an, geht mit Diabetes Typ 1 weiter und endet nicht bei angeboren Herzfehlern. Oder nimm Krebs! Merkst du was? Da sind auch Kinder dabei!! Willst du die die ganze Zeit "schützen" indem du sie die ganze Zeit an der Teilhabe hinderst? Am Schulbesuch, am normalen sozialen Leben.
Das wäre nämlich die Alternative: wir schließen alle die dauerhaft aus der Gesellschaft aus, die ein wiederholtes Durchlaufen des Virus nicht überleben würden.
Das das ausgerchnet die Kranken und Behinderten sind - wen stört es?

Anonym schrieb am 02.12.2021 22:16

"ich denke, dass man die Impfung irgendwann jährlich mit der Grippeschutzimpfung macht oder alle 3 Jahre mit der Zeckenimpfung"
sagt RU oben
und "wo ist da das Problem?"

alle aufgezählten Impfungen hat hier noch nie jemand in der Familie gemacht (außer die Schwiegereltern).
Meine Eltern, Geschwister, Mann, Kinder usw. keiner jemals.
Irgendwann mal im Alter vielleicht, aber meine Eltern sind 75 und brauchen sie auch nicht.
Das soll einfach jeder für sich selbst entscheiden.
Und die vulnerablen Gruppen, alle, die grad aufgezählt wurden, sollen sich so oft impfen dürfen wie sie wollen. Soll halt mal ne Impfung rausgebracht werden, die sie auch wirklich schützt.
Und wenn sie wollen, dass ich ne Maske aufsetze, wenn wir uns treffen, mach ich das.
Denn auch trotz Impfung kann ich ja ansteckend sein...
Dafür lass ich mich ganz sicher nicht ständig impfen, wozu denn jetzt auch noch ne Grippeimpfung. Grippe gibts doch seit corona gar nicht mehr.

Anonym schrieb am 02.12.2021 22:26

Den letzten Beitrag hätte ich auch komplett anonym verfasst
Sorry aber das muss ein bockiges Kleinkind geschrieben haben.
Munkes

akira (Profil) schrieb am 02.12.2021 22:27

Hast du dir über die vulerablen Gruppen einmal Gedanken gemacht?

Ja, habe ich. Und auch dass Schwangere und Behinderte dazugehören weiß ich. Und ich habe Schutz gefordert, nicht Ausschließen. Da, wo besonders gefährdete Personen involviert sind muss gezielt getestet werden, Maske getragen und was sonst noch hilft. Aber diese Menschen haben rein gar nichts davon, dass Ungeimpfte nicht ins Bekleidungsgeschäft dürfen.

Henni (Profil) schrieb am 02.12.2021 22:46

Mein Vorschlag für eine Lösung findest Du im anderen Thread, Gary

Dörte,

meinst Du den Buchtitel, female choice? Steckt darin die Lösung?
Aber wenn jetzt überall Frauen säßen, was würden die denn konkret machen?

Meine Chefin ist eine Frau; schon immer, ich habe in 22 Berufsjahren noch nie einen Chef gehabt
Die Chefin darüber war jahrzehntelang eine Frau
die Stadt, neben der ich wohne und in der ich arbeite hat eine Bürgermeisterin und eine Oberbürgermeisterin
mein Bundesland hat eine Ministerpräsidentin
und eine Bildungsministerin
ganz oben saß bis heute eine Kanzlerin

der wichtigste Impfstoff wurde von einem Ehepaar fertig entwickelt

Wo liegt jetzt die konkrete Lösung?
Oder hab ich das falsch kombiniert?

Henni (Profil) schrieb am 02.12.2021 22:50

ReginaUrsula (Profil) schrieb am 02.12.2021 22:51

Und die vulnerablen Gruppen, alle, die grad aufgezählt wurden, sollen sich so oft impfen dürfen wie sie wollen. Soll halt mal ne Impfung rausgebracht werden, die sie auch wirklich schützt.
Und wenn sie wollen, dass ich ne Maske aufsetze, wenn wir uns treffen, mach ich das.


