"Unverpackt- wie macht ihr das?"

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Nachtkatze (Profil) schrieb am 28.04.2021 15:46

Unverpackt- wie macht ihr das?

Hey zusammen,

wir hätten gern weniger Müll bei uns zuhause. Nun hat ein Unverpackt-Laden eröffnet. Ich trau mich nur nicht so recht.

Wie macht man das denn? Hat man dann Plastik-Boxen für den Transport nach Hause und füllt dann Zuhause um? ich will ja gern Marmelade kaufen BEVOR diese leer ist. Das heißt ja, die Verpackung ist noch belegt wenn ich einkaufen gehe.
Oder hab ihr alle Verpackungen doppelt? Oder nur einige? Das sieht immer alles soooo super toll aus, in den Blogs und Magazinen, aber in der realität mit drei Kindern (fünf eigentlich, zwei wohnen woanders, sind schon groß) fehlt mir irgendwie die Grundlage. Wir kaufen ja 10 Liter Milch jede Woche. Ich bin mir grad nicht so sicher wo ich die leeren Verpackungen lagern soll und das Abfüllen im Laden, während die Kinder natürlich artig warten, ist noch ein ganz andere Kapitel.

Geht das überhaupt? Für Familien? Oder doch nur für berliner Öko-Blogger?;-)

Kennt sich da jemand aus?

Herzliche Grüße

Antworten

Fashymama (Profil) schrieb am 28.04.2021 16:05

Ich würde klein anfangen.
Wir holen Milch vom Bauern in Glasflaschen. Da haben wir tatsächlich 14 obwohl wir nur 6 l holen. Ich bestelle eine Biokiste und sage, dass ich keine Verpackung will. Also manches kommt in Papiertüten...
Unverpackladen läuft hier noch nicht so super, da die manches nicht haben( z.b. Dinkelnudeln), anderes ist so megateuer, dass es mit 6 Personen einfach nicht geht.
Man kann entweder sein normales Gefäß mitnehmen, oder einfach Tupper oder ein Glas und zu Hause umfüllen. Ich denk das ist echt Geschmacksache und du musst für dich rausfinden was praktisch ist.

Anonym schrieb am 28.04.2021 17:53

Ich habe tatsächlich diverse dichte Gefäße, teils Kunststoff (diese mit Clip-Verschluss), teils Glas und fülle ggf. zuhause nochmal um, wasche den Transportbehälter wieder ab. Milch und Sahne kaufe ich aber in Pfand-Glasflaschen, die gibt's auch nicht lose. Für andere lose, feste Sachen habe ich Papier- und auch Plastiktüten, die ich so oft benutze, wie es geht, und Stoffsäckchen, die ich waschen kann.
Da wir nur zu zweit sind und der Laden 800m entfernt, kaufe ich oft erst ein, wenn Vorrat alle. "Mein" Laden ist auch ein Mitgliederladen, da ist das mit der Hygiene nicht so eng, das heißt, ich nehme zB die Aufbewahrungsdise von den Haferflocken unabgewaschen mit und fülle im Laden berührungslos ein. In normalen Läden geht das vermutlich nicht.
Für einen größeren Haushalt stelle ich es mir anstrengender vor, aber letztendlich sind das nachher Routinen. Ich denke, du brauchst ein bisschen mehr Platz irgendwo, wo du die Transportdosen etc lagerst. Einiges hadt du dann vielleicht doppelt, wie bei der Marmelade. Ich habe immer eine Umhängetasche mit Verpackungen und dem Leergut hier stehen. Die schnappe ich mir und nen leeren Rucksack, in den dann im Laden die befüllten Sachen kommen.
Gruß, Bettina.

Lola (Profil) schrieb am 28.04.2021 18:02

Geh doch mal mit einer Mini- Einkaufsliste mit Dingen, wo Du Dir sicher bist, wie Du es machen könntest, Nudeln z.b., und frag dann einfach da nach, wie es andere machen. Normalerweise sind doch die Menschen in solchen Läden supernett.

Anonym schrieb am 29.04.2021 08:47

hallo,
wir gehen nicht im unverpackt Laden einkaufen, weil dieser ca. 30km vom Wohnort entfernt ist. Ein paar Mal war ich da und mich hat es wirklich sehr gestresst. Ich gehe so schon nicht gerne einkaufen aber dann noch alles abfüllen und abwiegen ist mir für eine größere Familie und als Wocheneinkauf doch viel zu stressig. Wenni ich den Laden um die Ecke hätte und nach Bedarf einkaufen könnte wäre das bestimmt anders. Allerdings ist der Unverpackladen hier auch sehr teuer, das wäre für uns preislich nicht drin. Wir gehen wann immer möglich im Bioladen einfkaufen und 80% unserer Lebansmittel kaufen wir dort ein. Das ist es uns auf jeden Fall wert und dafür sparen wir auch mal an anderen Ecken. Der Einkauf im Unverpacktladen wäre aber nochmal um einiges teuerer, 1kg Mehl kostetet z.B. als ich beim letzen mal einkaufen war 2E, das bekomme ich für die hälfte im Biosupermarkt oder DM. Wir machen alles selbst (Brot, Pizza, Kuchen) und brauchen somit bestimmt 3kg Mehl oder mehr in der Woche und so ist es mit vielen anderen Sachen auch. Gemüse hatten die auch nicht viel und Kühlware auch nicht, somit müsst ich noch in nen Zweiten Laden gehen um den Rest zu kaufen.
Nun zu deiner Frage, die meisten trockenen Sachen kann man ja sehr gut in Stoffbeutel füllen und zu Hause in die entsprechenden Gefäße, die nehmen keinen Platz weg und man kann sie einfach in die Waschmaschine werfen. Hier im unverpackt laden standen immer Gläser (von Lebensmitteln) ich habe keine Ahnung ob man die da hin bringen konnte, oder wie genau das gelaufen ist und ob das jetzt zu Corona Zeiten noch erlaubt ist. Auf jeden Fall denke ich lohnt es sich Gläser zu sammeln, darin kann man super Sachen dann auch einfach direkt lagern. Für Mehl hat man dann vielleicht einfach zwei Dosen ..