Du willst dich und deine Kinder mit dem "Zeug" nicht Impfen, weil es ach so viele Nebenwirklungen hat, aber die behinderten Kinder sollen geimpft werden?


DAS ist Ausgrenzung, Diskriminierung, ende des Füreinander-Sorgens.



Ich bin hier raus. Tschüss.

https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2021-11/corona-pandemie-querdenker-impfgegner-gesellschaft-spaltung-5v8

Anonym schrieb am 02.12.2021 23:04

Regina, du hast lange durchgehalten und so tolle Inhalte geschrieben. Wow! Ich danke dir dafür.
Ich denke nur: wer es bis jetzt noch nicht verstanden hat, will es einfach nicht verstehen. Man kann hier sehr gut sehen, wie wenig die Gegner noch erreichbar sind. Ich glaube mittlerweile, dass es den meisten nur noch darum geht nicht nachzugeben. Deswegen sind Argumente völlig sinnlos. Es wird nicht Mal drauf eingegangen.

Um zum Thema zurück zu kommen:
Ich habe meine Tochter heute beim örtlichen Impfzentrum vormerken lassen Termine werden noch nicht vergeben, weil nicht ganz klar ist, wann genau der Kinderimpfstoff hier ankommt. Eine dreizehnjährige Freundin meiner Tochter ist erkrankt, ihr geht sehr schlecht. Ich erinnere mich an viele viele Nächte im sitzen mit meinem hustenden Kind und einen Pseudokrupp Anfall. Ich möchte das unbedingt vermeiden aber uns läuft die Zeit davon. Gefühlt ist es bei den Schulkindern gerade überall.
Munkes

Anonym schrieb am 02.12.2021 23:26

Regina danke auch für den letzten Link zum Artikel. Trotz als Triebfeder! Das meine ich auch.
Munkes

Gary (Profil) schrieb am 02.12.2021 23:45

Den letzten Beitrag hätte ich auch komplett anonym verfasst
Sorry aber das muss ein bockiges Kleinkind geschrieben haben.
Munkes


:-))

Gary (Profil) schrieb am 02.12.2021 23:45

Ich denke nur: Wer es bis jetzt noch nicht verstanden hat, will es einfach nicht verstehen. Man kann hier sehr gut sehen, wie wenig die Gegner noch erreichbar sind. Ich glaube mittlerweile, dass es den meisten nur noch darum geht nicht nachzugeben. Deswegen sind Argumente völlig sinnlos. Es wird nicht Mal drauf eingegangen.

Mhmmm. So ist das.
Da hilft nur beten.
Konkrete Gebete spar ich mir diesmal...

Anonym schrieb am 02.12.2021 23:59

Nein Gary, da hilft nur ein allgemeine Impfpflicht. Es bietet den Menschen die Möglichkeit ihr Gesicht zu wahren. Aktuell werden sie gegängelt, das ist irgendwie auch unaufrichtig und macht aggressiv.
Munkes

Gary (Profil) schrieb am 03.12.2021 00:14

Nein Gary, da hilft nur ein allgemeine Impfpflicht. Es bietet den Menschen die Möglichkeit ihr Gesicht zu wahren. Aktuell werden sie gegängelt, das ist irgendwie auch unaufrichtig und macht aggressiv.
Munkes


Glaubst du, es geht darum, sein Gesicht zu wahren?
Da niemand unter Zwang zur Impfung geschleppt werden soll, ist doch auch dann ein Mindestmaß an Einsicht erforderlich. Siehst du diese Einsicht?
Hier in dieser Diskussion, du schreibst es selbst, gehen Impfgegner nicht auf Argumente ein. Es werden einfach eisern Positionen gehalten, so abwegig sie auch sein mögen.
Und, nein, es wird niemand gegängelt. Jede*r wählt in völliger Freiheit, mit welchen Beschwernissen man sich belasten möchte.
Die Impfpflicht wird mutmaßlich kommen. Und in einigen Fällen wird sie auch überzeugend wirken.
Wer aber in einem der freiesten Länder der Welt das Gefühl hat, jetzt oder demnächst in einer Diktatur zu leben, dem wird auch eine Impfpflicht nicht helfen, das Gesicht zu wahren.

Henni (Profil) schrieb am 03.12.2021 00:22

Irgendwo kürzlich wurde in dem Zusammenhang der sogenannte "Hohe Kosten Faktor" genannt. Das war eine soziologische Betrachtung und es ging um tatsächliche Querdenker.

Also, wer bis jetzt nicht geimpft ist, hat dafür viel investiert.
evtl. viel recherchiert
sich evtl. vor Freunden erklären müssen, sich mit Freunden/Familie überworfen
einfach viel Energie ins NEIN-Sagen gesteckt

Sich jetzt neu zu entscheiden hieße, dass sich all der Aufwand nicht gelohnt hat.

Gary findet bestimmt den link zu dem Artikel :-)

Gary (Profil) schrieb am 03.12.2021 01:41

Gary findet bestimmt den link zu dem Artikel :-)

Nein, auf Anhieb nicht.
Ich erinnere mich zwar auch daran, wurde aber gerade nicht fündig.

Dafür habe ich andere Artikel gefunden.

Zum Thema Spaltung und Zusammenhalt:
https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/corona-debatte-vergesst-den-zusammenhalt-kolumne-a-b0e6b2e8-e1ed-4930-803e-f1ff581d6db3

Zum Stichwort Freiheit:
https://www.sueddeutsche.de/meinung/freiheit-ungeimpfte-zorn-verantwortung-solidaritaet-1.5468187


Anonym schrieb am 03.12.2021 08:09



Glaubst du, es geht darum, sein Gesicht zu wahren?

Ja, ich glaube darum geht es. Es ist gar nicht so einfach, sich selber einen Fehler einzugestehen, noch schwieriger seinen Freunden/ seiner Familie.

Anonym schrieb am 03.12.2021 23:01

Ich weiß nicht, ob es nur ums Gesicht bewahren geht. Ich denke, einige warten schon auch auf die Zulassung der Totimpfstoffe die ja wohl bevorsteht. Nur, bis die hergestellt und verteilt sind stecken wir in Welle Nr 8-10. Hier im Umfeld ploppen immer mehr Impfdurchbrüche auf, keiner der ins Krankenhaus muss, aber auch zum Teil mit Lungenentzündungen und wirklich heftigst eingeschränkt. Alle unter 50, zum Großteil echt sehr sportlich. Da mag ich mir nicht vorstellen wie das ohne Impfung aussehen würde. Ich wäre froh wenn eine Impfpflicht käme. Dann würde dieser Graben sich zumindest aus der breiten Bevölkerung weiter nach oben verlagern. Die Situation ist zu lange zu angespannt für alle, die Nerven liegen blank. Ich will eigentlich nur noch dass das endlich vorbei ist. Diese Angst und Sorge, die Einteilung der Famlie und der Freunde, mit denen man sich noch umgeben kann ohne jemandem auf die Füße zu treten. Und ich bin es leid, das dieses Thema alles beherrscht. Ich weiß, das alles ist frommes Wunschdenken. Aber das ist meine derzeitige Gefühlslage. Achso, ja, ich bin dreifach geimpft und mein Kind ist ebenfalls geimpft. Alles problemlos, bis auf den schweren Arm danach.