LG

Anonym schrieb am 05.05.2021 19:54

Also ich bin mittlerweile Stammkundin in unserem Unverpacktladen. Dosen habe ich wenige, die meisten sind in Gebrauch. Gläser sind mir für den Transport zu schwer. Ich habe einzelne Stoffbeutel oder verwende die Papiertüten vom Bäcker, teilweise nehme ich sie doppelt, damit nichts reißt. Oder ich benutze alte Papiertüten vom Mehl,... .
Die kleinen gekauften Gläschen nehme ich allerdings mit, wenn ich z.Bsp. Salz nachkaufen muss. Zu Hause fülle ich alles um.
Ach ja, für mich ist es Stress pur, dort einzukaufen. Die Schütten klemmen manchmal, die musst den Regler halten, dein Behältnis und dir fehlt die dritte Hand. Es ist sauteuer... aber mir ist es leider viel wert, auf Plastik und Verpackung zu verzichten.
Mein Mann weigert sich deswegen, dort einzukaufen :).
Ich komme 1 mal im Monat hin und mache dann einen Großeinkauf.
In unserem Laden gibt es aber nur haltbare Lebensmittel, Waschmittel und Hygieneartikel. Obst/Gemüse und Milch haben sie nicht.
LG Merle

Lohgar (Profil) schrieb am 12.06.2021 09:13

Die Läden hier bei uns (Großstadt, nicht Berlin ;-) bieten seit Corona alle Befüllservice an, ohne Aufpreis. D.h. man bringt seine Dosen/Gläser.... hin, dazu auch ne Kiste oder Tasche oder so; auf der Dose muss notiert sein, was rein soll und das Eigengewicht des Gefäßes.
Nach vereinbarter Zeit holt man es ab, zahlt und gut.
Bin gespannt, ob sich das über Corona hinaus hält.

Ich kaufe dort wenig, die Preise sind krass. Hole aber schon immer Großgebinde bzw. verpackungsarm im Bioladen. Der Unverpackt-Laden nimmt ja auch bloß Großgebinde, da fällt die Verpackung eben beim Laden an statt bei mir.

Liebe Grüße die lohgar

Nachtkatze (Profil) schrieb am 12.06.2021 14:04

Zwischenstand

Wir haben es erstmal aufgegeben. Unser Downi-Mädchen ist ne hyperaktive, und für das Stadtleben überhaupt nicht geeignet. Wir bleiben bei Gut-für-die-Nerven-mies-für-die-Umwelt-Lieferservice von Rewe. Nützt nix. Die Frage stellt sich erstmal nicht mehr.

Schnecke79 (Profil) schrieb am 12.06.2021 20:37

...wir wohnen praktisch im outback, hier gibt es solche Läden nicht. ich bestell alles haltbare in 10-25 kg Säcken aus Papier. Haferflocken, Reis, Mehle, Hülsenfrüchte. Kommt dann direkt mit der Post ins haus, ich fülle es in große 10 Liter Eimer um und fertig...

LG
Alex

ChristineT (Profil) schrieb am 14.06.2021 08:21

... und wo bestellst Du sowas, Alex?

Schnecke79 (Profil) schrieb am 14.06.2021 21:41

...ich verpixel das mal.
Also:
Nüsse, Trockenfrüchte bei H*i*e*l*a. Haben auch Reis und Salz usw, ist aber nicht bio. Wobei die getrockneten Mangos manchmal das GEPA Label drauf haben auf den großen Originalpackungen. Da gibts ne Extrarubrik für Großgebinde, bzw. man kann auch einfach ne email hinschreiben und sagen, man hätte gerne das Gewicht X von Produkt Y bitte im großen Sack und nicht in 1-kg-Tüten.

Reis, Haferflocken, Hülsenfrüchte,Mehle bei "n*e*w*s*t*a*r*t*c*e*n*t*e*r. biz" Da ist alles bio. Zucker und solche Sachen haben die auch.

Ich finds total entspannt, weil ich nicht ständig was besorgen muss, hält sich alles mottensicher (hier ein großes Problem) im den Eimern in der Speisekammer.
Die Postfrau tut mir öfter leid, ich helf dann beim ausladen der schweren Pakete und ich geb ihr manchmal ein Stück Kuchen mit.

LG
Alex