Anonym schrieb am 03.12.2021 23:11

Ich habe meine Kinder nicht impfen lassen. Man impft sich in erster Linie um sich zu schützen, oder? Ich sehe bei Kindern den Sinn nicht. Die Nebenwirkungen der Impfung überwiegen hier. Kinder erkranken in der Regel nicht schwer und müssen ganz selten ins Krankenhaus. Würde ich vor der Wahlwerbung stehen so wie du mit 2G, würde ich auf den Todimpfstoff von Novavax oder Valneva warten. Das sind Todimpfstoffe, die auch in der Vergangenheit schon eingesetzt wurden zum Beispiel beim Grippeimpfstoff. Ich vertraue da leider nicht auf Vektor und mRnA-Impfstoffe, diese sind vor Corona noch nie angewendet worden.


PS: ich selber bin aufgrund diverser Vorerkrankungen und Allergien nicht impfbar und habe ein Attest. Ich habe keine Angst vor Corona, mittlerweile sind auch schon gute Medikamente in der Zulassung, die eventuell ein Gamechanger werden.
Soweit ich weiß gibt es Vekor Impfungen noch nicht ewig, aber schon seit einigen Jahren. Impfungen gegen das Dengue Fieber und Ebola sind Vektor Impfungen.

Anonym schrieb am 03.12.2021 23:42

eben hab ich mir den allerersten corona-thread durchgelesen
(corona-virus) vom letzten jahr.

hellseherisch von doro über den drosten-podcast

Zitat:

Und die gruselige Essenz kommt in den letzten 5 Minuten, wo er verkürzte Zulassungen für Impfstoffe fordert! Das ist meine größte Befürchtung, dass wir als Bevölkerung vom Staat dazu genötigt werden, uns mit halb ausgegorenen Impfseren zu "schützen".

Ich höre mir immer gern auch die umstrittenen Fachleute an und bilde mir dann meine Meinung. Und es ist ja nach wie vor so, dass fast ausschließlich sehr alte Menschen mit Vorerkrankungen gestorben sind. Wie eben jedes Jahr auch an dem jeweiligen Influenzastamm. Das ist sehr traurig für alle Betroffenen, löst aber selten echte Betroffenheit oder gar Panik wie jetzt aus.

Zitatende

überhaupt ein interessanter ausflug in die anfangszeit und die entwicklung der stimmung!

Anonym schrieb am 03.12.2021 23:46

ach so, doro, ich schrieb hellseherisch, weil ich es immer noch so empfinde (gruselig)

ich unterstelle nicht, dass du auch heute so denkst
ich unterstelle gar nichts, einfach ein zitat

Gary (Profil) schrieb am 04.12.2021 00:26

einfach ein zitat

Was für eine perfide Strategie.
Immer schön aus dem anonymen Off neuen Unsinn einstreuen.
Einfach ein Zitat.
Zweifel säen. Irgendwas wird schon hängen bleiben.

Ich höre mir immer gern auch die umstrittenen Fachleute an und bilde mir dann meine Meinung

Das endet dann bei Schwurbelei. Denn die Qualifikation, den Stand der Wissenschaft und die umstrittenen Fachleute (aka Querdenker) vernünftig zueinander in Beziehung zu setzen, fehlt dir leider. Was bleibt ist "Meinung". Fern der Realität. Verstrickt in Verschwörungstheorien. In einer Diktatur lebend. Und zu feige mit deinem Nickname für deinen Unsinn geradezustehen.

Nun bin ich auch raus.

Anonym schrieb am 04.12.2021 01:11

eben hab ich mir den allerersten corona-thread durchgelesen
(corona-virus) vom letzten jahr.

hellseherisch von doro über den drosten-podcast

Zitat:

Und die gruselige Essenz kommt in den letzten 5 Minuten, wo er verkürzte Zulassungen für Impfstoffe fordert! Das ist meine größte Befürchtung, dass wir als Bevölkerung vom Staat dazu genötigt werden, uns mit halb ausgegorenen Impfseren zu "schützen".

Äääääh, ja, super Idee! Während eine weltweite Pandemie herrscht halten wir einfach altbewährten Methoden fest. Wird sich schon todlaufen der Virus. Von alleine, denn eingesperrt werden will ja auch keiner. Und Masken sind auch doof. Also, eigentlich alles weiter wie bisher mit dem Prizip Hoffnung. Und gutes Immunsystem.

Dass der Impfstoff schneller da war lag nicht an mangelnder Überprüfung sondern daran dass vieles parallel lief, weil Pandemie!! Kommt ja nunmal nicht ganz so häufig vor. Es hat die GLEICHEN Zulassungskriterien erfüllen müssen wie jeder andere auch!

Ano Falschmeldungen-sind-doof

https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/corona-informationen-impfung/mythen-impfstoff-1831898

Anonym schrieb am 04.12.2021 06:21

"Verschwörungstheorien polarisieren die Gesellschaft und schüren gewalttätigen Extremismus.

Wie richten Verschwörungstheorien Schaden an?
- Sie machen einen Feind und ein geheimes Komplott aus, das unser Leben oder unsere Überzeugungen bedroht und einen Verteidigungsreflex auslöst, der zu Diskriminierung und Hassverbrechen führen und von gewalttätigen Extremisten ausgenutzt werden kann.
- Sie untergraben das Vertrauen in den Staat‚ was zu politischer Apathie oder Radikalisierung führen kann.
- Sie höhlen das Vertrauen in wissenschaftliche und medizinische Informationen aus‚ was schwerwiegende Folgen haben kann.

Warum haben Verschwörungstheorien jetzt Hochkonjunktur?
Vordergründig bieten sie häufig eine logische Erklärung für komplexe Ereignisse oder Situationen und vermitteln ein falsches Gefühl von Kontrolle und Deutungshoheit. Dieses Bedürfnis nach klaren Verhältnissen ist in Zeiten von Corona besonders stark ausgeprägt."

https://ec.europa.eu/info/live-work-travel-eu/coronavirus-response/fighting-disinformation/identifying-conspiracy-theories_de

munkes (Profil) schrieb am 04.12.2021 10:22

Ich möchte mich auch aus dem Beitrag verabschieden. Mit anonymen Propheten darüber diskutieren, dass die Erde rund ist, ist die reinste Zeitverschwendung.
Danke auch an Gary. Hab hier viele interessante Inputs und Artikel erfahren.

Bleibt alle gesund!

Henni (Profil) schrieb am 04.12.2021 13:14

Ich danke auch!
Vor allem für den Artikel über die solidarische Krankenversicherung.
Und für den Artikel über Thierses Äußerung bezüglich Freiheit und Verantwortung.
Da ging es um falsch verstandenene Freiheit, die den Aspekt der damit verbundenen Verantwortung völlig außer Acht läßt.

Ich finde es übrigens gut, wenn sich aus einer anfänglichen Frage weitere Aspekte rund um dsa Thema ergeben, so wie es in diesem Thread der Fall ist.

Schade finde ich:
dass folgende Frage von den betreffenden Mitdiskutierenden unbeantwortet blieb: Was ist denn die Lösung, jetzt sofort, ohne dass geimpft wird?
Dass manche nur Schlagwörter, kurze Thesen reinwerfen - oft anonym - und dann wieder weg sind aus dem Diskurs.
Dass manche direkt gestellte Fragen daher gar nicht beantwortet wurden.

Immernoch nicht verstanden habe ich,
dass hier ein Buch empfohlen wurde von einem Autor, der öffentlich schreibt, dass die Impfstoffe eigentlich die Krankheit auslösen. Meine Nachfrage dazu blieb unbeantwortet.

Erschreckt bin ich,
dass in der gegenwärtigen Lage immer noch Argumente von vor 1,5 Jahren herangezogen werden (nicht so schlimm, alles nur eine Grippe). Es wurde jetzt nicht wieder zitiert, aber damals gab es ja auch Tipps wie: Ingwertee, Bewegung an frischer Luft, wertvolle vitaminreiche Ernährung.

Denen, die auf Totimpfstoff warten wünsche ich, dass er bald verfügbar ist und sie ihn noch rechtzeitig bekommen. Dass er auch so viel verimpft wird wie die bisherigen Impfstoffe und dann bald genauso viele valide Daten dazu vorliegen. Dass in den Laboren alles gut geht, denn für Totimpfstoff benötigt man zunächst lebende Viren und der Umgang damit ist nicht trivial. Dass sie die nötigen Adjuvantien gut vertragen.

LG Henni

Henni (Profil) schrieb am 04.12.2021 13:17

Klarstellen wollte ich noch:
Unter Alkoholeinfluss Auto fahren ist keine anerkannte Krankheit. Das ist eine Straftat.

Dörte (Profil) schrieb am 04.12.2021 14:36

Hallo Henni,

ich habe das Buch von Raymond Unger noch nicht gelesen, habe es bisher nur gekauft. Vielleicht wäre es besser gewesen, das hier nicht zu thematisieren. Bin auf jeden Fall sehr gespannt darauf, weil ich ihn vor Jahren als sehr gebildeten, tiefsinnigen Mann erlebt habe.

Du fragst, welche Lösung diejenigen anbieten, die die Impfung ablehnen.

Zu denen gehöre ich nicht, allerdings auch nicht zu den strikten Befürwortern. Ich mag diesen Dualismus nicht, dieses schwarz-weiss-Denken.

Meiner Meinung nach ist das Corona-Virus ein Weckruf, und wir sollten darauf achten, was es uns sagen will. Es geht doch darum, die Ursachen zu verstehen und nicht nur die Symptome zu bekämpfen. Wenn wir Menschen weiterhin Lebensräume von den letzten verbleibenden Wildtieren zerstören, werden noch weitere Viren dazukommen. Wie viele Impfungen brauchen wir dann in Zukunft?

Die Klimakrise ist ungleich gefährlicher als die Corona-Krise, nur kommt sie schleichend daher, und es gibt keine Impfung dagegen. Ich fahre deshalb kein Auto mehr und esse so gut wie kein Fleisch. Da könnte ich mich auch die ganze Zeit aufregen über Menschen, die sich ein Leben ohne Auto nicht vorstellen können und regelmäßig Fleisch essen. Tu ich aber nicht.

Liebe Henni, Du klingst so vernünftig. Magst Du nicht mal "Female Choice" lesen und Dich dann mit mir darüber austauschen? In dem Buch geht es darum, wie die Grundlagen für ein komplett anderes System aussehen könnten. Sehr spannend!

Grüße,
Dörte

Henni (Profil) schrieb am 04.12.2021 15:08

Hallo Dörte,

Yuval Harari z.B. habe ich auch gerne gelesen.
Ob ich female choice lesen werde - weiß ich momentan nicht. In diersem Winter eher nicht, die berufliche Belastung ist zu hoch, wenn man die Aufgabe hat, unter den gegenwärtigen Bedingungen eine Risikogruppe zu schützen....

Ich stimme völlig zu, es ist richtig, grundlegend zu gucken, wo kommt was her, was muss geändert werden etc. Es muss aber derzeit vor allem auch geguckt werden, wie kommen wir mit der akuten Lage, in der wir stecken, klar.

In dieser Lage halte ich es für fahrlässig, Autoren zu empfeheln, die schreiben, dass man durch Impfung krank wird. Ob es deine Absicht war, weiß ich bis jetzt nicht. Du hast Gary angegriffen dafür, dass er sich über den Autor informiert hat, welche Informationen Du selber hast, blieb offen.

Es gab oben den guten link zur EU-Kommision. Da war der Aufruf, Informationen zu prüfen und Falschmeldungen nicht zu verbreiten.

Zitat:

Nicht vergessen: Niemand ist für die Entstehung des Virus verantwortlich, aber wir alle können dazu beitragen, es einzudämmen.

Vertrauen Sie nur überprüften Informationen. Im Zweifelsfall nicht teilen. Nicht weiter verbreiten.